Klappentext:
Seit einem Unfall kann Amos Decker nichts mehr vergessen. So ist er der perfekte Ermittler. Bis seine Familie ermordet wird und er unter der Bilderflut und fast zerbricht. Ein Jahr später ...
Klappentext:
Seit einem Unfall kann Amos Decker nichts mehr vergessen. So ist er der perfekte Ermittler. Bis seine Familie ermordet wird und er unter der Bilderflut und fast zerbricht. Ein Jahr später bekennt sich ein Mann zu der Tat. Noch während Decker feststellt, dass er lügt, findet erneut ein Massaker statt: Diesmal an Deckers alter Schule. Wurden die Verbrechen begangen, um ihn zu treffen? Wird es Decker gelingen, den Wahnsinn zu stoppen?
Autor:
Der US-amerikanische Autor David Baldacci gehört zu den meistgelesenen Krimiautoren der Gegenwart mit über 40 Millionen verkauften Exemplaren weltweit. Baldacci studierte in Virginia Politikwissenschaften und Jura und arbeitete nach dem Studium zunächst als Strafverteidiger und Wirtschaftsjurist in Washington. Schon in seiner Kindheit hatte David Baldacci erste Geschichten geschrieben und behielt dieses Hobby neben seiner Berufstätigkeit bei. Seine Erfahrungen in Washington ließ er in seine Werke einfließen, und 1996 fand er einen Verlag für sein Buch „Absolute Power“ über einen fiktiven US-Präsidenten und seine Geheimagenten. Ein Jahr später wurde es mit Clint Eastwood und Gene Hackman verfilmt. Seither veröffentliche David Baldacci mehrere Dutzend Krimis und Kinderbücher sowie Drehbücher für Film und Fernsehen. Zu seinen größten Erfolgen gehören die fünfbändige „Camel Club“-Reihe und die sechsbändige „Sean King und Michelle Maxwell“-Reihe. Mit dem 2000 veröffentlichen Buch „Wish you well“ („Das Versprechen“) verließ Baldacci sein übliches Genre und verfasste ein stark biografisch gefärbtes Familiendrama. Alleine im Jahr 2017 erschienen vier neue Bücher von David Baldacci: „The Fix“ and „The Fallen“ aus der neuen Reihe um Ex-Football-Player Amos Decker, „End Game“ um Profi-Killer Will Robie, und „The Width of the World“ aus der noch nicht ins Deutsche übersetzten Kinderbuchserie um Vega Jane.
Sprecher:
Dietmar Wunder ( 5. Dezember 1965 in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher, Hörspielsprecher und Synchronregisseur. Bekannt ist er vor allem als deutsche Feststimme von Adam Sandler, Cuba Gooding Jr. und seit Casino Royale (2006) von Daniel Craig. Zudem synchronisiert er auch regelmäßig Don Cheadle und Sam Rockwell. Seit 2007 ist Dietmar Wunder auch als Hörbuchinterpret tätig.
Bewertung:
Erstmal: WOW!!! Was für eine Stimme!!! Die Sprecherstimme ist entspannt bis sinnlich. Der Sprecher hat eine unglaublich vielseitige Stimme, die er auch hier in der Geschichte zu den verschiedenen Charakteren einfließen lässt. das alleine hat mich schon total begeistert! Das Cover ist auch genial und zur rasanten Geschichte passend. Besser hätte man es nicht machen können! Es bringt die genaue Mischung von Thriller und Jagd rüber. Der Titel ist besser nicht gewählt worden!
Der Ermittler Amos Decker ist ein entspannter Kerl, dafür, dass er seine Familie durch einen brutalen Mordanschlag verloren hat und der Mörder noch auf freien Fuß ist. Mir gefällt seine Art zu ermitteln und wie er sich auf andere Menschen einlässt. Dabei behält er immer sein Ziel vor Augen: Den Mörder seiner Familie endlich schnappen! Derweil muss er ein weiteres Massaker erleben. Seine alte Schule wird zum Ziel und die Frage, ob und wie das alles mit ihm zusammenhängt wird immer lauter. Trotz allem strahlt er eine ungeheure Ruhe auf mich aus ... dann wiederum überraschte er mich mit unvorhersehbaren Wutausbrüchen. Der Autor zeigt hier wunderbar realistisch die ganze breite der Gefühlspalette eines Ermittlers, der im Zentrum eines oder mehreren Attentätern steht. Mich hat überrascht, dass sein Boss ihm überhaupt erlaubt hat, die Leitung des Falles zum Schulmassaker zu übernehmen, wo er doch viel zu sehr involviert ist.
Fazit*:
Was soll ich nicht viel schreiben ... die Geschichte hat mich tief gepackt und erschüttert und mich nach mehr gieren lassen. Band 2 ist auf meinem Radar und ich hoffe, ich habe bald die Möglichkeit, es zu hören. Ein extrem spannender und intensiver Hörgenuss für alle Thrillerfans mit dem Wunsch nach ein bisschen Speziellem und einem lebhaften Sprecher! Das war mein Mai-Highlight!
Klappentext:
Seit einem Unfall kann Amos Decker, der Memory Man, nichts mehr vergessen. Eine Eigenschaft, die ihn nach dem schrecklichen Mord an seiner Familie fast in den Wahnsinn getrieben hätte. Aber ...
Klappentext:
Seit einem Unfall kann Amos Decker, der Memory Man, nichts mehr vergessen. Eine Eigenschaft, die ihn nach dem schrecklichen Mord an seiner Familie fast in den Wahnsinn getrieben hätte. Aber nun hat er ein neues Lebensziel gefunden: Innerhalb einer Spezialeinheit des FBI klärt er ungelöste Schwerverbrechen. In seinem ersten Fall geht es um Melvin Mars, einem ehemaligen Footballstar, der seit zwanzig Jahren in der Todeszelle sitzt. Er soll seine eigenen Eltern ermordet haben. Doch Stunden vor seiner geplanten Exekution taucht ein Mann auf und behauptet, selbst das Verbrechen begangen zu haben. Aber sagt er die Wahrheit? Amos Decker, der viele Parallelen zu seiner eigenen traumatischen Vergangenheit entdeckt, reißt den merkwürdigen Fall an sich. Ist Melvin Mars unschuldig und muss vor der Todesstrafe bewahrt werden? Oder wird ein hochgefährlicher Mörder auf freien Fuß gesetzt? Als ein Mitglied aus Deckers Team plötzlich spurlos verschwindet, zeigt sich bald, dass der Fall eine noch viel tiefergehende gesellschaftliche Sprengkraft birgt.
Autor:
Der US-amerikanische Autor David Baldacci gehört zu den meistgelesenen Krimiautoren der Gegenwart mit über 40 Millionen verkauften Exemplaren weltweit. Baldacci studierte in Virginia Politikwissenschaften und Jura und arbeitete nach dem Studium zunächst als Strafverteidiger und Wirtschaftsjurist in Washington. Schon in seiner Kindheit hatte David Baldacci erste Geschichten geschrieben und behielt dieses Hobby neben seiner Berufstätigkeit bei. Seine Erfahrungen in Washington ließ er in seine Werke einfließen, und 1996 fand er einen Verlag für sein Buch „Absolute Power“ über einen fiktiven US-Präsidenten und seine Geheimagenten. Ein Jahr später wurde es mit Clint Eastwood und Gene Hackman verfilmt. Seither veröffentliche David Baldacci mehrere Dutzend Krimis und Kinderbücher sowie Drehbücher für Film und Fernsehen. Zu seinen größten Erfolgen gehören die fünfbändige „Camel Club“-Reihe und die sechsbändige „Sean King und Michelle Maxwell“-Reihe. Mit dem 2000 veröffentlichen Buch „Wish you well“ („Das Versprechen“) verließ Baldacci sein übliches Genre und verfasste ein stark biografisch gefärbtes Familiendrama. Alleine im Jahr 2017 erschienen vier neue Bücher von David Baldacci: „The Fix“ and „The Fallen“ aus der neuen Reihe um Ex-Football-Player Amos Decker, „End Game“ um Profi-Killer Will Robie, und „The Width of the World“ aus der noch nicht ins Deutsche übersetzten Kinderbuchserie um Vega Jane.
Sprecher:
Dietmar Wunder ist die deutsche Stimme von Daniel Craig als James Bond. Außerdem synchronisiert er Adam Sandler, Cuba Gooding jr., Omar Epps, Don Cheadle und viele andere. Neben seinen Tätigkeiten als Synchronsprecher, Schauspieler und Dialogregisseur liest er mit großer Begeisterung Hörbücher.
Bewertung:
Ich könnte weinen, die Bücherei hat nur die gekürzte Fassung, das finde ich grausig! Und bescheuert! Ich lese ja auch keine halben Bücher! Aber ich liebe die Memory-Man-Reihe und wollte unbedingt weiterhören. Aber es lässt mich nicht los, nicht die vollständige Geschichte zu kennen...
Das Cover ist perfekt zur Reihe gewählt und zeigt - wie auch die ganze Aufmachung samt Titel - die Zugehörigkeit zu dieser. Derselbe Sprecher erzählt die Geschichte, worüber ich mich sehr freue. Seine Stimme ist unfassbar vielseitig und einnehmend, dass ich ihr stundenlang zuhören kann. Und das tat ich auch. Das Hörbuch war im Nu weggehört.
Amos Decker ist so ein sympathischer Ermittler ... ich wünschte, ihn gäbe es wirklich! Nicht wegen seines Gedächtnisses, sondern wegen seiner Kommunikationsfähigkeit, auch wenn die als fehlerhaft beschrieben wird. Mir sagt jedoch seine Kritikfähigkeit sehr zu und wie er mit den anderen Charakteren umgeht. Er schnappt nicht bei jeglicher Kritik ein oder wird wütend und nachtragend - er bleibt konstruktiv und gelassen und lässt sich auf Diskussionen ein. Ich wünschte, ich könnte mich mit solchen Menschen umgeben ...
Der Fall, mit dem es Decker und sein Team zu tun haben, ist mehr als undurchsichtig und vielschichtig. Im ersten Teil um den Footballstar Melvin Mars gehen die Ermittlungen dem Geständnis eines Mörders nach, der kurz danach hingerichtet wird. Die Aufklärung des 20 Jahre alten Falls, bei dem Mars Eltern ermordet wurden, gestalten sich als viel komplexer und schwerer als vermutet. Denn rund um das fremde Geständnis tauchen mehr und mehr Puzzleteile auf, die auf Größeres hindeuten. Im zweiten Teil des Hörbuchs treiben die Ermittlungen in eine ganz andere Richtung und die Geschichte wird etwas konfus. Zuerst kam ich mir vor, als hörte ich plötzlich ein anderes Hörbuch, weil ganz andere Aspekte auftauchen, die für die Aufklärung der Morde wichtig scheinen. Ich fing schon an zu stöhnen, als sich die Seite der Geschichte nach und nach mit der anderen Hälfte zusammenfügte. Währenddessen tauchen weiter Fragen auf, deren Lösung erst am Ende aufwarten und mich vereinnahmen.
Zum Ende hin fügen sich alle Teilchen zu einem Gesamtbild des Falles, was mich sehr überrascht hat. Der Fall und seine Motive nimmt viel größere Ausmaße und geht sehr viel tiefer als ich hätte ahnen können. Hier hat der Autor wunderbar ein Labyrinth aufgebaut, in der der Hörer herumirrt und so der Lösung auf die Spur kommt. Der Sprecher konnte mich hier wieder vollends fesseln und vereinnahmen, ich wollte einfach nur mehr! Klar, beruhigend und lebhaft erzählt er in verschiedenen Perspektiven der Charaktere den Fall und seine Umstände. Das letzte Drittel bekommt richtig Tempo, sodass mir der Atem stockte. Die ganzen Hintergründe der Tat haben mich schockiert, ja, umgehauen!
Ich habe allerdings nicht verstanden, was der Fall mit dem von Deckers Familie zu tun haben soll ... laut Decker ähnelt dieser dem hier und weist Parallelen auf. Das sehe ich aber gar nicht so! Das ist völlig was anderes und auch am Ende hat der Autor diese Mutmaßungen nicht mehr rein genommen bzw. aufgeklärt. Das blieb leider offen stehen.
Fazit:
Brisanter Fall, der vom Sprecher wieder fesselnd und lebhaft erzählt wird. Ausgearbeitete Charaktere und Hintergründe, durchweg temporeiche Ermittlungen und Wahrheitssuche; wer auf verstrickte Thriller steht, findet hier ein tolles Werk! Minimale Makel und die Kürzung der Geschichte lassen mich 4 Sterne verteilen. Ich hoffe, ich lerne noch die ganze Geschichte kennen, damit ich das Werk vollends bewerten kann. Ich freue mich unheimlich auf weitere Fälle dieser Reihe!
Klappentext:
Das eigene Leben in eine neue, positive Richtung zu lenken kann ganz einfach sein – sobald man die Angst vor Veränderung ablegt und endlich den Mut fasst, einen neuen Weg einzuschlagen. Oft ...
Klappentext:
Das eigene Leben in eine neue, positive Richtung zu lenken kann ganz einfach sein – sobald man die Angst vor Veränderung ablegt und endlich den Mut fasst, einen neuen Weg einzuschlagen. Oft reichen dafür ein paar kleine, aber wesentliche Impulse. Kerstin Werners motivierende Texte helfen dabei, endlich aufzuwachen, und öffnen die Augen für eine bunte, aufregende Welt voll ungeahnter Möglichkeiten. Und keine Angst vor unerwarteten Hürden – die einfühlsamen Worte der Autorin schenken die nötige Kraft, um sie zu überwinden! Ein inspirierendes, lebensveränderndes Buch, das Herz und Seele berührt.
Autorin:
Kerstin Werner, geboren 1973, ist zertifizierter NLP-Coach, Fotografin und Autorin mehrerer Bücher, die sie bisher selbst publizierte und die innerhalb kurzer Zeit zu echten Bestsellern der spirituellen Lebenshilfe wurden. Ihre berührenden Geschichten finden den direkten Weg in die Herzen ihrer Leserinnen und Leser und vermitteln wertvolle Impulse für Selbsterkenntnis und bewusste Lebensgestaltung. Die Autorin lebt in der Eifel.
Bewertung:
Das Cover ist wunderschön gestaltet, wirkt peppig und modern. Die bunte Aufmachung hat macht Lust auf den Inhalt und ich war neugierig, wie der Inhalt gestaltet ist.
Die Autorin hat 50 inspirierende und motivierende Anregungen in vielen Bereichen gegeben, ob Sehnsüchte, Familie oder Glaube. Die Texte sind schön kurz gehalten, sodass sie sich schnell lesen lassen. Dazu kommt, dass die Autorin sehr einfühlsam über Herzensangelegenheiten schreibt und dabei auch gerne mit imaginären Bildern arbeitet. Vieles ließ sich für mich plastisch vorstellen. Hin und wieder tauchen ein paar Illustrationen passend zu den Texten auf.
Fazit:
Insgesamt ist das Büchlein schön illustriert, mit kurz gefassten Texten, die motivieren, mehr über sich und seine Gefühle nachzudenken. Ich habe einiges markiert und für mich rausziehen können. Auch für Leser empfehlenswert, die mit Philosophie nicht viel anfangen können.
Ich bedanke mich herzlich beim Bloggerportal und dem Verlag für das bereitgestellte Exemplar! Und ich entschuldige mich für die lange Wartezeit, ich war immer wieder monatelang erkrankt.
Inhalt:
Tymur ist besessen. Oder?
Lorcan kämpft für Tymur. Oder?
Kevron wird mutig. Oder?
Enid muss umdenken. Oder?
Jeder hat seine eigenen Probleme und Pläne.
Und jeder will überleben. Oder?
Autorin:
Maja ...
Inhalt:
Tymur ist besessen. Oder?
Lorcan kämpft für Tymur. Oder?
Kevron wird mutig. Oder?
Enid muss umdenken. Oder?
Jeder hat seine eigenen Probleme und Pläne.
Und jeder will überleben. Oder?
Autorin:
Maja Ilisch, geboren 1975 in Dortmund, studierte Öffentliches Bibliothekswesen an der FH Köln und absolvierte eine Ausbildung zur Fachbuchhändlerin. Sie schrieb unter anderem für TV-Serien auf SAT1 und RTL sowie für ein Hörspiellabel, für das sie auch eine Phantastikreihe konzipierte. Außerdem betreibt sie die Website des von ihr gegründete Fantasy-Autorenforums TINTENZIRKEL. Heute lebt sie als Bibliothekarin und freie Autorin mit ihrem Mann in der Nähe von Aachen, wo sie sich mit Büchern umgibt und ausgewählte Gäste mit ihrer Puppensammlung erschreckt, die fast nur aus Köpfen besteht.
Bewertung:
Schon vor der eigentlichen Leserunde ging es mit der Autorin rege her. Uns wurde genaueres zu Band 1 erläutert und jegliche Frage, die wir hatten, beantwortet. Auch die Leserunde war sehr anregend.
📖"Sag mir, warum du trinkst."
"Aus dem Grund, warum alle trinken", sagte er. "Um nicht mehr nüchtern zu sein. Und wenn du wissen willst, warum - frag meinen verdammten Bruder!"
"Was hat er getan, dein Bruder?"
"Hat sich abstechen lassen, das Arschloch", antwortete Kevron.📖
(Seite 262)
Das Cover hat absoluten Erkennungswert zu Band 1. Hier weiß jeder sofort, dass es sich um Band 2 handelt. Die Farben sind diesmal rot/braun statt blau. Das zeigt aber dennoch die Gleichheit (liest sich unlogisch oder? Ich kann es nicht besser erörtern.) Das magische Zeichen dazu und das Bild an sich verbinden Band 1. Dieses Cover gefällt mir sogar noch besser als das von Band 1. Der Klappentext ist sehr einseitig gehalten; Tymur ist die Hauptrolle. Hier hätte ich mir einen kleinen Überblick über alle gewünscht, ein Update zu jedem sozusagen.
Der Prolog erinnert mich an den Beginn von Band 1; sehr poetisch und leicht kryptisch geschrieben. Hier wird auch sehr deutlich, wie die Menschen sich ihre eigene Falle bauen, indem sie ihrer Furcht Nahrung geben. Zwei Lebewesen, die aneinander vorbei handeln ... sehr gut dargelegt. Ansonsten ist der Schreibstil sehr flüssig, aber weniger kryptisch. Diese Kombination finde ich sehr schön und auch passend.
📖In diesem Moment war es fast wieder wie früher - Tymur spielte sich ein bisschen auf, Kevron stellte sich ein bisschen an, und Lorcan saß dabei und dachte sich seinen Teil.📖
(Seite 191)
Tymurs Einsamkeit kommt nochmal richtig spürbar rüber. Und das auch mit Damars Leben geknüpft, weshalb es nicht langweilig wird. Er ist nach wie vor arrogant, selbstverliebt und sogar noch fieser als zuvor. Von Beginn an wird der Leser irritiert; erzählt der Dämon oder Tymur? Ist Tymur wirklich besessen oder einfach ein bösartiger Mensch? Was genau will er? Kontrolle? Macht? Den Tod seiner Gefährten? Nach Hause? Irgendwie alles und wieder nichts. Diese Fragen begleiteten mich bis zum Ende der Geschichte und lies mich hin- und herraten. Die Autorin hat das gut konstruiert, man will einfach weiterlesen und mehr erfahren. Auf der Suche nach seinem Selbst, wütend er, wie er nur kann ...
Lorcan entwickelt sich wie die anderen weiter und die Beziehung zu Tymur wird auf eine harte Probe gestellt. Seine Disziplin und sein eiserner Wille, das Richtige zu tun, sind seine Wegweiser durch das gemeinsame Abenteuer.
Kevron zeigt hier mal, was er kann. Nicht nur saufen und im Elend suhlen, sondern strategisch denken und danach handeln. Gefällt mir sehr gut. Und bleibt trotz allem menschlich.
Enid regte mich wieder mit ihrer Oberflächlichkeit auf! Wie im Band 1 gehen ihre Kleider über alles! In Lebensgefahr? Ach, was soll's. Hauptsache gut aussehen. Furchtbar, das Weibsbild. Aber es ist trotzdem spannend, ihren eigenen Weg zu lesen.
📖"Ich habe die Kontrolle über mich, die allermeiste Zeit über, selbst jetzt. Aber wie kann ich mir dessen sicher sein? Indem ich kontrolliere."📖
(Tymur, Seite 198)
Ein paar tolle Wörter sind mir in die Augen gesprungen: Unzeit, ehrfurchtsschwanger, Stilett und das katerfreundliche Land. Sehr amüsant und cool!
Es wird zwischen den Zeilen mitgeteilt, dass Magie ausschließlich den Frauen vorbehalten ist. Das hat mich verwundert, wo doch so eine Macht gewöhnlich den Männern vorbehalten ist. Gibt ja nicht umsonst keinen richtigen Begriff für Frauen. Zauberin sagt man ja nicht, stattdessen Hexe. Aber ich denke , das ist hier so geregelt wegen der Schwesternschaft. In dieser Welt sind mal die Männer ausgeschlossen - auch mal schön.
Die Autorin zeigt sehr schön, wie unsere Art zu reden nicht immer mit der Wirklichkeit Hand in Hand geht:
📖"Was für ein Nebel", sagte er mit ehrfurchtsschwangerer Stimme und wartete ab, wie der Krieger darauf reagierte. "Ich hoffe, ihr findet den Weg trotzdem? Mich schaudert bei der Vorstellung, dass wir uns hier verirren könnten ..."
Der Alfeyn sah ihn an mit irritiertem Blick. "Warum sollten wir den Weg nicht finden?", fragte er. "Wir kennen ihn. Er war niemals verloren."
"Aber der Nebel ...", versuchte Tymur es noch einmal.
"Es ist immer noch der gleiche Weg."📖
(Seite 50/51)
Ein Beispiel fällt mir ein: Immer diese Fragen wie "Würden Sie mich bitte durchlassen?" Da könnte der andere sagen "Ich würde gerne, aber ich will/kann nicht!" Eigentlich fragen wir da "Willst du mich bitte durchlassen?" Ist zwar im Buch Nebensache, aber mir gefallen solche Kleinigkeiten.
📖"Ich dachte nur, ich könnte ..."
"Was?", fragte Lorcan.
"Mir Mut antrinken." Tymur lachte verlegen.
"Wenn du es mit einem Dämon aufnehmen willst", sagte Lorcan, "ist flüssiger Mut das Letzte, was dir hilft."📖
(Seite 200)
Die physischen Gesetze wie auch manches Verhalten sind sehr unrealistisch und ergeben keinen Sinn für mich. Vieles stellte ich Infrage, was ich aber aus spoilergründen nicht näher ausführen kann. Allerdings stolperte ich immer wieder über solche Handlungen und Gegebenheiten. Leider ist die Entdeckung der großen Endauflösung für mich ebenfalls aus den Haaren herbeigegriffen, was mich genervt hat. Die Kulisse konnte ich mir zum größten Teil gut vorstellen, nur gegen Ende hatte ich ein paar Fantasieschwierigkeiten. Es gibt zeitweise zwei verschiedene Handlungsstränge, die beide neugierig machen. Das Ende ist natürlich wieder offen, wenn auch nicht so schrecklich frustrierend offen wie der Vorgänger. Zum Glück.
Fazit:
Hier gibt es wahrlich viel mehr Fantasyelemente als im Band 1, was sehr wünschenswert für ein Fantasybuch ist. Die Charaktere entwickeln sich weiter und geben hin und wieder humorvolles von sich. Insgesamt hat es die Autorin geschafft, mich von Anfang bis Ende neugierig zu machen, aber auch wahnsinnig. Die teilweise unrealistischen Handlungen und unlogischen Gegebenheiten waren sehr unerfreulich und haben mich genervt. Alles zusammen hat es mir aber etwas besser gefallen als Band 1 und wird mit schwachen 4 Sterne bewertet.
Ich bin sehr neugierig auf Band 3 und hoffe, es kann mich genauso fesseln und neugierig machen. Oder noch mehr.
📖"Wir sind nicht im Nirgendwo. Dies ist ein Irgendwo."📖
(Lorcan, Seite 170)
Ich bedanke mich herzlich beim Verlag, aber der größte Dank geht an die Autorin selbst, die unermüdlich im Einsatz für uns Leser in der Leserunde war und jede Frage und Unsicherheit ausgeräumt hat.
Ich fühle mich wie in einem Glaskasten. So laut ich auch schreie, niemand wird mich hören. Mein Weinen, die Schreie sind nur ein Strudel, in dem ich untergehe. Am Boden überall Wörter, ...
Inhaltserzählung:
Ich fühle mich wie in einem Glaskasten. So laut ich auch schreie, niemand wird mich hören. Mein Weinen, die Schreie sind nur ein Strudel, in dem ich untergehe. Am Boden überall Wörter, Ströme von Buchstaben, die aus meinem Hirn quellen. All die Fragen, die ich nicht stellen kann, all die Antworten, die ich nicht geben kann. Als dein Name fällt, verlangsamt sich wie immer die Welt, die Luft wirkt kühler, und einen Moment lang verliere ich das Gefühl für Wörter und ihre Bedeutung. Und vielleicht beginnt in diesem Moment unsere Geschichte aufs Neue, nach fünfzehn Jahren. Als dein Name auftaucht und die Entfernung zwischen uns überbrückt.
(Catherine, Seite 20 und 269)
Nirgendwo sehe ich dich, spüre dich aber immer noch. Wie dein Haar über mein Gesicht weht, wie deine Hand sich in meine fügt. Nachts wache ich auf und höre dich leise atmen. Du bist nicht mehr bei mir, aber dennoch immer da.
(Lucian, Seite 17)
Autorin:
Clare Empson ist eine britische Schriftstellerin und Journalistin. Sie arbeitete viele Jahre lang für renommierte Zeitungen und schrieb zahlreiche Artikel und Kolumnen. Später gab sie das stressige Großstadt-Leben jedoch auf und zog aufs Land. Dort gründete sie ihren Kultur- und Lifestyle-Blog Countrycalling. Zu dieser Zeit fing sie dann an, inspiriert von der idyllischen Landschaft, erste Geschichten und Romane zu schreiben. Schließlich gab sie ihr Debüt als Autorin mit ihrem Roman „Zweimal im Leben“, in dem sie die dunklen Seiten des Paradieses beleuchtet. Heute lebt Empson zusammen mit ihrer Familie zwischen Wiltshare und Dorset.
Übersetzerin:
Sibylle Schmidt
Bewertung:
⚠️Erstmal muss ich mich für die lange Wartezeit zur Rezension entschuldigen. Leider brauchte ich viel Abstand zum Buch, um eine Rezension schreiben zu können. Dies ist der Autorin und dem Verlag geschuldet, die mit dem irreführendem Klappentext und der irreführenden Aufmachung nicht nur völlig falsche Erwartungen geweckt haben, sondern auch keinerlei Triggerwarnung beigefügt haben. Das hat bei mir dazu geführt, dass ich während und nach dem Lesen völlig verstört war und die Geschichte mir unangenehm nachging. Dieses Buch braucht dringend eine Triggerwarnung bezüglich Missbrauch aller Art! Das seelische Wohlbefinden muss über das bisschen Spoiler, was einem erwartet, an vorderster Stelle stehen!⚠️
📖"Ach, komm schon, du hast doch bestimmt zwei Stunden Zeit für 'ne Mittagspause, oder nicht?"
"Es ist einfach so, dass ich gerade eine neue Beziehung angefangen habe."
"Weiß ja nicht, was du dir vorgestellt hast, aber ich dachte wirklich nur an Lunch. Fisch und ein Glas Wein."
"Heute nicht", sagte ich dann, als weise ich einen Staubsaugvertreter an der Haustür ab.
"Dann probieren wir's morgen noch mal", war deine Antwort.📖
(Seite 14)
Das Cover passt sich dem Eindruck der Geschichte an; nicht zu kitschig, sondern leicht modern, aber doch auch klassisch. Ich bin begeistert davon, dass hier auf Glitzer, Schnickschnack und nackte Menschen verzichtet wird. Die Schrift ist im durchschnittlichen Vergleich anderer Bücher groß. Gefällt mir sehr gut, ebenfalls die Gesamtaufmachung Außen und Innen. Das Buch beweist auch wieder, dass es nicht teuer sein muss; es ist ein Klappenbuch mit überdurchschnittlich vielen Seiten und kostet dennoch nur 10,00 €. Die allermeisten Bücher in diesem Format kosten 12,95 € bis 14,00 €. Es geht also ohne Überteuerung.
📖Menschen wie sie verschwinden nicht einfach. Ich hoffe, du glaubst mir das.📖
(Lucian, Seite 429)
Was mir merkwürdig und unnötig vorkommt, ist der Aufkleber auf dem Cover. Eine Drei-Wörter-Meinung von Rosie Walsh. Erstens: Wer ist Rosie Walsh? Und zweitens: Was soll das? Könnte genauso gut zu den anderen nichtssagenden Meinungen am Buchrücken außen oder innen gedruckt werden. Warum so ein unnötiger Aufkleber vorne? Was sollen eigentlich diese nichtssagenden Einwürfe im Buchrücken innen? "Ich konnte nicht aufhören zu lesen!" oder "Ein Pageturner, der einem das Herz bricht!" ... was sagen die bitte aus? Das gibt mir doch keinen Hinweis, ob ich das Buch lesen möchte oder nicht! Was für ein Schwachsinn. Wenn sie schon Leser zitieren möchten - wogegen ich gar nichts habe - dann bitte auch richtige Aussagen über das Buch!
📖"Mein Leben hat noch gar nicht richtig angefangen", sagte ich damals, und zum ersten Mal bogen sich deine Mundwinkel nach oben.
"Vielleicht fängt es genau jetzt an", hast du gesagt.📖
(Catherine und Lucian, Seite 59)
Es gibt drei verschiedene Zeiteinteilungen; einmal das Heute, vor 4 Monaten und vor 15 Jahren. Die verschiedenen Zeiteinteilungen finde ich sehr gut gemacht, es wird mächtig Spannung und Neugier aufgebaut. Ich wollte die ganze Zeit wissen, wie es weitergeht, was vorgefallen ist und fantasierte herum. Allerdings kann ich die Kritik einiger meiner Lesekumpanen bezüglich der vielen Zeittonen nachvollziehen. Wenn drei verschiedene Zeiträume aufeinandertreffen und das in kurzen Kapiteln ... kann es sich anfühlen wie ein Schleudertrauma. Mir persönlich gefiel es sehr gut, besonders, weil die Kapitel kurz sind, sonst hätte ich den Durchblick verloren und vergessen, in welcher Zeit ich denn gerade war. So wusste ich das immer und musste nicht angestrengt lesen. Nach dem ersten Drittel wurde ich aber doch was ungeduldig und fragte mich "was ist denn nun passiert?!".
📖Es ist ein Tag der Abschiede. Mein Kopf ist voller Worte, die ich nicht aussprechen werde. Geh nicht. Bitte bleib. Ohne dich bin ich verloren.📖
(Lucian, Seite 280)
Ich fand es störend, dass während der Erzählung in die Vergangenheit (vor allem die von "Vor fünfzehn Jahren") die Erzählung an sich hin und herspringt- also die Anrede; erst "Du" dann "Er" (allgemein erzählt), entweder erzählt Catherine in Du-Form ("Du hattest ...") und springt dann im nächsten Satz wieder zur Ich-Form bzw. Allgemein-Form ("Er nahm das wahr ..."). Mit "Du" und "Er" ist Lucian gemeint, und eben auch allgemein andere. Ich finde das irritierend und sprunghaft. Kommt mir unkorrigiert vor.
📖"Man muss die Verantwortung übernehmen, für das Schlechte ebenso wie für das Gute."📖
(Catherine, Seite 163)
Ich fand weder Catherine noch Sam besonders sympathisch! Die geben ein tolles Paar ab, die nehmen sich gegenseitig nichts an Antisympathie weg. Der Einzige, der bei mir gerade gut ankam, war Lucian. Bei den Nebencharakteren mochte ich tatsächlich Jack - einen Schwerenöter-Ruf haben sie ja fast alle. Daher ist das für mich kein Ausschließkriterium. Und Rachel ist mir auf ihre Art ebenfalls sympathisch gewesen. Aber Sam und Catherine? Vor allem Sam ... betrügt sie und benimmt sich da dann ganz typisch Mann! Das muss man wirklich anerkennen! Aus Spoilergründen kann ich mich nicht näher dazu äußern. Die Clique von Lucien ist in jedem Fall ziemlich problembelastet udn jeder der Charaktere kämpft mit seinen eigenen Dämonen. Hier ist die Devise "Ignorieren und Weitermachen" untereinander geregelt. Niemand möchte sich wirklich mit seinen Dämonen oder den der anderen auseinandersetzen. Das hat die Autorin sehr deutlich hervorheben können.
📖Du hast dich mir hingegeben und ich mich dir, und wir waren uns einig und wollten nichts anderes. Warum auch?📖
(Lucian, Seite 369)
Im Bezug auf Catherines großes Geheimnis hatte ich zunächst die naheliegendste Vermutung, in meinen Augen. Das verwarf ich wieder, weil die Autorin Catherine dafür untypisch erscheinen ließ. Ab der Mitte des Buches war es mir jedoch klar, was passiert ist. Trotzdem wurde ich mit kleinen Wendungen überrascht.
📖Wie das oft so ist zwischen uns: Was wir nicht aussprechen, tönt am lautesten.📖
(Lucian, Seite 55
Letztendlich habe ich mich aber über meine Lesekumpanen etwas aufgeregt, da diese ihre persönlichen Erwartungen an das Buch mit der Geschichte an sich gleichgestellt haben. Was kann die Autorin oder die Geschichte dafür, dass ich etwas bestimmte erwarte? Und nur, weil es nicht nach meinen Erwartungen geht, bewerte ich das Buch schlecht. Es wurde teilweise die realistische Darstellung von Handlungen kritisiert, weil das nicht erwartet wurde ... Das finde ich unfair und völlig konträr.
Fazit:
Das Ganze erinnert mich stark an Nicholas Sparks "Wie ein einziger Tag". Es zeigt deutliche Parallelen, was weder gut noch schlecht bedeutet. Jedoch ist diese Version deutlich düsterer und dramatischer. Es gab für mich auch einige Ungereimtheiten, die nebensächlich waren, aber dennoch nicht richtig erklärt. Da haben meine Lesekumpanen und ich etwas rätseln müssen.
Der größte Minuspunkt ist aber die fehlende Triggerwarnung bezüglich der missbräuchlichen Handlungen, da mich das sehr verstört hat und nicht nur mich. Selbst eine Tauschpartnerin auf Tauschticket hat mir zum Buch geschrieben und mir für die Triggerwarnung gedankt, da sie mit solchen Geschichten nicht umgehen kann. Eine Riesenfahrlässigkeit oder ekelhaftes kahlkühl von Autorin und Verlag! Wer Schwierigkeiten mit Missbrauchgeschichten hat, sollte die Finger hiervon lassen.
Ansonsten hat die Autorin es geschafft, meine Neugier aufrecht zu erhalten, die Charaktere sehr schön ausgeschrieben und die frustrierende Atmosphäre bis zum Ende beizubehalten. Daher vergebe ich hier noch 3,5 Sterne.
📖"Dummerchen", hast du gesagt. "Warum rechnest du immer mit dem Schlimmsten?"
Das lag eigentlich nahe. Denn das Beste war so wunderbar, so berauschend unfassbar wundervoll, dass ich niemals mehr darauf verzichten wollte.📖
(Lucien und Catherine, Seite 273)
🎀Zuletzt möchte ich mich beim wasliestdu-Team und dem Verlag für das Lese-Exemplar bedanken. Die Leserunde war zum Teil sehr erfreulich.🎀