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Veröffentlicht am 14.10.2025

Leichte Unterhaltung

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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In "Die Einladung" erhält die Protagonistin Mimi eine erpresserische Einladung von ihrer Nachbarin zu einer exklusiven Auktionsparty und entscheidet sich ihre Enkelin Addie als Unterstützung mitzunehmen, ...

In "Die Einladung" erhält die Protagonistin Mimi eine erpresserische Einladung von ihrer Nachbarin zu einer exklusiven Auktionsparty und entscheidet sich ihre Enkelin Addie als Unterstützung mitzunehmen, da sie eine Krimiexpertin ist. Kurz nach Beginn der Feier wird die Gastgeberin ermordet aufgefunden und durch einen starken Schneesturm sind alle Gäste in dem Anwesen eingeschlossen, sodass Mimi und Addie zusammen versuchen, den Täter zu ermitteln.

Das Setting des Romans hat mir extrem gut gefallen mit dem großen Anwesen auf der kleinen Insel, das ganz viele versteckte Geheimgänge hat. Sehr atmosphärisch und mysteriös. Der Schneesturm, der sie alle einschließt ist natürlich ein bisschen klischeehaft, aber funktioniert trotzdem gut.
Auch die Dynamik zwischen den Protagonistinnen finde ich gut gelungen und mal etwas anderes, da man nicht viele Bücher über die Beziehung von Enkelin und Großmutter liest. Die Backstory von Addie hat ihren Charakter ganz interessant gemacht und die vielen Referenzen zu dem Videospiel haben der Geschichte auch etwas besonderes gegeben.

Leider wurde das Potenzial des Settings und der Charaktere nicht komplett ausgeschöpft, meiner Meinung nach. Für mich hat sich der Spannungsbogen nicht ganz gehalten und es hat sich teilweise ein bisschen gezogen. Die Auflösung am Ende hat mich auch nicht wirklich überzeugt. Außerdem wirkten die meisten Charaktere sehr oberflächlich und eher wie Karikaturen.

Trotzdem würde ich sagen, dass es ein solider, leichter Krimi ist für ein gemütliches Lesewochenende in der kalten Jahreszeit, aber nicht besonders gut zum Mitraten.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Allgemeinwohl vs. Individuelle Freiheit

Die Spur der Vertrauten
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"Die Spur der Vertrauten" ist ein dystopischer Roman über eine sehr strikte und hierarchische Welt, in der jeder mit einem bestimmten Instinkt geboren wird und das Allgemeinwohl, bzw. Das Wir, über allem ...

"Die Spur der Vertrauten" ist ein dystopischer Roman über eine sehr strikte und hierarchische Welt, in der jeder mit einem bestimmten Instinkt geboren wird und das Allgemeinwohl, bzw. Das Wir, über allem steht. Auf einmal verschwinden immer mehr Schüler ohne Spur und die Protagonisten Claire und Goliath machen sich auf die Suche nach ihnen, wobei sie auf ein noch viel größeres Geheimnis stoßen.

Ein sehr interessanter Roman! Das Worldbuilding hat mir sehr gut gefallen und die Welt ist generell sehr originell und komplex. Die Hauptcharaktere gehen durch eine spannende Charakterentwicklung im Laufe des Buches, besonders Goliath. Das Gesellschaftskonzept des Romans wirft viele interessante philosophische Fragen auf dazu wie Gesellschaft funktioniert, zu dem Verhältnis von Allgemeinwohl und individueller Freiheit sowie von Instinkt und freier Wille. Die ganze Geschichte regt sehr zum Nachdenken an.
Die Handlung generell ist originell, besonders für ein Jugendbuch, und hat mich tatsächlich an vielen Stellen überrascht.

Am Anfang muss man sich erst einmal in die Geschichte und die Welt hineinfinden und durch die vielen Begriffe ist es zu Beginn ein bisschen verwirrend, doch dann wird es schnell spannend.
Leider muss ich sagen, dass mir der erste Teil des Buches sehr viel besser gefallen hat, da es viel spannender und verständlicher war. Dann nimmt das Buch eine unerwartete Wendung und danach hat es ein bisschen nachgelassen und wurde langatmiger, besonders das letzte Drittel des Buches. Das Ende hat leider ein paar Fragen offen gelassen und war ein bisschen verwirrend und nicht so ganz überzeugend für mich. Insofern finde ich, dass das Potenzial der Geschichte nicht ganz ausgeschöpft wurde, denn die Idee ist super.

Ich würde das Buch trotzdem allen empfehlen, die Lust auf eine originelle dystopische Welt haben, die zum Nachdenken anregt und die ein bisschen Geduld mitbringen, um der Handlung zu folgen.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Leider enttäuschend für mich

Spookily Yours
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Ich hatte total Lust auf ein leichten Liebesroman mit gemütlicher Herbstatmosphäre und dachte, dass dieses Buch perfekt dafür ist, denn das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen. ...

Ich hatte total Lust auf ein leichten Liebesroman mit gemütlicher Herbstatmosphäre und dachte, dass dieses Buch perfekt dafür ist, denn das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen.
Der Anfang und die Prämisse der Geschichte waren auch süß und vielversprechend. Das Setting in dem kleinen Hexendorf hat mir gut gefallen und auch die Idee mit dem Dämon in Gestalt einer Katze.

Leider ging es für mich nach den ersten Kapiteln sehr schnell bergab, denn dann war es eigentlich schon vorbei mit der Handlung und ging nun nur noch um "Spice". Mit ein paar solche Szenen in einem Roman hab ich eigentlich kein Problem, nur dass es hier wirklich gar keine Handlung mehr gab und mir außerdem der Schreibstil auch gar nicht gefallen hat. Es war einfach nur unangenehm und peinlich zu lesen und ich musste mehrere Seiten einfach überspringen, weil ich das Buch sonst abgebrochen hätte.
Die wenige Handlung zwischen dem "Spice" war auch irgendwie konstruiert und widersprüchlich. Der Charakter Damien ist absolut unsympathisch und übergriffig.

Ich war leider sehr enttäuscht und habe mich geärgert, dass ich nicht vorher ein paar Rezensionen gelesen habe. Außerdem stört mich das Design des Covers, da es sehr kindlich und romantisch wirkt und so ja auch bestimmt jüngere LeserInnen anspricht, was ich doch sehr problematisch finde, da es vom Inhalt auf jeden Fall erst ab 18 geeignet wäre. Sehr schade, da man aus dem Kontext und der Rahmenhandlung so viel hätte machen können.
Von mir leider keine Leseempfehlung, außer man hat Lust auf einen schlecht geschriebenen P****.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Beeindruckendes Debüt über Politik, Macht und Solidarität unter Frauen

Die Frau der Stunde
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In "Die Frau der Stunde" begleiten wir die fiktive Spitzenpolitikerin Catherina im Bonn der 70-er Jahre, die relativ plötzlich die erste Außenministerin wird. Es geht um Misogynie, patriarchale Strukturen, ...

In "Die Frau der Stunde" begleiten wir die fiktive Spitzenpolitikerin Catherina im Bonn der 70-er Jahre, die relativ plötzlich die erste Außenministerin wird. Es geht um Misogynie, patriarchale Strukturen, politische Machtspielchen, Einfluss der Medien, internationale Konflikte und starke Frauen.

Der Autorin ist es gelungen einen interessanten und unterhaltsamen Roman zu schreiben, bei dem ich persönlich, als jemand der diese Zeit nicht miterlebt hat, auch einiges gelernt habe. Der Schreibstil ist leicht zu lesen und überzeugt besonders mit Beschreibungen und Details, die einen in die Zeit zurückversetzen.
Besonders gut hat mir gefallen, wie die Solidarität unter Frauen im ganzen Roman im Mittelpunkt steht. Nicht nur zwischen den drei Freundinnen Catherina, Azadeh und Suzanne, sondern auch zwischen Mutter und Tochter, zwischen Kolleginnen, zwischen politischen Rivalinnen, zwischen Vorgesetzen und ihren Angestellten sowie zwischen internationalen Frauen. Es ist wirklich das zentrale Thema des Romans und sehr gut umgesetzt, denn wir sehen viele unterschiedliche und komplexe Frauencharaktere sowie ihre komplexen Beziehungen untereinander. Besonders der letzte Teil über die Revolution im Iran hat mich sehr bewegt.
Es ist ein Porträt einer sehr spannenden Zeit, in der es viel Fortschritt und Veränderung gab, aber auch viel Widerstand dagegen.
Ich habe mit Überraschung festgestellt, dass tatsächlich Anna-Lena Baerbock 2021 unsere allererste Außenministerin wurde, was mir noch einmal mehr nach der Lektüre zu denken gegeben hat.

Ich würde das Buch jedem empfehlen, der ein Interesse an Geschichte und Politik hat und sich besonders mit der Frauenrolle in dieser Zeit beschäftigen möchte. Ohne ein Interesse an Politik könnte das Buch allerdings vielleicht ein bisschen trocken sein.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Historisch und atmosphärisch

Grand Hotel Avalon
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Der Roman erzählt von einem fiktiven Luxushotel in den Appalachen im Jahr 1942, nachdem Pearl Harbour angegriffen wurde und die USA sich nun im Krieg befindet. In einer Aktion des FBI sollen nun alle möglichen ...

Der Roman erzählt von einem fiktiven Luxushotel in den Appalachen im Jahr 1942, nachdem Pearl Harbour angegriffen wurde und die USA sich nun im Krieg befindet. In einer Aktion des FBI sollen nun alle möglichen Diplomaten und generell Staatsbürger der Kriegsgegner im Avalon unterkommen. Wir verfolgen die Geschichte aus der Sicht der Hotelleiterin und eines Staatsagenten.

Der Roman schafft eine ganz besondere Umgebung und Atmosphäre, durch den Schreibstil fühlt man sich richtig in dieses alte Hotel hineinversetzt mit Geräuschen und Gerüchen und allem. Das ist wirklich toll gelungen. Ebenso wie viel Recherche in dieses Buch ging und wie viel man über diesen Aspekt der Geschichte gelernt hat. Die Handlung ist sehr vielschichtig und geht über viele Ebenen. Besonders der Handlungsstrang über Hannelore Wolf hat mir sehr gut gefallen.
Der Roman setzt sich auch viel mit dem Thema Klassismus in der US-amerikanischen Gesellschaft auseinander, was zu sehr komplexen Beziehungen zwischen Charakteren geführt hat.

Leider kann ich trotzdem nur 3,5 Sterne geben, obwohl mir vieles gut gefallen hat, da ich irgendwie nie so richtig reingekommen bin. Es ist zwar von Anfang an viel mysteriös und es gibt viele offene Fragen, aber irgendwie wurde nie so richtig Spannung aufgebaut, sodass es für mich persönlich teilweise ein bisschen zu schleppend voranging. Mit den Protagonisten bin ich leider auch nicht richtig warm geworden. Sehr schade, da ich das Thema und Setting eigentlich spannend und vielversprechend fand und bisher Maggie Stiefvaters Bücher immer sehr mochte, deswegen war ich ein bisschen enttäuscht.

Ich würde es nur Leuten empfehlen, die interessiert an den historischen Hintergründen sind und die gerne auch ein eher langsameres, ruhiges Buch lesen.

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