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Veröffentlicht am 01.04.2023

Ein Thriller bei dem fast nichts ist, wie es scheint. Leider dauerte es eine ganze Weile, bis er interessant wurde.

Therapiert
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In diesem Thriller ist fast nichts, wie es scheint.

Ira sagt, sie tötet um zu fühlen. Da dieses Gefühlt ausbleibt, tötet sie einfach weiter. Nun will sie sich helfen lassen. Doch wer ist sie ohne das ...

In diesem Thriller ist fast nichts, wie es scheint.

Ira sagt, sie tötet um zu fühlen. Da dieses Gefühlt ausbleibt, tötet sie einfach weiter. Nun will sie sich helfen lassen. Doch wer ist sie ohne das Morden? Will sie wirklich Hilfe, oder plant sie etwas anderes? Sie selber sagt nämlich über sich selbst das sie eine Psychopathin und eine pathologische Lügnerin ist. Und eines davon ist nicht heilbar.

Clarissa Virtanen ist die auserwählte Therapeutin. Doch Ira hat sie auserwählt, weil sie sie falsch einschätzte. Sie sah sie zum ersten Mal im Fernsehen. Aufgetakelt im pinken Minirock und lachend über jeden Witz des Moderators. Doch was Ira nicht wusste war, dass auch Clarissa ihre Intelligenz tarnte, da sie sonst von den Männern gefürchtet wurde. Deshalb machte sie sich kleiner, als sie war. Als Ira ihre Praxis betrat, nahm sie sich vor diese junge Frau zu retten. Man hat den Eindruck sie bemüht sich zu sehr um ihre Patienten und von dieser neuen Patientin scheint sie fast besessen zu sein. Sie wirkt fasziniert von ihr. Je länger sie sie behandelt, desto mehr verliert die Therapeutin sich selber. Sie hat schon einmal einen Patienten verloren. Dies möchte sie kein weiteres Mal riskieren? Geht es Carissa hier um den Menschen oder um ihren Ruf?

Pekka ist Clarissas Ehemann und hat es sicher nicht immer leicht mit seiner Frau. Ihr Eheleben wird oft für ihre Patienten vernachlässigt. Beide trauen sich nicht wirklich über den Weg. Hat ihre Ehe überhaupt noch einen Sinn?

Arto ist ein Journalist der eine Enthüllungsstory über Clarissa Virtanen schreiben soll. Doch diese redet nie über ihr Privatleben. Schafft er es, sie umzustimmen? Bekommt er die Story, die er braucht, um nicht unter zu gehen? Oder bricht die Realität über ihn zusammen?

Das Buch ist in kurze Abschnitte unterteilt, weshalb man es gut lesen kann. Die einzelnen Abschnitte sind aus der Sicht von vier verschiedenen Menschen. Dies macht das ganze sehr interessant, weil man vier Blickwinkel hat. Die Charaktere sind alle sehr vielschichtig. Jeder versucht sein Gesicht zu wahren und etwas über den anderen herauszufinden. Aber ich wiederhole es gerne noch einmal – es ist hier fast nichts so, wie es scheint. Kannst du hinter die Fassaden schauen?

Veröffentlicht am 16.03.2023

Ein klasse Ernährungsratgeber, der nicht so trocken ist. Der Autor hat sehr tief gegraben, gut recherchiert und erklärt nachvollziehbar. Damit bewegt er einen zum umdenken.

Der Ernährungskompass
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Ein Ratgeber dieses Kalibers ist immer eine harte Kost und dauert, bis man es gelesen hat. Dies ist allerdings nicht negativ zu bewerten, denn es soll ja auch haften bleiben, was man lernen möchte. Dies ...

Ein Ratgeber dieses Kalibers ist immer eine harte Kost und dauert, bis man es gelesen hat. Dies ist allerdings nicht negativ zu bewerten, denn es soll ja auch haften bleiben, was man lernen möchte. Dies gilt auch für die Ernährung.
Ich bin (normalerweise) kein Fan von radikaler Ernährungsumstellung, sondern für das nach und nach austauschen mancher Lebensmitteln. Doch es gibt natürlich auch Situationen, die das sofortige, radikale Umstellen der Ernährung fordern. Da muss jeder natürlich für sich schauen, habe ich die Zeit Woche für Woche oder Tag für Tag einen kleinen Unterschied zu setzen, der am Ende einen großen macht? Oder muss ich jetzt sofort handeln. Passt da bitte gut auf euch auf.

Ich selber habe mir beim lesen dieses Buches zehn Seiten Notizen gemacht. Natürlich auch einige für die Rezension, andere aber für mich selber. Die Ernährung, die der Autor hier beschreibt, erinnert mich stark an Clean Eating – so unverarbeitet, wie möglich eben. Ich habe damals sehr gut mit dem Konzept abgenommen, doch wie das Leben so spielt, wenn man eine andere Veränderung durch macht – bei mir war es das Aufhören mit dem rauchen – lässt man andere wichtige Dinge vielleicht kurz aus den Augen. Oder lang. Dabei tat mir diese Ernährungsumstellung sehr gut und mir fehlte es an nicht. Ich muss dazu sagen, ich habe es auch nur 80% zu 20% gemacht. So spürte man den Druck nicht. Denn, solltet ihr bei einer Ernährungsumstellung einmal an einem Geburtstag oder unterwegs einem Käsekuchen nicht widerstehen können (vergesst nicht, mich einzuladen), dann ist das allerwichtigste daran - GENIEST IHN. Macht euch keine Vorwürfe, macht euch nicht verrückt. Dies sollte natürlich nicht täglich passieren. Dann ist es vielleicht doch schon eine Sucht. Und ja, Sport kann etwas Naschen ausgleichen, aber 80 % beim abnehmen machen eben die Ernährung aus und nicht der Sport.

Vier Kernfragen, die in diesem Buch behandelt werden sind:
Wie nimmt man effizient ab?
Wie schützt man sich mit seiner Ernährung vor Krankheiten?
Wie lassen sich Ernährungsmythen von Fakten trennen? Und
Kann man mit einer sorgfältig zusammengestellten Kost die biologische Uhr austricksen und den Alterungsprozess aufhalten?

Das kleine Meckern vorweg. Die Anmerkungen, die mit Zahlen gekennzeichnet sind, stehen ganz hinten im Buch. Ich persönlich bin kein Fan davon, da ich diese (fast) nie nachschlage. Dies ist mir einfach zu kompliziert und zu viel Arbeit beim lesen immer nach ganz hinten, Zahl suchen und wieder nach vorne zu blättern. Andere mag es nicht stören. Ich finde es schade.

Wir alle haben eine grobe Ahnung, was wir bei der Ernährung falsch machen. Doch die Ernährungsforschung ist immer wieder verwirrend und nicht alles entspricht der Realität. Mal ist dies schlecht und das andere gut und dann doch wieder umgekehrt. Mal soll man nicht so viele Eier essen, dann sind sie gesund und man soll sich austoben. Low Fat oder Low Carb, oder doch Atkins? Proteine sind super, aber bitte nicht so viel Fleisch. Und so weiter und so fort.
Die ältere Generation empfinde ich da als viel aufgeklärter oder einfach intuitiver. Und das Erschreckendste – als viel fitter (körperlich), als meine Generation.

Es geht hier nicht um Kalorien oder Punkte zählen. Auch, wenn ein Kaloriendefizit natürlich immer wichtig beim Abnehmen ist. Und auch mit Punkte zählen kann man viel abnehmen. Aber sobald man aufhört zu zählen, kommt der Jojo Effekt. Also doch lieber die Ernährung umstellen. Und ich habe das Gefühl, wenn man sich zu 80% an dieses Buch hält, dass man nicht den Fokus auf jede einzelne Kalorie legen muss. Denn, eins hat der Autor hier super beschrieben. Eine Kalorie ist nicht immer nur eine Kalorie. Hier wird verständlich und interessant Aufgeklärt. Sogar die Erkenntnis, dass die Ernährung nicht nur körperliche Krankheiten positiv beeinflussen kann, sondern auch psychische. Am erstaunlichsten war für mich die Erkenntnis, dass Kartoffeln nicht so gesund sind, wie ich dachte und dafür Nudeln einen schlechteren Ruf haben, als sie verdienen. Es gilt eben immer: Die Menge macht es und das Wann. Allerdings ist es nicht so einfach den Tagesablauf danach zu Takten. Ich selber esse tatsächlich Abends so zwischen halb sechs und halb sieben meine warme Mahlzeit mit Kohlenhydraten. Andere sind ja erst Nachmittags zuhause und die Familie mag vielleicht zusammen essen.

Natürlich sind auch hier Studien beschrieben, die es hin und wieder ein wenig trockener, aber anschaulich machen. Gerade ein so wichtiges Thema, muss verständlich sein, damit ich es verinnerliche. Das hat der Autor super geschafft. Wenn er eine Grafik erneut anspricht, setzt er die Seitenzahl in Klammern daneben, so kann man nochmal schnell vergleichen. Fasziniert war ich, dass er sich nicht mit einer Studie abspeisen lassen hat. Er findet eine Studie, geht sie aufmerksam durch und forscht dann aber weiter, indem er diese Studie hinterfragt. Wer ist der Finanzier etc. Er nutzt verschiedene Blickwinkel. Nur um dann aber klarzustellen, dass auch da verschiedene Lager einfach nur Recht behalten wollen.

Und er zwingt dir auch keine neue Diät/ Ernährung auf, denn Wichtig ist: Es gibt nicht DIE perfekte Ernährungsform für jeden. Für jeden ist etwas anderes besser geeignet. Dafür sollte man einfach ausprobieren und sich das Beste aus allem herausfischen. Die besten/gesündesten Proteine, die besten/gesündesten Kohlenhydrate und die besten/gesündesten fette. Und dieses Buch kann dir da wirklich weiterhelfen. Meine neue Einkaufsliste ist schon geschrieben. Und es muss keiner leiden oder verzichten. Nur austauschen. Deine Ernährung braucht keinen Namen, sie soll gut für dich sein.

Veröffentlicht am 23.02.2023

Mich konnte dieses Buch durch seinen Schreibstil leider überhaupt nicht erreichen

Meine Mutter sagt
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Vom Klappentext ganz angetan, freute ich mich darauf, dieses Buch zu lesen. Doch leider war ich durch den Schreibstil schon ab Seite 13 genervt. Das ganze Buch zieht sich durch mit „Ich sage und du sagst ...

Vom Klappentext ganz angetan, freute ich mich darauf, dieses Buch zu lesen. Doch leider war ich durch den Schreibstil schon ab Seite 13 genervt. Das ganze Buch zieht sich durch mit „Ich sage und du sagst ,sage ich, sagst du, ich sage du sagst“ und „ du, die und du die und du dort und du...“. Zudem erkennt man nicht sofort, dass jemand spricht und wer etwas sagt, was die ganze Sache etwas schwieriger macht. Man hätte doch wörtliche Rede mit einbauen können. Der Inhalt an sich hätte wirklich toll sein können, wenn man nicht ständig auf das Ende des Satzes warten müssen, um das Geschehene zuzuordnen. Für die Charaktere konnte ich kaum Emotionen aufbauen auch, wenn ich Mal schmunzeln musste. Wenn …
So, da ist schon das erste Problem. Ich weiß nicht einmal, wie der Hauptcharakter heißt. Wurde überhaupt ihr Name erwähnt? Schien mir anscheinend nicht so wichtig zu sein. Egal.
Wenn sie nur erzählte, ohne das eine weitere Person involviert war, gab es sogar Momente in denen ich dachte „Wow, wie tiefgründig, das müsste ich mir mal merken“. Doch durch den Schreibstil verschwindet das ganze dann auch schnell wieder. Ich kann nicht mehr sagen, was mich in dem Moment so fasziniert hat. Denn die meiste Zeit habe ich mich gefragt, worauf dieses Buch nun genau hinaus möchte. Was ist der Sinn dieses Buches? Es ist wirklich schade. Angenehm empfand ich dagegen die kurzen Abschnitte.

Diese Geschichte plätschert so monoton vor sich hin, dass sie mich einfach nicht erreichen konnte. Zudem war mir dieser Hauptcharakter so unsympathisch, weil sie einfach nur egoistisch war und herumjammerte. Sie ging mir einfach nur auf die Nerven. Ich konnte ihre Mutter also sehr gut verstehen.Sie sieht in allem nur das Schlimme und dramatisiert ihr eigenes Leben. Jeder wird in seinem Leben verletzt und nicht nur ein Mal. Und auch, wenn man Tage hat, in denen man keinen sehen mag, keinen hören mag oder denkt, dass das Leben jetzt zu Ende ist. Man erlebt auch immer positive Dinge. Die Frage ist nur, ob man sie sieht. Und sollte man wirklich keine positiven Dinge erleben, dann macht man etwas falsch im Leben und sollte dringend etwas ändern. Denn wenn du nichts änderst, ändert sich nichts.

Veröffentlicht am 12.02.2023

Eine tolle Ansammlung an Geschichten bei der durch die Vielfalt der Inhalte keine Langeweile aufkommt

Geschichten aus dem Keller
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In diesem Buch findet man 24, teils gruselige, Geschichten. Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen. Kurzgeschichten zu schreiben ist eine Kunst. Man kann zwar nicht so schnell die Namen und Geschichten ...

In diesem Buch findet man 24, teils gruselige, Geschichten. Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen. Kurzgeschichten zu schreiben ist eine Kunst. Man kann zwar nicht so schnell die Namen und Geschichten der Charaktere vergessen und kann immer wieder neue Szenen erschaffen, aber man muss den Leser auch schnell mitreißen und befriedigen. Das ist nicht so einfach.

Nicht alles ist dem Leser in manchen Geschichten schlüssig. Manche Autoren vergessen manchmal, dass wir nicht Ihre Gedanken haben und uns vielleicht ein Teil fehlt, aber das kam nicht sehr häufig vor.
Nicht bei allen gruselte ich mich, war aber trotzdem sehr gut unterhalten.
Bei manch anderem möchte ich mir gar nicht vorstellen, dass so etwas bei einem zuhause ist. Hier war einfach alles dabei. Manche fand ich harmlos und andere waren richtig gestörte Geschichten und das meine ich in diesem Sinne wirklich positiv.

Für mich die beste Geschichte in diesem Buch war „Apfelsaft & Himbeergeelee“. Falls ihr das Buch schon gelesen habt, würde mich interessieren, welche Euch am besten gefallen hat. Jeder hat ja da seine ganz eigenen Vorlieben. Man kann die Geschichten super mal zwischendurch lesen oder als Gute- Nacht- Geschichte, da sie nicht besonders lang sind. Ich wurde mal mehr und mal weniger gepackt, doch durch die Vielfalt der Inhalte kam nie Langeweile auf und ich freute mich auf jede einzelne Geschichte.

Veröffentlicht am 31.01.2023

Das Thema hätte viel Potenzial gehabt, aber für mich wurde es leider nicht erfüllt.

Zweistimmig
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Der Klappentext versprach ein interessantes Buch und es hätte auch wirklich großes Potenzial gehabt. Allerdings konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen. Recht schnell fielen mir viele Schreibfehler ...

Der Klappentext versprach ein interessantes Buch und es hätte auch wirklich großes Potenzial gehabt. Allerdings konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen. Recht schnell fielen mir viele Schreibfehler auf. Ich mache selber genug und wenn mir so viele auffallen ist das kein gutes Zeichen. Allerdings bin ich jemand, der diese auch gut mal für den Inhalt ausblenden kann. Andere sind da etwas kritischer.
Andere Dinge sind mir da mehr aufgefallen. Am Anfang trennt sich Alena von ihrem Freund um zu ihrer Oma zu ziehen und sich um diese zu kümmern. Schwupp – Freund vergessen. Wenn es wirklich so ist, bewundernswert, aber irgendwie fehlen mir so ein paar kleine Gedanken, um sie nicht als Maschine wahrzunehmen. Und dann verschwindet ihre Oma. Die Beschreibung dazu finde ich sehr dürftig, vor allem weil es von solch einer Wichtigkeit ist. Und schwupp – Todesursache abgehakt. Weshalb verschwand sie? Was ist passiert? Keine nähere Aufklärung. Natürlich erst vorerst, aber wo sind die Fragen von Alena? Dies fehlt mir ein wenig. Auch der Hinweis am Anfang oder recht weit am Anfang, worum sich dieses Buch handelt. Das hätte super in den Prolog eingearbeitet werden können, da wir da noch aus der Sicht der Großmutter lesen. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Ist es eine Demenz, die die Familie heimsucht, eine Schizophrenie, eine Krankheit oder etwas ganz anderes. Alles interessante Themen, die man super behandeln kann. Und natürlich wird es nach und nach aufgeklärt, da auch Alena keine Ahnung hat, was nun genau Sache ist. Schließlich fängt sie auch noch an Stimmen zu hören und allmählich merkt sie, dass das nicht normal sein kann und forscht nach. Allerdings kam mir das ganze Buch eher wie eine halbherzigen Erzählung vor. Kein brennen für die eigene Geschichte, keine Spannung, kein Herzblut.
Auch die Logik fehlt mir hier an einigen Stellen. Die Protagonisten wissen, wie wichtig manche Geschehnisse sind, denken nicht nach und handeln unüberlegt, obwohl sie andere darum bitten aufmerksam zu sein. Oder es passiert etwas unerklärliches und alle tun so, als ob es das normalste der Welt ist. Reicht ja wenn man am nächsten Tag nachfragt, weshalb die ganze Welt verschlungen wird (ich übertreibe hier natürlich). Das Buch hält sich viel mit unwichtigem auf, anstatt das Thema mehr zu behandeln um das es geht. Später wird es dann kurz vertieft und es kommt etwas Pep rein, aber dann überschlägt sich alles und schwupp – Ende.
Ich mag jetzt auch nicht alles schlecht machen. Es gab, wie gesagt, Potenzial und wenn man das Buch noch mal überarbeitet, ein paar Sachen ausarbeiten und in den Fokus stellt, ein paar Seiten mehr einbringt, dann kann es echt was werden.