Cover-Bild Das Antiquariat der Träume
(19)
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Romance
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 22.05.2020
  • ISBN: 9783423219310
Lars Simon

Das Antiquariat der Träume

Roman

Die Magie der Bücher – und der Liebe

Im Spätsommer 1983 verliert Johan Andersson bei einem Schiffsunglück seine große Liebe Lina. Er bricht alle Brücken hinter sich ab und beginnt ein neues Leben als Antiquar und Cafébesitzer. Doch die Veränderungen in seinem Leben greifen weiter: Seit dem traumatischen Ereignis erscheinen Johan die Figuren seiner Lieblingsbücher leibhaftig. William von Baskerville, Pippi Langstrumpf und Sherlock Holmes bringen aber nicht nur Trost und Zerstreuung. Sie zwingen Johan auch zu einer Entscheidung: Will er ein neues Leben beginnen oder seine verloren geglaubte große Liebe finden? Ein geheimnisvoller Fremder bringt Johan schließlich auf die entscheidende Spur, denn Lina scheint nicht die gewesen zu sein, für die sie sich ausgegeben hat …

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.06.2020

Die Magie der Bücher

1

Johan hat während eines Schiffsunglücks seine große Liebe verloren. Sein Stockholmer Leben hat keinen Reiz mehr für ihn. Er zieht sich in das kleine Landstädtchen Hedekas zurück und eröffnet ein Antiquariat ...

Johan hat während eines Schiffsunglücks seine große Liebe verloren. Sein Stockholmer Leben hat keinen Reiz mehr für ihn. Er zieht sich in das kleine Landstädtchen Hedekas zurück und eröffnet ein Antiquariat mit Literaturcafé. Aber nie hat die Suche nach Lina aufgegeben, denn weder taucht ihr Name auf der Liste der Überlebenden noch bei den Todesopfern des Unglücks auf. Mit Lina ging auch ein besonderes Buch verloren, das sie kurz vor der Katastrophe schenkte.

Aber er ist bei der Suche nicht allein, seit dem Unglück erscheinen ihm regelmäßig die Protagonisten aus seinen Lieblingsbüchern, ob es nun Pippi Langstrumpf, William von Baskerville, Cyrano de Bergerac oder Sherlock Holmes ist, ihre Ratschläge geben ihm Halt und Denkanstöße. Aber nur er selbst kann sich für den richtigen Weg in seine Zukunft entscheiden.

Wenn in einem Roman Bücher und ihre Helden eine große Rolle spielen dürfen, bin ich schon sehr neugierig und mit dem „Antiquariat der Träume“ habe ich mein Traumbuch gefunden. Aus Romanfiguren werden Ratgeber und ich meinte sie direkt vor mir zu sehen. Es ist etwas ganz Magisches in der Geschichte von Lars Simon und sie lässt mich Raum und Zeit zu vergessen.

Bis zum Schluss habe ich mit Johan gehofft, dass er seine große Liebe wiederfindet und dass ihm seine unsichtbaren Gefährten den richtigen Weg weisen. Daneben hat mich aber auch der ganz reale Teil der Geschichte verzaubert. Das kleine Literaturcafe, für das die nur auf den ersten Blick unscheinbare Pastorenschwester Agnes die Kuchen backt, die dann als Schiller-Torte oder Pippi-Pfefferminz-Kuchen auf der Karte stehen, der Pastor selbst, der Johans Weinvorrat schätzt – das sind liebenswerte Figuren, die mir gefielen.

Die sorgfältige Ausstattung des handlichen Hardcovers sticht ins Auge und nichts gibt es an diesem kleinen, zauberhaften Buch auszusetzen, außer, dass ich viel zu schnell am Ende angekommen bin.

Und wie heißt es im Märchen: Und so lebten sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage….

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.06.2020

Der größte Wahnsinn ist es, das Leben so zu sehen, wie es ist und nicht, wie es sein sollte

1

Auf einem Schiff, der Fähre Leksand, lernt Johan Lina kennen und verliebt sich sofort in sie. Durch ein Unwetter kommt es zu einem schweren Schiffsunglück und Lina verschwindet spurlos und mit ihr das ...

Auf einem Schiff, der Fähre Leksand, lernt Johan Lina kennen und verliebt sich sofort in sie. Durch ein Unwetter kommt es zu einem schweren Schiffsunglück und Lina verschwindet spurlos und mit ihr das seltene antiquarische Buch „Singoalla“, das sie Johan kurz vorher noch geschenkt hat. Auch knapp vier Jahre später kann Johan, der mittlerweile auf dem Land ein Antiquariat mit angeschlossenem Café führt, Lina nicht vergessen. Seit sie sich aus seinem Leben verabschiedet hat, erscheinen ihm regelmäßig Figuren aus der Literatur, sprechen mit ihm und geben ihm Ratschläge. Johan merkt, dass sich etwas ändern muss und beschließt sein Leben, selbst in die Hand zu nehmen.

So klein, nett und harmlos Lars Simons Büchlein von außen wirkt, so wertvoll ist es. Für mich ist es eines jener Bücher, von denen ich mir wünsche, dass sie für immer bleiben, weil sie eine so angenehme Stimmung und Atmosphäre vermitteln. Die Geschichte liest sich so selbstverständlich und flüssig, völlig unangestrengt, trotzdem hat man beim Lesen das Gefühl, etwas ganz Besonderes, ja fast etwas Magisches in den Händen zu halten: einen kleinen, feinen Schatz, der berührt, der Zuversicht vermittelt, der einfach ein kleines bisschen glücklicher macht, ohne dass es sich genau erklären lässt, warum und wie genau dem Autor das gelingt.

Protagonist Johan ist ein äußerst leidenschaftlicher Mensch. Mit Leidenschaft liebt er Lina, die er doch nur wenige Tage kennen durfte und leidenschaftlich liebt er Bücher, diese Passion hat er gar zu seinem Beruf gemacht. Dass ihm literarische Figuren begegnen und mit ihm sprechen, gehört zu seinem Leben dazu, macht ihn aus. Nicht nur Johan ist eine interessante, positive Gestalt, Lars Simon hat noch andere wunderbare Charaktere gezeichnet, deren Wert der Leser erst im Laufe der Geschichte erkennt. Und Pippi, Sherlock und Co bestechen auch in ungewohnter Umgebung und Rolle sowieso.

Es gilt einige Rätsel, die Johans Leben betreffen, zu lösen. Diese ziehen sich durch den Roman wie ein roter Faden und strukturieren die Handlung. Dadurch bleibt die Spannung zu jeder Zeit gegeben. Wird Johan am Ende das finden, was er sucht? Herrlich, die eingeschobenen Szenen, die Gespräche Johans mit seinen Erscheinungen. Dabei wird immer wieder über das Leben und die Liebe philosophiert und Gott und die Welt thematisiert. Nette Plaudereien, die aber auch manchmal tiefer gehen und das Lesen zu einem Vergnügen machen.

Lars Simons „Das Antiquariat der Träume“ ist ein bisschen anders und dadurch so besonders. Gerade die märchenhaften Elemente, Johans Phantasien, das Unerklärliche zeichnen den Roman aus. Wer sich auf diese kleine literarische Reise einlässt, alles auf sich wirken lässt, über vieles nachdenkt und manches hinnimmt, wird reichlich belohnt. Glück lässt sich zuweilen nämlich einfach lesen und vielleicht bleibt auch etwas davon, denn „jedes Buch, das Ihr gelesen habt in Eurem Leben und in dem Ihr Euch verliert, weil Ihr es liebtet, ist ein Stück Eures Lebensweges, ganz gleich zu welcher Zeit dies geschah“.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2020

ein schönes Märchen für Erwachsene

0

Klappentext:

Die Magie der Bücher – und der Liebe

Im Spätsommer 1983 verliert Johan Andersson bei einem Schiffsunglück seine große Liebe Lina. Er bricht alle Brücken hinter sich ab und beginnt ein neues ...

Klappentext:

Die Magie der Bücher – und der Liebe

Im Spätsommer 1983 verliert Johan Andersson bei einem Schiffsunglück seine große Liebe Lina. Er bricht alle Brücken hinter sich ab und beginnt ein neues Leben als Antiquar und Cafébesitzer. Doch die Veränderungen in seinem Leben greifen weiter: Seit dem traumatischen Ereignis erscheinen Johan die Figuren seiner Lieblingsbücher leibhaftig. William von Baskerville, Pippi Langstrumpf und Sherlock Holmes bringen aber nicht nur Trost und Zerstreuung. Sie zwingen Johan auch zu einer Entscheidung: Will er ein neues Leben beginnen oder seine verloren geglaubte große Liebe finden? Ein geheimnisvoller Fremder bringt Johan schließlich auf die entscheidende Spur, denn Lina scheint nicht die gewesen zu sein, für die sie sich ausgegeben hat …

Der 320 Seiten starke Roman, der Ende Mai 2020 erschienen ist, ist in vier Teile unterteilt, die alle ihren ganz eigenen Stil und Schwerpunkt bilden und auf verschiedenen Zeitebenen spielen. Die Kapitel sind mit Ort und Datumsangabe versehen, so dass eine Orientierung leicht fällt.

Meine Meinung:

Schon das Cover ist bezaubernd und wundervoll, es passt hervorragend zum Titel und zur Geschichte! "Das Antiquariat der Träume" von Lars Simon ist wirklich eine charmante Geschichte, die besonders von der Liebe zu Büchern getragen wird. Wer große Spannung sucht, sucht in diesem Buch vergebens. Trotzdem muss man es immer wieder zur Hand nehmen und weiterlesen. Das Buch lässt einen nicht so schnell wieder los. Denn die Geschichte ist klug aufgebaut, bis zum Ende ist man sich nicht sicher, ob Lina tatsächlich existiert oder eine Erscheinung ist. Johan ist ein wunderbarer Protagonist, der Bücher über alles liebt. Nach seinem Austritt aus dem Verlag beginnt er mutig ein neues Leben als Antiquar, er richtet sein Leben ganz um seine Schätze aus. Dabei kommt er immer wieder ins Zweifeln, ob die Entscheidung, solch ein ruhiges Leben zu führen, die richtige war oder ob er lieber die Chance ergreifen sollte, zurück in die Hauptstadt zu gehen und wieder am Verlags- und Stadtleben teilzunehmen. Seine literarischen Freunde, die ihm immer wieder in erscheinen, spiegeln dabei Johans eigene Gedanken und helfen ihm, diese zu strukturieren. Sie führen erfrischende und tiefgründige Diskussionen, sind seine größte Stütze in der Zeit der Trauer und der Weg bis zur Erkenntnis, wo sein Zuhause ist, ist einleuchtend und schön beschrieben.


Lars Simon hat hier ein magisches Buch geschrieben, das nachdenklich macht und auf seine poetische Art gefangen nimmt! Es geht um die Liebe und das Vertrauen auf seine eigene Stimme. Man sollte niemals aufgeben, wenn man an ein gutes Ende glaubt, egal was die Anderen sagen. Der Glaube kann ja bekanntlich Berge versetzen...

Schönstes Zitat:

Bücher können einen Menschen und die ganze Welt verändertn, sie können einen zum Lachen und zum Weinen bringen, sie können einen verzaubern und sogar eine Seele retten, davon bin ich überzeugt." S.62

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2020

Liebe, Literatur und etwas Magie

0

Johan Andersson verliert bei einem Schiffsunglück seine große Liebe Lina. Es ist eine junge Liebe, trotzdem kann er nicht mit diesem Kapitel seines Lebens abschließen.

Er sucht nach Lina, aber er findet ...

Johan Andersson verliert bei einem Schiffsunglück seine große Liebe Lina. Es ist eine junge Liebe, trotzdem kann er nicht mit diesem Kapitel seines Lebens abschließen.

Er sucht nach Lina, aber er findet sie nicht. Es ist, als hätte es sie gar nicht gegeben. Seit diesem Unglück erscheinen ihm immer wieder bekannte Romanfiguren. Dann ändert er abrupt sein Leben. Er wird Besitzer eines Antiquariates mit angeschlossenem Literaturcafe.

Das Buch hat es mir am Anfang nicht leicht gemacht. Es hat ein bisschen gedauert, aber dann könnte ich es zügig durchlesen.

Es schwebte eine ungewisse Traurigkeit durch dieses Buch. Diese Liebe, die Johan nicht überwinden kann, ihm konnte auch kein Trost gespendet werden. Dies schwebte zwischen den Zeilen mit. Jedoch, ich fand auch ein bisschen Humor, das schön beschriebene beschauliche Leben auf dem Land, die verschiedensten Gestalten aus der Literatur. Alles trug zum Gesamtbild dieses Buches bei.

Ich habe es gern gelesen, allerdings war der Fantasy-Anteil sehr gering. Man kann auch sagen, das Buch ging ein bisschen ins Mystische über.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.07.2020

Das wunderbarste Märchen schreibt das Leben selbst (H.C. Andersen)

0

Ein Schiffsunglück reißt Johans große Liebe mit in die Tiefen der Ostsee und ab diesem Zeitpunkt bricht Johan alle Brücken zum alten Leben hinter sich ab. Er verschanzt sich regelrecht in seinem neuen ...

Ein Schiffsunglück reißt Johans große Liebe mit in die Tiefen der Ostsee und ab diesem Zeitpunkt bricht Johan alle Brücken zum alten Leben hinter sich ab. Er verschanzt sich regelrecht in seinem neuen Leben als Antiquar und Cafébesitzer. Als die Figuren aus seinen Büchern lebendig werden und Johan mit Sherlock Holmes, Pippi Langstrumpf und dem weißen Kaninchen Zwiesprache hält, wird es Zeit, getroffene Entscheidungen zu überdenken. Die literarischen Figuren spenden ihm nicht nur Trost, sie lenken Johan auch wieder zurück ins echte Leben. Doch ist es das, was Johan wirklich will ?



"Das Antiquariat der Träume" ist ein Märchen für Erwachsene, das mit teilweise recht skurrilen Figuren, schrägen Szenen und brillant angedachten Einfällen des Autors für wunderschöne Lesemomente sorgt.

Doch bis es dahin kommt, dass man sich vollkommen in die einzigartige Atmosphäre des Buches fallen lassen kann, vergeht unendlich viel Zeit, die mit langatmigen Dialogen und manchmal recht undurchschaubaren Szenen vom Autor geschildert werden. So verliert er sich zu Beginn des Buches in die ausführliche und sehr detailgetreue Vorstellung seiner Figur Johan, die auf der einen Seite als ehemals erfolgreicher Geschäftsmann vorgestellt wird, aber auf der anderen Seite schafft es Johan nicht, die einfachsten täglichen Entscheidungen zu treffen, um im Alltag zu bestehen. Das irritiert und macht stutzig, denn wie können diese zwei unterschiedlichen Wesenszüge in einer Brust schlagen ?

Zwar sind die Gespräche, die Johan mit den literarischen Figuren führt, schön zu lesen, aber irgendwie springt der Funke nicht so richtig über. Mir fehlt die Authentizität, die mich mit Johan mitfühlen und seine Geschichte miterleben lässt.

Die fast schon hyggelige Atmosphäre hüllt den Leser ein wie ein warmes , weiches Plaid, aber er wird immer wieder auf den kalten Boden der Tatschen zurückgestoßen, wenn die zähe Erzählung wieder aufgenommen und die ausufernde Schilderung der Nichtigkeiten vom Autor vorangetriebenen wird.

Dadurch, dass die eigentliche Handlung erst ziemlich zum Schluss einsetzt, geht viel Neugier, Begeisterung und Spannung im Verlauf des Romans verloren und führt dazu, dass man sich nach dem Ende des Buches sehnt.

Lediglich das letzte Drittel entschädigt für den vorher vermissten Lesegenuss und fasziniert den Leser mit magischen und märchenhaften Momenten.

Schade, ich hatte mir mehr erhofft.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere