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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2025

Kinder müssen mit Erwachsenen sehr viel Nachsicht haben. (Antoine de Saint-Exupéry)

Die laute Hedda
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Kinder durchs Leben zu begleiten ist eine große Aufgabe, Kinder dürfen und müssen erst lernen sich im Leben zu bewegen, vielen ist neu, vieles Aufregend, vieles einfach nicht zu verstehen. Eine große Leistung ...

Kinder durchs Leben zu begleiten ist eine große Aufgabe, Kinder dürfen und müssen erst lernen sich im Leben zu bewegen, vielen ist neu, vieles Aufregend, vieles einfach nicht zu verstehen. Eine große Leistung die unsere Kinder jeden Tag von neuem erleben. Für Eltern ist es manchmal schwierig alles unter einen Hut zu bringen, Kinder könnten und möchten den ganzen Tag spielen, die Welt scheint ein einziges Spiel zu sein. Hier liegt es an den Eltern zu zeigen, dass das Leben nicht nur Spiel ist, alles in Maßen, eine Zeit zum Spielen, eine Zeit zum Lernen, eine Zeit zum Arbeiten und so weiter. Natürlich lässt sich das nicht immer so umsetzen, dann wären wir zu perfekt und das ist niemand. In den Tagesablauf aber Rituale und Grenzen einzubauen ist möglich und man sollte alle Bedürfnisse im Blick behalten. Ein sehr schön Illustriertes Buch was zugleich Kinder und Erwachsene anspricht. Kinder dürfen mal laut sein, sie wollen schließlich gehört und gesehen werden. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Ich bitte um Verzeihung, ich tat es nicht mit Absicht

Don't Let Her Stay
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Bei dieser Rezension weiß ich gar nicht so genau wo ich anfangen soll, traue wem. Eine kleine Familie, Richard und Joanne und ihre kleinen Tochter Evie wohnen in einem luxuriösen aber weit abgelegenen ...

Bei dieser Rezension weiß ich gar nicht so genau wo ich anfangen soll, traue wem. Eine kleine Familie, Richard und Joanne und ihre kleinen Tochter Evie wohnen in einem luxuriösen aber weit abgelegenen Haus eine Bilderbuchfamilie?! Und warum sollte nicht noch Platz sein für Chloe die zwanzigjährige Tochter von Richard, eine große Schwester für Evie und weil sie gerade eine Auszeit nimmt kann sie auch als Babysitter einspringen und Joanne kann ihr Arbeit als Manglerin wieder aufnehmen, warum sollte ein Patchworkfamilie nicht funktionieren. Aber es kommt alles anders, Chloe zeigt sich schwierig aber nur gegenüber Joanne, ist sie mit ihrem Vater zusammen kann sie Engelhafter fast nicht sein. Wo fängt Misstrauen an und wann wird sie zur Gefahr? Chloes Verhalten wird so ungewöhnlich das Joanne sie nie mit Evie alleine lassen wird, sie Vertraut ihr nicht und Chloe scheint ein düsteres Geheimnis zu haben. Dieser Thriller besticht dadurch, dass Spannungsfäden geschickt gespannt und gehalten werden, man kann ihn nur sehr schwer aus der Hand legen. Gerade weil ich das Buch so spannend fand hätte am Ende noch einmal etwas Besonderes kommen können, aber das Ende ist stimmig und fügt sich gut zusammen, welches Geheimnis trägt Chloe oder kann man gar Richard nicht trauen, gibt es ungeklärtes aus der Vergangenheit wer ist hier in Gefahr und kann man ihr entkommen bevor es zu spät ist, es lohnt sich sehr das herauszufinden, aber seien Sie vorsichtig. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 13.02.2025

Die Dinge haben nur den Wert, den wir ihnen geben

Das rote Adressbuch
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"Ich wünsche dir von allem genug, genug Sonne, die Licht in deine Tage bringt, genug Regen, damit du die Sonne schätzen kannst, genug Glück, das deine Seele stärkt, genug Schmerz, damit du auch die kleinen ...

"Ich wünsche dir von allem genug, genug Sonne, die Licht in deine Tage bringt, genug Regen, damit du die Sonne schätzen kannst, genug Glück, das deine Seele stärkt, genug Schmerz, damit du auch die kleinen Freuden des Lebens genießen kannst, und genug Begegnungen, damit du die Abschiede besser verkraftest." Zitat aus dem Buch“
Ich gebe Debütromane gerne eine Chance, das Cover und der Kappentext bei diesem Buch haben mich angesprochen, und das Buch hat sehr mich berührt, eine warmherzig, liebevoll geschriebene Geschichte über ein Lebensende und das revuepassieren eines Leben, einer Reise durch ein Leben. Die Geschichte fängt in der Gegenwart an, Doris die Protagonistin ist mittlerweile 96 Jahre und auf Pflege angewiesen, sie möchte diese Zeit nutzten und beginnt ihre Geschichte als Brief in Tagebuchform für ihre Nichte Jenny aufzuschreiben. Mit 10 Jahren bekommt sie von ihrem Vater ein Adressbuch geschenkt, indem sie alle Menschen verewigt, die ihr etwas bedeuten, ein großer Schatz finde ich. Als Doris schwer stürzt und ins Krankenhaus muss kommt ihre Nichte aus Amerika um sie ein letztes Mal zu sehen und sie zu begleiten. In der Wohnung von Doris findet Jenny das Tagebuch und die Aufzeichnungen ihrer Großtante und eine Reise beginnt, in die Vorkriegsjahre in Paris, die Zeit des Krieges, aber auch die Nachkriegsjahre. Es ist die Geschichte einer starken Frau, die erst stark wurde durch Verluste, aber auch durch die Liebe ihres Lebens und auch im sterben ist letztendlich Liebe heißt es in dem Buch. Man sollte öfter sich die Zeit nehmen und Gespräche führen, solange die Person noch da ist, jeder hat seinen eigenen Reise im Leben. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Nicht der Berg ist es, den man bezwingt, sondern das eigene Ich

Bergland
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Irgendwie war ich bei Heidi als ich angefangen habe zu lesen, ein Leben in den Bergen, Entbehrungsreich mit viel Arbeit, aber waren die Menschen unglücklich. Das ein oder andere Unglück hat es gegeben, ...

Irgendwie war ich bei Heidi als ich angefangen habe zu lesen, ein Leben in den Bergen, Entbehrungsreich mit viel Arbeit, aber waren die Menschen unglücklich. Das ein oder andere Unglück hat es gegeben, aber die Menschen haben es zu der Zeit als gegeben angesehen, egal was war, es stirbt jemand, der in der Familie damals in der guten Stube aufgebahrt wurde, die Familie und oft das ganze Dorf nahm Abschied, Missernten, die Jahreszeiten die alle ihre Herausforderungen hatten, große Kinderreiche Familien, einen Hoferben und vielen anderen Dinge begegnet man in diesem Buch. Doch der Einzug des neuen macht auch nicht vor diesem Ort halt, Ferienwohnungen, Milchquoten, überleben. Rosa trotzt irgendwie all dem, macht weiter wie bisher, mit vielen Höhen und Tiefen beständig kämpft sie um ihren Hof um ihr Leben in der Natur, in den Bergen, stemmt sich gegen Fortschritt und Veränderung. Ein Buch das sehr lesenswert ist, diese Zeit sollte aufgeschrieben werden, auch mit wenig ist ein Leben möglich, man muss allerdings auch etwas dafür tun. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Verschwende keine Zeit damit, wie andere sein zu wollen. Sei Du selbst und folge Deinem Herzen.

Achtzehnter Stock
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Leben im Achtzehnten Stock eines Berliner Plattenbaus, irgendwie scheint das Haus immer durch den Wind zu Schaukeln, der Fahrstuhl wird als Speermülltransport genutzt, jemand schiebt seine ausgedienten ...

Leben im Achtzehnten Stock eines Berliner Plattenbaus, irgendwie scheint das Haus immer durch den Wind zu Schaukeln, der Fahrstuhl wird als Speermülltransport genutzt, jemand schiebt seine ausgedienten Möbel aus seiner Wohnung und irgendwer kann es schon gebrauchen. Wanda und ihre kleine Tochter Karlie wohnen hier doch Wanda träumt von einem anderen Leben, sie möchte/ist Schauspielerin nur eben noch nicht entdeckt. Wenn sie ihren Durchbruch erste einmal geschafft hat, dann möchte sie mit ihrer kleinen Tochter nur weg, eine schönere Wohnung, ein schönere Gegend mit Geld und Sicherheit. Was hat sie schon mit denen, die hier wohnen gemeinsam. Doch so einfach wie Wanda sich das vorstellt ist es nicht, ein Angebot tut sich auf, aber genau in dem Moment wird Karlie krank, ein Film wartet nicht bis jemand wieder gesund wird, entweder ist man da oder eben nicht, es gibt genug andere. Bei einer nächsten Chance passiert ihr ein Ungeschick und wieder ist ihr Traum vorbei. Irgendwie lässt die Platte sie nicht gehen, in dem ganzen Rummel erkennt sie auf mal, dass sie Freunde dort Freunde hat, kümmert sich nicht doch jeder um den anderen, ist immer da? Als eine Gage gezahlt wird zieht es Wanda doch zurück in die Platte, in ihr Zuhause? Ein Roman über Träume die man vielleicht nicht verwirklichen kann, Freunde die doch schon da sind und man ein Leben dort hat, wo man eben ist. Vielen Dank.

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