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Veröffentlicht am 30.06.2024

Gelungene Fortsetzung

Das Reich der Verdammten
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4,25 / 5

Während man “Reich der Vampire” als Gabriel Geschichte beschreiben könnte, hat sich “Reich der Verdammten” mehr auf seine Beziehung zu Dior und Celene, als auch auf Celene als eigenständigen ...

4,25 / 5

Während man “Reich der Vampire” als Gabriel Geschichte beschreiben könnte, hat sich “Reich der Verdammten” mehr auf seine Beziehung zu Dior und Celene, als auch auf Celene als eigenständigen Charakter konzentriert. Und ich persönlich fand das wirklich super, denn Celene/die Liathe hat schon zum Ende vom Vorband mein Interesse geweckt.

Ich hatte einige Schwierigkeiten, in die Geschichte reinzukommen und hatte Bedenken, ob vielleicht für mich und mein Gehirn zwischen Band 1 und Band 2 zu viel Zeit vergangen ist, trotz der Zusammenfassung (!) am Anfang des Buches. Aber das hat sich ab einem gewissen Punkt innerhalb der ersten ca. 100Seiten zum Glück gelegt.

Wer den Schreibstil vom Autor im ersten Band gemocht hat, sollte hier auch auf seine Kosten kommen.
Ich bin die Letzte, die sich gegen das Fluchen aussprechen wird. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass es von der Sprache und dem Kontext passen muss, damit der Effekt “richtig” rüberkommt.
Hier wurde in ca. den ersten 20%, vielleicht auch 25%, verhältnismäßig viel und kreativ (manch einer würde es vulgär oder derb nennen) geflucht.
Wenn man diese Art von Humor teilt, dem wird hier was geboten. Auf wen das nicht zutrifft, der kann diese Stellen easy überlesen.
Vielleicht ist das auch ein Punkt, der im Original etwas besser/flüssiger rüberkommt.

Während “Das Reich der Vampire” komplett aus Gabriels Perspektive erzählt wurde, wird diese Geschichte ab ca. der Hälfte aus zwei Perspektiven erzählt, was absolut zum Vorteil der Geschichte dient. Ich fand sogar die andere Perspektive fast angenehmer zu lesen.
Was mir hier auch gut gefallen hat, ist, dass Jean-François viel präsenter war verglichen mit dem Vorband. Seine Einschübe haben der Erzählung einen gewissen eigenen Charme verliehen und auch gewisse Charakterzüge zum Vorschein gebracht.

Die Handlung konzentriert sich hier hauptsächlich auf die Familie der Dyvoks und die Hochländer. Zwei sehr spannende Handlungsstränge, die entsprechend gut ausgearbeitet wurden.

Wie am Anfang bereits erwähnt, steht die wachsende Beziehung zwischen Gabriel und Dior hier, verständlicherweise, sehr im Fokus.
Emotional abholen oder sehr mitnehmen konnte mich diese nicht, da fand ich persönlich die Beziehung von Gabriel und Celene interessanter.

Das Ende war unfassbar spannend und entsprechend der Höhepunkt dieses Buches, nicht nur handlungstechnisch, sondern auch emotional.
Falls sich jemand fragt, ob es einen Cliffhanger gibt: jein ?

Unterm Strich ist “Reich der Verdammten” eine sehr gelungene Fortsetzung der Reihe und verspricht einen grandiosen dritten Band.

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Veröffentlicht am 17.06.2024

Super süße Geschichte!

Flawless
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3,75 / 5

Eine super süße Geschichte, die man leicht und schnell weglesen kann!

Mir haben sowohl Summer, als auch Rhett und seine Familie sehr gefallen und waren mir sehr sympathisch.
Das Kleinstadt-Setting ...

3,75 / 5

Eine super süße Geschichte, die man leicht und schnell weglesen kann!

Mir haben sowohl Summer, als auch Rhett und seine Familie sehr gefallen und waren mir sehr sympathisch.
Das Kleinstadt-Setting war ok, aber sehr viel durchgekommen von dieser Kleinstadt ist am Ende nicht wirklich, denn die Haupthandlung war irgendwie überall, nur kaum in der Stadt.

Die Beziehung zwischen Summer und Rhett ging mir anfangs etwas zu schnell, aber nichtsdestotrotz waren die zwei sehr süß.

Willa, Summers beste Freundin, habe ich sehr gemocht und hätte mir gerne (viel) mehr Szenen mit ihr gewünscht.

Es gab einige Konfliktmöglichkeiten/Streitsutiationen mit Winter (Summers Schwester) und Marina (Summers Stiefmutter), die ich gerne etwas mehr in “ausgelebt” gesehen hätte. Denn kaum drohte das Gespräch zu eskalieren, hat Summer einen kleinen Monolog geliefert und ist davon gegangen. Manch einer würde sagen, die Reaktion war sehr erwachsen. Ja, vielleicht war sie das auch. Aber als Leser hätte ich mir hier etwas mehr gewünscht.

Mentale Minuspunkte gibt es für die Verwendung des Begriffs “Knospe”. Ein no-go, selbst wenn es nur einmal vorgekommen ist. FAST hätte ich es sogar überlesen. Aber nur fast.

Ich habe mir schon die restlichen Bücher der Reihe angeguckt und weiß daher, um welche Paare sich die nächsten Geschichten drehen werden und freue mich umso mehr auf die nächsten Teile. Vor allem aber freue ich mich, die ganzen Charaktere besser kennenzulernen.

Definitiv etwas für die Tessa Bailey Mäuse.

Mein einziger Punkt in Sachen Unverständnis geht an die Bullenreiten-Thematik. Ich habe vor dem Buch nichts darüber gewusst, außer dass der Sport existiert und jetzt, nachdem ich damit auf etwas über 350 Seiten konfrontiert wurde, bin ich einfach noch verwirrter und sprachloser über dessen Existenz als vorher.

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Veröffentlicht am 07.06.2024

Für das, was es ist, ist es in Ordnung

Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen
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Ich habe Anfang des Jahres eine Graphic Novel aus dem gleichen Genre gelesen (Ruined - Lady Catherines Geheimnis) und verglichen mit Stolz & Vorurteil, war das quasi wie Tag und Nacht.

Vorab: Ich habe ...

Ich habe Anfang des Jahres eine Graphic Novel aus dem gleichen Genre gelesen (Ruined - Lady Catherines Geheimnis) und verglichen mit Stolz & Vorurteil, war das quasi wie Tag und Nacht.

Vorab: Ich habe Stolz & Vorurteil weder gelesen noch irgendeine Verfilmung davon gesehen (was ich aber wahrscheinlich nachholen muss) und kenne weniger als grobe Handlung der Geschichte. Mein Wissen beschränkt sich wirklich nur darauf, dass alle Mr. Darcy toll finden.

Alles, was ich an Ruined kritisiert habe und mir generell nicht gefallen hat, hat dieses Buch größtenteils wieder wettgemacht.
Der Zeichenstil hat mir gefallen, die Zeit- und Ortindikatoren waren klasse (!!!), die Story viel, viel verständlicher.
Trotzdem muss ich sagen, dass einige Dialoge ziemlich kurz und abgehackt waren und man gemerkt hat, dass einige Seiten mehr nicht geschadet hätten.
Auch fand ich die Mimik einiger Charaktere in einigen Situationen eher verwirrend und vielleicht auch irreführend, denn das, was mir der Charakter versucht hat mitzuteilen, war für mich genau die gegenteilige Emotion, die ich eigentlich auf dem Gesicht hätte sehen sollen. ZB statt traurig/verwirrt, sah das Gesicht eher wütend aus.

Mein größter Kritikpunkt ist die verschnörkelte Schrift, die zwischendurch sowohl für die Erzählereinschübe, als auch für die Briefe verwendet wurde. Ich fand sie teilweise schon schwer zu lesen bzw. zu entziffern.

Wer wie ich keine Ahnung von Stolz & Vorurteil hat, kriegt hier einen tollen Einblick und vielleicht wird auch das Interesse geweckt, sich mehr mit der Geschichte zu befassen.

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Veröffentlicht am 31.05.2024

Nicht ganz das, was ich mir erhofft habe

Der Vertraute
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3,5 / 5

Für mein erstes Leigh Bardugo Buch war das eine leicht ernüchternde Erfahrung. Es war nicht schlecht, aber ich mache auch keine Begeisterungssprünge.

Ich hatte zwei große Probleme während des ...

3,5 / 5

Für mein erstes Leigh Bardugo Buch war das eine leicht ernüchternde Erfahrung. Es war nicht schlecht, aber ich mache auch keine Begeisterungssprünge.

Ich hatte zwei große Probleme während des Lesens:
Die Charaktere, mit Ausnahme von Santángel, haben mir schlichtweg nichts gegeben.
Ich habe bis ca 60% (vielleicht sogar 65%) nicht wirklich verstanden bzw. herleiten können, was das Ziel ist.

Luzia war unscheinbar und teilweise schon etwas anstrengend. Die einzige Momente, die sie als (Haupt-)Charakter interessant gemacht haben, waren die Gespräche mit Santángel. Vor allem zu Beginn. Er hat einen Nerv bei ihr getroffen, der sie quasi zum Leben erweckt hat. Sie war in jeglichem Sinne wie ausgewechselt: mutiger, schlagfertiger, weniger verängstigt. Aber ich kann nicht sagen, dass sie dadurch sympathischer geworden ist.

Interessant ist auch, dass alle wichtigen weiblichen Charaktere (Luzia, Hualit, Valentina) ihre eigene 180-Grad-Wandlung durchgemacht haben und wie das ihre Beziehung zueinander, als auch zu den Männern in der Geschichte verändert hat.
Auch wenn diese Wandlung eher plötzlich von einem Kapitel zum nächsten passiert ist.

Ein großes Problem für mich waren die verschiedenen POV. Wären wir strikt bei Luzia und Santángel Perspektiven geblieben, wäre vielleicht früher die eigentliche Handlung und das Ziel des Buches klar gewesen.
Denn so habe ich mich bis zum letzten Drittel gefragt, wessen Geschichte ich hier lese: Luzias Geschichte und ihr Aufstieg in der spanischen Gesellschaft? Santángels Geschichte und sein Streben nach Freiheit? Oder irgendwas dazwischen.

Über was für einen Zeitraum sich das Buch erstreckt, wird auch nicht klar. Ich kann nur vermuten, dass es mehrere Wochen sind. Da fällt es mir auch schwer, die Liebesbeziehung der beiden als solch intensive Liebe abzukaufen, wie sie beschrieben wurde.

Ich kann die Vibes herauslesen, die versucht wurden zu vermitteln und ich weiß, dass viele das Buch mögen oder gar lieben werden, bzw. es auch schon tun. Mir hat es leider nichts gegeben, dafür fand ich es fast schon zu flach.

Die Handlung des Buches ist zu Beginn des Goldenen Zeitalters in Spanien angesetzt (17. Jahrhundert) und obwohl der historische Aspekt und die Problematik gut durchgekommen sind (ich hatte mir einige Interviews von Leigh Bardugo zu diesem Titel angeguckt), weiß ich nicht, ob die Handlung nicht hätte etwas intensiver sein können. Bis auf wenige gute Szenen und Momente, habe ich mich mehrmals erwischt, wie ich auf einen Höhepunkt in der Handlung gewartet habe, der nie kam. Man könnte sich auch streiten, ob das Ende nicht dieser Höhepunkt war, aber naja.

Auch wenn “Der Vertraute” nicht ganz das gewisse Etwas für mich geliefert hat, habe noch einige andere Leigh Bardugo Titel auf meiner Liste und werde diesen nichtsdestotrotz eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 23.05.2024

Tolles Buch, was mich nicht zu 100% abholen konnte

Funny Story
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3,75 / 5

Ich bin mit der kleinen Hoffnung in dieses Buch gestartet, dass es mich eventuell so abholen könnte, wie Book Lovers es damals getan hat. Das war leider nicht der Fall und das lag an einigen ...

3,75 / 5

Ich bin mit der kleinen Hoffnung in dieses Buch gestartet, dass es mich eventuell so abholen könnte, wie Book Lovers es damals getan hat. Das war leider nicht der Fall und das lag an einigen Punkten.

Wir hätten da einmal Daphne, mit der ich anfangs eher schlecht als recht warm geworden bin und die im Verlauf des Buches mehr einen "ok, sie existiert einfach" Status bei mir angenommen hat. Auch wenn ich natürlich ihre Ängste und Sorgen verstehen konnte.

Miles als männlichen Hauptcharakter fand ich im Großen und Ganzen ganz solide. Ich habe einige englische Rezensionen gesehen, die von ihm weniger begeistert waren, daher war ich einerseits froh, dass es bei mir nicht der Fall war, auch wenn ich diese Meinungen verstehen kann, und bin gleichzeitig überrascht, dass Daphne bei mir diejenige war, die mich nicht komplett überzeugen konnte.

Dann hätten wir die für mich nicht zufriedenstellende Lösung von Daphne und Sadies Freundschaft. Sadie hat Daphne sehr verletzt und ich hätte mir sehr gewünscht, ein Gespräch der beiden dazu zu lesen.
Ähnliches gilt auch für Daphnes Vater und die Beziehung zu ihm. Auch hier verstehe ich vollkommen Daphnes Gefühle und obwohl es hier tatsächlich eine Art Gespräch gab, war dies nicht ganz nach meinen Vorstellungen.
Ein Grund, warum ich mit beiden Situationen nicht komplett zufrieden bin, ist, dass ich der Meinung bin, nicht jede Beziehung (ob romantisch, freundschaftlich, familiär oder andere) braucht ein Happy End oder einen Abschluss in einer Weise. Ich glaube, hier gab es die eine oder andere Möglichkeit, sowas zu schreiben und ich hätte mich gefreut es zu lesen. Aber gut.

Ich glaube mein Favorit und absolutes Highlight war Ashleigh, Daphnes Arbeitskollegin und Freundin! Absolut klasse Charakter! Genauso wie die anderen Bewohner von Waning Bay, die man im Laufe des Buches kennenlernt, als auch der Ort an sich.

Man kommt wirklich schnell durchs Buch. Das Ende knüpft etwas an den Anfang und allgemein an den Buchtitel an, was ich ein nettes Detail finde. Es gab einige Stellen, an denen ich gut geschmunzelt habe. Emotional, auch wenn sowohl Daphnes, als auch Miles Background doch eher traurig sind, konnte es mich nicht ganz abholen, was ich nicht unbedingt tragisch finde.
Alles in allem ein gutes Buch.

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