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Veröffentlicht am 05.04.2024

Die Beziehung konnte mich nicht ganz abholen

Skogen Dynasty (Crumbling Hearts, Band 1)
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Das Buch spielt in Norwegen, was ich persönlich ein interessantes Setting fand.
Im ersten Drittel lernen wir Norah und Sanders Familien kennen inkl. ihrer jeweiligen Probleme (Norahs Traumata und Existenzkrise, ...

Das Buch spielt in Norwegen, was ich persönlich ein interessantes Setting fand.
Im ersten Drittel lernen wir Norah und Sanders Familien kennen inkl. ihrer jeweiligen Probleme (Norahs Traumata und Existenzkrise, Sander Zukunftsfragen und der Druck eines Familienunternehmens), dann geht es auf die Trekkingtour in den Bergen Norwegens und das letzte Drittel spielt in Oslo.

Ich glaube mein Lieblingspart der Story war die Trekkingtour. Da die Teilnehmer der Tour aus allen Altersklassen und Lebenssituationen bestanden, war das wirklich ein toller Moment, der seinen ganz eigenen Charme hatte.

Der Schreibstil war einfach zu lesen, man kommt gut und schnell voran und verhaspelt sich nicht.

Mein größtes Problem mit dem Buch waren Norah, Sander (vor allem aber Norah) und ihre Beziehung bzw. die Entwicklung dieser.
In den ersten 30% des Buches war ich mir sicher, dass Skogen Dynasty ein solides 4 Sterne Buch werden könnte, bis dann Norah zu Sander sagte “Du spürst es auch, oder?” (die Anziehung der beiden zueinander), er bejahte und sie weiter sprach: "Da wird nichts zwischen uns laufen.” (kein direktes Zitat).
Ab da habe ich die Chemie zwischen den beiden nur noch halb gefühlt.

Dass die beiden sich ziemlich gut und anziehend finden, sobald sie aufeinander treffen, wundert mich gar nicht und das wurde auch im Buch entsprechend gut dargestellt.
Dass sie sich aber während dieser 2 Wochen Trekkingtour so intensiv verliebt haben, fand ich doch too much und das auch nur, weil ich nicht das Gefühl hatte, eine (natürliche) Entwicklung dieser “Beziehung” zu sehen. Ja, man hat in den jeweiligen Monologen gelesen, wie sie sich gegenseitig beobachten und wie man sich denn so gewisse Sachen vorstellt und es gab auch ein paar gute Gespräche zwischen den beiden (und auch mit den anderen Leuten aus der Tourgruppe). Ich hätte mir gerne mehr Zeit hier gewünscht, denn das war ja schließlich der intensivere Part ihrer Kennenlerngeschichte.

Pünktlich zur 70% Grenze kam dann auch der von mir verhasste “3rd Act Break-Up”, der hier auch eher einfach (fast schon plump) gehalten wurde. Ich habe schon geahnt, dass er kommt, aber so wie diese ganze Situation abgelaufen ist, fand ich es weniger gelungen.

Norahs konstanter Fluchtreflex ging mir dann auch irgendwann auf die Nerven. Ich verstehe, dass sie ihre Traumata hat, genauso wie Sander seine Probleme, aber jedes Mal regelrecht wegzulaufen erschließt sich mir einfach nicht. Vor allem ist Sander ihr auch jedes Mal wie ein Dackel hinterher, denn er hat natürlich sofort verstanden, warum sie so reagiert hat, weil er 1 und 1 zusammengezählt hat.
Mir ist vollkommen bewusst, dass ich hier eine fiktive Story lese, aber das war schon sehr sehr..unglaubwürdig ?

Der Grund, warum Sander überhaupt so eine Trekkingtour gemacht hat, war ein Skandalvideo. Wie das Video zustande gekommen ist, wurde aufgeklärt, aber hier fand ich einerseits diese ganze Situation einfach schrecklich/nicht gut dargestellt/unglaubwürdig und andererseits hat mir ein größerer Konflikt und eine Aussprache gefehlt.

Genauso wie ein abschließendes Gespräch mit Norah und ihren Großeltern.

Unterm Strich ist das ein solides Buch und hätte ich Norah und Sander als Paar mehr gefühlt, wäre meine endgültige Bewertung besser ausgefallen.

Ich weiß, dass es in den Folgebänden um die beiden anderen Skogen Geschwister geht und ich denke ich werde auch weiterlesen, denn ich fand sowohl Ellie als auch Theo interessant.

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Veröffentlicht am 05.04.2024

Etwas enttäuschend

Between Us - Die große Liebe kennt viele Geheimnisse
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“Between Us” ist mein erstes Mhairi McFarlane Buch und daher war ich sehr gespannt, was mich hier erwartet.
Ich muss aber leider sagen, ganz überzeugt hat es mich nicht und ich bin auch teilweise enttäuscht. ...

“Between Us” ist mein erstes Mhairi McFarlane Buch und daher war ich sehr gespannt, was mich hier erwartet.
Ich muss aber leider sagen, ganz überzeugt hat es mich nicht und ich bin auch teilweise enttäuscht. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch.
Dieses Buch war am Ende nichts Ganzes und nichts Halbes.

Der Einstieg war gut, aber danach hat sich für mich nicht mehr viel getan. Es gab keine Hochs, keine Tiefs. Es war einfach.
Nach den ersten 30% kommen wir zu der Stelle, die im Klappentext beschrieben wird. Das war der Moment, an dem ich dachte, es geht rund, denn davor war alles locker und leicht.
Nach 70% haben wir uns gefühlt kaum vom Fleck bewegt.
Die letzten 20% des Buches waren..wild. Und nicht im guten Sinne:
Roisin ist zur Detektivin geworden und zählt 1 und 1 und 1 zusammen, weil anscheinend alles auf einmal Sinn ergibt. Wie sie auf die ganzen Erkenntnisse bzgl. Joes Doppelleben kommt, so ganz aus dem Nichts, ist mir persönlich schleierhaft.
Nach 82% kam plötzlich ein großes Liebesgeständnis zwischen Matt und Roisin vom Himmel gefallen. Wie sich das Ganze zwischen den beiden so weit entwickeln konnte, keine Ahnung. Im Buch ist davon jedenfalls nur wenig zu sehen.
Der Streit zwischen den beiden, um noch den altbekannten 3rd Act Breakup unterzubringen, wirkte auch zusammengekratzt. Mehr gewollt als gekonnt. Ein bisschen Drama muss wohl sein.
Das Ende allgemein eher flach, obwohl es schön war, wie Bezug zum Anfang des Buches genommen wurde.

Das Pacing, in dem die Geschichte erzählt wird, ist mir nicht ganz ersichtlich. Erst am Ende ist mir klar geworden, dass zwischen Anfang und Ende ein Sommer liegt. Also nur wenige Wochen.
Die Kapitel sind kurz und man fliegt quasi durch das Buch. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich weitergelesen habe. Die Freundesgruppe erinnert mich leicht an Friends, die Vibes bis zu den ersten 30% haben etwas von Emily Henry’s Happy Place.

Richtig gemocht habe ich fast niemanden. Die meisten waren "ok". Was irgendwie schade ist, denn einige Charaktere waren gar nicht so schlecht.
Ausnahmen bilden hier allen voran Roisins Freundinnen Meredith und Gina! Die zwei waren klasse!!

Ich werde weitere Bücher der Autorin lesen, dieses hier würde ich allerdings gutgläubig als schlechte erste Wahl abstempeln.

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Veröffentlicht am 05.04.2024

Wichtiges Buch mit wichtigen Themen

Yellowface
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Etwas, worauf man sich vor dem Lesen einstellen sollte, ist: Kein einziger Charakter in diesem Buch ist in irgendeiner Weise “gut” oder ist da, um gemocht zu werden oder gar einen Funken Sympathie zu ernten. ...

Etwas, worauf man sich vor dem Lesen einstellen sollte, ist: Kein einziger Charakter in diesem Buch ist in irgendeiner Weise “gut” oder ist da, um gemocht zu werden oder gar einen Funken Sympathie zu ernten. Das betrifft Juniper genauso wie Athena. Oder irgendeinen der Nebencharaktere.

Die Kurzfassung des Inhalts: Der Aufstieg und Fall der “Autorin” Juniper Song.
Über ca. 80% des Buches versucht Juniper den Leser davon zu überzeugen, dass alles, ausnahmslos alles, was sie seit dem Ende vom ersten Kapitel gemacht hat, nicht falsch oder verwerflich ist. Weder aus legaler, noch aus ethischer Sicht.
Das alles kombiniert mit Neid und immer größer werdender Arroganz macht das Buch, auf seine eigene Art, tatsächlich sehr unterhaltsam.
Fast schon wie ein Unfall, bei dem man nicht wegsehen kann.

Junipers Geschichte greift mehrere sehr aktuelle Punkte der Verlagswelt auf und wer viel online unterwegs ist, wird auch vieles wiedererkennen.

Yellowface ist eigentlich nicht mein Genre, aber nachdem ich Babel und den ersten Teil ihrer Poppy War-Trilogie gelesen habe, war ich doch sehr interessiert und das Buch hat (natürlich) nicht enttäuscht, aber es konnte mich auch nicht zu 100% begeistern oder abholen.
Trotzdem würde ich es weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 05.04.2024

Witzige Dialoge mit Luft nach oben

Wenn deine Wärme meine Kälte besiegt
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Das war mein erstes Buch von Brittainy C. Cherry und ich muss gestehen, ich habe etwas mehr erwartet. Vor allem, weil ich von einigen Leuten online gesehen habe, dass BCC eine (bessere) Alternative zu ...

Das war mein erstes Buch von Brittainy C. Cherry und ich muss gestehen, ich habe etwas mehr erwartet. Vor allem, weil ich von einigen Leuten online gesehen habe, dass BCC eine (bessere) Alternative zu so manch anderen Autoren innerhalb desselben Genres sein soll.
Tja..naja, das kann ich mit diesem Buch eher weniger unterstreichen, aber das kann auch nur ein unglücklicher Start mit uns beiden gewesen sein.

Was mir hier besonders gut gefallen hat, waren einerseits die überwiegend witzigen Dialoge und Chemie zwischen Holly und Kai, die man aus beiden Perspektiven lesen konnte, und zum anderen die Beziehung von Kai und seinem Bruder Mano.

Und der Rest..joa. Kann man so machen, muss man aber nicht.

Während des ersten Drittels im Buch haben sich Holly und Kai gesiezt, was dem eigentlich eher humorvollen Dialogen der beiden etwas Dampf genommen hat. Es sind eben zwei Fremde, die sich im Flur begegnen und obwohl es im Deutschen normal wäre sich hier zu siezen, fand ich es doch etwas eigenartig es zu lesen.
Danach gab es einen spontanen Wechsel ins Du, was die Dialoge besser gemacht hat, aber doch sehr aus dem Nichts für den Leser kam.

Das Buch liest sich unfassbar schnell, was mir als eher langsame Leserin positiv aufgefallen ist.
Aber das Buch liest sich nicht nur schnell, sondern das Tempo der Geschichte ist auch sehr schnell. Es gibt mehrere Zeitsprünge von Tagen und Wochen und wäre die Geschichte anders, hätte es vielleicht mehr Sinn gemacht. So haben mir viele Momente zwischen Holly und Kai gefehlt, um ihre schnellen und plötzlichen, gegenseitigen Gefühle nachvollziehen zu können.

Einige wenige Male wurde der Leser direkt angesprochen, was ich sehr unpassend fand und allgemein verwirrend für den Lesefluss.

Auch wenn ich die Dialoge größtenteils witzig fand, waren sie auch sehr oft kitschig. ZU kitschig. ZU richtig. Die Kommunikation und das Verständnis für den jeweils anderen ZU einfach zwischen den beiden. Es wurde fast immer das Richtige gesagt. Beide sind sich sooooo unfassbar über ihre gegenseitigen Traumata bewusst.
Auch wenn mir vollkommen bewusst ist, dass diese Geschichte zu 100% Fiktion ist, waren einige Sachen quasi die Fiktion der Fiktion, dass es einfach unglaublich unrealistisch ist. Teilweise haben mich einige Aussagen an Pseudo-Instagram Captions erinnert.

Als das Buch schon fast zu Ende war, alle schienen ein Happy End zu bekommen, kam auf einmal doch noch etwas Drama und ein vorzeitiges, wenn auch sehr kurzes Liebes-Aus.
Das hätte man meiner Meinung nach besser lösen können. Ich glaube was mich am meisten hier irritiert hat, war, dass es so spät im Buch passiert ist. Wenn erst bei ca. 85% des Buches das mögliche Ende der Liebe diskutiert wird, dann kann man es vielleicht auch ganz lassen.

Und Holly Jolly? Als Spitzname? Einfach Nein.

Das Cover und den Titel finde ich leider auch eher unpassend für das Buch.

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Veröffentlicht am 05.04.2024

Interessante Welt mit sympathischer Protagonistin

Meister der Dschinn (Gewinner des Nebula Award 2021 für Bester Roman & des Hugo Award 2022 für Bester Roman)
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Als ich auf das Buch aufmerksam wurde, dachte ich, dass mich eine epische Fantasy Geschichte erwartet. Episch ist es zwar, aber was die meisten wahrscheinlich unter “episch” verstehen, findet sich hauptsächlich ...

Als ich auf das Buch aufmerksam wurde, dachte ich, dass mich eine epische Fantasy Geschichte erwartet. Episch ist es zwar, aber was die meisten wahrscheinlich unter “episch” verstehen, findet sich hauptsächlich auf den letzten ca 20% des Buches.
Ansonsten ist es eher ein Krimi-Mystery-Buch mit entsprechenden Fantasy Elementen, auch wenn diese gut und absolut passend für die Geschichte und das Setting gewählt wurden.

Erzählt wird aus der Sicht der Protagonisten Fatma, die sich in einem alternativen Kairo in 1912, als eine der wenigen weiblichen Agentinnen in einer männerdominierten Behörde, mit allerlei magischen Mysterien auseinandersetzen muss.
Fatma ist nicht nur eine toll gewählte Protagonisten, sondern harmoniert auch wunderbar mit so ziemlich jedem Charakter, dem wir in der Geschichte begegnen. Etwas, was wahrscheinlich zum Teil dem immer wiederkehrenden leichten Humor und den entsprechenden Kommentaren und Gedanken aus Fatmas Sicht zu verdanken ist.
Besonders gefallen haben mir Fatma und Hadia. Obwohl Fatma Hadia anfangs eher als Last gesehen hat, haben die beiden nach einer ordentlichen Aussprache eine ganz tolle Freundschaft und noch bessere Chemie entwickelt.

Was dieses Buch vor allem auszeichnet, ist die Liebe zum historischen Detail und das vor allem in Bezug auf Ägypten und seine Kultur. Kein Wunder, denn der Autor ist selbst Historiker.
Wer jedoch Bedenken hat, dass der historische Anteil trocken wirken könnte, den kann ich beruhigen.

Neben dem historischen Aspekt, hat der Autor auch noch viele andere Themen in das Buch einfließen lassen, darunter gleichgeschlechtliche Liebe, Religion, Frauenwahlrecht und mehr.
All das wurde toll in das Buch eingebracht, ohne gezwungen oder irrelevant für die Geschichte zu wirken. Da habe ich nämlich schon das eine oder andere Buch gelesen, wo solch ein Vorhaben eher missglückt ist.

Auch wenn das Buch mit vielem Glänzen kann, muss ich doch sagen, dass es beim Lesen ein Auf und Ab war: das alternative 1912-Kairo war interessant, die Story an sich gut, die Charaktere sehr gelungen, jedoch konnte es mich oft nicht genug mitreißen, sodass ich länger am Stück gelesen habe.

Nichtsdestotrotz finde ich "Meister der Dschinn” ein gelungenes Buch.

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