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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2026

Zwischen Schmerz und Hoffnung

Narbenmädchen
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„Narbenmädchen“ von Lilly Bogenberger ist kein leichtes Buch aber ein unglaublich wichtiges. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte und emotional stark eingebunden. Die Autorin schreibt ...

„Narbenmädchen“ von Lilly Bogenberger ist kein leichtes Buch aber ein unglaublich wichtiges. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte und emotional stark eingebunden. Die Autorin schreibt klar, direkt und ungeschönt, ohne dabei sensationsheischend zu wirken. Gerade diese Nüchternheit macht vieles noch eindringlicher.
Besonders beeindruckt hat mich, wie authentisch die Gefühle und inneren Konflikte dargestellt werden. Die Figuren wirken greifbar und echt, mit all ihren Schwächen, Ängsten und Hoffnungen. Man leidet mit, versteht, hinterfragt und wird immer wieder zum Nachdenken angeregt.
Die Sprache ist schnörkellos, teilweise hart, aber stets passend zum Thema. Das Buch geht unter die Haut und bleibt auch nach dem Zuklappen noch lange im Kopf. Es ist keine Geschichte, die man „einfach so“ liest sie fordert Aufmerksamkeit und Empathie.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Im Strudel der Wahrheit

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Ich liebe skandinavische Thriller und „Wellengrab“ von Stefan Ahnhem hat mich wieder komplett abgeholt. Von der ersten Minute an herrscht diese beklemmende, raue Atmosphäre, die man förmlich spürt. Die ...

Ich liebe skandinavische Thriller und „Wellengrab“ von Stefan Ahnhem hat mich wieder komplett abgeholt. Von der ersten Minute an herrscht diese beklemmende, raue Atmosphäre, die man förmlich spürt. Die Kulisse wirkt kalt und unbarmherzig und passt perfekt zur Geschichte.
Die Handlung ist komplex, aber nie verwirrend. Ahnhem versteht es, Spannung langsam aufzubauen und immer wieder überraschende Wendungen einzubauen. Gerade als ich dachte, ich hätte den Durchblick, wurde ich eines Besseren belehrt. Dieses permanente Miträtseln hat für mich den besonderen Reiz ausgemacht.
Besonders hervorheben möchte ich das Hörbuch: David Nathan liest absolut großartig. Mit seiner markanten Stimme verleiht er den Figuren Tiefe und Persönlichkeit. Er schafft es, die düstere Stimmung noch einmal zu verstärken, ohne überdramatisch zu wirken. Für mich ein echtes Erlebnis.
Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig, mit Ecken und Kanten genau so, wie ich es bei einem starken Thriller erwarte. Manche Szenen sind durchaus intensiv und nichts für Zartbesaitete, aber genau das macht die Geschichte so eindringlich.
Für mich ein fesselnder, atmosphärischer Thriller mit großartiger Sprecherleistung. Klare Empfehlung für alle, die nervenaufreibende Spannung mit psychologischer Tiefe lieben.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Magischer Reihenstart

Witch of the Wolves - Halbmond Erbe
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Mit „Witch of the Wolves Halbmond-Erbe“ entführt Kaylee Archer in eine geheimnisvolle, dunkle Welt voller Magie, alter Legenden und gefährlicher Entscheidungen. Wer Hexen, Wölfe und eine Prise Romance ...

Mit „Witch of the Wolves Halbmond-Erbe“ entführt Kaylee Archer in eine geheimnisvolle, dunkle Welt voller Magie, alter Legenden und gefährlicher Entscheidungen. Wer Hexen, Wölfe und eine Prise Romance liebt, kommt hier definitiv auf seine Kosten.
Die Atmosphäre ist eines der größten Highlights: düster, mystisch und stellenweise richtig schön unheimlich. Man spürt die Bedrohung, die über der Welt liegt, und gleichzeitig dieses leise Knistern zwischen den Figuren. Die Protagonistin ist stark, aber nicht unfehlbar sie zweifelt, stolpert, wächst. Das macht sie angenehm greifbar.
Der Einstieg braucht ein kleines bisschen Geduld, weil viele Begriffe, Hintergründe und Strukturen der Welt eingeführt werden. Hat man sich aber einmal zurechtgefunden, entwickelt die Geschichte einen guten Sog. Besonders gefallen haben mir die mythologischen Elemente rund um das „Halbmond Erbe“ und die Dynamik zwischen den verschiedenen Fraktionen.
Kleiner Wermutstropfen: An ein, zwei Stellen hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe bei Nebenfiguren und emotionalen Konflikten gewünscht. Trotzdem bleibt die Neugier auf den weiteren Verlauf der Reihe definitiv hoch.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Viel Action, viel Chaos, viel Spaß!

Action Dude 1: Zoff im Freizeitpark
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Mit „Action Dude Zoff im Freizeitpark“ bekommt man einen Comic, der genau das liefert, was der Titel verspricht: viel Tempo, Chaos, verrückte Einfälle und eine gute Portion Quatsch-Humor. Die Geschichte ...

Mit „Action Dude Zoff im Freizeitpark“ bekommt man einen Comic, der genau das liefert, was der Titel verspricht: viel Tempo, Chaos, verrückte Einfälle und eine gute Portion Quatsch-Humor. Die Geschichte spielt in einem Freizeitpark und schon nach wenigen Seiten ist klar, dass dort absolut nichts nach Plan läuft. Statt gemütlichem Ausflug gibt’s Streit, Missverständnisse und immer neue Situationen, die sich hochschaukeln.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Art, wie der Comic erzählt wird: Die Handlung ist leicht zu verfolgen, die Szenen wechseln schnell und es passiert ständig etwas, sodass keine Langeweile aufkommt. Dazu passen die Zeichnungen super: Die Figuren sind simpel, aber extrem ausdrucksstark, und der Humor funktioniert oft allein über Mimik, kleine Details im Hintergrund oder übertriebene Action-Momente. Man merkt, dass der Comic darauf ausgelegt ist, schnell Spaß zu machen auch wenn man nicht lange Texte lesen möchte.
Die Texte sind kurz, übersichtlich und gut verständlich, und weil die Bilder so viel erzählen, kommt man leicht rein. Gleichzeitig wirkt das Ganze nicht “zu kindisch”, sondern eher so, dass man als Erwachsener beim Mitlesen auch schmunzeln kann. Es ist kein Buch, das besonders tiefgründig sein will aber es muss es auch nicht. Es ist ein reines Unterhaltungsbuch. Witzig, laut, schnell und ein bisschen überdreht.
Fazit: Ein sehr lustiger, rasanter Comic, der sich perfekt für zwischendurch eignet und Kinder spielerisch ans Lesen heranführt. Ideal für alle, die Action, verrückte Situationen und Spaß im Comicstil mögen.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Wie ein Stern im Wasser still, aber leuchtend

Starfish
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„Starfish“ von Lisa Fipps ist eines dieser Bücher, die leise anfangen und dann lange im Herzen bleiben. Erzählt in freien Versen begleitet man Ellie, ein Mädchen, das in einer Welt voller Vorurteile seinen ...

„Starfish“ von Lisa Fipps ist eines dieser Bücher, die leise anfangen und dann lange im Herzen bleiben. Erzählt in freien Versen begleitet man Ellie, ein Mädchen, das in einer Welt voller Vorurteile seinen Platz sucht. Es geht um Bodyshaming, Mobbing, familiären Druck, aber auch um Freundschaft, Mut und darum, sich selbst mit all seinen Ecken und Kanten annehmen zu lernen.
Die Form der freien Verse macht die Geschichte sehr zugänglich und intensiv zugleich. Mit wenigen Worten schafft es die Autorin, große Gefühle zu transportieren Traurigkeit, Wut, Hoffnung. Man liest schnell, aber denkt lange nach. Besonders stark fand ich, wie Ellies innere Stimme dargestellt wird: verletzlich, ehrlich, manchmal verzweifelt, aber immer authentisch.
Was dieses Buch für mich so besonders macht, ist die Botschaft: Du bist nicht falsch, nur weil du nicht in das passt, was andere als „normal“ definieren.
Fazit:
Ein sensibles, stärkendes Buch über Selbstakzeptanz und innere Stärke.

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