Platzhalter für Profilbild

Yakko

Lesejury Star
offline

Yakko ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Yakko über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2019

Wunderschöne, emotionale Liebesgeschichte

Zwischen uns die Sterne
0

Cameron und Everett haben sich seit fast fünf Jahren nicht mehr gesehen, seit er damals verschwunden und den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. Doch der Tod ihres gemeinsames besten Freundes führt dazu, dass ...

Cameron und Everett haben sich seit fast fünf Jahren nicht mehr gesehen, seit er damals verschwunden und den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. Doch der Tod ihres gemeinsames besten Freundes führt dazu, dass Everett sich nach all der Zeit doch wieder seiner Freundin annähern muss.

Ich war sofort in dieses Buch mitsamt der Hauptfiguren verliebt. Schon der Einstieg war sehr vielversprechend und ich wurde (fast) niemals enttäuscht.
Die Autorin hat eine Geschichte um drei Figuren herum entwickelt: drei beste Freunde, die sich seit ihrer frühen Kindheit kennen, drei Freunde, die viel miteinander erlebt haben. Freunde, von denen einer an Krebs verstirbt und die anderen beiden sich unglücklich ineinander verlieben. Auch wenn Aiden bereits verstorben ist, so ist er dennoch durch die vielen Rückblicke und seine Briefe mehr als präsent und vor allem sympathisch. Cameron und Everett haben beide einige Päckchen zu tragen. Jahrzehnte haben sie es nicht geschafft, aus ihrer Freundschaft mehr zu machen, obwohl es beide doch so sehr wollten. Beide sind glaubhaft, ihre Ängste und Sorgen und demnach auch ihr Handeln ist nachvollziehbar, wenn auch so manches Mal für den Leser unbefriedigend.

Zwischen den ganzen Kapiteln in der Gegenwart gibt es immer wieder diese Rückblicke, die chronologisch aufeinander aufbauen und die gesamte Story wie ein Puzzle Stück für Stück zusammen setzen.
Die Figuren wachsen einem sehr ans Herz, der Schreibstil der Autorin sorgt dazu noch für unglaublich viel Gefühl, ja, hin und wieder auch ein wenig Kitsch, aber es passt hier einfach. Die Chemie zwischen Cameron und Everett ist perfekt. Ich muss wirklich sagen, dass ich den Sprachstil der Autorin sehr mag, er ist erwachsen und authentisch. Und endlich mal ein Liebesroman, in dem junge Menschen sich auch ordentlich ausdrücken können.

Einen kleinen Abzug gibt es für mich dennoch, da gerade in der zweiten Hälfte des Buches das Hin und Her zwischen Cameron und Everett zu viel war. Wie bereits geschrieben ist es zwar nachvollziehbar, mit welchen Gedankengängen sie sich beide herumschlagen, jedoch hatte ich als Leserin irgendwann das Gefühl, sie drehen sich nur im Kreis.

Dennoch hat mich das Buch insgesamt wirklich begeistert und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Die Emotionen kamen bei mir auf jeden Fall an, schließlich habe ich das ein oder andere Tränchen verdrücken müssen. Eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die gefühlvolle Liebesromane mögen!

Veröffentlicht am 14.11.2018

Unterhaltsam mit einigen Längen

Sowas kann auch nur mir passieren
0

Georgina ist ein echter Pechvogel. Erst verliert sie ihren Job als Kellnerin, kurz darauf erwischt sie dann ihren Freund mit einer anderen. Auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle trifft sie zufällig ...

Georgina ist ein echter Pechvogel. Erst verliert sie ihren Job als Kellnerin, kurz darauf erwischt sie dann ihren Freund mit einer anderen. Auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle trifft sie zufällig auf ihren alten Freund Lucas, mit dem sie vor zwölf Jahren zusammen gewesen ist. Doch leider scheint er Georgina nach all der Zeit gar nicht mehr zu erkennen.

Die Autorin hat einen unterhaltsamen Schreibstil, die peinlichen Situationen, in die die Protagonistin immer wieder gerät, werden sehr witzig und glaubhaft dargestellt, sodass man als Leser selbst beinahe schon peinlich berührt ist.
Insgesamt ist Georgina eine sehr sympathisch junge Frau, die sich auch mit ihren dreißig Jahren noch nicht so recht gefunden hat. Wieso das so ist, erfährt man im Laufe der Geschichte. Sie hat den Leser sofort auf ihrer Seite, denn sie zeigt, dass nicht jeder perfekt ist und ein perfektes, planmäßiges Leben führt. Insgesamt macht sie eine erstaunliche Entwicklung in Zusammenhang mit ihrer Selbstfindung durch und mit jedem Kapitel bekommt ihre Figur noch mehr Tiefgang und Facetten.
Lucas wirkt zunächst unnahbar, doch auch er ist ganz sympathisch, allerdings ohne viele Ecken. Dennoch haben die beiden Figuren eine gute Chemie.

Im Laufe des Buches ging für mich manchmal der rote Faden ein wenig verloren, besonders die vielen Aufeinandertreffen und Dialoge mit Georgina und ihren Freunden sorgen dafür, dass die Hauptstory in den Hintergrund gerät und das Buch stellenweise zäh wird. Teilweise war es mir auch zu viel Analyse um Georginas Persönlichkeit, ihre Vergangenheit und ihr Liebesleben. Es wirkte zu gewollt, als wäre es der Autorin unglaublich wichtig, dass wir Leser Georgina verstehen können.

Insgesamt ist dies ein unterhaltsamer Roman, der auch eine gewisse Ernsthaftigkeit mit sich bringt. Die Charakterentwicklung finde ich mehr als gelungen. Stellenweise war mir die Story zu zäh und ich hätte mir mehr Raum für die Liebesgeschichte zwischen den Hauptfiguren gewünscht, dennoch ist das Buch auf jeden Fall empfehlenswert.

Veröffentlicht am 04.11.2018

Ganz nett

The One Best Man (Love and Order 1)
0

Victoria hat eine fiese Scheidung hinter sich und versucht ihr Leben gemeinsam mit ihrer Tochter Jade neu aufzubauen. Zuallererst damit, dass sie ihren Abschluss nachholt. Den Männern hat sie abgeschworen, ...

Victoria hat eine fiese Scheidung hinter sich und versucht ihr Leben gemeinsam mit ihrer Tochter Jade neu aufzubauen. Zuallererst damit, dass sie ihren Abschluss nachholt. Den Männern hat sie abgeschworen, besonders solchen, die auch noch Anwälte sind. Doch dann trifft sie in ihrer neuen Heimat ausgerechnet auf Reed, der nicht nur Anwalt ist, sondern auch noch ein alter Freund und Trauzeuge ihres Exmannes.

Ich brauchte eine Weile, bis ich mit Victoria als Protagonistin warm geworden bin, sehr lange fand ich ihr Verhalten nervig und unnötig unfreundlich, insbesondere Reed gegenüber, der sich von Anfang an als wahrer Gentleman erweist. Dann aber finden beide zueinander und die Lovestory ist ganz nett beschrieben, jedoch ohne große Gefühle oder gar Tiefgang. Ein paar übliche Beziehungsprobleme, die es den beiden schwer machen sollen, werden eingebaut, jedoch sind diese doch eher harmlos.
Die Kinder Jade und Henry sind sehr liebenswert beschrieben, auch das Verhältnis von Mutter und Tochter zueinander.

Die Story entwickelt sich meiner Meinung nach irgendwie zäh, ich habe einige Kapitel gebraucht, bis ich richtig drin war. In der Mitte war sie dann sehr angenehm und unterhaltsam, das Ende wiederum kam mir viel zu schnell, was wohl auch an der kleinen Seitenzahl liegt. Das Buch war ganz plötzlich zu Ende, um genau zu sein bei 89%, die restlichen Seiten des eBooks sind gefüllt mit Danksagungen und Leseproben.

Dies ist das zweite Buch des Autorenduos Piper Rayne, das ich bisher gelesen habe (zuvor "The Bartender") und mein vorheriger Eindruck bestätigt sich hier aufs Neue. Die Grundidee ähnelt sich: ein netter, auf den ersten Blick perfekter Mann bettelt beinahe darum, dass die missmutige, zickige Frau ihn beachtet und sich auf ihn einlässt. Ihre Gründe, sich so zu wehren, sind dagegen nicht so wirklich nachvollziehbar.

Die Story ist ist ganz nett, leider nicht mehr, aber auch nicht weniger. Sie ist stellenweise unterhaltsam, das sicherlich, aber dennoch insgesamt relativ flach. 100 Seiten mehr und etwas mehr Drama hätten der Geschichte noch gut getan. Der Schreibstil ist sehr einfach, umgangssprachlich und manchmal fast schon flapsig, aber irgendwie auch passend zum Stil der Autorinnen.

Insgesamt eine ganz nette Geschichte für zwischendurch, die man aber vermutlich sehr schnell schon wieder vergessen hat.

Veröffentlicht am 23.10.2018

Wunderschön und berührend

Das Leuchten unserer Träume
0

Sophie hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich, der ihr gesamtes Leben beeinflusst. Sie verschließt sich und lässt sich nicht auf Beziehungen ein. Doch dann ändert sich ihr Leben ganz plötzlich ...

Sophie hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich, der ihr gesamtes Leben beeinflusst. Sie verschließt sich und lässt sich nicht auf Beziehungen ein. Doch dann ändert sich ihr Leben ganz plötzlich erneut. Durch ein Unglück ist sie im Feuer gefangen, ein Fremder kann sie aus ihrer Wohnung retten. Es beginnt eine wunderschöne Freundschaft, die jedoch schon sehr bald mehr zu werden scheint.

Die beiden Hauptfiguren Sophie und Ben sind unglaublich sympathisch und facettenreich beschrieben. Atkins hat ein Händchen dafür, interessante Charaktere zu entwickeln, die auch noch wunderbar miteinander harmonieren. Wie sich die Beziehung zwischen den beiden nach einem solch tragischen Unfall entwickelt, ist einfach nur schön und berührend, zu jeder Zeit authentisch und niemals kitschig oder überzogen. Sehr bald schon merkt man als Leser natürlich, dass Ben Geheimnisse mit sich trägt. In welche Richtung diese gehen, kann man ebenso erahnen. Dennoch bleibt es bis zur Auflösung spannend.

Die Autorin hat liebenswerte Nebencharaktere eingebaut, die prima in die Handlung passen und gleichzeitig dazu beitragen, dass Sophie sich innerhalb der Story weiter entwickelt. Insgesamt ist es schön mitzuerleben, wie sie ihre Sichtweisen verändert.

Der Schreibstil ist gewohnt gut und angenehm zu lesen, Atkins gelingt es, die Worte unglaublich emotional aufs Papier zu bringen.
Insgesamt ist dieses Buch einfach nur berührend, herzergreifend und auch erschütternd. Wie gewohnt bekommen wir auch hier ein typisches Atkins-Ende, bei dem ich auf jeden Fall einige Taschentücher gebraucht habe. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 25.09.2018

Gefühlvolle Geschichte

Mitten im Sturm
0

"Mitten im Sturm" ist sozusagen ein Spin-Off der dreiteiligen Reihe um Julia und Jeremy ("Bis du wieder atmen kannst"). Es geht hier also um Grace als Protagonistin, die bereits in den anderen Büchern ...

"Mitten im Sturm" ist sozusagen ein Spin-Off der dreiteiligen Reihe um Julia und Jeremy ("Bis du wieder atmen kannst"). Es geht hier also um Grace als Protagonistin, die bereits in den anderen Büchern als Julias beste Freundin vorgestellt wurde, beide teilen eine schwere und schicksalshafte Familiengeschichte.

Vieles haben die Bücher meines Erachtens allerdings nicht gemeinsam, der Sprachstil unterscheidet sich deutlich, er ist viel lockerer und unterhaltsamer, was sicherlich an Grace' flapsiger Art liegt. Das Buch war aber sehr angenehm und flüssig zu lesen.

Grace und Eric werden als interessante Figuren beschrieben, die dennoch sehr gegensätzlich sind. Beide haben so einige Päckchen zu tragen, die Gefühle kommen in dieser Geschichte definitiv nicht zu kurz. Die Entwicklung beider Figuren, insbesondere aber von Grace fand ich gelungen. Die langsam wachsende Liebe zwischen ihnen war auch nachvollziehbar. Jessica Winter gelingt es immer wieder, mit ihren Worten den Leser zu berühren.

An einigen Stellen war mir die Story jedoch zu langwierig, vor allem die vielen Dialoge und Begegnungen mit den Nebenfiguren. Das hätte man sicherlich etwas kürzen können. Außerdem hat mich gestört - aber mit der Meinung stehe ich vermutlich alleine da - dass Julia und Jeremy an einer Stelle des Bucher solch einen großen Platz bekommen haben. Ich fand es nicht passend, schließlich geht es hierbei nicht mehr um diese beiden Figuren, sondern um Grace und Eric. Man merkt, dass die Autorin selbst sehr an den Protagonisten ihrer Reihe hängt und diese hier nochmals in der Form mit einbauen wollte. Dadurch wurde aber die eigenentliche Handlung ausgebremst.

Insgesamt ist dieses Buch dennoch sehr lesenswert, gerade wenn man die anderen Werke von Jessica Winter kennt. Ihre Geschichten sind gewohnt gefühlvoll, ohne überzogen oder kitschig zu werden. Ein besonderer Tipp ist ihr Roman "Wenn du mich sehen könntest", welcher ganz klar mein Favorit ihrer Bücher ist.