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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2022

Lebensklug, weise und höchst unterhaltsam

Das Fundbüro der verlorenen Träume
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Helen Frances Paris gelingt es, die liebenswert skurril anmutende Mitarbeiterin eines Fundbüros und deren, durch Schicksalsschläge und Erfahrungen auf Vorsicht geprägtes Denken, realistisch zu beschreiben. ...

Helen Frances Paris gelingt es, die liebenswert skurril anmutende Mitarbeiterin eines Fundbüros und deren, durch Schicksalsschläge und Erfahrungen auf Vorsicht geprägtes Denken, realistisch zu beschreiben. Ihre emotionale und zugleich humorvolle Geschichte braucht ein paar Seiten bis sie an Geschwindigkeit gewinnt, lässt sich dann aber nicht mehr aufhalten und entwickelt sich letztlich in eine unerwartete Richtung. Mit ihr entwickelt sich auch das Verstehen, weshalb Dot bislang ein eher langweiliges, überschaubares Leben gewählt hat. Auf der Suche nach einem älteren Mann, der ein Andenken an seine verstorbene Frau verloren hat, gelangt Dot an einen Wendepunkt, der ihre Perspektive erweitert. So bemerkt sie den Verlust ihres eigenen Lebens erst, als sie sich durch die Augen der Menschen betrachtet, die sie lieben. Doch Verlorengegangenes kann wiedergefunden werden...
"Das Fundbüros der verlorenen Träume" ist ein lebenskluges Buch, das zur Selbstreflexion anregt und zugleich bestens unterhält.

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Veröffentlicht am 10.02.2022

Über Werden, Vergehen und Hoffnung

Bone Music
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Es gibt nur wenige Jugendbücher, deren Handlungsentwicklung nicht vorhersehbar ist, so dass die Spannung bis zu den letzten Seiten aufrechterhalten wird. „Bone Music“ von David Almond gehört für mich zu ...

Es gibt nur wenige Jugendbücher, deren Handlungsentwicklung nicht vorhersehbar ist, so dass die Spannung bis zu den letzten Seiten aufrechterhalten wird. „Bone Music“ von David Almond gehört für mich zu dieser seltenen, besonderen Buchgattung, denn ich konnte das Lesen der philosophisch anmutende Geschichte über Sylvia Carr einfach nicht freiwillig unterbrechen. Die knapp 200 Seiten hätten gerne um mehrere hundert Seiten verlängert werden dürfen, so wunderbar haben sie mich - immer wieder von Neuem - zum pausenlosen Weiterlesen verführt. Oftmals war ich so tief in die Erzählung eingetaucht, dass ich den Klang der Knochenflöte von Sylvia hören konnte. Denn David Almond schreibt herzberührend poetisch und zeichnet dadurch klare, deutliche Bilder. Durch diese ermöglicht er eine Betrachtung des natürlichen, leider auch durch den Menschen in vielen Umweltbereichen verstärkt vorangetriebenen, Kreislaufs von Werden und Vergehen. Dennoch handelt es sich zugleich um eine Hoffnung nährende Geschichte über Selbstfindung und Veränderungskraft. Schwer zu beschreiben, aber leicht zu verstehen, wenn das Herz mitliest und somit eine gelungene Auseinandersetzung mit grundlegenden Themen, die zum Nachdenken und Reflektieren anregen, eingebettet in eine mitreißende Sprachmelodie. Ich wünsche diesem kostbaren Buch viele Leser – egal, ob jung oder alt!

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Veröffentlicht am 06.02.2022

Humorvoll, glaubwürdig und sehr unterhaltsam: Ein Wohlfühlbuch!

Die gigantischen Dinge des Lebens
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Nach zwei äußerst unterhaltsamen Lesenachmitttagen muss ich mich nun leider von Wilbur verabschieden. Seine Geschichte setzt sich mit einem ernsten Thema, dem Mobbing bzw. dem daraus resultierenden niedrigen ...

Nach zwei äußerst unterhaltsamen Lesenachmitttagen muss ich mich nun leider von Wilbur verabschieden. Seine Geschichte setzt sich mit einem ernsten Thema, dem Mobbing bzw. dem daraus resultierenden niedrigen Selbstwertgefühl, auseinander und beschreibt einen Weg aus der Opferrolle, der durch die liebevolle Unterstützung von Wilburs Freunden begehbar wird. Mir gefiel besonders, dass Wilbur durch die außergewöhnliche Freundschaft zu Sal an großer Stärke gewinnt. Der Schreibstil von Susin Nielsen wirkt glaubwürdig und verleiht Wilburs Gedankenwelt eine selbstironische, liebenswerte Komik. Ich habe zum Schluss weinen müssen, weil ich mit der wundervoll berührenden Handlungsentwicklung überhaupt nicht gerechnet habe. Ich glaube, dass "Die gigantischen Dinge des Lebens" viele Leser - ob weiblich, männlich, divers, jung oder alt - zu begeistern vermag. Denn es handelt sich um ein Wohlfühlbuch, das eine entspannte Stimmung erzeugt und eine inspirierende Entwicklung zu einer stärkeren Persönlichkeit aufzeigt. So manch' junge Lesezielgruppe wird sich vermutlich nach der Lektüre verstanden und weniger alleine fühlen. Und auch für Erwachsene öffnet das Buch eine Zeittür, die ein erinnerndes Verstehen des eigenen Nachwuchses ermöglicht. Einfach lesenswert!!!

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Veröffentlicht am 22.12.2021

Fehlende Geheimzutat

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
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Kerstin Gier ist mir durch die Silber-Trilogie in sehr guter Erinnerung geblieben und somit landete „Vergissmeinnicht“ auf meiner Lesewunschliste 2021. Aus diesem Grund habe ich mich sehr gefreut, als ...

Kerstin Gier ist mir durch die Silber-Trilogie in sehr guter Erinnerung geblieben und somit landete „Vergissmeinnicht“ auf meiner Lesewunschliste 2021. Aus diesem Grund habe ich mich sehr gefreut, als mir das Buch zum Nikolaustag geschenkt wurde und zeitnah mit dem Lesen begonnen. Von Anfang an gefiel mir erneut die humorvolle Schreibweise. Matilda schildert ihre persönliche Lebenssituation auf eine selbstironische Weise, die so manches Schmunzeln zu entlocken vermag. Quinn ist der selbstsichere, ausgeglichen wirkende Gegenpol von Matilda und die Kapitel wechseln sich mit den unterschiedlichen Perspektiven der beiden sympathischen Protagonisten ab. Diese Vorgehensweise erzeugt Spannung und fördert hartnäckig das Leseinteresse. Allerdings haben die fantastischen Elemente, insbesondere die verschiedenen Saumwesen, auf mich weniger überzeugend gewirkt – fast wie eine Art Rohfassung. Es fehlte an einer Geheimzutat, um sie in meiner Vorstellungskraft lebendig werden zu lassen. Vielleicht sind meine Maßstäbe auch zu hoch gesetzt, denn Michael Ende bleibt mein Lieblingsautor im Fantasybereich. Trotzdem ist das Buch lesenswert und die Fortsetzungen werden weiterhin auf meiner Wunschliste stehen, denn ich möchte sehr gerne erfahren, wie das Abenteuer von Quinn und Matilda weitergeht.

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Veröffentlicht am 09.12.2021

Über Karma und Eigenverantwortung

Karma
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Bevor meine Entscheidung gefallen war, dieses Buch über Karma zu lesen, habe ich mir Videos angeschaut, in denen der Yoga-Meister Sadhguru Fragen aus einem Publikum beantwortet. Der freundlich und modern ...

Bevor meine Entscheidung gefallen war, dieses Buch über Karma zu lesen, habe ich mir Videos angeschaut, in denen der Yoga-Meister Sadhguru Fragen aus einem Publikum beantwortet. Der freundlich und modern wirkende Yoga-Meister fand genau die richtigen Worte, um Ratschläge so zu erteilen, dass man sich weder belehrt noch zurechtgewiesen fühlte. Seine Antworten waren oftmals humorvoll, leicht verständlich und bereicherten mich als Zuhörer. Eben diese besondere Gabe war der Grund, warum ich das Buch „Karma“ sehr gerne lesen wollte. Meines Verstehens nach, handelt es von Eigenverantwortung und dem Erlernen der Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln, selbst dann, wenn wir sehr tief in unser Leiden verstrickt sind und uns als Opfer der gegebenen äußeren Umstände betrachten. Insbesondere die verständlich geschilderten Geschichten haben mich sehr gut abgeholt, denn durch sie konnte sich die Essenz des Gelesenen viel besser in mein Gedächtnis einprägen. Nun stehen bald ein paar ruhigere Feiertage bevor und der Jahreswechsel bietet die Chance zur Selbstreflexion, so dass ich das Buch ein weiteres Mal lesen und mir dann auch die vorgestellten Übungen in der App anschauen und ausprobieren möchte. Zusammenfassend kann ich sagen: Das Lesen des Buches war mir ein Vergnügen, denn es hat mir eine neue Betrachtungsweise aufgezeigt, die ich sehr gerne erlernen und im Alltag festigen möchte. Und ich glaube, dass ich ein weiteres Exemplar dieser wertvollen Orienterungshilfe auch zu Weihnachten verschenken werde.

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