Langatmig und übertriebene Tropes
Blue Sparrow Girls – The Melody of You and MeDer Tod ihrer Mutter trifft Olive schwer, zuhause hält sie es nicht mehr aus. So geht sie nach Nashville um dort Songwriterin zu werden und auf den Spuren ihrer Mutter zu wandeln. Dort eine WG zu finden ...
Der Tod ihrer Mutter trifft Olive schwer, zuhause hält sie es nicht mehr aus. So geht sie nach Nashville um dort Songwriterin zu werden und auf den Spuren ihrer Mutter zu wandeln. Dort eine WG zu finden stellt sich als schwierig heraus und Olive ist kurz davor nach Hause zu fahren. Bis sie auf eine perfekte Wohnung mit Dachterrasse und zwei tollen jungen Frauen findet, die sich gleich herzlich aufnehmen. Die WG-Regel sind ein Kinderspiel für sie: Funday am Sonntag und sich nicht mit der Männer-WG gegenüber anfreunden. Denn mit diesen führen die Frauen eine Fehde. Was leicht klingt ist schwerer als gedacht, denn einer der jungen Männern ist Drew. Drew den sie vorher in einer Bar getroffen hat und mit dem sie die Nacht verbracht hat. Und mit dem sie bessere Songtexte schreibt und ihr hilft ihre Gefühle zu verarbeiten.
Ein Buch das in Nashville spielt und Musik und Songwriting beinhaltet, das klang nach einem perfekten Buch für mich, aber leider kam nicht alles davon bei mir an.
Die Lieder im Buch haben mir teilweise besser gefallen als die Story selbst. Von Nashville habe ich gar nichts mitbekommen. Es gab einen Ausflug in ein bekanntes Gebäude, wo ein paar Künstler erwähnt wurden, was ich ganz toll fand. Aber es wurde mehr Wert auf die Beschreibung der Taxifahrt gelegt, als darauf wie Nashville aussieht. Ich musste nachsehen wie das Gebäude aussieht um eine Vorstellung zu bekommen.
Ebenso ging es mir mit einer Sportsession die sehr lang gezogen war und einer Doppelseite mit sehr wenig Dialog wo Pancakes gegessen wurden. Es ist kaum was passiert, so dass sich die Handlung sehr zäh und langweilig angefühlt hat.
Der Forbidden Love Trope war meiner Meinung nach total übertrieben. Es wurde beschrieben, dass sie sich verstecken, heimlich treffen. Die Freundinnen bezeichneten die andere als Verräter, weil sie sich mit einem der Jungs trifft. Für ein weißes Heteropaar, das nicht in der Öffentlichkeit steht fand ich das ganze maßlos übertrieben. Olive und Drew zusammen fand ich ganz süß. Drew war ein netter, anständiger Kerl, mit ziemlich schrägen, aber coolen Mitbewohnern. Der Chat der drei hat mich zum Lachen gebracht.
Zudem wurde keine Rücksicht auf Mitmenschen genommen. Die WG macht Party, und der Mitbewohner von unten wird als Spießer mit Stock im Arsch bezeichnet, weil er mit dem Besenstiel an die Decke klopft.
Die Idee hat mir gut gefallen, doch leider war der Schreibstil nicht meins. Ich hab keine Verbindung zu den Personen herstellen können und so ist der Funke nicht übergesprungen.