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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2026

Machtmissbrauch und Machtverlust

Die Liebeshungrigen
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Der Roman gibt Einblicke hinter die Kulisse der Reichen und Mächtigen. Die zentrale Hauptfigur ist der Ex-präsident Lehmann, der nach der gescheiterten Wiederwahl langsam in den Alkoholismus stürzt und ...

Der Roman gibt Einblicke hinter die Kulisse der Reichen und Mächtigen. Die zentrale Hauptfigur ist der Ex-präsident Lehmann, der nach der gescheiterten Wiederwahl langsam in den Alkoholismus stürzt und sich nicht mit dem Machtverlust und seinem Karriereende abfinden kann. Nach und nach wechselt die Erzählperspektive immer mehr auch zu anderen Figuren um ihn herum, wie seiner Ex-Frau, seiner Tochter, seiner zweiten Ehefrau und einem Regisseur.

Der Roman ist schonungslos ehrlich, realistisch und authentisch. Das Thema Macht wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet: Wie verändert man sich durch Macht, Geld und Einfluss? Ist es überhaupt möglich seine Ideale in so einer Position zu behalten? Was für Folgen hat ein plötzlicher Machtverlust? Was für Macht haben Männer über Frauen und umgekehrt? Was macht ein Machtgefälle mit einer Beziehung?
Der Schreibstil ist klar und wirkt eher analytisch bzw. distanziert, trotzdem geht er sehr nah.
Lehmann ist ein sehr unsympathischer Protagonist, für den ich wirklich kaum Mitgefühl aufbringen konnte, aber es war trotzdem faszinierend in den Kopf einer solchen Figur zu schauen. Besonders gefallen haben mir aber die komplexen Frauenfiguren, die alle aus unterschiedlichen Generationen und Hintergründen kamen und ein interessantes Abbild davon zeichnen, wie sie alle vom Patriarchat geprägt wurden und wie sie mit mächtigen Männern umgehen.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Sehr informativ und wunderschön illustriert

Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Dinosaurier
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Ein wirklich toll gestaltetes Wimmelbuch! Besonders gefallen mir die Illustrationen, denn die Zeichnungen sind super schön gemacht und die Farben sind bunt, aber nicht zu knallig, sodass es sehr ...

Ein wirklich toll gestaltetes Wimmelbuch! Besonders gefallen mir die Illustrationen, denn die Zeichnungen sind super schön gemacht und die Farben sind bunt, aber nicht zu knallig, sodass es sehr angenehm zum Anschauen ist. Generell sind die einzelnen Seiten auch nicht so überladen wie bei anderen Wimmelbüchern, sodass man zwar viel entdecken kann, es sich aber super für kleinere Kinder eignet. Die Texte sind zwar kurz und für Kinder verständlich verfasst, aber sehr informativ und mit richtigen Namen und Fachbegriffen, sodass man selbst als Erwachsener beim Vorlesen viel lernen kann.
Außerdem fühlt sich das Buch sehr hochwertig an. Durch die dicken, robusten Seiten können auch kleine Kinderhände blättern, ohne etwas kaputt zu machen und selbst die Klappen wirken sehr stabil. Insgesamt also ein super schönes Buch zum Vorlesen und selber entdecken. Mein Neffe war absolut begeistert!

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Coole Idee aber...

Böser, böser Wolf
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Sowohl das Konzept des Buches als auch das Cover haben mich sofort neugierig gemacht. Ich lese auch generell gerne moderne Adaptionen von Märchen und diese schien wie etwas neues. Insofern fand ich die ...

Sowohl das Konzept des Buches als auch das Cover haben mich sofort neugierig gemacht. Ich lese auch generell gerne moderne Adaptionen von Märchen und diese schien wie etwas neues. Insofern fand ich die Idee wirklich super, aber hatte leider meine Probleme mit der Umsetzung.

Sehr gut gefallen hat mir die düstere, beklemmende Atmosphäre. Die Märchenmotive sorgen für eine angenehm unheimliche Stimmung, und die grausamen Inszenierungen der Morde bleiben im Kopf. Besonders die Verknüpfung klassischer Geschichten mit modernen Settings funktioniert gut und hebt das Buch von gewöhnlichen Serienkiller-Thrillern ab.
Auch der Anfang und eigentlich die ganze erste Hälfte des Buches fand ich richtig gut und wirklich spannend, aber leider hat dies in der zweiten Hälfte stark nachgelassen und wurde zunehmend verwirrend und teilweise unverständlich. Hier wurde meiner Meinung nach wirklich viel Potenzial verschenkt.



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Veröffentlicht am 26.04.2026

Atmosphärisch

Der Gesang der See
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Der Roman hat eine starke Grundidee und hat mir insgesamt ganz gut gefallen.
Die Geschichte rund um Kristiane, die sich in einer von Männern dominierten Welt behaupten muss, ist inspirierend und das ...

Der Roman hat eine starke Grundidee und hat mir insgesamt ganz gut gefallen.
Die Geschichte rund um Kristiane, die sich in einer von Männern dominierten Welt behaupten muss, ist inspirierend und das Leben auf einer norwegischen Inselgruppe zu dieser Zeit ist wirklich interessant. Besonders gefällt mir das raue Setting an der norwegischen Küste, was sehr atmosphärisch und bildlich beschrieben wird und zu der besonderen Stimmung des Buches beiträgt. Der Schreibstil ist generell wirklich sehr schön.

Die Erzählweise ist allerdings eher distanziert, wodurch für mich leider noch ein bisschen emotionale Tiefe fehlte, vor allem bei Kristiane. Gerade ihr innerer Zwiespalt zwischen Pflicht und eigenen Wünschen hätte noch intensiver gezeigt werden können. Auch die Nebenfiguren bleiben teilweise blass und dienen oft mehr der Handlung als dass sie wirklich eigenständig und authentisch wirken. Das Ende hat mir leider auch nicht wirklich gefallen.

Insgesamt ist „Der Gesang der See“ ein ganz guter Roman mit wunderschöner Atmosphäre und einer starken Protagonistin, der meiner Meinung nach jedoch erzählerisch nicht ganz das ausschöpft, was möglich gewesen wäre

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Nicht mein Fall

The Night We Met
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Nachdem ich meinen ersten Roman von Abby Jimenez nicht so mochte, ich aber schon so viel Gutes über sie gehört habe, wollte ich The Night We Met noch eine Chance geben. Das Buch fängt mit einer vielversprechenden ...

Nachdem ich meinen ersten Roman von Abby Jimenez nicht so mochte, ich aber schon so viel Gutes über sie gehört habe, wollte ich The Night We Met noch eine Chance geben. Das Buch fängt mit einer vielversprechenden Prämisse an. Die Idee, dass eine einzige Entscheidung das ganze Leben beeinflussen kann, hat definitiv Potenzial, was aber meiner Meinung nach nicht wirklich ausgeschöpft wird.

Schon nach wenigen Kapiteln ist klar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird und überraschende Wendungen bleiben aus. Statt emotionaler Tiefe bekommt man oft nur klischeehafte Situationen präsentiert, die man so oder ähnlich schon in vielen anderen Liebesromanen gelesen hat.
Auch die Protagonisten wirken eher flach und nicht wirklich authentisch. Larissas innere Konflikte werden zwar thematisiert, aber nicht ausgearbeitet und ihre Entscheidungen sind schwer nachvollziehbar. Chris ist fast schon zu gut und perfekt um realistisch zu wirken, während Mike eher eindimensional als problematischer Partner dargestellt wird. Dadurch fehlt es der Dreiecksbeziehung an echter Komplexität. Ein weiterer Schwachpunkt ist für mich das Tempo der Geschichte. Einige Passagen ziehen sich unnötig in die Länge, während andere, emotional wichtige Momente zu schnell abgehandelt werden.
Der Schreibstil ist aber solide und angenehm zu lesen.

Insgesamt ist The Night We Met ein eher durchschnittlicher Liebesroman, der zwar eine interessante Ausgangsidee hat, diese aber nicht konsequent oder tiefgehend genug umsetzt.

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