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Veröffentlicht am 24.07.2025

Wir haben zwei Leben, und das zweite beginnt, wenn wir erkennen, dass wir nur eines haben

Zwischen zwei Leben
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Das Leben ist kein/ein Märchen, für Jenni Hill steht fest, dass Jenny Hill mit y anstatt mit i ihren eigenen neuen Weg finden möchte und ihren Mann verlässt. Sie mietet eine kleine Wohnung und hinterlässt ...

Das Leben ist kein/ein Märchen, für Jenni Hill steht fest, dass Jenny Hill mit y anstatt mit i ihren eigenen neuen Weg finden möchte und ihren Mann verlässt. Sie mietet eine kleine Wohnung und hinterlässt ihrem Mann einen Zettel auf dem Steht „ich bin weg“. Zitat von Seite 28, Oberflächlich betrachtet war alles gut. Sehr lange hat Jenni gedacht, das würde genügen und man könnte so leben. Ihr ist nicht aufgefallen, wie ermüdend die Gesellschaft von Trauer sein kann. Aber bedeutet ein neuer Anfang auch gleichzeitig ein neues Glück? Sobald sie alleine lebt, werden Märchenwesen in ihrem Kopf, die eigentlich immer schon da waren, lauter und versuchen sie zu erreichen, indem sie sie ansprechen. Mit einer eigenwilligen, märchenhaften Schreibweise lässt die Autorin Aschenputtel, Schneewittchen, Dornröschen, Gretel, Rapunzel und Rotkäppchen, aufleben, durch sie erfährt der Leser wie die Geschichte des Lebens wirklich ist. Der Abschlusssatz im Klappentext bringt die Geschichte im Buch auf den Punkt. „Ein starker Roman über das Älterwerden als Frau und darüber, dass es nie zu spät ist, den eigen Weg zu finden“. Ob Jenny ihren Weg finden wird lesen Sie selbst, mich hat an diesem Buch die Idee einer Lebensveränderung und die Beziehung zu Märchenfiguren interessiert, ich glaube eine Art, die ich so noch nie gelesen habe, interessant umgesetzt, aber sicherlich kein Buch was jeden erreicht und begeistert. Ich glaube auch nicht, das man es beim ersten Lesen so richtig versteht, man darf und sollte eintauchen in die Geschichte und man wird dann angenehm überrascht. Zu erst habe ich gedacht gar nicht meines, aber es regt an zum Nachdenken und wer weiß, vielleicht kann man dann sogar selber den Mut aufbringen bei sich etwas zu ändern, ein ungewöhnliches, aber sehr interessantes Buch. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 23.07.2025

Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten

Der Sommer am Ende der Welt
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Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten, aber an was möchte man sich wirklich erinnern oder bleibt einiges besser ungesagt? Das Titelbild zeigt eine ganz ...

Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten, aber an was möchte man sich wirklich erinnern oder bleibt einiges besser ungesagt? Das Titelbild zeigt eine ganz anderes Bild, als das Buch erahnen lässt, ein Mädchen im weißen Kleid hat etwas von Unschuld, das Bild sieht nach Urlaub aus. Dieses Buch ist eine Reise, aber kein Urlaub, obwohl es rein fiktiv geschrieben ist hat es reellen Inhalte, eine Geschichte, vieler Kinder die in den 50er- bis 80er-Jahre zur Erholung in Kureinrichtungen häufig an die See, ins Mittelgebirge oder in die Alpen geschickt wurden. Diese mehrwöchigen Kinderkuren waren ein Massenphänomen der deutschen Nachkriegszeit. Jahrzehnte später berichten viele Menschen, die als Kind auf solche Kuren geschickt wurden, nicht nur von guten Erinnerungen, sondern auch von Demütigung, psychischer und physischer Gewalt und von Medikamentenmissbrauch. Viele Kinder von damals leiden noch heute unter den Folgen, ein Buch was eintauchen lässt in eine Geschichte die erzählt werden muss, damit so etwas nie wieder passiert oder vergessen wird und genau das möchte die Journalistin Hanna tun, deswegen fährt sie mit ihrer Tochter Katie nach Borkum. Hier scheint es allerding, dass sich über die dunkle Geschichte ein Art Mantel des Glanzes gelegt hat, das einstige Kinderkurheim ist heute ein Luxushotel. Je mehr Hanna in die Geschichte eintaucht desdo mehr taucht auf, was sicherlich lieber unausgesprochen geblieben wäre. Mit viel Empathie und Wärme schreibt die Autorin über menschliche Schicksale, darüber das nichts ungesühnt bleiben sollte und es doch ein Leben, eine neue Liebe nach all dem Schrecken geben kann. Was genau in diesem Buch alles geschieht lesen sie als Leser gerne selber, trotz der schwere Thematik ist es ein Buch, was wirklich bis zur letzten Seite spannend und ergreifend geschrieben ist und was ich sehr gerne gelesen habe und empfehlen möchte. Das Buch zeigt auch auf, wie wichtig die Arbeit von Autoren und Journalisten ist, die Geschichte nicht ruhen lassen, sondern hinterfragen und sie erzählen. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 19.07.2025

Auge um Auge, und die Welt wird erblinden

Das Beste sind die Augen
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Das Sprichwort "Das Auge isst mit" beschreibt die Tatsache, dass die Optik und Präsentation von Speisen einen großen Einfluss auf den Genuss und die Wahrnehmung des Geschmacks haben. Es geht nicht darum, ...

Das Sprichwort "Das Auge isst mit" beschreibt die Tatsache, dass die Optik und Präsentation von Speisen einen großen Einfluss auf den Genuss und die Wahrnehmung des Geschmacks haben. Es geht nicht darum, tatsächlich Augen als Speise zu essen, sondern darum, dass die visuelle Verlockung eines Gerichts die Vorfreude und das Geschmackserlebnis steigert. Für Ji-won bekommt diese Aussage eine ganz andere Bedeutung, aber wie kommt es dazu. Ji-won, eine koreanisch-stämmigen Familie, wohnt mit ihrer kleineren Schwester und ihrer Mutter zusammen, in den USA. Der Vater verlässt die Familie und Ji-Won gerät dadurch in einen Strudel, der sie letztendlich in eine ganz eigenen Welt abgleiten lässt. Die Mutter lässt sich auf einen fragwürdige Beziehung zu einem sehr unsympathischen weißen Mann ein, sie will ihn auch unbedingt heiraten, diese Beziehung scheint die Mutter blind zu machen, sie versucht an etwas festhalten, was es gar nicht mehr gibt. Feministischer Horror trifft auf gesellschaftskritischen Nervenkitzel wie es im Klappentext steht trifft es gut. Feministisch ja, weil Ji-Won quasi einen Rachefeldzug zu allem was männlich ist startet, gesellschaftskritischer Nervenkitzel auch, die gesamt Erzählung ist spannend geschrieben, der Leser bekommt die Chance mitzudenken und man ließt in Erwartung dessen was noch kommt gerne weiter. Und die Schwierigkeiten der koreanische Abstammung werden aufgegriffen, der ungewöhnlicher Erzählstiel, ist mal etwas ganz anderes. Klassischen Horror sehe ich hier allerding nicht. Der Verzehr von Augen, die Phantasien über das Morden und letztendlich die Umsetzung setzt für den Leser zwar einen starken Magen voraus, aber es wirkt fragwürdig ob Ji-won da so einfach davongekommen wäre, sie hat viel zu viele Spuren hinterlassen, nicht nur an den Tatorten, sondern auch an sich selber. Man hat den Eindruck sie hat eine Art Psychose entwickelt und kann wahr und nicht wahr nicht mehr unterscheiden, auch sie möchte damit erreichen, dass wieder alles so wird wie es einmal war. Das der Vater wieder heiraten möchte und ein drittes Mal Vater wird lässt Ji-won letztendlich vollkommen abgleiten zumal sein dritte Kind ein Junge wird, genau das wollte ihr Vater immer. Der eine bekommt was er sich gewünscht hat und die anderen gehen im Leben unter, so fühlt es sich an. Wenn Sie als Leser einfach mal etwas anderes lesen möchten, dann ist dieses Buch „Das Beste sind die Augen“ vom Monika Kim genau das richtige, gecatcht hat mich auf jeden Fall das Cover mit dem Farbschnitt, auch das mal etwas ganz anderes, ein Hingucker. Vielen Dank.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Geschichten aus dem Koffer

In sieben Koffern um die Welt
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Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen heißt es in einem Sprichwort, hier erzählen die Koffer von Reisenden, die bei Herrn Walis in der Gepäckaufbewahrung abgegeben werden ihre ganz eigenen ...

Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen heißt es in einem Sprichwort, hier erzählen die Koffer von Reisenden, die bei Herrn Walis in der Gepäckaufbewahrung abgegeben werden ihre ganz eigenen Geschichten. Wo sie wohl schon überall gewesen sind, und was sich in Ihnen verbirgt, aber darf man in fremde Koffer sehen? Vermutlich ist Herr Walis auch ein wenig neugierig, denn einige Koffer kommen immer wieder zu ihm, einige bleiben auch etwas länger, ob es auch welche gibt, die nie wieder abgeholt werden? Was sich alles so in den Koffern befindet könnt ihr in diesem Wuseligem toll und bunt illustrierten, Buch für Kinder ab 5 Jahren entdecken, mal für Nachkatzen, mal sprichwörtlich für Katzen oder geheime Agenten, alles ist möglich. Allen Kindern beim Lesen, Miträtseln und entdecken eine schöne Reise, wer weiß wo es so hingeht, was würdet ihr in euren Koffer packen? Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Ein Kind ist eine kleine Person, die mit großen Schritten unterwegs ist

Wilma und der Wutknödel
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Nicht nur Eltern habe stressige Tage, auch Kinder sind im Laufe des Tages vielen Situationen ausgesetzt und da ist es wichtig zu Lernen damit umzugehen, jede Situation hat auch sein eigenes Gefühl, manchmal ...

Nicht nur Eltern habe stressige Tage, auch Kinder sind im Laufe des Tages vielen Situationen ausgesetzt und da ist es wichtig zu Lernen damit umzugehen, jede Situation hat auch sein eigenes Gefühl, manchmal kommen auch einige Gefühle gleichzeitig, intensiv und ungefiltert. Die kindlichen Gefühle entwickeln sich durch Lernen und Erfahren im täglichen Miteinander. Den Umgang mit seinen Emotionen muss ein Kind erst noch lernen Freude, Trauer, Wut, Angst, Stolz und Scham, wichtig dabei ist, dass Eltern die Gefühle ihrer Kinder ernst nehmen und sie dabei unterstützen. In diesem Buch fängst der Oberpupsmiese Tag wie Wilma es empfindet schon damit an, dass morgens alles schief zu gehen scheint und Wilma merkt in ihrem Bauch das dort irgendetwas grummelt und dann steht da plötzlich dieser Wutknödel, was machen die beiden nun? In einer für Kinder einfachen Sprachweise und toll illustriert wird in diesem Buch sehr gut beschrieben, was Kinder alles tun können um ihre Emotionen zu verstehen und dann damit umzugehen. Am Ende des Buches befindet sich noch eine Bastelanleitung für einen Wutknödel, dann kann es also losgehen zu lernen wie man mit dem Wutknödel umgeht und aus einem oberpusmiesen Tag doch noch ein obersupertoller Tag wird, allen Eltern und Kindern viel Freude beim Lesen und Lernen. Liebe Grüße

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