Story wird in Alkohol und Drogen ertränkt
Weird GirlsAllgemeines:
„Weird Girls“ ist als gebundenes Buch bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. Der Roman hat 320 Seiten und stammt aus der Feder der Autorin Gráinne O‘Hare. Durch seine besondere Aufmachung sticht ...
Allgemeines:
„Weird Girls“ ist als gebundenes Buch bei Kiepenheuer & Witsch erschienen. Der Roman hat 320 Seiten und stammt aus der Feder der Autorin Gráinne O‘Hare. Durch seine besondere Aufmachung sticht dieses Buch sofort hervor: Es hat einen Einband in Leoootik, einen Leofarbschnitt und passende lavendelfarbene Elemente. Insgesamt ein echter Hingucker!
Inhalt:
„In einer WG in Belfast haben die Freundinnen Maggie, Harley und Róise ihre wilden Zwanziger erlebt . Doch nach dem schrecklichen Verlust ihrer Freundin Lydia droht die Freundschaft zu zerbrechen. »Weird Girls« ist eine bittersüße Geschichte darüber, dass das Leben nicht rosarot ist, aber echte Freundinnen immer füreinander da sind.“ (Verlagshomepage)
Meine Meinung:
Vor Beginn meiner inhaltlichen Rezension muss ich an dieser Stelle nocheinmal ein Lob an dieses Buchdesign aussprechen. Erstmal passen das Leo und dieses Lila ja perfekt zusammen. Und ich finde auch, dass der Leolook perfekt zum Alter der Protagonistinnen passt. Zum Titel ja sowieso und in der Kombination ist es irgendwie perfekt gewählt.
Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, in das Buch reinzukommen, weil ich den Schreibstil als etwas holprig und an einigen Stellen auch unpassend empfunden habe. Vielleicht gewöhnt man sich dran und liest dann darüber hinweg oder es wird besser. Ich weiß es nicht. Relativ schnell war ich jedoch in der Geschichte drin und habe die einzelnen Schicksale unserer Protagonistinnen verschlungen. Da haben sich ja wirklich Freundinnen fürs Leben gefunden, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber durch die beworbene Girlhood verbunden sind.
Einzelne Teile dieses Romans habe ich sehr genossen. Ich habe den Einblick in das Leben der Freundinnen genossen und mit ihnen gelitten. Alle tragen ihr Päckchen, alle leiden anders unter einem großen Verlust oder vielleicht auch unter dem Stillstand ihrer eigenen Weiterentwicklung. Man wünscht ihnen geradezu, dass sie ihr individuelles Glück finden.
Nach und nach stellte sich für mich jedoch heraus, dass ich zwar die grundlegende Story der Mädels mag, es mir in diesem Buch aber leider zu sehr um einen Drogensumpf geht als um alles andere. Alkohol und Lines stehen in der gesamten Geschichte so im Vordergrund, dass es mich wirklich gestört hat. Das mag bestimmt Lebensrealität einiger Menschen sein, aber für mich war es too much.
Zwischenzeitlich hatte ich wirklich Hoffnung für die positive Entwicklung einiger Handlungsstränge, aber das Ende eines jeden Abschnittes war dann irgendwie doch wieder ein Absturz.
Fazit:
Nette Grundidee, die in einem Sumpf aus Drogen und Alkohol ertränkt wird.