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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2024

Ausgerechnet der Kuckuck

Gute Nacht, kleiner Strubbel − Das Bilderbuch für alle Familien, die ruhige Nächte lieben
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Vorweg muss ich sagen, dass ich dieses Buch sehr gerne besser bewertet hätte. Es gibt aber gute Gründe aus denen ich das nicht tun kann. Fangen wir aber mit den posiviten Aspekten an. Die Zeichnungen im ...

Vorweg muss ich sagen, dass ich dieses Buch sehr gerne besser bewertet hätte. Es gibt aber gute Gründe aus denen ich das nicht tun kann. Fangen wir aber mit den posiviten Aspekten an. Die Zeichnungen im Buch sind toll. Liebevoll gemacht, niedlich, eben genau so wie man es sich für ein Kinderbuch wünscht. Auch die Geschichte an sich ist bis auf die gleich kommende Kritik schön. Sie versucht Eltern die mit ihren Kindern im Familienbett schlafen zu unterstützen und ihnen aufzuzeigen, das man sein Kind damit nicht zu sehr verwöhnt. Die persönliche Ansicht und Vorliebe der Autorin kommt dabei ganz deutlich durch. Das finde ich soweit erstmal schön. Doch jetzt kommt das große Aber, denn auf der anderen Seite wird regelrecht Mobbing betrieben bei Eltern, die ihr Kind allein schlafen lassen. Das finde ich absolut nicht in Ordnung. Das Buch beschreibt die Angst, des armen kleinen alleinschlafenden Eichhörnchens und propagiert, das alle! Kinder bei ihren Eltern schlafen wollen. Das verunsichert aber Eltern, deren Kinder allein schlafen. Einerseits also eine Inschutznahme der einen Erziehung, auf der anderen Seite ein abwatschen der anderen. Für mich ist das Mobbing und gar nicht in Ordnung. Überbracht wird die böse Botschaft des alleinschlafenden Kindes ausgerechnet von einem Kuckuck, wie wir alle wissen der eigentliche "Rabenvater" der Natur. Dieses Bild wurde ganz bestimmt nicht zufällig gewählt. Das stößt mir sehr bitter auf.
Genau wie bei Erwachsenen gibt es auch bei Kindern Unterschiede und manche schlafen lieber allein, andere mit viel Körperkontakt, manche mögen es leise, manche lieber mit Hintergrundmelodie. Hier das ein oder andere zu verteufeln und Eltern ein schlechtes Gewissen zu machen finde ich nicht in Ordnung. Daher gibt es nur 2 Sterne von mir.

Fazit:
Gut gedacht, schlecht gemacht.

Veröffentlicht am 17.09.2024

Tolle Effektidee

Mein Lichter-Klappen-Buch – Ins Bett gehüpft, unter die Decke geschlüpft
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Dieses süße, aber trotzdem recht unscheinbare Buch birgt in seinem Inneren eine tolle Idee. Klappen zum Zudecken von Tierkindern, die gleichzeitig das Licht im Buch verlöschen lassen. Legen die Kinder ...

Dieses süße, aber trotzdem recht unscheinbare Buch birgt in seinem Inneren eine tolle Idee. Klappen zum Zudecken von Tierkindern, die gleichzeitig das Licht im Buch verlöschen lassen. Legen die Kinder also ein Tierkind schlafen, erlischt automatisch das Licht, das vorher je nach Seite Sterne, Lampions oder Glühwürmchen beleuchtet hat. Durch diesen schönen Mechanismus sticht das Buch wirklich aus der Masse hervor.
Doch es gibt noch mehr Positives zu sagen. Die Illustrationen sind sehr niedlich, die kurzen Texte in Reimform entsprechen absolut dem Alter der Leser und sind schön geschrieben. Lediglich die Länge des Buches bzw. die nicht vorhandene Länge lassen mich einen Stern abziehen. Ich hätte mir für eine Einschlaflektüre 2-3 Seiten mehr gewünscht. Für die meisten Kids dürfte die Länge einfach nicht reichen um vernünftig zur Ruhe zu kommen. Abgesehen von diesem kleinen Manko gibt es aber strahlende Kinderaugen und ich kann es Eltern nur empfehlen.

Veröffentlicht am 08.09.2024

Tolle Mischung

Agency for Scandal
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Agency for Scandal hat mich schon beim ersten sehen total neugierig gemacht und ich wurde absolut nicht enttäuscht.
Die Geschichte bietet Spannung, ein bisschen Humor, endlich mal eine nachvollziehbare ...

Agency for Scandal hat mich schon beim ersten sehen total neugierig gemacht und ich wurde absolut nicht enttäuscht.
Die Geschichte bietet Spannung, ein bisschen Humor, endlich mal eine nachvollziehbare Liebe auf den ersten Blick und eine Menge Frauenpower. Hier hat die Autorin ganz viel richtig gemacht. Besonders die Romanze hat mir hier gut gefallen. Es ging mal nicht nur um die schönen Augen sondern wenigstens um ein bisschen mehr, was mich sehr erfreut hat. Auch die Truppe Frauen die im Rahmen der Geschichte einen großen Platz einnehmen, haben mir sehr gut gefallen. Jede bringt ganz eigene Talente mit, die sie zum Wohle der Gemeinschaft vereinen. Sowas dürfte es auch in der heutige Zeit gerne viel mehr geben. Neben den Damen haben aber auch die anderen Figuren bei mir anklang gefunden. Allen voran Hauptfigur Isobel. Mal kein schüchternes Mädchen, das nur auf den Prinzen mit Pferd wartet. Sie weiß sich meistens selbst sehr gut zu helfen und hat das ein oder andere eher ungewöhnliche Talent. Sehr erfrischend.
Ich hätte hier nichts gegen einen zweiten Teil auch wenn das Buch in sich abgeschlossen ist.

Fazit:
Gerne mehr davon

Veröffentlicht am 26.08.2024

Cooles Spiel

Full Dive
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Allgemein lese ich Gamingromane immer wieder gern, weshalb mich das Buch sofort angelacht hat. Zum Glück wurde ich nicht enttäuscht.
Full Dive hat mich allerdings weniger mit der Grundgeschichte, als vor ...

Allgemein lese ich Gamingromane immer wieder gern, weshalb mich das Buch sofort angelacht hat. Zum Glück wurde ich nicht enttäuscht.
Full Dive hat mich allerdings weniger mit der Grundgeschichte, als vor allem mit dem Spiel überzeugen können. Ich hätte beim Lesen sehr gern selbst diese Welt erkundet, Quests erfüllt und mich mit den Mitspielern augetauscht. Die Dinge, die zukünftig vielleicht im Gamingbereich möglich sein könnten sind sehr schön aufgenommen worden. Ebenso allerdings auch die Risiken, die der technische Fortschritt so mit sich bringt. Hier gefällt mir auch die Auflösung der Geschichte und das relativ offengehaltene Ende. Alles nicht so unmöglich wie es sein sollte.
Positiv zum Leseerlebnis hat auch der Schreibstil beigetragen. Unauffällig im besten Sinne. Locker, leicht und angenehm und so zurückhaltend, das er nicht vom Eintauchen in die Welt des Spiels ablenkt.
Zusammenfassend muss ich sagen, das es bis auf eine kleine Kritik am Protagonisten, der mir oft zu jung für sein Alter erscheint was seine Handlungen betrifft, wenig zu meckern gibt. Ich hatte einfach Spaß beim Lesen und mehr braucht es manchmal für so ein Jugendbuch auch nicht.

Veröffentlicht am 13.08.2024

Wenig sympathisch

Das größte Rätsel aller Zeiten
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Vorab muss ich sagen das mich das Buch auf den ersten Blick sofort angesprochen hat. Das schlichte aber elegante Cover finde ich nach wie vor toll und auch die Idee des Buches hat mich gefesselt. Leider ...

Vorab muss ich sagen das mich das Buch auf den ersten Blick sofort angesprochen hat. Das schlichte aber elegante Cover finde ich nach wie vor toll und auch die Idee des Buches hat mich gefesselt. Leider muss ich aber nach dem Lesen feststellen, das von der ursprünglichen Euphorie nicht mehr so viel übrig ist. Lob und Kritik halten sich fast die Waage, sodass hier nicht mehr als 3 Sterne übrig bleiben.

Auf der Habenliste steht für mich die Idee und Umsetzung der Gemeinschaft der Rätselmacher. Eine Kommune intelligenter Köpfe die alle ihre Talente in individuelle Rätsel stecken. Ob Labyrinthe, Puzzle oder Kreuzworträtsel, alle Arten von Rätseln sind hier zu Hause. Das fand ich originell, da bisher so noch nicht gelesen.
Gefallen hat mir auch die dazu passende Schnitzeljagd um Claytons Vergangenheit.
Ihm gegenüber eigentlich unfair, denn er selbst ist den Rätsel eingentlich nicht großartig zugetan und er hätte schlicht Antworten verdient gehabt. Zu der Idee des Buches machte dieser Schritt aber Sinn.
Ebenso gefallen haben mir die zwei Erzählzeiten. Das sorgt immer für mehr Abwechselung in Büchern.

Dem Entgegen steht die Liste mit kritischen Punkten. Allen voran war das die Irreführung des Klappentextes. An dem im Grunde "Seniorenheim" ist gar nichts mysteriös. Hier haben Menschen ein gemeinsames Hobby/Beruf und haben sich zusammen getan. Punkt. Da suggeriert die Beschreibung des Buches Geheimnisse wo keine sind. Statt also viel mysteriöses gab es eine klassische Coming of Age Geschichte, auch wenn der Protagonist dafür eigentlich schon zu alt ist. Durch seine Lebensumstände in Abgeschiedenheit, zwischen ausschließlich deutlich älteren Menschen, hat er aber eine Menge Selbstfindung nachzuholen. Das macht er auf mehr oder weniger interessante Art und Weise. Clayton ist genau wie der Rest der Figuren ein wenig verstaubt und sehr altmodisch. Ihm geht die Jugend völlig ab. Wahrscheinlich eine Nebenwirkung seines bisherigen Lebens. Auch die anderen Charaktere sind sehr eigenwillig und nicht zwingend sympathisch, sodass das Mitfühlen nur begrenzt geklappt hat.

Fazit:
Stärken und Schwächen und leider nicht das was man erwarten würde. Für Fans von ruhigen Romanen im altenglischen Stil aber bestimmt das Richtige.