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Veröffentlicht am 15.05.2021

Leidenschaftlich und unheimlich sexy! Ein Must-Read!

Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen
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„Ob zu viele Zähne oder nicht, sie reflektierte mit ihrer Weiblichkeit seine Maskulinität, war gleichermaßen nüchtern und diszipliniert, kultiviert und unergründlich; die beiden waren quasi Adam und Eva ...

„Ob zu viele Zähne oder nicht, sie reflektierte mit ihrer Weiblichkeit seine Maskulinität, war gleichermaßen nüchtern und diszipliniert, kultiviert und unergründlich; die beiden waren quasi Adam und Eva der Aristokratie.“
(S. 160)


Inhalt:
Annabelle Archer ergattert als eine der ersten Frauen einen Studienplatz an der Universität in Oxford. Da sie aus eher ärmlichen bürgerlichen Verhältnissen stammt, kann sie sich nur aufgrund eines Stipendiums der Suffragistinnen ein solches Studium leisten. Doch auch dies birgt so seine Hürden, als sie auf den Herzog Sebastian Devereux trifft, der nicht nur das absolute Gegenteil der Frauenbewegung repräsentiert, sondern auch Annabelle nicht unähnlicher sein könnte. Doch von Anfang an herrscht zwischen den beiden eine Anziehungskraft, derer sich Annabelle und Sebastian nur schwer zu entziehen vermögen.


Das Buch „Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen“ ist der erste Band der „Die Rebellinnen von Oxford“-Trilogie und wird aus der Sicht der 3. Person, wechselnd von Annabelle und Sebastian erzählt.


Meine Meinung:
Das hier ein Er-/Sie-Erzähler gewählt wurde, passt meiner Meinung nach sehr gut zum historischen bzw. viktorianischen Hintergrund der Geschichte und erwirkt einen gewissen Abstand zu den Figuren, gleichzeitig gibt diese Erzählperspektive genau das richtige Maß der Informationen Preis. Die Figuren kommunizieren ihre Gefühle besonders über Gestik und Mimik, die von den Erzählern wiedergegeben werden sowie über Gedanken von Annabelle und Sebastian.

Etwas das mir ganz zu Beginn bereits sehr positiv aufgefallen ist und zudem dem Leser den Zugang zu der Geschichte sofort eröffnet, sind die und bildlich einführend wirkenden Kontextbeschreibungen und Beschreibungen der gegebenen Situationen.
Der Leser bekommt so nicht nur eine viel genauere Vorstellung von dem Handlungsspielraum der Figuren, sondern auch von den viktorianischen Gegebenheiten, die dem zeitlichen Hintergrund der Geschichte entsprechen.

Vor allem anfänglich erinnert „Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen“ an ein gewisses und berühmtes Werk von Jane Austen: nämlich Stolz & Vorurteil. Zu Beginn hat mir das zwar nicht den Lesespaß verdorben, ist mir persönlich allerdings doch stark aufgefallen. Glücklicherweise schleichen dich diese Parallelen aber im Verlauf der Geschichte aus.

Tatsächlich hatte ich gedacht, dass der Fokus der Geschichte primär auf Annabelle‘s Studium in Oxford liegt, allerdings thematisiert die Geschichte mit deutlich höheren Anteilen das politische Engagement der Suffragistinnen. Mir hat diese Thematik allerdings sehr gut gefallen.

Die Autorin eröffnet außerdem mehrere Handlungsstränge im Verlauf der Geschichte und bietet dem Leser nicht nur eine verzwickte Liebesgeschichte, sondern lässt auch Raum für Vermutungen und das Rätseln, was wohl als nächstes passieren könnte. Diese neuen Aspekte treten mit der Zeit auf und knubbelig sich nicht in der Geschichte. Sie sind zudem oft an Handlungen gebundene Konsequenzen und dadurch umso weniger vorhersehbar.

Die Figur Sebastian hat mir vor allem hinsichtlich seiner Charakerentwicklung gefallen. Zunächst ist er der kühle und scheinbar unnahbare Herzog Montgomery, doch mit der Zeit beginnt auch diese Fassade zu bröckeln und er scheint zu erkennen, was im Leben wirklich zählt und was ihn glücklich macht.

Ganz besonders hat mir die Einzigartigkeit der Protagonistin Annabelle gefallen, die sowohl ihren Sturkopf, ihre Intelligenz, als auch ihren Mut immer wieder vortrefflich einzusetzen weiß. Durch das Studium in Oxford und die damit verbundene Verpflichtung für die Unterstützung der Frauenbewegung, aufgrund des Stipendiums, wird Annabelle im Verlauf der Handlung in ständig neue Situationen gedrängt, in denen sie Charakterstärke beweist und in denen sie ganz klar als das nicht gewünschte Ebenbild der Rolle der Frau im viktorianische Zeitalter zu kennzeichnen ist.
Damit ist sie aber glücklicherweise nicht allein...

Wir lernen bereits zu Beginn der Geschichte die, in den darauffolgenden Bänden der Trilogie agierenden, Figuren Lucie und Hattie kennen und lieben, ich freue mich jetzt schon riesig auf September, wenn das zweite Buch der Reihe erscheint!

Die Übersetzung ist unglaublich gut gelungen, der Schreibstil und die in ihm verbundenen Ströme moderner und viktorianischer Sprache habe ich bisher in dieser perfekten Kombination noch in keinem Buch lesen dürfen. Allein aufgrund des Schreibstils und Erzählstils ist diese Geschichte ein absolutes Must-Read!

Evie Dunmore ist eine begnadete Autorin und hat mit „Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen“ einen einzigartigen Roman erschaffen, der modernes Gedankengut und viktorianische Strenge in einer Art vereint, die es dem Leser unmöglich macht, dieses Buch aus der Hand zu legen!

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 13.05.2021

Eishockey, noch mehr Eishockey und Sex

The Ivy Years - Solange wir schweigen
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„Jedes Mal, wenn ich der Wahrheit auswich, kam es mir vor, als würde ich Rikker erneut verraten. Ohne dramatisch erscheinen zu wollen, dachte ich doch an den Apostel Petrus, der Jesus Christus verleugnete. ...

„Jedes Mal, wenn ich der Wahrheit auswich, kam es mir vor, als würde ich Rikker erneut verraten. Ohne dramatisch erscheinen zu wollen, dachte ich doch an den Apostel Petrus, der Jesus Christus verleugnete. Nur das ich schlimmer war als Petrus.“ (S. 308, f.)

Nachdem ich von Band 1 und 2 der „The Ivy Years“-Reihe nicht ganz so begeistert war, hat mir Band 3 mit den Protagonisten Rikker und Graham deutlich besser gefallen. Besonders zur Figur Graham habe ich während des Lesens eine Hass-Liebe geführt, da ich seine Angst geoutet zu werden nachvollziehen konnte, gleichzeitig aber auch haareraufend mitgefiebert habe, wann er denn endlich den Schritt wagt.

Das Buch hatte für mich allerdings so seine Höhen und Tiefen. Besonders zu Anfang ist es mir schwer gefallen in die Geschichte reinzukommen, da erstmal Eishockey und das Geheimhalten im Vordergrund standen und wenig passiert ist. Ich habe hier auch nicht so richtig Zugang zu Rikker bekommen, da der Schreibstil das für mich nicht recht zuließ.
An sich habe ich die Figuren, wie auch schon in den vorherigen Büchern, als kaum außergewöhnlich, einzigartig oder tiefgründig wahrgenommen, allerdings wurde ich hier durch die Figur Graham überrascht, der mit der Angst sowie Traumata überraschend echt und natürlich porträtiert wurde und mit der ich persönlich bis zum Ende des Buches mitgefiebert habe.

Obwohl mir das Ende doch recht abrupt vorkam, fand ich die Entwicklung der Geschichte sehr positiv, vor allem, da sich die Beziehung zwischen den Protagonisten sowie die Enthüllung und Entwicklung der Gefühle, nicht allzu voreilig herausgestellt hat, sondern eher fließend in die restliche Handlung überging. Dadurch wirkt die Beziehung der Protagonisten glaubhaft auf mich.

Bereits in den ersten beiden Büchern der Reihe ist Eishockey ja ein zentrales Thema, wurde dort bisher allerdings immer nur grob angerissen. Diesmal hat sich die Autorin scheinbar getraut und Eishockey zu einem wesentlichen Handlungsinhalt gemacht. Sie beschreibt Spiele und lässt den Leser nicht nur in Sachen Beziehung zwischen Rikker und Graham mitfiebern, sondern auch mit dem Erfolg der Eishockeymannschaft. Außerdem hat die Autorin zu Beginn jedes Kapitels einen Eishockey-Begriff definiert, der zwar nicht dazu beitrug der Handlung bzw. Den Spielen folgen zu können, allerdings hat die Autorin hier auch auf Fachtermini verzichtet und die Beschreibung der Spiele recht einfach gehalten, wodurch das auch nicht notwendig war.

Hartley, den wir aus Band 1 kennen, tritt hier auch mehrmalig auf und erweist sich charaktertreu, wie wir ihn aus seiner Geschichte kennen.

Zudem behandelt dieses Buch, im Vergleich zu den ersten beiden Bänden, einen relativ hohen Anteil Sex-Szenen, die allerdings passend und nicht übertrieben eingebaut sind.

Im Nachhinein fand ich es doch ein wenig schade, dass einige Konflikte ungelöst bleiben, hier will ich aber nicht zu viel vorwegnehmen. Allerdings bietet das dem Leser natürlich auch die Möglichkeit zur weiteren gedanklichen Gestaltung.

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Veröffentlicht am 10.05.2021

Verbesserung im Vergleich zu Band 1...

The Ivy Years – Was wir verbergen
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„Man kann nicht jeden retten, rief ich mir ins Gedächtnis. Das Problem war bloß, dass ich nicht wüsste, ob ich überhaupt irgendwen retten konnte. Nicht mal mich selbst.“ (S.51)

In Band 2 der „The Ivy ...

„Man kann nicht jeden retten, rief ich mir ins Gedächtnis. Das Problem war bloß, dass ich nicht wüsste, ob ich überhaupt irgendwen retten konnte. Nicht mal mich selbst.“ (S.51)

In Band 2 der „The Ivy Years“-Reihe begleiten wir dieses mal Scarlett und Bridger.

Die Geschichte wird, wie auch schon in Band 1, wieder abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten Scarlet und Bridger erzählt.

„The Ivy Years - Was wir verbergen“ hat mir, sowohl was Handlung, als auch die Figuren anbelangt, deutlich besser gefallen, als Band 1, obwohl ich trotzdem der Meinung bin, dass auch hier noch einige Luft nach oben gewesen wäre und ich muss leider auch hier kritisieren, dass elementare Szenen häufig nur an der Oberfläche gekratzt haben und tiefe Gefühle von den Protagonisten, auch vor dem Leser zwar genannt aber weitestgehend verborgen blieben und nicht näher beschrieben wurden. Eigentlich erfährt der Leser durch die Ich-Perspektive ja meist mehr.

Was die Figuren angeht, gefallen mir die Protagonisten dieses Mal ganz gut. Sie sind an sich nichts besonderes, werden aber durch die Handlung und die Geschehnisse um die Charaktere herum zu spannenden Akteuren.
Besonders die Nebenfiguren haben in diesem Buch zentrale Wendepunkte herbeigeführt und die Handlung hatte daher einen nicht allzu starken Fokus auf der Liebesbeziehung zwischen Scarlett und Bridger. Vor allem Brian und der Dekan haben mir gefallen sowie auch die etwas böseren Charaktere Azzan und beispielsweise die Mutter von Scarlet.
Hier wurde die Handlung von Seiten der Autorin, meiner Meinung nach deutlich besser ins Geschehen eingearbeitet, als in Band 1 der Reihe.

Was mir, wie auch schon teilweise in Band 1, leider sehr negativ aufgefallen ist, war auch hier die Übersetzung, in die sich leider einige Fehler eingeschlichen haben. Z.B. wird Scarlet an einigen Stellen „Scarlett“ geschrieben, überwiegend und sowie auch im Klappentext und Cover, allerdings nur mit einem T oder beispielsweise „Bick“ anstatt „Blick“. Das sind natürlich nur kleine Fehler, die meinen persönlichen Lesefluss allerdings meist stören.

Zusammenfassend war auch Band 2 für mich eher eine Geschichte für zwischendurch und eignet sich nicht unbedingt, um sie ein zweites Mal zu lesen.

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Veröffentlicht am 07.05.2021

Ein nettes Buch für zwischendurch.

The Ivy Years – Bevor wir fallen
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„Gab es auch für mich einen Kerl, der seine an den Rollstuhl gefesselte Liebste als „heißen Feger“ bezeichnen würde? Ich glaubte nicht im Mindesten daran.“
-Corey (S.47)

„The Ivy Years - Bevor wir fallen“ ...

„Gab es auch für mich einen Kerl, der seine an den Rollstuhl gefesselte Liebste als „heißen Feger“ bezeichnen würde? Ich glaubte nicht im Mindesten daran.“
-Corey (S.47)

„The Ivy Years - Bevor wir fallen“ von Sarina Bowen ist das erste Band der „The Ivy Years“- Reihe und wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive der beiden Protagonisten Corey und Hartley erzählt.

Ich fand zu Anfang nicht direkt einen Zugang zur Geschichte und es hat ein wenig gedauert, bis ich mich mit dem Schreibstil, der sprachlichen Ausgestaltung und der, doch sehr schnellen Entwicklung von Handlung und Geschehen, arrangieren konnte. War das einmal geschafft, konnte man aber doch mit den Charakteren, besonders Corey, mitfühlen und sich auf die Geschichte einlassen.

Besonders die schnell und früh aufeinander folgenden Handlungen und Ereignisse der Geschichte, haben dazu geführt, dass ich nicht ganz so viel Freude beim Lesen hatte. Durch diese Abfertigung der Handlung, lässt der Schreibstil an einigen Stellen zu wünschen übrig und ich hätte mir vielfach eine genauere Beschreibung der Szenen gewünscht, um mich besser in die Figuren und das Geschehen einzufinden.

Das Buch hat hier auch ganz klar den Fokus auf die Entwicklung der Liebe zwischen Corey und Adam gelegt. Zwar baut die Autorin immer wieder Elemente des Krankheitsbewältigungsprozesses von Corey ein, diese sind allerdings sehr oberflächlich gehalten und hätten vor dem Hintergrund ihrer vorherigen Lebenssituation, die dem Leser sehr stabil präsentiert wird, deutlich mehr Potential geboten.

Besonders die Szenen, die im Krankenhaus spielen oder von Ähnlichem handeln, haben mir leider aufgrund mangelnder Recherche und Wissen ein wenig Magenschmerzen bereitet. Hier könnte es aber auch an der Übersetzung gelegen haben.

Insgesamt konnte mich die Übersetzung einfach allgemein nicht überzeugen. Sprachlich wurde die Geschichte, meiner Meinung nach, ein wenig sparsam ausgestaltet, enthält zudem leider auch Abschnitte, die nichts an das Deutsche angepasst wurden und wurde teilweise scheinbar einfach eins zu eins aus dem Englischen übersetzt, was ein wenig den Lesefluss gestört hat.

Neben der sehr einfachen sprachlichen Gestaltung, hat mich die häufige Verwendung von Schimpfwörtern, die nicht zwingend notwendig gewesen wäre, gestört und lässt das Buch ein wenig zu primitiv für so ein blumiges und rosiges Cover wirken.
Gleichzeitig konnte besonders die Protagonistin sexuelle Begriffe und Ausdrücke schwer beim Namen nennen, allerdings unterstrich dies ihre Unsicherheit, die aufgrund ihrer Unerfahrenheit aber authentisch und echt wirkte.

Die Figur und Protagonistin Corey fand ich sehr schön. Sie ist direkt, authentisch, natürlich und wird dem Leser auch durch den hohen Anteil des Buches, der aus ihrer Sicht geschrieben ist, näher gebracht.

Zusammenfassend handelt es sich bei „The Ivy Years - Bevor wir fallen“ meiner Meinung nach, um ein Buch, dessen Inhalt und Handlung mit ein wenig zusätzlicher sprachlicher Ausgestaltung zu einem echten Must-Have hätte werden können, durch dessen Fehlen, allerdings doch eher nur ein nettes Buch für zwischendurch geworden ist.

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Veröffentlicht am 04.05.2021

Aufrichtig, romantisch und ein echtes Statement! Einfach ein Must-Read!

Someone New
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„Ich mache mir ständig Gedanken darum, was andere von mir denken. Wen sie in mir sehen. Aber nicht bei dir. Bei dir kann ich ganz ich selbst sein.“

Wow! Ich bin schlichtweg begeistert von dieser wunderschönen ...

„Ich mache mir ständig Gedanken darum, was andere von mir denken. Wen sie in mir sehen. Aber nicht bei dir. Bei dir kann ich ganz ich selbst sein.“

Wow! Ich bin schlichtweg begeistert von dieser wunderschönen Geschichte!

Wenn man sich das Cover anschaut und den Klappentext liest, würden viele wahrscheinlich eine sehr klischeebehaftete Liebesgeschichte erwarten, allerdings ist Someone New sowohl bezüglich der Charaktere, als auch ihrer Entwicklung in der Geschichte und ihren Gefühlen einfach einzigartig.

Die Protagonisten Micah und Julian wirken in ihrem Verhalten und ihren Gefühlen, die der Leser durch die Ich-Perspektive von Micah erlebt, sehr natürlich. Beispielsweise wird in der Geschichte kein Heel daraus gemacht, dass Micah sich im Schlafanzug zu Julian setzt. Die Charaktere sind einfach pur und wunderschön. Ihr Verhalten ist für mich so stark nachvollziehbar gewesen und wurde vor allem auch durch den Schreibstil der Autorin positiv unterstützt. Dieser ist flüssig und gewährt dem Leser sofort einen Zugang zur Geschichte und den agierenden Figuren.
Vor allem Micah und Julian zeigen echte und natürliche Reaktionen ganz situationsgebunden. Diese Reaktionen sind damit meiner Meinung nach nicht typisch für das Genre, ganz besonders, da die Figuren vielfach oberflächlich und schein-schüchtern wirken und gestaltet sind, dann aber plötzlich ganz selbstbewusst auftreten. Das ist zwar manchmal schön zu lesen, auf die Dauer aber langweilig. Diesen Romanen hat Someone New einiges voraus und entspringt diesem Rahmen völlig.
Zudem schafft Laura Kneidl es die Spannung stets aufrecht zu erhalten und neue Wendungen an den richtigen Stellen Preis zu geben.

Laura Kneidl hat mit Someone New einen Roman geschaffen, für den man alles geben würde, um ihn noch einmal zum ersten Mal lesen zu dürfen.

Dieses Buch ist ein echtes Must-Read!

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