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Veröffentlicht am 28.08.2024

Absolut enttäuschend

Five Broken Blades
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Also…dieses ganze Leseerlebnis war doch eher enttäuschend.

Auf knapp 500 Seiten, aufgeteilt in 86 Kapitel, führen insgesamt 6, hauptsächlich aber 5 Charaktere den Leser durch die Geschichte.
Obwohl ich ...

Also…dieses ganze Leseerlebnis war doch eher enttäuschend.

Auf knapp 500 Seiten, aufgeteilt in 86 Kapitel, führen insgesamt 6, hauptsächlich aber 5 Charaktere den Leser durch die Geschichte.
Obwohl ich mehrere POVs gerne lese und kurze Kapitel sehr zu schätzen weiß, ist das etwas, was für dieses Buch nicht komplett funktioniert hat.

So ziemlich die ganze erste Hälfte des Buches dauert es, bis alle Protagonisten und damit die “gefährlichsten Attentäter des Landes” sich an einem Ort versammelt haben, um dort den Plan, den König zu töten, in Gang zu bringen.
Alles, was bis dahin passiert ist, ist hier und da vielleicht leicht ereignisreich, aber eigentlich ziemlich wenig.
In der zweiten Hälfte passiert dann etwas mehr, man könnte es fast schon Action nennen. Meine Begeisterung oder Enthusiasmus konnte es allerdings eher mäßig wecken.

Man kriegt in jedem Kapitel Informationen in Größe von Brotkrümeln, sodass man das Gefühl hat, etwas Neues zu erfahren, ohne wirklich alles oder gar genug Wissen zu besitzen. Das heißt der Inhalt von vielen Kapiteln dreht sich immer wieder um dasselbe: wer steht auf wen, warum verhält sich Charakter so-und-so so verdächtig, ich mag die Gruppe zwar aber vertrauen kann ich niemandem, und zu guter Schluß noch eine kleines Detail oder Geheimnis über den Charakter selbst oder dessen Vergangenheit.
Das permanente und eher penetrante gegenseitige Anschmachten und sexuelle Verlangen nacheinander zwischen den meisten Charakteren, die zusammen reisen, ist auch nur ganz schwer zu ertragen und hat nicht nur zu viel Platz eingenommen sondern auch dazu geführt, dass ich bei jeder erneuten Erwähnung mit den Augen gerollt habe. Es war nervend und in den meisten Fällen unnötig.

Die Charaktere als Gruppe und in dieser Gruppenkonstellation haben auch für mich leider nicht funktioniert. Sie waren sich nicht ähnlich genug, sodass sie zusammen harmoniert haben. Sie waren auch nicht unterschiedlich genug, sodass sie irgendeinen Reiz ausgestrahlt haben.
Wirklich gemocht habe ich daher niemanden, bis auf Sora, die höchstens, und auch nur zwischendurch, interessant war.

Der Versuch, mir eine brutale, ungerechte und gefährliche Welt zu verkaufen (allgemeine Gesellschaft, Frauen haben im Leben den Kürzeren gezogen, schreckliche Herrscher, traurige Vergangenheit der Hauptcharaktere) , ist der Autorin nicht gelungen.
Das könnte einerseits daran liegen, dass alles aus der ich-Perspektive geschrieben ist, was den Charakteren, die alle um die Mitte 20 sind, einfach eher etwas jugendliches/jüngeres und fast schon naives verleiht, und andererseits daran, dass zwischen den vermeintlichen Taten der Charaktere und das, was wir in den Kapiteln und Monologen erfahren, ein kompletter Kontrast ist und das für mich einfach nicht zusammengepasst hat.
Vor allem mit Euyn hatte ich unfassbare Probleme und habe ihn als Person auch weder irgendwo einordnen können noch habe ich ihn wirklich verstanden. Er wirkte durchgehend unfassbar naiv, soll aber auch ein brutaler Killer sein ? Naja..

Die vereinzelten Versuche, etwas Humor in die Geschichte einzubringen, auch wenn es zum Charakter und dem allgemeinen Ton des Buches gepasst hat, waren für mich misslungen.

Mit der Art und dem Ton hätte das Buch mit einer ähnlichen Handlung als YA-Buch besser funktioniert.
Der Fantasy-Aspekt ist hier auch sehr, sehr kurz gekommen. Zu kurz. Ich habe mich mehrmals dabei erwischt, wie ich danach gesucht habe.

Einen der zwei großen Plottwists am Ende konnte ich halb riechen, auch wenn diese objektiv gesehen nicht schlecht gewählt wurden.

Die letzten ca. 15% (ca. 75 Seiten) waren das, was ich ursprünglich vom Buch erwartet habe und würde diesen Teil sogar als gut beschreiben. Alles davor war für mich, wie bereits am Anfang erwähnt, enttäuschend.

Ob ich den nächsten Teil lesen werde, kann ich momentan nicht sagen. So, wie “Five Broken Blades” ausgegangen ist, klingt der zweite Teil doch interessant. Allerdings, wie man unschwer erkennen kann, hatte ich viele Probleme mit diesem Buch und daher hält sich meine Begeisterung etwas in Grenzen.
Ich glaube für Leser, die nicht viel Fantasy oder solche Art von Büchern lesen, könnte es gut unterhalten. Der Ton ist nicht zu ernst, die Sprache einfach und die Kapitel kurz.

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Veröffentlicht am 16.08.2024

Zwiegespalten. Frustrierend. Unausgeschöpftes Potential.

The Idea of You
1

August 2024: Habe mich jetzt durchgerungen, die Wertung auf endgültige 2 bzw 2,25 Sterne zu setzen.

April 2024:
Nach langem hin und her habe ich mich entschlossen, dem Buch keine Sternebewertung zu geben, ...

August 2024: Habe mich jetzt durchgerungen, die Wertung auf endgültige 2 bzw 2,25 Sterne zu setzen.

April 2024:
Nach langem hin und her habe ich mich entschlossen, dem Buch keine Sternebewertung zu geben, da ich nicht denke, dass eine entsprechende Wertung adäquat meine Meinung widerspiegeln würde. Falls also eine Sternebewertung angegeben ist, dann bitte ich diese als neutrale Wertung anzusehen oder ignorieren.

Dieses Buch war so unfassbar frustrierend..
Die letzten 1,5 bis 2 Kapitel waren toll. Auf voller Linie emotional. Ich habe mir die Augen ausgeweint! Und tue es (gefühlt) immer noch, wenn ich daran denke.
Aber: Alles vor diesen letzten 2 Kapiteln hat mich während des Lesens so genervt und irritiert, dass ich schon mit dem Buch auf eine gewisse Art abgeschlossen hatte, bevor es überhaupt vorbei war.

Ich glaube, die beste Variante, in dieses Buch zu starten, ist mit folgendem Gedanken: Das ist die Geschichte von Solène und ihrem Leben und wie es sich und sie verändert, als sie sich unerwartet verliebt.
Denn das ist nicht die Geschichte von dem Paar Solène und Hayes, das sich verliebt.

Das ganze Buch ist auch Solènes Sicht geschrieben und es gibt unheimlich viele Situationen, die meiner Meinung nach für den Leser nicht nachvollziehbar sind.
Und das Schlimmste: Viele Situationen werden in der Luft hängen gelassen. Obwohl die Autorin dem Leser potentielle Konflikte quasi auf dem Silbertablett präsentiert, wird dieses Potential nie ausgeschöpft.
Das Fazit hier: Solène ist nicht konfliktfähig. Und das nervt.

Solène selbst war eine der unsympathischsten Hauptcharaktere, die ich je erlebt habe. Überheblich. Arrogant. Zu gut für “das alles”. Man könnte es auf ihre Erziehung schieben, denn ab und zu kommen ihre französischen Eltern zur Sprache, aber das wäre zu einfach gelöst.

Die Beziehung zu ihrer Tochter Isabelle fand ich aus Lesersicht zu distanziert und würde diese auch nicht als “gut” beschreiben. Vor allem, weil Isabelle in der Beziehung von Solène und Hayes ein entscheidender (Problem-)Faktor war. Jedoch wurde dieser Konflikt so gut wie gar nicht ausgearbeitet, obwohl der Leser über mehrere Kapitel darauf vorbereitet wurde.

Solène und ihr Exmann Daniel haben ein entsprechend fragwürdiges Verhältnis, was verständlich ist, wenn man ihre Vergangenheit kennt. Aber selbst als Daniel die Doppelmoral-Keule schwingt, kommt von Solène nichts. Frustrierend.

Solène und Hayes haben für mich als Paar bis zum Schluss keinen wirklichen Sinn ergeben. Was auch immer da für eine Chemie zwischen den beiden sein sollte, sie war nicht vorhanden.
Ich habe, bis auf die Gespräche in den letzten zwei Kapiteln, keinen einzigen anständigen Dialog der beiden gelesen.
Jedes Mal, wenn das Gespräch etwas tiefer gehen sollte, landet auf einmal Hayes’ Hand auf ihrem Knie und dann gabs Sex, das Gespräch war vergessen und wurde auch nie wieder aufgenommen. Und das zieht sich durch das gesamte Buch, sodass die Beziehung der beiden nur oberflächlich und von Sex getrieben erscheint.
Es gibt immer wieder kleine Momente in denen man merkt, dass beide mehr füreinander empfinden, aber wie gesagt, am Ende ist es der Sex, der alles immer wieder überschattet.
Und der anscheinend gute Sex sei ihnen gegönnt. Aber als Leser will man dann doch ein bisschen mehr von einem Paar, das sich liebt.

Hayes, so jung er auch ist, wirkt am Anfang sehr selbstbewusst und fast schon erwachsen. Doch je weiter das Buch voranschreitet, desto mehr kommt sein Alter durch und wie “jung” er ist.

Ich weiß nicht, wie viele unglückliche Formulierungen ich auf die Übersetzung schieben kann, aber ich glaube ich verstehe jetzt, was Leute meinen, wenn sie “das liest sich wie eine Wattpad Story” sagen.

Dieses Buch könnte einer der seltenen Fälle werden, bei dem der Film besser als das Buch ist.

Ergänzende Meinung, nachdem ich den Film geguckt habe: Anne Hathaway ist eine klasse Schauspielerin! Es gab einige Änderungen im Film, aber ich fand diese allesamt sehr gelungen und haben für die Geschichte und als Buchverfilmung sehr, sehr viel Sinn ergeben und wunderbar funktioniert.
Die Beziehung zwischen Solène und Isabelle und Solènes Charakter, der extrem sympathisch war und fast schon das totale Gegenteil zu Buch-Solène, sind wahrscheinlich die größten positiven Änderungen verglichen mit dem Buch.
Was der Film für mich, genauso wie das Buch, leider nicht geschafft hat, ist die Entwicklung der Beziehung von Solène und Hayes nachvollziehbar darzustellen.
Der Film ist anders, auf eine gute Weise anders, weniger frustrierend, aber ich weiß nicht, ob er besser als das Buch ist, denn ich kann das Buch nicht als "gut" bezeichnen.

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Veröffentlicht am 11.08.2024

Tolle und emotionale Geschichte!

Divine Rivals
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4,25

Ich habe das Buch letztes Jahr im August/September auf englisch gelesen und zugunsten des Buches mit einer 3,75 bewertet, muss aber auch sagen, dass ich damals nur halb begeistert war. Es lag nicht ...

4,25

Ich habe das Buch letztes Jahr im August/September auf englisch gelesen und zugunsten des Buches mit einer 3,75 bewertet, muss aber auch sagen, dass ich damals nur halb begeistert war. Es lag nicht am Buch, sondern an mir. Ein klassischer Fall von “falsches Buch zum falschen Zeitpunkt”.

Jetzt, nach dem Reread, habe ich ein besseres Verständnis dafür, warum das Buch so geliebt wird.

Die Geschichte von Iris und Roman ist einfach tragisch, stellenweise und, besonders das Ende, sehr emotional. Taschentücher sollten bereitgehalten werden!
Die beiden zusammen waren einfach super süß und ich habe mich mehrmals dabei erwischt, wie ich ins Buch gegrinst habe.
Allerdings muss ich auch sagen, dass es am Ende doch eine etwas schnellere Entwicklung angenommen hat. Das war jedoch weder störend noch sehr fragwürdig, aber auffallend genug, dass man sich kurz über den Umschwung gewundert hat.

Mir haben zwei Aspekte besonders gut gefallen: einmal die Mythen über die Götter, vor allem wenn es mehrere Varianten von ein und derselben Geschichte gibt. Und zum anderen die Briefe, die Schreibmaschinen und die Geschichte dahinter!

Ich werde auch direkt mit dem zweiten Teil weitermachen und bin schon gespannt, wie die Geschichte ausgehen wird!

Vielen Dank an LYX für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 31.07.2024

Tolle und süße Geschichte!

Wolke Sieben ganz nah
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3,75

Ich bin vielleicht mit etwas zu hohen Erwartungen an das Buch rangegangen, denn obwohl es toll angefangen hat, war nach Kapitel 2 mein Eindruck eher ernüchternd.
Zum Glück hat sich kurz vor der Hälfte ...

3,75

Ich bin vielleicht mit etwas zu hohen Erwartungen an das Buch rangegangen, denn obwohl es toll angefangen hat, war nach Kapitel 2 mein Eindruck eher ernüchternd.
Zum Glück hat sich kurz vor der Hälfte des Buches das Blatt diesbezüglich etwas gewendet.

Delphie kam, vor allem in der ersten Hälfte, teilweise recht unsympathisch rüber, was wirklich schade ist.
Je mehr es allerdings im Buch vorangeht, desto klarer wird es, warum Delphie so ist wie sie ist und warum die Beziehungen zu anderen Menschen, ob freundschaftlich oder romantisch, nie wirklich ein Teil ihres Lebens waren.

Selbstverständlich habe ich zwischendurch das ein oder andere Tränchen verdrückt und ich weiß auch nicht, wie man bei einigen Teilen der Geschichte nicht traurig werden kann!

Es gab einen bunten Mix von Charakteren, die man alle auf ihre eigene Art mögen musste. Mein persönliches Highlight ist sowohl Merritt, Delphies “Therapeutin”, als auch Mr Yoon, Delphies Nachbar.

Das Buch ein Happy End, ein wirklich süßes sogar noch dazu, aber was ich wirklich toll finde, ist, dass nicht jede Beziehung, die Delphie mit einem Menschen hatte (zum Beispiel mit ihrer ehemaligen besten Freundin), ein Happy End bekommen hat. Ich finde sowas sehr wichtig und freue mich, wie dies hier dargestellt wurde.

“Die Mitternachtsbibliothek” und “Wolke Sieben ganz nah” verfolgen auf unterschiedliche Weise dasselbe Thema und schlussendlich auch dasselbe Ziel, jedoch hat dieses Buch es um Längen besser gemacht! Und wenn ich zwischen den beiden Büchern wählen oder jemandem eins empfehlen könnte, wäre es auf jeden Fall “Wolke Sieben ganz nah”!

Vielen Dank an Knaur für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

Tolle Fortsetzung!

Rule of the Aurora King
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Wie auch schon Band 1 “Trial of the Sun Queen”, hat mir die Fortsetzung “Rule of the Aurora King” unfassbar gut gefallen!
Es lässt sich super schnell und super leicht weglesen!

Die Handlung hat mir hier ...

Wie auch schon Band 1 “Trial of the Sun Queen”, hat mir die Fortsetzung “Rule of the Aurora King” unfassbar gut gefallen!
Es lässt sich super schnell und super leicht weglesen!

Die Handlung hat mir hier viel mehr zugesagt, wahrscheinlich weil es hier keinen Wettkampfaspekt gab.
Wir haben hier Kapitel und entsprechende Einblicke via Rückblenden in die Vergangenheit bekommen, was nach den Erkenntnissen aus dem letzten Band und für die weitere Handlung der Geschichte auf jeden Fall hilfreich war.

Zwei Sachen, die ich nicht so gelungen fand:
Die Verwendung des Spitznamens “Häftling” war anfangs noch verständlich, aber je mehr sich die Beziehung von Lor und Nadir verändert hat, desto deplatzierter und unpassend fand ich die weitere Verwendung dessen. Er hat einfach seine Wirkung irgendwann verloren.
Die andere Sache waren der Dirty Talk und die entsprechenden Sexszenen. Oder was Dirty Talk sein sollte. Den fand ich sprachlich sehr, sehr anders verglichen mit dem Rest vom Buch und das fand ich leider nicht ganz stimmig.

Möchte auch ein Shoutout an die Autorin geben, die sich an ihr Versprechen aus Band 1 gehalten hat, was den Spice angeht. Vor allem sind wir hier erst bei Band 2 von 4 und ich freue mich schon auf den Rest der Reihe :D

Es gibt am Ende auch ein Bonuskapitel, was ein nettes kleines Plus gibt.

Freue mich definitiv auf den nächsten Band und bin gespannt wie es weitergeht!

Vielen Dank an Knaur für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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