Spannende Idee, aber etwas schwierige Protagonistin
Not Quite Dead YetJet hat immer gedacht, dass sie noch genug Zeit hat, um herauszufinden was sie wirklich in ihrem Leben erreichen möchte. Bis diese eine Nacht ihr ganzes Leben verändert. in Unbekannter bricht in ihr Zuhause ...
Jet hat immer gedacht, dass sie noch genug Zeit hat, um herauszufinden was sie wirklich in ihrem Leben erreichen möchte. Bis diese eine Nacht ihr ganzes Leben verändert. in Unbekannter bricht in ihr Zuhause ein und schlägt sie brutal nieder. Als Jet im Krankenhaus aufwacht, sagen ihr die Ärzte, dass sie ein tödliches Aneurysma hat und dadurch nur noch eine Woche zu leben bleibt. Also beschließt sie, diese letzte Woche zu nutzen, um ihrem Mörder auf die Schliche zu kommen.
Ich habe schon viel von der Autorin gehört und war daher neugierig, mein erstes Buch von ihr zu lesen. Alleine die Grundidee ist ziemlich einzigartig oder wie oft kommt es vor, dass jemand nach seinem eigenen Mörder sucht? Dadurch geht die Handlung direkt spannend los und man ist quasi mittendrin im Geschehen. Gemeinsam mit Jet versucht man herauszufinden wer hinter dem Angriff steckt. Dabei stoßen wir auf mehr als nur ein Familiengeheimnis, das bisher unentdeckt geblieben ist. Es gibt einige unerwartete Wendungen, die allerdings manchmal recht unrealistisch wirken. Ohne sie wäre es aber vermutlich kaum möglich gewesen, den Fall in so kurzer Zeit aufzuklären und gleichzeitig die Spannung hochzuhalten. Darüber hätte man noch hinwegsehen können, aber schwieriger war das mit Jets Charakter. Leider ist sie eine ziemlich unsympathische Protagonistin. Ihre Art, mit anderen Menschen umzugehen, macht es einem schwer, wirklich mit ihr mitzufiebern, gerade angesichts ihrer dramatischen Situation. Erst gegen Ende wird sie etwas nahbarer und man kann sich besser in sie hineinversetzen. Trotzdem oder gerade deswegen fand ich das Ende gelungen und (zumindest für mich) auch erst relativ spät durchschaubar.
Alles in allem ein spannender Thriller mit origineller Idee, der aber durch die unsympathische Hauptfigur und manche unrealistische Handlung etwas an Wirkung verliert. Von mir gibt es daher 3,5 Sterne.