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Veröffentlicht am 11.09.2024

Solide Fortsetzung

Winterwölfe
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Auch im zweiten Band von Dan Jones Trilogie über Söldner während des Hundertjährigen Krieges befinden sich die Essex Dogs in finanzieller Notlage. Nach den Ereignissen des ersten Bandes, den man unbedingt ...

Auch im zweiten Band von Dan Jones Trilogie über Söldner während des Hundertjährigen Krieges befinden sich die Essex Dogs in finanzieller Notlage. Nach den Ereignissen des ersten Bandes, den man unbedingt gelesen haben muss, um an diesem Buch Freude zu haben, ist die Gruppe um Loveday deutlich kleiner geworden. Die erhoffte Heimkehr wird ihnen verwehrt, stattdessen macht das englische Heer sich auf, die Handelsstadt Calais zu erobern. Die Belagerung der reichen Hafenstadt steht im Mittelpunkt des Romans und der Alltag der Belagerer und Belagerten wird anschaulich beschrieben. Dadurch wird ein abwechslungsreicher Kontrast zum vorherigen Teil geschaffen, in dem es vor allem offene Schlachten gab. Zu den aus dem ersten Band bekannten Perspektiven wird nun gelegentlich auch aus der Sicht des Captains, dem der Leser so erstmals begegnet, berichtet. Leider werden öfters Ereignisse und Entwicklungen übersprungen bzw. nur zusammenfassend geschrieben, die ich gerne „miterlebt“ hätte. Die namenlose Frau erhält zwar einen Namen, doch fand ich ihren Plot irgendwie überflüssig, da er die Geschichte der Essex Dogs nur minimal beeinflusst. Im Gegensatz dazu werden die Essex Dogs und einige neue fiktive Personen auf hervorragende Weise mit kleineren historischen Begebenheiten in Verbindung gebracht, die von Dan Jones eigens im Nachwort erwähnt werden. Manche Figuren präsentieren ein neues Deutungsmuster für Ursachen und Ziele des Krieges. Im Laufe der Handlung sind gleichermaßen Fragen beantwortet wie neu aufgeworfen worden, Angelegenheiten mit alten Feinden wurden geregelt und neue Feinde geschaffen. Das klingt reichlich vage, doch ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Insgesamt hat der Roman zwar, wie für den Mittelband von Trilogien typisch, spannungsmäßige Tiefphasen, liefert aber auch viel Action und bereitet gut auf einen Abschluss vor.
Alles in allem, klare Empfehlung an alle, die den ersten Band gelesen haben, den ich wiederum allen Lesern von historischen Romanen empfehle, die sich nicht an einem raueren, blutigeren Geschehen stören.

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Veröffentlicht am 24.08.2024

Wenn dieser Schluss nicht wäre...

The Hike
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Was mir wirklich gut gefallen hat, was die glaubwürdige Freundschaft der Frauen. Häufig habe ich angebliche Freundschaften gelesen, bei denen man sich fragt, wieso sie sich überhaupt miteinander abgeben. ...

Was mir wirklich gut gefallen hat, was die glaubwürdige Freundschaft der Frauen. Häufig habe ich angebliche Freundschaften gelesen, bei denen man sich fragt, wieso sie sich überhaupt miteinander abgeben. Hier ist dies nicht der Fall, man hat zudem den Eindruck eines gleichmäßigen Nehmens und Gebens zwischen den vier Frauen. Diese wichtigen Beziehungen werden zu Beginn relativ lange ausgearbeitet, oder zumindest ich hatte den eigentlichen Beginn der Wanderung früher erwartet.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Beschreibungen der Natur und Empfindungen der Figuren sind anschaulich. Die meisten Handlungen, wenn die Situation ernst wird, sind sinnvoll und fragwürdige Entscheidungen werden auch als solche dargestellt.

Das Ende jedoch war mir zu "groß", die Verflechtungen der Umstände zu weit gefasst. Ich persönlich hätte da eine kleinere Lösung bzw. Auflösung bevorzugt. Ebenfalls unschön fand ich, dass SPOILER alle drei überlebenden Frauen Mütter sind/werden und das dies in einem Fall als Lösung einer Lebenskrise dargestellt wird. Ich dachte, wir hätte uns geeinigt, dass Frauen im 21. Jahrhundert ein vollständiges, glückliches Leben haben können, ohne eine Mutter zu sein? Tja, anscheinend nicht.

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Veröffentlicht am 24.08.2024

Reicht nicht an den Vorgänger

Das Kind in mir will achtsam morden
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Nachdem mir der ersten Band gut gefallen hat, war Teil 2 eine Enttäuschung. Statt gerechter Kritik an scheinheiligen Umweltaktivisten liest man hier so oft Beschwerden über Umweltschutz und Antidiskriminierung, ...

Nachdem mir der ersten Band gut gefallen hat, war Teil 2 eine Enttäuschung. Statt gerechter Kritik an scheinheiligen Umweltaktivisten liest man hier so oft Beschwerden über Umweltschutz und Antidiskriminierung, dass es sich wie eine persönliche Vendetta des Autor anfühlt. Was natürlich besonders schön ist, da es von einer privilegierten Stellung aus geschieht. Wenn ich sowas hören wollte, könnte ich mir "Früher war alles besser" und "die Linksgrünen versauen Deutschland" Tiraden von gewissen Verwandten anhören. Zwar fehlt dann die Mafia-Verbindung, aber zumindest muss ich kein Geld ausgeben.

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Veröffentlicht am 24.08.2024

Kurzweilig

Achtsam morden
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Auf humorvolle und kreative Weise setzt ein Anwalt Achtsamkeitsübungen und -ratschläge ein, um sein Leben zu verbessern. Nicht das, was ich normalerweise lese, ich war ehrlich überrascht, wie amüsant es ...

Auf humorvolle und kreative Weise setzt ein Anwalt Achtsamkeitsübungen und -ratschläge ein, um sein Leben zu verbessern. Nicht das, was ich normalerweise lese, ich war ehrlich überrascht, wie amüsant es war. Klar, Klischees kommen vor, doch der schräg-zynische Erzählstil war sehr erfrischend.

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Veröffentlicht am 24.08.2024

flache Figuren, die extrem lösbare Konflikte unnötig kompliziert machen

Das Kupferne Zeichen
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(Rezension auf Zeitmangel in Stichpunkten)



Positiv:

- das Schmieden & die auch für Laien gut verständlichen Beschreibungen von Vorgängen dieses Handwerks



Neutral:

- der Schreibstil war nichts besonderes, ...

(Rezension auf Zeitmangel in Stichpunkten)



Positiv:

- das Schmieden & die auch für Laien gut verständlichen Beschreibungen von Vorgängen dieses Handwerks



Neutral:

- der Schreibstil war nichts besonderes, aber auch nicht störend



Negativ

- alle Männer wollen die Protagonistin, sind ihr Vater/Bruder oder beides

- Doppelmoral von Erzählung wenn andere Mädchen mit Rittern/Knappen flirten/schlafen und wenn die Protagonistin es tut; Doppelmoral der Protagonistin in mehreren Aspekten, die ich ohne spoilern nicht nennen kann

- generell ist die Protagonistin nicht sonderlich nett zu ihrem Umfeld, wird aber trotzdem von allen positiv dargestellten Figuren geliebt

- Perspektivwechsel zu anderen Figuren, nur um erzählt zu bekommen wie toll die Protagonistin ist. Aller Gedanken drehen sich um sie

- bei mir entstand weder Mitgefühl noch Sympathie mit irgendeinem Charakter

- Erzähler behandelt zwei traumabedingt bzw. von Geburt an permanent mit "kindlichem" Verstand versehene Figuren extrem ableistisch, sind quasi Haustiere & sterben beide

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