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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2025

"Aloha Hawaii"

This could be forever
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Wieder einmal heißt es Abschied nehmen von einer wundervollen Wohlfühlreihe aus der Schreibfeder von Lilly Lucas, die mir dieses Jahr schöne Lesestunden beschert hat.
Ich kenne wirklich keine Autorin, ...

Wieder einmal heißt es Abschied nehmen von einer wundervollen Wohlfühlreihe aus der Schreibfeder von Lilly Lucas, die mir dieses Jahr schöne Lesestunden beschert hat.
Ich kenne wirklich keine Autorin, die es mit jedem einzelnen Buch/ mit jeder einzelnen Reihe geschafft hat mich in Fernwehstimmung zu versetzen.

Noch nie habe ich einen Second Chance-Roman gelesen, den ich als perfekt bezeichnen wollte.
Aber hier ist er: Die perfekte Second-Chance-Liebesgeschichte.
Millie und Chips Comeback hat mich von ihrem ersten Zusammentreffen mitfiebern lassen.
Die beiden haben eine unglaublich spürbare Chemie (kein Wunder, dass Millie ihre Vergangenheit mit Chip nicht vor ihren Kollegen geheim halten konnte 😃).
Das Thema Familie spielt in ihrer gemeinsamen Geschichte eine große Rolle und bringt eine emotionale Ebene in den sonst sommerlich-leichten Roman.
Dieser Roman ist ein perfekter Sommerroman, der alle Gefühllagen für den Leser bereithält, ohne eine schwere Grundstimmung zu verbreiten.

Die Bücher von Lilly Lucas empfehle ich jedem von Herzen weiter.
Man spürt beim Lesen, wie viel Leidenschaft, Herzblut und Arbeit sie in ihre Werke steckt.
Oft merkt man es an den Details (die Lebenseinstellung auf Hawaii, das Setting, u.v.m), die man nur selbst erlebt haben kann, um sie dem Leser so bildlich und authentisch vermitteln zu können.
Wobei ich glaube, dass diese drei Wochen Recherchearbeit auf Hawaii der Autorin bestimmt viel Spaß gemacht haben.😄

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Veröffentlicht am 08.10.2025

"Satire und soziale Kritik"

Yellowface
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Mir wurde dieses Buch eine Zeitlang auf gefühlt jeder Social-Media-Plattform und in jeder Buchhandlung vor die Nase gehalten.
Jeder hat von diesem Buch geschwärmt, selbst die Klatsch-Zeitschriften bei ...

Mir wurde dieses Buch eine Zeitlang auf gefühlt jeder Social-Media-Plattform und in jeder Buchhandlung vor die Nase gehalten.
Jeder hat von diesem Buch geschwärmt, selbst die Klatsch-Zeitschriften bei meinem Friseur hatten eine Leseempfehlung für „Yellowface“ drin.
Was soll da man machen, wenn nicht, kaufen und selbst lesen?

Ich muss sagen, dass ich etwas zwiegespalten bin, wie ich dieses Buch bewerten soll.
Auf der einen Seite bin ich etwas enttäuscht, weil ich wegen der ganzen durchweg positiven Stimmen ein „jahreshighlightverdächtiges“ Buch erwartet habe, aber in Wirklichkeit dieses Buch in keiner Sekunde wirklich fesselnd fand.
Zwar schreibt die Autorin einen fiktionalen Roman, bedient sich hierbei aber realen Problemen/Fehlern in der Buchbranche.
Bisher habe ich mich nie mit diesen Themen im Zusammenhang mit der Literaturbranche auseinandergesetzt, weil ich meine Bücher eher nach Klappentext und persönlichen Empfehlungen aussuche.
Beim Bücherkauf achte ich eigentlich nie auf den Namen der Autorin, ihr Autorenprofil oder ihre Herkunft.
Dieses Zusammenspiel von mir alltäglich-bekannten Problemen im Zusammenspiel mit einem ganz anderen Hintergrund (Branche) konnte das Buch mein Interesse wecken und aufrechterhalten.
Dabei hat die Autorin im ganzen Buch ihre Kritik an der Buchbranche deutlich gemacht.
Die Elemente/die Handlung rund um June, ihren Diebstahl und ihr Lügenkonstrukt, das mit jeder Seite verstrickter wird, hat mir gut gefallen.
Es gab nur viele Szenen, die mir zu langgezogen waren oder sich zu oft wiederholt haben.
Für mich hätte dieses Buch gerne ein paar Seiten kürzer sein können, dann hätte ich nicht so viele Verschnaufpausen beim Lesen gebraucht und dann hätte mich das Buch sicherlich mehr abgeholt.

Mit „Yellowface“ hat die Autorin einen Roman geschaffen, der die Themen Moral, Cancel Culture, kulturelle Aneignung und die Rolle von Social Media in der Buchbranche aufgreift.
Wer gerne gesellschaftskritische Romane oder Satire liest, ist hier bestens aufgehoben.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

"Alles Gute ist Drei"

The Charlie Method
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Was habe ich erwartet?: Einen typischen „Sports-Romance“-Roman mit einer klassischen Dreiecksbeziehung.
Eine Frau, die sich zwischen zwei super Typen nicht entscheiden kann …
Aber so war's nicht.
Charlie, ...

Was habe ich erwartet?: Einen typischen „Sports-Romance“-Roman mit einer klassischen Dreiecksbeziehung.
Eine Frau, die sich zwischen zwei super Typen nicht entscheiden kann …
Aber so war's nicht.
Charlie, Will und Beckett sind alles andere als eine typische Dreiecksbeziehung.

Auf den ersten 250 Seiten war ich etwas skeptisch, weil ich mir nicht vorstellen konnte wie Elle Kennedy diese Dreiecksbeziehung ohne das typische Dreiecks-Drama umsetzen wollte.
Hinzu kam, dass diese Dreiecksbeziehung nicht unbedingt mein Geschmack entspricht, aber dieses Detail war im Endeffekt egal.
Denn, sobald ich mich auf diesen Roman eingelassen hatte, hatte ich super schöne Lesestunden.
Die Geschichte von Charlie, Will und Beck ist lustig, unterhaltsam, emotional und für den Leser greifbar.
Denn egal was ich persönlich von diesem Beziehungsmodell halten mag, kämpfen die drei mit den üblichen Alltagsproblemen und Selbstzweifeln mit denen viele Jugendliche zu kämpfen haben.
Ob es um den (beruflichen) Lebensweg, die Frage „Wer bin ich?“, die Liebe oder der Kampf mit gesellschaftlichen/familiären Erwartungshaltungen geht – Alles Aspekte, mit denen sich jeder schonmal auseinandersetzen musste.

Ich freue mich immer wieder an die Briar-U zurückkehren zu dürfen und bin dementsprechend immer ein Fan davon altbekannte Gesichter wiederzutreffen.
Die Daumen sind gedrückt, dass dies nicht das Ende der Eishockey-Romane aus Elle Kennedys Feder sein wird, denn von Elle Kennedys Romanen kann ich einfach nicht genug bekommen.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

"Oberflächlich"

Am Arsch vorbei geht auch ein Weg
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Dieses Hörbuch habe ich nur anhand des Titels auserkoren, mein Hörbuch des Monats zu werden.
Ich merke nämlich immer wieder wie viel Wert ich auf die Meinung anderer gebe und wie sehr es mir am Arsch vorbeigehen ...

Dieses Hörbuch habe ich nur anhand des Titels auserkoren, mein Hörbuch des Monats zu werden.
Ich merke nämlich immer wieder wie viel Wert ich auf die Meinung anderer gebe und wie sehr es mir am Arsch vorbeigehen sollte.

Mich lässt das Hörbuch etwas im Zwiespalt zurück.
Die Autorin hat auf humorvoller Weise versucht einem näherzubringen kein „People Pleaser“ zu sein.
Hierbei gab es die unterschiedlichsten Beispiele aus verschiedensten Alltagssituationen.
Mir konnte dieses Buch leider nicht weiterhelfen, weil ich viele dieser Situationen nicht kenne und/oder es mir zu oberflächlich gedacht war.
Die Situationsbeispiele, die ich auch gut auf mich selbst beziehen konnten, waren vom Lösungsvorschlag sinngemäß so: „Sag stattdessen dies, sag stattdessen das und dann klappt das schon“.
Hierbei waren mir die formulierten „Antwortbeispiele“ manchmal auch zu hart oder unhöflich formuliert, aber hier findet jeder die für sich richtige Ausdrucksweise.
Der Ansatz und auch die Beispiele für eine Lösung haben nie die eigentliche Ursache des Problems angesprochen.
Vielleicht bin ich mit der falschen Erwartungshaltung an diesen Ratgeber herangegangen, aber ich hätte mit mehr Fokus auf die Ursachenbekämpfung gerechnet.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

"Geld allein macht nicht glücklich"

King of Greed
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Ich bin zwar kein großer Second Chance-Fan, aber das war nie ein Ausschlusskriterium für mich, besonders nicht, wenn Sie zu Reihen dazugehören.
Aber ein Roman über die Trennung eines Paars und ihr anschließendes ...

Ich bin zwar kein großer Second Chance-Fan, aber das war nie ein Ausschlusskriterium für mich, besonders nicht, wenn Sie zu Reihen dazugehören.
Aber ein Roman über die Trennung eines Paars und ihr anschließendes Comeback zu lesen, obwohl man der festen Überzeugung ist, dass die beiden nicht zusammenpassen, schockt nicht wirklich.

Als ich die ersten Kapitel des Buches gelesen habe, hat man Alessandras Unzufriedenheit mit ihrer Ehe auf jeder Seite gespürt.
Den Entschluss diese Ehe hinter sich zu lassen, ist ihr sichtlich schwergefallen, aber die Entscheidung dem eigenen Glück zu folgen, war die einzig logische Konsequenz.
Nach und nach beginnt sie ihr eigenes Leben zu leben, ihre lang zurückgestellten Träume zu realisieren und kommt immer mehr aus sich heraus.
Für mich hat es den Eindruck gemacht, sie würde in ihren neuen Leben aufblühen und ich dachte mir: Du hast alles richtig gemacht, weiter so!.

Und dann, aber auch erst dann, erkennt Dominic, was er an Alessandra hat und gibt alles um sie zurückzuerobern.
Es war wirklich süß, wie viel Mühe er sich gegeben hat, aber allein diese Momente, wenn er neue Charakterzüge oder Veränderungen an Alessandra erkennt …
Wie deprimierend ist es bitte, wenn der Exmann, mit dem man mehr als 10 Jahre zusammen war, deutlich macht wie unsichtbar seine Frau für ihn geworden ist.
Nicht nur diese, sondern auch andere kleinere Momente haben bei mir den Eindruck hinterlassen, dass Dominic einfach nicht aus seiner Haut kann.
Er ist und bleibt der geldgeile Geschäftsmann, der er nun mal ist und ich bin der festen Überzeugung, dass er genau die gleichen Fehler in weiteren 10 Ehejahren wieder begehen wird.
Das ursprünglich Problem lässt sich ziemlich einfach auf fehlende Kommunikation reduzieren, aber wenn einer nur kommuniziert, ist es schwierig dieses Problem zu lösen …
Tut mir leid, dass so zu sagen, weil ich beide als Protagonisten wirklich sympathisch finde, aber als Paar funktionieren sie in meinen Augen einfach nicht.
Ich hätte mich gefreut, wenn beide im Guten auseinandergegangen wären und Partner finden, die zu ihnen passen und sie zu schätzen wissen.

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