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Veröffentlicht am 25.11.2025

Langatmig

Katabasis
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2.5-3?
Schwer…ganz, ganz schwer.
Fragwürdig, was schwerer war: Alices Reise durch die Hölle oder mein Kampf durch das Buch.
Warum ich nicht abgebrochen habe, wenn es doch so ein Kampf war? Weil ich offensichtlich ...

2.5-3?
Schwer…ganz, ganz schwer.
Fragwürdig, was schwerer war: Alices Reise durch die Hölle oder mein Kampf durch das Buch.
Warum ich nicht abgebrochen habe, wenn es doch so ein Kampf war? Weil ich offensichtlich stur bin. Viel zu stur. Ich hatte immer noch die Hoffnung, dass ein Moment kommt, der mich mitreißen wird.

Wenn Katabasis irgendwas ist, dann wahrscheinlich sowas wie eine Therapiesitzung der Autorin bzgl. ihrer Studienzeit, genauso wie Kritik an Dozenten an entsprechenden Hochschulen.
Das alles hat man Alice auch angemerkt. Es gab durchgehend Rückblicke in ihr Leben und vor allem ihre Studienzeit unter Prof. Grimes. Immer wieder habe ich mich gefragt, wieso Alice weitergemacht hat und schon fast besessen nach dem Lob von Grimes war. Wahrscheinlich lag es an ihrer eigenen Sturheit, Zielverfolgung und, auch größtenteils, an Grimes’ Manipulation. Denn anders kann ich sein Verhalten nicht wirklich beschreiben.
Elspeth und Peter haben Alice immer wieder gesagt wie schrecklich Grimes ist, aber wirklich “klick” hat es bei ihr erst am Ende gemacht.

Ein grundlegendes Problem für mich: Das Pacing war zu langsam. Alice & Peter sind insgesamt ca. eine Woche in der Hölle unterwegs. Angefühlt hat es sich wie mehrere Monate.
Die Rückblicke, die einerseits geholfen haben etwas über die Charaktere zu erfahren, waren gefühlt endlos lang und, für mich jedenfalls, öfter an den falschen als an den richtigen Stellen untergebracht, wodurch sich das Buch nochmal mehr in die Länge gezogen hat.
Genauso ist es mit dem vielen Philosophieren über Logik, Mathe, die Hölle, etc.

Es gab einige süße Szenen zwischen Alice & Peter, vor allem am Ende. Romantisch, im klassischen Sinn, war das meiste davon nicht wirklich, vielleicht eher anschmachten von Alices Seite, aber trotzdem ganz nett.

Vom Schreibstil und vom Ton hat es mich mehr an Yellowface erinnert, obwohl ich eher sowas wie Babel erwartet habe.
Für die, die etwas ähnliches wie Babel erwarten, die sollten evtl. ihre Erwartungen etwas anpassen.

Die letzten ca. 20% waren eine absolute Qual für mich. Das war Chaos und alles ganz wild und was da genau passiet ist, könnte ich nicht mal zusammenfassen, egal wie sehr ich es wollte.
Um ehrlich zu sein: Ich war froh als es dann endlich vorbei war.

Babel hat mir vergleichsweise doch etwas besser gefallen.
Ich weiß noch nicht, wie ich in Zukunft mit ähnlichen Werken (historische Fantasy im Dark Academia Bereich) der Autorin umgehen werde.

Vielen Dank an eichborn für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

War in Ordnung

Madly Forbidden
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Fangen wir mit dem offensichtlichen an: die Namen.
Rhyland???? Bzw. Rhy als Spitzname. Also bitte…
Aber was mich über den ganzen Verlauf des Buches wirklich an den Rand des Wahnsinns gebracht hat, ist ...

Fangen wir mit dem offensichtlichen an: die Namen.
Rhyland???? Bzw. Rhy als Spitzname. Also bitte…
Aber was mich über den ganzen Verlauf des Buches wirklich an den Rand des Wahnsinns gebracht hat, ist der Name von Dylan’s Tochter: Gravity. Grav.
Wieso nennt man sein Kind so?

Das Pacing ist ok. Die Handlung, auch wenn doch eher vorhersehbar, ist auch in Ordnung.
Die Charaktere sind, wie gewohnt, typischerweise flach mit ihren eigenen kleinen Stückchen (Familien-)Trauma belastet.
Die Dialoge bestehen hauptsächlich aus sexuellen Anspielungen und ein bisschen anderweitigem Inhalt.

Rhyland ist ein typischer LJ Shen-Mann, obwohl ich ihn tatsächlich sogar noch zu den besseren Exemplaren zählen würde.

Dylan konnte ich größtenteils nicht leiden. Ich hatte durchweg das Gefühl, dass versucht wurde, sie auf jede erdenkliche Weise “relateable” erscheinen zu lassen.
Angefangen beim größten Idioten, den man sich vorstellen kann, unglücklicherweise als Kindsvater zu haben.
Grey’s Anatomy in Dauerschleife gucken und so den unerfüllten Traum eines Medizinstudiums durchleben.
Der größte Taylor Swift Fan sein und nach zwei gescheiterten Versuchen endlich zum Konzert nach New York zu können.

Dylans Freunde waren auch nicht ganz nach meinem Geschmack. Allen voran Kieran.
Ist die Person wirklich dein Freund & auf deiner Seite, wenn er Kontakt zum nichtsnutzigen Kindsvater herstellt, obwohl du kein Interesse daran hast, besagten Kindsvater je wiederzusehen? Ich denke nicht.

Zum Ende hin gab es die wundervolle Gelegenheit, auf einen 3rd-act-breakup zu verzichten. Die Autorin hat sich die Situation selbst quasi auf dem Silbertablett serviert, warum man sich dann trotzdem trennen musste, erschließt sich mir nicht zu 100%.

Unterm Strich wurde ich ganz in Ordnung unterhalten, ich hab sogar ein paar Mal geschmunzelt. Ich kann aber nicht sagen, dass hier, außer Gravitys Namen, irgendwas herausgestochen hat.
Den nächsten Teil der Reihe werde ich lesen. Ob ich den ersten, noch ungelesenen Teil der Reihe nachholen, weiß ich noch nicht.

Vielen Dank an LYX für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Enttäuschendes Ergebnis von vielversprechender Handlung

Das Lied der Tiefe
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Das hier ist wieder so ein Moment, bei dem ich mich frage: wieso habe ich nicht abgebrochen?

Das Buch klingt wirklich großartig und ich hatte große Hoffnungen, aber oh man, war “Das Lied der Tiefe” enttäuschend.

Der ...

Das hier ist wieder so ein Moment, bei dem ich mich frage: wieso habe ich nicht abgebrochen?

Das Buch klingt wirklich großartig und ich hatte große Hoffnungen, aber oh man, war “Das Lied der Tiefe” enttäuschend.

Der Schreibstil, auch wenn ich etwas Probleme hatte, harmoniert gut mit der Atmosphäre und den Vibes des Buches, aber leider haben die Charaktere hier für mich fast alles verdorben.

Imogens, die später mit Spitznamen Immy genannt wird (was für ein schrecklicher (!!!) Spitzname, der weder zur Person noch zum Buch passt..keine Ahnung warum man das hat durchgehen lassen) & Theodores Beziehung war eine absolute Katastrophe mitzulesen. Die ganze Beziehung basiert darauf, dass sie voneinander angezogen sind und der Rest ist ein nerviges Hin und Her, das immer im Streit und in nicht nachvollziehbaren Emotionsausbrüchen endet.
Wie die zwei sich angeblich ineinander verliebt haben, ist mir ein Wunder. Abkaufen kann ich den zwei diese angebliche “Liebe” nicht.

Alle, und damit meine ich ausnahmslos alle, Charaktere sind mehrere Persönlichkeitswandlungen durchgegangen. Man konnte sich auf niemanden wirklich einlassen und ich kann daher auch nicht sagen, dass ich jemanden gemocht habe oder gar interessant fand.

Die Dialoge waren anstrengend mitzulesen. Ähnlich mit der Handlung, die sehr unflüssig geschildert ist. Es hat eher gewirkt, als ob man Stellen gekürzt hat, damit das Buch etwas an Länge verliert.

Rachel Gillig, eine Autorin, die ich sehr mag, findet das Buch vielleicht klasse, ich kann mich dem aber nicht anschließen.
Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Es fehlt Handlung & Sympathie der Charaktere

Heart of Night and Fire
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3.25
Nachdem ich von der Artefakte von Ouranos-Reihe (bzw. von den ersten beiden Bänden, da ich zu meiner Schande immer noch nicht weitergelesen habe) schwer begeistert war, muss ich sagen, dass ich hier ...

3.25
Nachdem ich von der Artefakte von Ouranos-Reihe (bzw. von den ersten beiden Bänden, da ich zu meiner Schande immer noch nicht weitergelesen habe) schwer begeistert war, muss ich sagen, dass ich hier nach dem ersten Band des Nachtfeuer Quartetts doch eher enttäuscht bin.

Hinten im Buch ist eine Notiz der Autorin, dass “Heart of Night and Fire” zur Corona-Hochzeit entstanden ist und das merkt man der Protagonistin Zarya sehr gut an. Die erste Hälfte des Buches ist geprägt von Zaryas Wut auf ihr bisheriges Leben, abgeschottet von allem und jedem, und dem Wunsch nach absoluter Freiheit.
Genauso ist die Inspiration der ostasiatischen/indischen Kultur sehr gut durchgekommen.

Leider ist das eigentlich auch das einzige, was ich diesem ersten Band abgewinnen kann.
Der Verlauf der ganzen Geschichte, das Pacing und die Beziehungen der Charaktere zueinander sind nicht sehr flüssig oder nachvollziehbar. Egal wie sehr Zarya mit einigen Charakteren zum Ende hin auf “Freunde” gemacht hat, war das für mich alles andere als glaubwürdig.
Aarav, Zaryas irgendwie-Aufpasser/irgendwie-Bekannter/ irgendwie-Freund, hat sich für mich auch mehr zum Platzhalter und Seitenfüller entwickelt, als zum relevanten Charakter. Zarya & Aarav sind eigentlich gemeinsam unterwegs, aber immer öfter ist Aarav einfach irgendwo, außer da wo man ihn vermutet. Gerade als ich mich wieder gefragt habe, wo er denn ist, kommt er um die Ecke für einen Kommentar oder Streit oder Zarya daran zu erinnern, dass sie eigentlich wieder nach Hause sollen und er doch ihr Aufpasser ist.
Zaryas Beziehung zu Vikram (Kommandant der Armee) habe ich von Anfang an als etwas eigenartig wahrgenommen und konnte dem bis zum Ende hin nichts abgewinnen.
Die Entwicklung von Yasen (Vikrams Freund & auch Kommandant?) und Zaryas Beziehung fand ich auch etwas eigenartig. Über den Großteil des Buches war nicht klar, was mit den beiden überhaupt ist (er schien mehr genervt als irgendwas anderes, hat sie permanent grimmig angemacht), bis Yasen wohl einen Sinneswandel hatte und sie dann auf einmal beste Freunde sind.
Das Buch wird mit “found family” beworben, aber davon habe ich hier ehrlich gesagt nichts gesehen. Nicht überraschend, wenn die Beziehungen der Charaktere für mich gar keinen Sinn gemacht haben.

Was dem Buch jedoch im höchsten Maße gefehlt hat, ist schlichtweg die Handlung. Wenn mich jemand fragen würde, worum es hier geht, wüsste ich keine Antwort.
Ich kann gleichzeitig nicht leugnen, dass mit dem Auftauchen eines neuen und mysteriösen Charakters (lieben wir!), der die Handlung hoffentlich vorantreiben wird, mein Interesse etwas gestiegen ist.

Wann ich die Reihe weiterverfolgen werde, kann ich noch nicht genau sagen, aber das wird erst mal nicht in der nahen Zukunft sein.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Verwirrendes Magiesystem

Arcana Academy 1: Arcana Academy
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Ich & Dark Academia sind bekanntermaßen keine Freunde, aus welchen Gründen auch immer. Genauso wenig habe ich noch kein Buch von Elise Kova gelesen. War es also ein bisschen unschlau “Arcana Academy” als ...

Ich & Dark Academia sind bekanntermaßen keine Freunde, aus welchen Gründen auch immer. Genauso wenig habe ich noch kein Buch von Elise Kova gelesen. War es also ein bisschen unschlau “Arcana Academy” als mein erstes Elise Kova Buch zu wählen? Vielleicht.

Ich hatte vorab schon die ein oder andere Meinung zu “Arcana Academy” gehört, genauso wie einige zweigespaltene Sachen zu den früheren Werken der Autorin, daher kann ich nicht sagen, dass ich unvoreingenommen in dieses Buch gestartet bin.

Der Schreibstil war eine kleine Achterbahnfahrt. Ich kann nicht sagen, wie sich der Stil von den anderen Büchern der Autorin unterscheidet und damit besser oder schlechter ist als das, was man vielleicht gewohnt ist.
Unterm Strich war es ok. Es gab einige angenehme Stellen und andere, die ich doppelt lesen musste. Absoluter Durchschnitt.

Für mich, genauso wie wahrscheinlich für viele andere, war das auf Tarot basierende Magiesystem einer der Punkte, die das Buch so interessant gemacht haben. Es hat sich herausgestellt, dass das Magiesystem gleichzeitig einer der größten Schwachpunkte für mich war.
Habe ich alles verstanden, was die Tarotkarten & die Magie angeht? Sicherlich nicht. Es gibt einige Sachen, die besser erklärt/einfacher zu verstehen waren und andere, die ich letzten Endes einfach so akzeptiert habe, wie sie angeblich sind. Ich denke nicht, dass besagte Sachen keinen Sinn innerhalb der Welt gemacht haben. Es liegt eher an einem Mix aus den Erklärungen und meinem, an einigen Stellen, nicht vorhandenen Verständnis.

Hieraus ergibt sich eigentlich auch das nächste Problem: wenn man dem Magiesystem mit den verschiedenen Karten, die sich ehrlicherweise (im Englischen jedenfalls) etwas zu sehr ähneln, nicht zu 100% folgen kann, verliert man in Kampfszenen schnell den Überblick. Es wirkt chaotisch und es ist nicht nachvollziehbar, was passiert und wer evtl. die Oberhand hat, da die Karten zusätzlich zum tatsächlichen kämpfen, wie Waffen eingesetzt werden.
Es gibt eine Handvoll solcher Kampfszenen und auch wenn ich versucht habe dem Geschehen zu folgen, habe ich irgendwann aufgegeben und mich eher auf den Ausgang des Kampfes konzentriert.
Es gibt ein Glossar mit allen bisher erwähnten Karten und ich kann jedem nur empfehlen dort einen Blick reinzuwerfen.

Die Romance zwischen Clara & Kaelis ist, zu meiner Überraschung, nicht der Fokus der Geschichte, was ich, auch überraschenderweise, sehr gemocht habe. Unterm Strich kann ich aber auch nicht sagen, dass das, was im Buch als Romance vorhanden ist, überzeugt hat.
Ich glaube mir hätte es mehr zugesagt, wenn man in die Schulleiter-Schüler Beziehung etwas mehr eingegangen wäre und diese auch entsprechend ausgenutzt hätte.
Hier gibt es auch wieder ein Beispiel dafür, wie fragwürdig die Entscheidung ist, die Sprache während Sexszenen so unfassbar zu ändern, dass man denken könnte, es ist ein komplett anderes Buch. Es liest sich schrecklich und fließt überhaupt nicht mit dem Rest der Handlung & Sprache.

Ich kann nicht sagen, dass ich unfassbar gefesselt von Handlung und Charakteren war, obwohl ich fand, dass es die ein oder andere sehr gute Stelle gab.
Das Ende war dann doch ein bisschen spannend und ich möchte wissen, wie es weitergeht.

Danke an Hodderscape für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars via NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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