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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2026

Spannender historischer Roman

Sturmland
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Cora, eine wohlhabende Reederstochter aus Hamburg, nimmt eine Stelle als Gouvernante auf Norderney für die kranke Emmi an, wobei sie auch auf den wortkargen und eher unfreundlichen Fischer Onnen trifft.
Insgesamt ...

Cora, eine wohlhabende Reederstochter aus Hamburg, nimmt eine Stelle als Gouvernante auf Norderney für die kranke Emmi an, wobei sie auch auf den wortkargen und eher unfreundlichen Fischer Onnen trifft.
Insgesamt hat mir der Roman wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, angenehm und mitreißend. Offensichtlich steckt eine Menge an Recherche darin, denn man lernt sehr viel über die Anfänge des Tourismus auf den Nordseeinseln zu dieser Zeit und die Schwierigkeiten, die dieser mit sich brachte. Es werden sehr viele spannende Themen behandelt, wie die Probleme mit Stürmen und der Seenotrettung, sowie die medizinische Versorgung zu der Zeit. Besonders interessant fand ich die Rolle der Frauen in der Gesellschaft und wie frühe Frauenrechtlerinnen wie die Protagonistin Cora versuchten, sich daraus zu befreien.
Ich bin auf jeden Fall gespannt darauf, wie die Fortsetzung weitergeht, obwohl ich es noch besser gefunden hätte, wenn ein paar der "Geheimnisse" am Ende noch aufgelöst worden wären.

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Veröffentlicht am 09.07.2026

Selbstbestimmung und Bindungsängste

Halbwach
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Die Protagonistin Zoe ist zwar hauptberuflich Autorin von Liebesromanen, hat aber in ihrem Privatleben so gar nichts mit Liebe und Romantik am Hut, sondern geht von einer unverbindlichen, rein körperlichen ...

Die Protagonistin Zoe ist zwar hauptberuflich Autorin von Liebesromanen, hat aber in ihrem Privatleben so gar nichts mit Liebe und Romantik am Hut, sondern geht von einer unverbindlichen, rein körperlichen Beziehung zur nächsten.
Diese Prämisse des Romans "Halbwach" hat mir sofort zugesagt und insgesamt fand ich das Buch auch ganz gut. Zoes Leben in der Stadt, ihr Freundeskreis und die komplexen Dynamiken ihrer Familie haben mir gut gefallen. Besonders toll fand ich die Gespräche mit ihrer Therapeutin und wie sie im Laufe des Buches sich immer weiter entwickelt.
Leider hatte das Buch auch einige Schwachstellen für mich. Die meiste Zeit hat mir der Schreibstil wirklich gut gefallen und Zoes Gedanken wirkten authentisch, aber zwischendurch gab es immer wieder Sätze, die irgendwie nicht richtig passten, besonders was das Thema Feminismus angeht. Da hätte ich mir einfach noch mehr Tiefe gewünscht, da viele feministische Themen, die in dem Buch angeschnitten wurden, sehr oberflächlich blieben und es deswegen eher belehrend wirkte. Dazu kommt, dass Zoe, obwohl sie ja so befreit und feministisch sein soll, selber sehr viel für männliche Aufmerksamkeit tut, aber ihre Freundin und Schwester gleichzeitig genau dafür verurteilt, nur weil sie das gleiche auf einem anderen Weg tun. Da hätte ich mir noch mehr Reflexion über diese Widersprüche gewünscht. Außerdem habe ich leider die Verbindung zwischen Mael und Zoe nicht wirklich gefühlt, bzw. hätte auch da mehr Tiefe erwartet.
Trotzdem ein ganz gutes Buch, dass viele interessante Themen behandelt und besonders für junge Frauen am Anfang des Erwachsenenlebens wirklich empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 08.07.2026

Sehr süß und cozy

Cursed for Good – Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen.
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Die Idee des Buches finde ich wirklich super. Welcher Bücherfan träumt nicht davon, in einer verzauberten Buchhandlung zu leben?
So hat mir auch der Einstieg extrem gut gefallen und auch durch die gemütliche, ...

Die Idee des Buches finde ich wirklich super. Welcher Bücherfan träumt nicht davon, in einer verzauberten Buchhandlung zu leben?
So hat mir auch der Einstieg extrem gut gefallen und auch durch die gemütliche, zauberhafte Atmosphäre und das magische Setting ist es eigentlich das perfekte Märchen für mich als junge Erwachsene, die Bücher liebt. Leider konnte mich die Umsetzung nicht komplett überzeugen, obwohl ich den Anfang und die Prämisse so gut fand, weil es einfach zu vorhersehbar und langatmig war. Für mich wäre das Buch so viel besser gewesen, wenn es auf die Hälfte gekürzt worden wäre, z.B. mit nur drei statt sieben Prinzen, denn das hat sich wirklich immer wiederholt. Vielleicht ist Cozy Fantasy einfach nicht das richtige Genre für mich, weil zu wenig passiert, aber ich finde, dass dieses Buch noch so viel mehr Potential hätte. Auch die Charaktere außer der Protagonistin sind mir viel zu oberflächlich geblieben, besonders der Pirat.
Trotzdem war es ein nettes, leichtes Buch für zwischendurch mit einer wirklich schönen, gemütlichen Atmosphäre und ich habe das Lesen die meiste Zeit auch genossen.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Weibliche Selbstbestimmung und Identität

Fünf Tage im Licht
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"Fünf Tage im Licht" ist ein tiefgründiger und berührender Roman über Selbstfindung, weibliche Lust, Selbstbestimmung und Identität.
Die Protagonistin Sophie ist für fünf Tage mit drei Freundinnen für ...

"Fünf Tage im Licht" ist ein tiefgründiger und berührender Roman über Selbstfindung, weibliche Lust, Selbstbestimmung und Identität.
Die Protagonistin Sophie ist für fünf Tage mit drei Freundinnen für einen Junggesellinnenabschied auf einer griechischen Insel und stellt sich in dieser Zeit viele Fragen zu ihrer Beziehung, dem Konzept Ehe, Kindern, ihrer Kunstkarriere und einfach wie ihre Zukunft aussehen soll.
Da die Protagonistin Malerin ist, lernt man auch viel über Kunst in dem Roman, besonders über weibliche Künstlerinnen, denn zwischendurch werden immer wieder berühmte Bilder von Künstlerinnen beschrieben.
Auch die Freundschaft zwischen den drei Frauen ist ein wichtiges Thema, wobei die vier verschiedenen Frauencharaktere sehr gut gelungen sind und alle wirkten komplex und realistisch auf mich.
Obwohl Sophie einige moralisch fragwürdige Entscheidung trifft, ist sie doch eine sehr interessante und authentische Protagonistin und ich fand ihre Gedankengänge wirklich spannend.
Die Atmosphäre auf der griechischen Insel in der Sommerhitze ist sehr gut beschrieben und macht es zu einem perfekten Buch für den Sommerurlaub.
Ich muss sagen, dass ich den englischen Originaltitel "Female, nude" deutlich besser gewählt finde, da der deutsche Titel sehr generisch klingt.
Die große Stärke des Romans sind wirklich Sophies Gedanken und Überlegungen über ihr Leben und für mich weniger die eigentliche Handlung. Leider empfand ich die Beschreibungen der Affäre teilweise als sehr klischeehaft und das Ende hat mir auch nicht so wirklich gefallen. Trotzdem ein sehr interessantes Buch, vor allem für Frauen Ende 20/ Anfang 30, die sich auch viel mit dem Thema Feminismus auseinander setzten.


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Veröffentlicht am 26.06.2026

Ruhig und tiefgründig

People in Love
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"People in love" thematisiert viele wichtige Themen, wie Verlust, Trauer, Schuld, Sehnsucht, verpasste Chancen und wie wichtig offene Kommunikation ist. Vor allem geht es auch darum, wie eine Entscheidung ...

"People in love" thematisiert viele wichtige Themen, wie Verlust, Trauer, Schuld, Sehnsucht, verpasste Chancen und wie wichtig offene Kommunikation ist. Vor allem geht es auch darum, wie eine Entscheidung oder ein Fehler das ganze Leben beeinflussen und verändern können.
Ich mochte Nora als Protagonistin sehr und auch Robin hat mir als Charakter gut gefallen, wobei ich mit Bren einige Probleme hatte. Am interessantesten fand ich aber Noras Mutter. Insgesamt waren aber alle Charaktere komplex und realistisch geschrieben.
Der Schreibstil ist auch wirklich sehr schön, besonders wie Gefühle beschrieben werden.
Leider hat mich die Story an sich nicht so ganz überzeugt, aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache, denn ich bin einfach kein Fan von Geschichten, wo es durch ein einziges klärendes Gespräch der ganze Konflikt aufgelöst werden würde, auch wenn das nicht unrealistisch ist. Das ist einfach zu frustrierend zu lesen für mich.
Also hat es entgegen meinen Erwartungen einfach nicht so ganz meinen Geschmack getroffen, aber ich würde es dennoch auf jeden Fall weiterempfehlen.

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