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Veröffentlicht am 20.02.2026

Morgen war gestern heute, aber morgen ist heute gestern

Marie und die Woche ohne Donnerstag
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Die meisten Menschen wünschen sich sicherlich ein T-Shirt um den Montag wegzuzaubern, aber was für ein toller Gedanke einen Tag den man einfach nicht möchte, weil man wie Marie hier zum Zahnarzt muss einfach ...

Die meisten Menschen wünschen sich sicherlich ein T-Shirt um den Montag wegzuzaubern, aber was für ein toller Gedanke einen Tag den man einfach nicht möchte, weil man wie Marie hier zum Zahnarzt muss einfach verschwinden zu lassen. Marie entdeckt auf dem Wochenmarkt einen seltsamen Verkaufsstand, was es dort alles zu sehen gibt, glitzernde Silberringe, schillernde Stoffarmbänder, doch am meisten interessiert Marie ein merkwürdiges T-Shirt, was in herrlichen Farben leuchtet, der Mann, dem der Verkaufsstand gehört sagt ihr, dass es magische Shirts sind und holt noch weitere dazu, es sind genau sieben, sieben Shirts für sieben Tage der Woche und er sagt, dass sie immer genau den Tag anziehen soll, der gerade eben ist. Doch irgendwie gelingt Marie das nicht so richtig und irgendwann steckt sie zwischen den Tagen fest, was Marie letztendlich tun muss, damit alles wieder so ist wie es eben ist kann man in diesem mit viel Wortwitz geschrieben und schön Illustrierten Buch für Kinder ab 7 Jahren entdecken. Ich fand es etwas schade, das die Bilder in schwarz weiß sind, bunte Bilder hätten die ganze Geschichte und vor allem die magischen Momente angenehm umspielt. Dennoch ein cooles Buch für coole Kinder, allen Kindern viele magische Momente beim Lesen. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Wenn man erst einmal einen Namen hat, ist es ganz egal, wie man heißt

Die Namen
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Unser Name ist ein wichtiger Teil unserer Identität und zeigt uns wie wir uns selbst und von anderen wahrgenommen werden, daher ist er sehr prägend für unser Leben welchen Namen wir tragen. Studien zeigen ...

Unser Name ist ein wichtiger Teil unserer Identität und zeigt uns wie wir uns selbst und von anderen wahrgenommen werden, daher ist er sehr prägend für unser Leben welchen Namen wir tragen. Studien zeigen welche Namen wo auftauchen, zum Beispiel gibt es an Universitäten wenig Sandy und Mandys, Kevin und Jason, dafür aber Franziska, Charlotte und bei den Herren Oliver, David, Andreas und so weiter. Auch bei Familiennamen öffnen bekannte Namen Türen, man ist das Kind von … ohne sich zunächst beweisen zu müssen. Ein Name der aus der Feder der Standesbeamtin fließt, wie fühlt er sich an und welchen Einfluss wird er haben. Bear, Julian oder Gordon Atkin, wie klingen diese Namen und welche Folgen werden sie im jeweiligen Leben haben. Das Buch beschreibt in drei Erzählsträngen verschiedene Lebenswege, die sich über die Kapitel hinweg entfalten. Der Schreibstil ist einfach, manchmal emotional fesselnd, allerdings fand ich die verschiedenen Perspektivwechsel zeitweise verwirrend. Die Autorin schafft es aber in jedem Abschnitt die genaue Dosis zu schreiben, das hält das Buch spannend, man möchte es gar nicht aus der Hand legen. Das Buch setzt sich auch mit der Auswirkung emotionaler Gewalt und patriarchischen Strukturen auseinander und sollte deswegen mit einer Triggerwarnung unterstützt werden. Fazit ein sehr gelungener Debütroman, der zum Nachdenken und reflektieren einlädt und ich freue mich jetzt schon auf eine weiteres Buch der Autorin, das Buch ist sehr gelungen und ich habe es sehr gerne gelesen. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 15.02.2026

„Ohne Frieden ist alles nichts“

Zugwind
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Alleine die Leseprobe hatte mich sofort, machen wir uns hier in Deutschland eigentlich Gedanken darüber wie es Menschen geht, die vor dem Krieg fliehen, die alles zurücklassen, die vor lauter zwiespältigen ...

Alleine die Leseprobe hatte mich sofort, machen wir uns hier in Deutschland eigentlich Gedanken darüber wie es Menschen geht, die vor dem Krieg fliehen, die alles zurücklassen, die vor lauter zwiespältigen Gefühlen am liebsten schreien möchten, die kein Platz mehr haben zu atmen. Ich fand die Bilder, die es im Fernsehen gab als der Krieg begann furchtbar, Menschen die über die Grenze kamen, mit Kindern oder älteren Personen, alles Frauen die und das kann man wohl gar nicht realisieren, die ihre Männer dort lassen mussten damit die in einen Krieg ziehen, den sie selber gar nicht wollen und vor allem vermutlich sieht man sich nie wieder sondern wartet jeden Tag auf eine Nachricht, eine Nachricht die Gewissheit bringt, weil man mit Gewissheit besser umgehen kann als mit Angst die einen auffrisst? Das Buch „Zugwind“ beschreibt einfühlsam und erschrecken wie ein ankommen oder wohl eher ein nicht ankommen von geflüchteten Menschen hier ist. Menschen die dort ihr Leben einfach unterbrechen mussten, es quasi anhalten mussten und hier vor einer Herausforderung stehen, die nicht nur schwer, und verwirrend sondern auch mit der Angst verbunden ist, kann ich irgendwann wieder zurück, wird der Krieg enden, wie wird mein Leben dort dann aussehen. Das Buch begleitet die Protagonistin Mira, Mira ist 28 Jahre und arbeitet als Medizinerin in einer Praxis, doch sie scheint keine Medizinerin zu sein, die Krankheiten heilt, eher kommen die Menschen zu ihr um einen Punkt zu haben ihr Leben einen Moment lang in Sicherheit zu wissen, bei jemandem, der sie versteht, was sich nicht nur auf die Sprache bezieht, sondern die Ängste und Sorgen und das Leben/Überleben in der Ukraine und so kommt es, das sie Seelenpflaster verteilt um Löcher die durch Zugwind entstanden sind etwas Linderung zu verschaffen. Ich glaube in diese Rezension könnte man sich endlos vertiefen, so viele Gedanken bietet dieses Buch, es hat mich beim Lesen tief bewegt und ich konnte es gar nicht aus der Hand legen. Eigentlich möchte man sich bei der Autorin bedanken, bedanken dafür, dass sie dieses Buch geschrieben hat. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Die Hoffnung verhindert das Trauern

Wie Schiffe auf stürmischer See
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Wie geht man als Familie oder Hinterbliebener damit um, wenn jemand aus der Familie verschwindet und man mit der Ungewissheit leben muss, ist derjenige tot wie hier von der Familie angenommen, oder lebt ...

Wie geht man als Familie oder Hinterbliebener damit um, wenn jemand aus der Familie verschwindet und man mit der Ungewissheit leben muss, ist derjenige tot wie hier von der Familie angenommen, oder lebt er vielleicht noch. Möchte man sich nicht an die Hoffnung klammern, dass die Person noch lebt. Die Ungewissheit bestimmt den Alltag, Grace und ihr demenzkranker Vater meistern ihr einfaches Leben, nur ein Ritual am Abend lässt sie Ruhe und Trost finden, eine Tonaufnahme des Seewetterberichts. Eines Tages steht eine junge Frau vor der Tür und behauptet die Tochter des vermissten Sohnes zu sein, sie trägt ein Bild bei sich, was sie und ihren Vater zwei Jahre nach seinem Verschwinden zeigt. Will man sich mit der nun für die Familie kommenden Geschichte auseinandersetzen, oder kann nicht besser alles so bleiben wie es ist. Die junge Dame scheint sehr entschlossen sich auf eine Reise zur Wahrheitsfindung zu begeben und schließlich schließen sich Grace und ihr Vater an. Eine Reise die die drei vor unterschiedliche Herausforderungen stellt und wer weiß, was sie letztendlich finden werden. Ein Buch, was in einer einfachen Schreibweise, offen und schnell zu lesen geschrieben ist und man ist als Leser ein wenig mit auf dieser kleinen Reise der doch sehr unterschiedlichen Menschen dabei. Fazit, ohne die Gewissheit zu haben, ob jemand der verschwunden ist tatsächlich tot ist, sollte man die Hoffnung nicht aufgeben. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Pssst.. ich habe ein Geheimnis, möchte sie es hören?

Die Besucherin
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Ich weiß nicht, wo mich die Reise hinführt, ich fand „Blinde Date“ und „Home Sweet Home“ schon nicht so spannend, und auch in diesem Buch „Die Besucherin“ kommt nicht so richtig Spannung auf, man hätte ...

Ich weiß nicht, wo mich die Reise hinführt, ich fand „Blinde Date“ und „Home Sweet Home“ schon nicht so spannend, und auch in diesem Buch „Die Besucherin“ kommt nicht so richtig Spannung auf, man hätte der Geschichte noch mehr Tiefgang mit einer anderen Wendung geben können, weil eigentlich geschieht ja nicht wirklich etwas. Linda und ihre Freundin Carol sind alt geworden, für Carol geht der Weg in eine Demenz und Linda geht sie in einer Seniorenresidenz besuchen. Diese Besucher sind allerdings nicht der Hauptinhalt des Buches, sondern sie lernt auf der Station eine etwas eigenwillige ältere Dame kennen, die behauptet im laufe ihres Lebens Menschen ermordet zu haben, sie war Apothekerin und konnte somit die genau Mischung erstellen, dass es nie wie ein Mort, sondern wie ein natürlicher Tod aussah. Auch auf Station stirbt jemand unter dieses Umständen, hat Jenny da nachgeholfen oder ist das, was sie erzählt auch nur eine Auswirkung von alter und Demenz. Linda kann es auf jeden Fall nicht lassen Jenny zu besuchen, auch als ihre Freundin in eine andere Einrichtung verlegt wird. Vielleicht auch, um ihrem privaten Umfeld zu entfliehen. Bei ihr wohnen zurzeit eine ihrer Töchter nebst Mann, und das bringt Carols Lebens sehr durcheinander, und die Lage wird nicht besser. Das Buch hätte noch mehr Potenzial gehabt, weil es einige sehr interessante Handlungsstränge gibt. Das Ende wirkt ein wenig unrealistisch, war es wirklich so, fragt man sich als Leser? Ich denke Joy Fielding kann es besser und man darf als Leser sicherlich gespannt sein, was da noch kommt, nachdem wir ja Jahrelang von ihr verwöhnt worden sind. Liebe Grüße

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