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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2026

Ein episches Abenteuer

Die wandelnden Schwestern
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"Die wandelnden Schwestern" bietet ein spannendes Highfantasy-Abenteuer und hat mir wirklich sehr gut gefallen!

Inhaltlich dreht sich die Geschichte hauptsächlich um Ladina, eine der wandelnden Schwestern. ...

"Die wandelnden Schwestern" bietet ein spannendes Highfantasy-Abenteuer und hat mir wirklich sehr gut gefallen!

Inhaltlich dreht sich die Geschichte hauptsächlich um Ladina, eine der wandelnden Schwestern. Die Aufgabe der wandelnden Schwestern ist es, das Nakai zu schützen, ein Juwel, in dem sich die gesamte Magie von Soltena bündelt. Soltena ist als Reich mit verschiedenen Gebieten und Biomen der Schauplatz des Geschehens.
Die Handlung wird aus vier verschiedenen Sichtweisen erzählt. Die Figuren sind auf ihre Weise ganz unterschiedlich und besonders, sodass jede erzählte Sichtweise eine ganz eigene Dynamik reinbringt, aber jeweils auch wichtig für das Gesamtbild der Geschichte ist.

Es wird nie langweilig! Man hat das Gefühl, auf jeder Seite passiert etwas neues. Es gibt magische Wesen, gefährliche und ungefährliche Magier, verschiedene Arten von Magie, Seelentiere, die eine besondere Verbindung zu den wandelnden Schwestern haben, und so viel mehr!

Hier und da finden auch Gefühle der Figuren zueinander ihren Platz, seien sie freundschaftlich oder romantisch. Aber diese stehen zum Glück eher im Hintergrund und werden überschattet von diesem epischen, aufregenden Abenteuer, in das Ladina und ihre Gefährten sich stürzen, um Soltena zu retten.

Am Anfang gibt es eine schön illustrierte Karte, damit man sich Soltena besser vorstellen kann.
Ich hätte mir ein Glossar für die genutzten Fantasybegriffe (Wesen, Pflanzen, etc.) gewünscht, um sich in manche Inhalte noch besser reinversetzen zu können.
Auch wird man am Anfang mit sehr vielen Namen von Figuren konfrontiert (besonders von den dreizehn Schwestern), von denen man sich aber zum Glück nicht alle merken muss, da nur manche von ihnen eine Rolle im Geschehen finden.

Ich hatte viel Spaß mit dem Buch und werde es auf jeden Fall an Fantasy-Begeisterte weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Hat mich nicht vom Hocker gehauen

Revenge
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"Revenge" ist ein YA-Thriller über einen versuchten Mord, Lügen, Intrigen und der Suche nach Schuldigen.
Inhaltlich bedient sich das Buch vieler Klischees. Ehrlich gesagt liest sich die Geschichte ein ...

"Revenge" ist ein YA-Thriller über einen versuchten Mord, Lügen, Intrigen und der Suche nach Schuldigen.
Inhaltlich bedient sich das Buch vieler Klischees. Ehrlich gesagt liest sich die Geschichte ein bisschen wie ein Drehbuch für eine Scripted Reality.
Viele Situationen und Dialoge sind dermaßen überzogen, dass ich sie kaum ernstnehmen konnte.

Inhaltlich wurde gefühlt einmal in die Klischeekiste gegriffen, die Jugendliche betrifft, und das dann in die Geschichte eingebaut. Um Beispiele zu nennen: Drogen, Eifersucht, Missgunst, Neid, Verrat, schulische Druck durch die Eltern, Vernachlässigung durch die Eltern etc. (nichts davon ist ein storyrelevanter Spoiler).

Die Story wird aus unterschiedlichen Sichtpunkten geschrieben, ich glaube aus der Sicht von 4 oder 5 Charakteren.
Zudem wird sie in unterschiedliche Zeitstränge aufgeteilt, einmal sozugane "davor" und einmal "danach". Das davor bezieht sich auf eine verhängnisvolle Nacht mit Konsequenzen für fast alle relevanten Figuren.
Durch all das ist die Geschichte schon etwas chaotisch. Die Kapitel sind teilweise auch extrem kurz, wodurch man gedanklich immer wieder hin- und herswitschen muss, nicht nur zwischen den Figuren sondern auch zwischen den Zeitsträngen.

Die ganze Handlung, die Enthüllungen und "Plottwists" (die für mich nicht wirklich welche waren, mit dem meisten habe ich schon gerechnet) sind recht flach und austauschbar. Das ist ein Buch, was man schnell wieder vergisst. Es fehlt an Charakter, interessanten Plotideen und einer tiefergehenden Erzählung.

Die Figuren bleiben relativ flach und ich konnte da überhaupt keine Sympathien aufbauen. Sie waren teilweise einfach nur nervig und haben komplett irrational gehandelt. Klar, es sind Jugendliche, aber dennoch fehlt es hier komplett an rationalem Denken, welches ich einer 17-jährigen Gymnasiastin schon zutrauen würde.

Leider habe ich insgesamt nichts, was ich so richtig positiv benennen kann. Höchstens, dass der Schreibstil sehr flüssig ist und man wirklich zügig durch das Buch kommt.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Zwischen Licht und Schatten, Traum und Realität

Consomnio
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Ich bin richtig begeistert von diesem Buch. Schon nach kurzer Zeit war ich komplett in der Geschichte versunken und wollte immer weiter lesen.

Am Anfang wird man ziemlich schnell mit vielen Namen, Orten ...

Ich bin richtig begeistert von diesem Buch. Schon nach kurzer Zeit war ich komplett in der Geschichte versunken und wollte immer weiter lesen.

Am Anfang wird man ziemlich schnell mit vielen Namen, Orten und Begriffen konfrontiert. Das kann kurz etwas überwältigend wirken, aber dank Glossar und Karte findet man sich gut zurecht. Und je mehr man über Consomnio und seine verschiedenen Regionen erfährt, desto faszinierender wird diese Welt. Das Worldbuilding hat mir wirklich richtig gut gefallen.

Elisa habe ich unglaublich schnell ins Herz geschlossen. Sie ist verletzlich, introvertiert und manchmal unsicher, aber gleichzeitig so empathisch und mutig. Selbst wenn bei ihr alles drunter und drüber geht, verliert sie ihr großes Herz nicht – genau das macht sie für mich zu einer sehr authentischen und liebenswerten Protagonistin.

Auch die Nebenfiguren bringen viel Leben in die Geschichte. Es gibt Charaktere, die man sofort ins Herz schließt, Figuren, die für richtig witzige Momente sorgen – und dann gibt es da noch die Sorte Mensch, bei der man sich beim Lesen mehr als einmal denkt: „Wie kann man nur so unsympathisch sein?“ 😅

Der Schreibstil ist sehr flüssig, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Die Geschichte nimmt sich Zeit für ihre Figuren und ihre Welt, ohne jemals langweilig zu werden. Statt übertriebener Daueraction lebt das Buch von Atmosphäre, Emotionen und spannenden Entwicklungen.

Besonders gefallen hat mir auch die Dynamik zwischen einigen Figuren – da knistert es stellenweise ordentlich, was mich natürlich sofort neugierig gemacht hat.

Für mich ist dieser Band ein wirklich gelungener Auftakt einer Fantasy-Trilogie mit tollen Charakteren, einer spannenden Welt und viel Potenzial für die kommenden Teile. Ich freue mich jetzt schon sehr darauf, wieder nach Consomnio zurückzukehren.

⭐⭐⭐⭐⭐

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Wenn die Grenzen zwischen Lügen und Wahrheiten verschwimmen

Spiel des Lügners
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"Spiel des Lügners" ist definitiv ein Augenschmaus, das Buch ist wunderschön! Besonders der Farbschnitt ist richtig toll.

Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Lola. Lola wurde entführt und wird in ...

"Spiel des Lügners" ist definitiv ein Augenschmaus, das Buch ist wunderschön! Besonders der Farbschnitt ist richtig toll.

Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Lola. Lola wurde entführt und wird in letzter Sekunde vom Dieb Enzo gerettet - aber nur unter einer Bedingung: Er bekommt ihr Herz. Dies ist nicht wortwörtlich, sondern im magischen Sinne gemeint.
Durch sie erhält er Magie, die ihm bei seinen Raubzügen hilft und ihm das Überleben sichert. Gemeinsam versuchen sie, hinter das Geheimnis der Mondscherbe zu kommen, denn diese hat Enzo verflucht und sie wollen den Fluch brechen, damit beide frei sein können.
Doch dafür muss Lola beim Würfelturnier des Lügners teilnehmen und dabei viel aufs Spiel setzen und sich letztendlich fragen, wem sie wirklich vertrauen kann.

Leider haben sich einige Schwächen für mich herausgestellt, bereits am Anfang.
Man wird mit extrem vielen Storyelementen konfrontiert und nichts wird so richtig zufriedenstellend erklärt.
Das Magiesystem ist ein einziges Fragezeichen für mich. Es ist von Seelenlicht, den Sternen, Göttern, Magiefluss, Voratium, der Mondscherbe die Rede, aber was genau bedeutet das alles eigentlich und in welchem konkreten Zusammenhang steht es? Das war leider alles nicht ausgereift genug für mich.

Den Love Interest fand ich nicht schlecht aufgearbeitet. Allerdings hat mich gestört, dass sich die Dialoge oft im Kreis drehen und man nicht das Gefühl hat, dass hier eine große Entwicklung stattfindet.
Man hat das Gefühl, dass hier emotional an der Oberfläche gekratzt wurde, aber so richtig in die Tiefe gings dann nicht. Was ich sehr schade fand, denn ich mochte Lola und Nic als Figur beide sehr gerne und hätte hier mehr Potential gesehen.

Was mir auch negativ aufgefallen sind, sind viele Rechtschreibfehler. Und viele davon auch ganz offensichtlich, das ist eigentlich ein No-Go.

Das Ende hat mich leider derbe enttäuscht. Ich habe noch eine Millionen Fragen im Kopf und nichts hat sich so richtig aufgeklärt bis zum Schluss. Gefühlt ist man plottechnisch am Ende genau wieder da, wo man am Anfang gestartet ist.
Das lässt ein sehr unbefriedigt zurück und letztendlich bleibt einem nichts übrig, als zu hoffen, dass im Folgeband alles aufgeklärt wird.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Die Anwältin der Toten

Die Totenklägerin
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"Die Totenklägerin" hat mir wirklich super gut gefallen, ein sehr solider Krimi!

Im Fokus der Geschichte stehen Matilda und Jackie, die gemeinsam herausfinden möchten, ob Oma Resi ermordet wurde oder ...

"Die Totenklägerin" hat mir wirklich super gut gefallen, ein sehr solider Krimi!

Im Fokus der Geschichte stehen Matilda und Jackie, die gemeinsam herausfinden möchten, ob Oma Resi ermordet wurde oder nicht.
Die Beziehung der beiden zueinander war so schön und berührend. Matilda ist Rechtsanwältin und Trauerrednerin, als Außenseiterin im Dorf, keiner sozialen Ader und einer eher ruppigen Art trifft auf die clevere, neugierige und sture Jackie. im Laufe der Geschichte entwickelt sich aus anfänglicher Skepsis eine wertvolle Beziehung. Beide machen während der Geschichte eine deutliche Entwicklung durch. Was die beiden verbindet, aber auch durchmachen mussten, hat mich emotional berührt.
Matilda sieht sich selbst als Anwältin der Toten. Ihr geht es nicht darum, bei Trauerreden den Hinterbliebenen berührende Worte mitzuteilen. Sie spricht die Verstorbenen direkt an, erzählt ihre ehrliche Geschichte und scheut sich nicht davor, die Wahrheit auszusprechen, auch wenn diese überraschend oder gar schockierend sein kann.

Im Vordergrund der Story steht keine klassische Ermittlerarbeit wie bei anderen Krimis, sondern die Atmosphäre, der Ort, Dorfgeflüster, Beziehungen und Geheimnisse, die nach und nach ans Tageslicht kommen und aufdecken, was wirklich hinter Oma Resis Tod steckt.

Mir haben besonders die Dialoge und die teils doch etwas derbere Sprache gut gefallen. Besonders, dass Matilda vor Jackie kein Blatt vor den Mund nimmt und Dinge genauso ausspricht, wie sie sind, ohne etwas zu beschönigen.

Die Perspektivwechsel haben mich teilweise verwirrt. Manchmal habe ich eine Weile gebraucht, um zu verstehen, um wen es gerade geht (wenn es zum Beispiel gerade um Matildas Vergangenheit ging).
Wobei ich es ganz süß fand, dass manchmal sogar aus der Sicht des Katers erzählt wurde

Die Geschichte war alles in allem wirklich schön geschrieben, ich hatte viel Spaß beim Lesen und werde diesem Krimi gern weiterempfehlen!

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