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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2021

Eine authentische Reise

Happy India
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Heute geht es mit diesem bunten Kochbuch nach Indien. Einmal quer durch das riesige Land bietet es Rezepte aus diversen Regionen. Das Buch punktet schon auf den ersten Blick mit dieser Vielfältigkeit und ...

Heute geht es mit diesem bunten Kochbuch nach Indien. Einmal quer durch das riesige Land bietet es Rezepte aus diversen Regionen. Das Buch punktet schon auf den ersten Blick mit dieser Vielfältigkeit und Authentizität. Die kulinarische Bandbreite Indiens ist erstaunlich hoch und der Autor weiß für jede Geschmacksrichtung etwas bereit zu halten.

Inhaltlich wird auf 239 Seiten folgendes geboten:
– Infoteil über Indien und Gewürze
– Basics
– Chutneys & Pickles
– Brot, Reis & Getreide
– Hülsenfrüchte
– Panir, Tofu & Eier
– Gemüse
– Fleisch
– Fisch
– Desserts & Getränke
– Rezeptregister

Um das Buch kennenzulernen, habe ich mit meinem Mann verschiedene Rezepte aus den unterschiedlichen Kategorien ausprobiert. Die Auswahl fiel schwer, weil wirklich viele sehr interessant klingende Gerichte dabei waren. Wir haben schon einige gekocht, werden aber sicher noch mehr machen, denn die bisherigen Ergebnisse konnten vor allem geschmacklich überzeugen. Beispielsweise das gelbe Basiscurry, das es in Zukunft öfter geben wird.

Auch mit den Rezepten selbst war ich bisher recht zufrieden. Sie sind eher knapp, aber präzise beschrieben, sodass man hier nicht viele unnötigen Füllwörter vorfindet. Das schafft mehr Übersicht. Auch die optische Aufteilung ist strukturiert und trägt zur leichten Lesbarkeit bei.
Für meinen Geschmack ist es aber etwas zu übersichtlich, denn mir fehlen entscheidende Angaben. Besonders die mangelnde Personenzahl, für die die Zutaten gedacht sind, macht sich negativ bemerkbar. Ich konnte an Hand der Mengenangaben nur raten, ob das Rezept für 2, 3 oder 6 Personen reichen soll. Manche Gerichte waren dabei auch recht knapp bemessen, andere fast zu viel. Hier hilft tatsächlich nur Erfahrung in der Küche, die es für Neulinge natürlich schwierig macht. Zusätzlich hätte ich mir wie bei jedem Kochbuch Nährwertangaben gewünscht, die aber eher ein Luxusgut sind. Das Fehlen kann ich verschmerzen. Mein Mann hätte sich zudem mehr Fotos gewünscht, da nicht jedes Gericht bebildert ist, was oft eine gute Hilfestellung gerade für Kochneulinge ist.

Da wir fast ausschließlich vegetarisch oder vegan leben, kann ich zu den Fleisch- und Fischgerichten wenig sagen, außer das mir die Auswahl sehr vielfältig erschien und hier gerade für Allesesser eine Menge guter Rezepte dabei sein dürften. Unsere Highlights waren das besagte Curry und vor allem das Nusskonfekt. Superlecker und auf jeden Fall zur Nachahmung empfohlen.

Fazit:
Wer Bock hat, die indische Küche am heimischen Herd kennenzulernen, ist hier goldrichtig. Vor allem die Basics und die Nachspeisen können wir sehr empfehlen. Traut euch ran, es ist kein Hexenwerk.

Veröffentlicht am 18.11.2021

Noch besser als Band 1

Keeper of the Lost Cities – Das Exil (Keeper of the Lost Cities 2)
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Meinung:
Ich freue mich, mal wieder eine Reihe gefunden zu haben, bei der fast alles stimmt. Ich hatte sehr gehofft, dass das hohe Niveau des Anfangsbandes auch von den Nachfolgern gehalten werden kann. ...

Meinung:
Ich freue mich, mal wieder eine Reihe gefunden zu haben, bei der fast alles stimmt. Ich hatte sehr gehofft, dass das hohe Niveau des Anfangsbandes auch von den Nachfolgern gehalten werden kann. Das ist mit „Das Exil“ auf jeden Fall gelungen, wenn nicht sogar noch gesteigert worden. Es gibt einfach zahlreiche Aspekte, die für diese Bücher sprechen.

Zum Beispiel das Setting. Es ist fantasievoll und eigenständig, ohne sich aber zu weit von unserer gewohnten Umgebung zu unterscheiden. Gerade für junge Leser macht es das in meinen Augen einfacher. Da finde ich oft wirklich komplexe Fantasy eher schwierig.
Auch die Charaktere sind ganz klar ein Plus. Abwechslungsreich, mit hohem Wiedererkennungswert und unterschiedlich großem Anteil an der Geschichte. Eine Sache, die mich hier besonders gefreut hat, war die Tatsache, das Keefe mehr Raum bekommen hat. Der Fokus lag zwar ganz deutlich wieder auf Sophie, aber der Anteil für die Nebencharaktere wechselt scheinbar von Band zu Band. Das erhöht die Chance deutlich, keine Langeweile aufkommen zu lassen. Ganz vergessen wird von den Figuren aber keine, sie rücken nur temporär weiter in den Hintergrund. Ich bin schon gespannt, wer im nächsten Band eine umfangreichere Rolle spielen darf.

In Sachen Schreibstil hat die Autorin noch mal nachgelegt. Gefühlt ist im aktuellen Band die Wortwahl erwachsener, ohne dabei aber ihren leichten Charme zu verlieren. Auch auf so vielen Seiten liest sich das Buch wirklich schnell weg, weil es dauerhaft unterhaltsam bleibt. Für mich ist Messengers Stil gleichermaßen für jüngere wie ältere Leser geeignet. Auch kann man weder von einem typischen Mädchen noch Jungsbuch sprechen. Ich denke, hier werden alle jungen Bücherwürmer gleichermaßen angesprochen.

Fazit:
Wieder eine tolle Geschichte, die mir sogar noch besser gefallen hat als der Auftakt. Teil 3 steht nun ganz oben auf der Wunschliste.

Veröffentlicht am 13.11.2021

Gerne mehr Bände der Reihe

Weltgeschichte(n) - König der Könige: Alexander der Große
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Heute gibt es von mir eine große Empfehlung für Freunde der Weltgeschichte. In der gleichnamigen Reihe ist dieses Buch über das Leben Alexander des Großen erschienen. Mit diesem Werk bekommt man Geschichtsunterricht ...

Heute gibt es von mir eine große Empfehlung für Freunde der Weltgeschichte. In der gleichnamigen Reihe ist dieses Buch über das Leben Alexander des Großen erschienen. Mit diesem Werk bekommt man Geschichtsunterricht der coolen Art. Als Historiker versucht Autor Dominic Sandbrook so nah wie möglich an den Fakten zu bleiben, ohne dabei nach Lexikon zu klingen. Es ist kein reiner Roman, aber doch eine Mischung aus Abenteuererzählung und Sachbuch. Was hätte ich mir damals in der Schule gewünscht, das es zu jeder wichtigen Persönlichkeit/Ereignis einfach ein passendes Buch wie dieses gegeben hätte. Da hätte das Lernen doch viel mehr Spaß gemacht.

Bisher ist noch ein weiterer Band der Reihe über den Zweiten Weltkrieg erschienen und im März 2022 soll ein Band über den Ersten Weltkrieg folgen. Ersterer ist auf jeden Fall direkt auf meiner Wunschliste gelandet, denn dieses Buch hier fand ich richtig gut. Man lernt extrem viel, wenn man nicht im Vorfeld schon ein Kenner Alexanders Geschichte war. Auch wenn sich thematisch natürlich viel wiederholt, weil der gute Alexander einfach sehr gern in Schlachten gezogen ist, wurde mir beim Lesen nicht langweilig. Sein kurzes Leben war sehr spannend zu verfolgen, da er doch außergewöhnlich viel erlebt hat. Schön fand ich auch kleine Einblicke in sein Privatleben mit seinen engsten Weggefährten ohne das der Autor hier wilde Einzelheiten dazu erfunden hat, um die Story interessanter zu machen.

Allgemein hat mich die Mischung aus Details um Alexander und Einsichten in die damalige Welt im Ganzen gefreut.
Das erhöht für mich den Lerneffekt noch und ist dazu deutlich unterhaltsamer als der alleinige Fokus auf den Eroberer. Man konnte sich dank des gelungenen Schreibstils die verschiedenen Regionen, die der Makedonier bereist hat, wunderbar vorstellen. Von Makedonien über Persien, Ägypten bis nach Indien ist dort viel Abwechselung geboten.

Fazit:
Ich hoffe das noch einige Bände der Reihe folgen werden, denn selten hat Geschichtsunterricht so viel Spaß gemacht. Für mich eine klare Empfehlung vor allem auch schon für jugendliche Leser ab 10 Jahren.

Veröffentlicht am 09.11.2021

Brandaktuell

Shelter
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Meinung:

Shelter ist ein typischer Poznanski, wenn man das so sagen kann. Wer ihre Bücher wie Thalamus, Layers oder Saeculum kennt, weiß, worauf er sich hier einlässt, denn sie bleibt ihrem Stil wie immer ...

Meinung:

Shelter ist ein typischer Poznanski, wenn man das so sagen kann. Wer ihre Bücher wie Thalamus, Layers oder Saeculum kennt, weiß, worauf er sich hier einlässt, denn sie bleibt ihrem Stil wie immer treu. Eine Gratwanderung zwischen Spannung und Glaubwürdigkeit, die mal in die eine, mal in die andere Richtung umschlägt. Dieses Gefühl habe ich schon öfter bei der Autorin gehabt und erlebe es auch bei Shelter. Ebenso erinnert mich die Umsetzung eines brandaktuellen Themas sehr an ihre anderen Bücher. Sie hat ein gutes Händchen dafür, auf das Zeitgeschehen zu reagieren und diese Ideen in ganz eigene Geschichten einzubauen.

Die Story rund um Benny und seine Clique hat mir gefallen. Sie zeigt auf, wie schnell Gerüchte außer Kontrolle geraten können, was ich für einen wichtigen Aspekt halte. Auch die Einbindung der sozialen Medien, die dafür sorgen, das Verschwörungstheorien viel zügiger als früher ihre Ausbreitung finden, war für mich gut gedacht.
Das tatsächliche Tempo, in dem sich die Geschichte über die außerirdischen Besucher aber verteilte, erschien mir trotzdem unrealistisch hoch. Da tritt die Gratwanderung wieder zutage.

Interessant fand ich auf jeden Fall auch die Gruppendynamik innerhalb des Freundeskreises. Ich mochte die verschiedenen Umgehensweisen mit den Problemen, auch wenn der Fokus immer bei Benny blieb. Auch hier kann ich die gedankliche Brücke zur Pandemie nicht verleugnen. Wer hat in letzter Zeit nicht miterlebt, wie sich Nachbarn, Kollegen oder Freunde über unterschiedliche Ansichten in die Haare geraten sind. So ähnlich erleben wir es hier innerhalb der Clique auch. Ein weiterer Faktor, der das Buch so zeitgemäß erscheinen lässt. Ebenso die Kritik oder das mangelnde Vertrauen in die Schulmedizin. Ein bisschen zu viel des Guten war mir dann aber auch noch der Einbau des Flüchtlingsthemas. Aktualität ist toll, aber wenn es zu viele Themen gleichzeitig werden, wirkt es doch arg gewollt.

Ein Punkt, den ich natürlich auch nicht vergessen möchte, ist der Sprecher. Ich habe Shelter ja gehört statt gelesen und wurde dabei sehr stimmig von Jens Wawrczeck unterhalten. Er liest die Geschichte super und schafft es in meinen Augen besonders gut, Bennys verschiedene Stimmungen und Seiten einzufangen. Auch wenn mich die schauspielerischen Monologe Bennys manchmal genervt haben, haben sie aufgrund der Geschichte schon ihre Daseinsberechtigung. Hätten für mich aber trotzdem seltener auch gereicht.

Fazit:
Wieder gute Unterhaltung aus Poznanskis Feder mit kleinen Schwächen.

Veröffentlicht am 26.10.2021

Vielfältige Reise

From Asia with Love
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Heute geht es mal wieder an den Herd. From Asia with Love entführt uns, wie der Name schon sagt, in die asiatische Aromenwelt. Mit alltagstauglichen, aber auch aufwendigeren Rezepten soll man sich die ...

Heute geht es mal wieder an den Herd. From Asia with Love entführt uns, wie der Name schon sagt, in die asiatische Aromenwelt. Mit alltagstauglichen, aber auch aufwendigeren Rezepten soll man sich die Küche nach Hause holen können. Verpackt wird das Ganze optisch in ein schlichtes und familiäres Setting. Die Aufmachung wirkt authentisch und besonders der Mangel an Hochglanz verstärkt den minimalistischen fernöstlichen Schick. Stattdessen gibt es Einblicke vom Esstisch der Autorin und lauter selbstgeschossene Fotos.
Auch an Hochwertigkeit in der Verarbeitung fehlt es nicht. Über 250 Seiten gebunden in einem sehr schweren Hardcover. Besonders kann das Buch hier noch mit einem Index am Ende punkten, bei denen man die Gerichte nach Zutaten suchen kann. Perfekt für die Orientierung.

Inhaltlich hat das Buch folgendes zu bieten:
Der perfekte Start in den Tag
Nudeln: Eine Portion Glück
Dumplings und andere kleine Köstlichkeiten
Kein Essen ohne Reis – was man dazu serviert
So viel mehr als nur Salat
Nicht zu süß

Meinung:
Vorweg muss ich sagen, dass ich ein großer Fan der asiatischen Küche bin. Mit Familie und Freunden gehen wir sehr gern Essen, ob beim klassisch „deutschen“ Buffetchinesen, beim stylishen Vietnamesen oder auch mal schnell beim Thaiimbiss um die Ecke.
Auch daheim kochen wir gerne Gerichte von diesem Kontinent, trauen uns dort aber keine allzu schwierigen Rezepte zu. Dank dieses Buches habe ich nun zum ersten Mal selbst Wantan und Dumplings gemacht. Beides Dinge, die ich wirklich gerne esse, an die ich mich aber ohne dieses Buch nie rangetraut hätte. Mithilfe der Anleitungen von McKinnon habe ich nun aber meine ersten Versuche gewagt und ein leckeres Ergebnis bekommen. Optisch mangelt es natürlich noch ein wenig, aber es ist ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Neben den leckeren Teigtaschen haben wir natürlich noch andere Sachen ausprobiert. Ein „Geht-immer-Öl“ zusammengerührt, Suppen gekocht und einfach mal ein schnelles Abendessen aus Reisnudeln gemacht.
Geschmeckt hat uns alles gut, es war bisher aber noch nicht die neue Leibspeise dabei. Was nicht ist, kann aber ja vielleicht noch werden. Es gibt nämlich noch einige Rezepte, die ich sehr gern ausprobieren mag.
Denn zwei Aspekte sprechen mich an den Rezepten besonders an. Zum einen die Tatsache, dass alles vegetarisch ist und zum anderen einiges auch glutenfrei, worüber sich mein Magen sehr freut.

Die Umsetzbarkeit der Gerichte ist sehr unterschiedlich. Manches können schon Kochlaien gut machen, für manche Gerichte benötigt man mehr Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Grundsätzlich würde ich aber sagen, man sollte zumindest ein interessierter Hobbykoch sein. Für blutige Anfänger gibt es passendere Lektüren.
Die Rezepte sind übersichtlich gestaltet, schön bebildert und mit einer persönlichen Anekdote unterlegt. Man sieht auf den ersten Blick, ob sie glutenfrei sind und bekommt für manche Zutaten Alternativvorschläge. Eine gute Sache wie ich finde, den um alles nachzukochen, sollte der Küchenschrank wirklich gut bestückt sein. Die exotischen Zutaten bleiben halt leider nicht aus, wenn man authentischen Geschmack haben möchte.

Etwas schwierig finde ich teilweise die Angaben bzw. die fehlenden Angaben. Die Personenanzahl, für die das Gericht gedacht ist, variiert sehr stark, sodass man viel Umrechnen muss. Durchgängige Angaben für z.B. 4 Personen wären mir lieber. Auch die komplett fehlenden Nährwertangaben finde ich immer ein bisschen Schade, aber das ist ein Luxus den einfach nicht jedes Kochbuch bieten kann.

Fazit:
Eine tolle vegetarische Reise nach Asien, die mir hilft, auch zu Hause in den Flair des Kontinents einzutauchen.