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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2025

Spannende Idee, aber etwas schwierige Protagonistin

Not Quite Dead Yet
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Jet hat immer gedacht, dass sie noch genug Zeit hat, um herauszufinden was sie wirklich in ihrem Leben erreichen möchte. Bis diese eine Nacht ihr ganzes Leben verändert. in Unbekannter bricht in ihr Zuhause ...

Jet hat immer gedacht, dass sie noch genug Zeit hat, um herauszufinden was sie wirklich in ihrem Leben erreichen möchte. Bis diese eine Nacht ihr ganzes Leben verändert. in Unbekannter bricht in ihr Zuhause ein und schlägt sie brutal nieder. Als Jet im Krankenhaus aufwacht, sagen ihr die Ärzte, dass sie ein tödliches Aneurysma hat und dadurch nur noch eine Woche zu leben bleibt. Also beschließt sie, diese letzte Woche zu nutzen, um ihrem Mörder auf die Schliche zu kommen.

Ich habe schon viel von der Autorin gehört und war daher neugierig, mein erstes Buch von ihr zu lesen. Alleine die Grundidee ist ziemlich einzigartig oder wie oft kommt es vor, dass jemand nach seinem eigenen Mörder sucht? Dadurch geht die Handlung direkt spannend los und man ist quasi mittendrin im Geschehen. Gemeinsam mit Jet versucht man herauszufinden wer hinter dem Angriff steckt. Dabei stoßen wir auf mehr als nur ein Familiengeheimnis, das bisher unentdeckt geblieben ist. Es gibt einige unerwartete Wendungen, die allerdings manchmal recht unrealistisch wirken. Ohne sie wäre es aber vermutlich kaum möglich gewesen, den Fall in so kurzer Zeit aufzuklären und gleichzeitig die Spannung hochzuhalten. Darüber hätte man noch hinwegsehen können, aber schwieriger war das mit Jets Charakter. Leider ist sie eine ziemlich unsympathische Protagonistin. Ihre Art, mit anderen Menschen umzugehen, macht es einem schwer, wirklich mit ihr mitzufiebern, gerade angesichts ihrer dramatischen Situation. Erst gegen Ende wird sie etwas nahbarer und man kann sich besser in sie hineinversetzen. Trotzdem oder gerade deswegen fand ich das Ende gelungen und (zumindest für mich) auch erst relativ spät durchschaubar.

Alles in allem ein spannender Thriller mit origineller Idee, der aber durch die unsympathische Hauptfigur und manche unrealistische Handlung etwas an Wirkung verliert. Von mir gibt es daher 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Heimat und Identität im Konflikt

Beduinenmilch
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Als die Deutsch-Israelin Talia nach Israel reist, ist sie voller Tatendrang. Im Gegensatz zu ihren linksliberalen Eltern möchte sie nicht mehr nur aus der Ferne zusehen, sondern aktiv etwas bewegen und ...

Als die Deutsch-Israelin Talia nach Israel reist, ist sie voller Tatendrang. Im Gegensatz zu ihren linksliberalen Eltern möchte sie nicht mehr nur aus der Ferne zusehen, sondern aktiv etwas bewegen und sich für ihr Heimatland einsetzen. Alles in Israel wirkt aufregender als in Deutschland, und gemeinsam mit ihrer Cousine plant sie, zum Militär zu gehen. Doch je länger Talia bleibt, desto mehr beginnt sie, das Land, seine Geschichte und ihre eigene Haltung kritisch zu hinterfragen.

Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht, und die Autorin konnte mich mit ihrem angenehmen, fesselnden Schreibstil direkt abholen. Man begleitet die junge Talia hautnah auf ihrem Weg und erlebt, wie sich ihre zunächst naive Überzeugung Schritt für Schritt verändert. Je mehr Zeit sie in ihrem Heimatland verbringt, desto mehr stellt sie fest, dass nicht alles so schwarz-weiß ist wie sie zunächst angenommen hat. Durch die Rückblenden zu ihrem Großvater erfährt man außerdem einiges über die Geschichte Israels und wie damals mit den Palästinensern umgegangen wurde. Besonders beeindruckt hat mich aber Talias Oma, denn die bildet mit ihrer Offenheit, Herzlichkeit und dem unerschütterlichen Verständnis einen wertvollen Gegenpol zu den oft starren Ansichten anderer Familienmitglieder. Zum Glück macht Talia sich aber ihr eigenes Bild und begegnet dabei Menschen, die ihr einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse geben. Der Autorin gelingt es dieses komplexe, politisch hoch brisante Thema in eine bewegende Coming-of-Age-Geschichte einzubetten. Dabei regt das Buch zum Nachdenken an, ohne jemals belehrend zu wirken.

Ein Roman mit Tiefgang, der den Nahostkonflikt eindringlich, aber zugänglich vermittelt und den ich jedem ans Herz legen möchte.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Ein solider Abschluss, aber nicht das erhoffte Highlight

Die Wortweberin - Frost und Flammen
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Nachdem zum Ende des zweiten Teils endlich alle Karten auf den Tisch gelegt wurden, brauchen Cad und Chiara zunächst Zeit, um wieder zu sich zu finden und einander zu vertrauen. Doch lange können sie nicht ...

Nachdem zum Ende des zweiten Teils endlich alle Karten auf den Tisch gelegt wurden, brauchen Cad und Chiara zunächst Zeit, um wieder zu sich zu finden und einander zu vertrauen. Doch lange können sie nicht durchatmen, denn Lexor plant weiterhin seinen Angriff auf Laran. Gemeinsam müssen sie dringend einen Weg finden, ihn aufzuhalten. Gleichzeitig werden Cads Kräfte immer stärker und er muss lernen, mit ihnen umzugehen. Doch schaffen es die beiden wirklich, Laran zu retten?

Wie schon in den ersten beiden Teilen hat mich der angenehme Schreibstil der Autorin sofort wieder abgeholt. Besonders das Worldbuilding ist ihr erneut sehr gut gelungen. Allerdings hatte ich nach dem etwas zähen Mittelteil des zweiten Bands auf mehr Action im großen Finale gehofft. Stattdessen beginnt auch dieser Teil eher langsam, und in der ersten Hälfte passiert nur wenig. Cad und Chiara lernen sich wieder zu vertrauen, wodurch ihre Beziehung fast schon zu perfekt und rosarot wirkt. Gerade die Ecken und Kanten, die ich in den ersten beiden Teilen mochte, gingen hier etwas verloren. Zwar werden immer wieder neue Pläne geschmiedet und Bücher gewälzt, aber wirklich Spannung kam dabei nicht auf. Erst gegen Ende nimmt die Handlung dann wieder Fahrt auf, was den schwachen Anfang zumindest teilweise wettmachen konnte. Alles in allem war es für mich zwar ein solides Finale, aber leider auch der schwächste Band der Reihe. Rückblickend habe ich das Gefühl, dass die Geschichte von Teil zu Teil etwas an Stärke verloren hat.

Ein schöner Abschluss, der aber durch seinen schwachen Einstieg hinter den Erwartungen eines großen Finales zurückbleibt. Von mir gibt es daher 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Zwischen Wahrheit und Verrat

Die Wortweberin - Geheimnisse und Glut
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Chiara erfährt endlich, wer wirklich hinter dem Barbarenfürsten steckt, doch anstatt Antworten zu finden, wird ihre Situation dadurch nur noch komplizierter. König Luxor verlangt von ihr Ergebnisse, die ...

Chiara erfährt endlich, wer wirklich hinter dem Barbarenfürsten steckt, doch anstatt Antworten zu finden, wird ihre Situation dadurch nur noch komplizierter. König Luxor verlangt von ihr Ergebnisse, die ihm im Kampf gegen die Barbaren helfen sollen. Gleichzeitig ignoriert Cad sie beharrlich, obwohl die Anziehung zwischen den beiden unverkennbar ist. Je mehr Zeit Chiara jedoch in Laren verbringt, desto deutlicher fallen ihr die Ungereimtheiten auf, und sie beginnt, die wahren Beweggründe von König Luxor zu hinterfragen.

Wie schon im ersten Teil hat mich der angenehme Schreibstil der Autorin sofort wieder abgeholt. Besonders das Worldbuilding ist erneut sehr gelungen. Laren hebt sich atmosphärisch stark von Chiaras Heimat Aranwal ab und wirkt dadurch umso lebendiger. Auch Chiaras Entwicklung war spannend zu verfolgen, vor allem, wie sie beginnt, ihre stärker werdenden Kräfte zu erproben und nach und nach herauszufinden, wozu sie fähig ist. Weniger überzeugen konnte mich dagegen die Dynamik zwischen ihr und Cad. Ihr Konflikt wiederholt sich immer wieder, sodass ihre Beziehung über weite Strecken auf der Stelle tritt. Dadurch wirkte der Mittelteil etwas langatmig. Zum Glück nimmt die Handlung gegen Ende noch einmal richtig Fahrt auf, sodass man trotz eines nicht allzu überraschenden Finales neugierig bleibt, wie es im nächsten Teil weitergeht.

Eine gelungene Fortsetzung mit starkem Worldbuilding und einer interessanten Protagonistin. Auch wenn der Mittelteil phasenweise zäh wirkt, macht das spannende Ende definitiv Lust auf mehr.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Zwischen Hawaii und Alaska

Alex & Noah
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Noah und Alex kennen sich schon seit sie Kinder waren. Aber Noah hat seine Schwester, Alex beste Freundin, verlassen als diese ihn am dringendsten benötigt und das kann Alex ihm nicht einfach so verzeihen. ...

Noah und Alex kennen sich schon seit sie Kinder waren. Aber Noah hat seine Schwester, Alex beste Freundin, verlassen als diese ihn am dringendsten benötigt und das kann Alex ihm nicht einfach so verzeihen. Außerdem liebt Alex ihr Leben auf Hawaii und hat keinen Grund zurück ins kalte Alaska zu ziehen. Doch wer hätte geahnt, dass ihr ehemaliger Jugendschwarm als erwachsener Mann noch viel attraktiver ist und ihr Herz höher schlagen lässt.

Wie immer konnte mich der angenehme Schreibstil der Autorin sofort überzeugen und ich bin direkt gut in die Geschichte gestartet. Auch mit Alex ist ihr eine starke Persönlichkeit gelungen in die man sich gut hineinversetzen kann. Ich finde es toll, wie loyal sie ihrer Freundin gegenüber ist und das sie immer bereit war ihr unter die Arme zu greifen. Die Anziehung zwischen ihr und Noah kann man von Anfang an deutlich spüren. Allerdings stehen die beiden sich leider gegenseitig im Weg, weswegen es einen Moment dauert bis sie ihr verdientes Happy End bekommen. Nichtsdestotrotz mochte ich Noah mit seiner etwas verschlosseneren Art auf Anhieb. Er ist der passende Gegenpol zu Alex und unterstützt sie in ihrer Karriere. Außerdem hat es mich gefreut, den Rest der Brookners bzw Campbells und die anderen Bewohner von Whynot wiederzutreffen.

Alles in allem ist es eine tolle, kurzweilige Liebesgeschichte, die alles hat was man braucht und die von mir 4,5 Sterne bekommt.

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