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aoibheann

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Veröffentlicht am 30.11.2023

Hat mir gut gefallen

Psyche und Eros
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Mir hat das Buch gut gefallen. Bei einer Neuerzählung einer Sage besteht ja doch ein bisschen die Gefahr, dass es am Ende so klingt wie ein aufgehübschter Wikipediaartikel. Das ist hier zum Glück nicht ...

Mir hat das Buch gut gefallen. Bei einer Neuerzählung einer Sage besteht ja doch ein bisschen die Gefahr, dass es am Ende so klingt wie ein aufgehübschter Wikipediaartikel. Das ist hier zum Glück nicht passiert, die Autorin hat für mich aus einer eigentlich kleinen und in eine andere Geschichte eingebettete Erzählung eine tolle und interessante eigenständige Geschichte gemacht. Eros und Psyche stehen deutlich im Vordergrund, doch verschiedene Götte und ihre Beziehungen zueinander werden ebenso eingebettet. Die Dynamik der einzelnen Geschichtenteile passt gut zusammen und es macht nicht nur Spaß Psyche beim Aufwachsen und während ihrer Ausbildung zu begleiten, sondern auch die unterschiedlichen Streitereien der Götter untereinander zu verfolgen. Mythos und Romantik passen hier sehr gut zusammen und werden modern und aus neuen Blickwinkeln erzählt.
Es ergibt für mich insgesamt ein rundes und stimmiges Gesamtbild. Es war unterhaltsam und ja, durchaus auch spannend zu lesen. Es hat tatsächlich mehr Tiefe, als man auf den ersten Blick annehmen würde, das war eine angenehme Überraschung für mich. Ich finde, es ist Luna McNamara durchaus gelungen etwas Neues aus etwas Altem zu machen.

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Veröffentlicht am 18.11.2023

War positiv überrascht

Der Spurenfinder
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„Der Spurenfinder“ ist insgesamt eine nette und unterhaltsame Geschichte. Fantasy, Krimi, Humor – von allem ist so ein bisschen dabei. Wobei der Klingsche Humor bei mir leider immer noch nicht zündet. ...

„Der Spurenfinder“ ist insgesamt eine nette und unterhaltsame Geschichte. Fantasy, Krimi, Humor – von allem ist so ein bisschen dabei. Wobei der Klingsche Humor bei mir leider immer noch nicht zündet. Die als witzig gedachten Stellen habe ich als solche vermutlich auch nicht richtig wahrgenommen. Der Schlagabtausch zwischen Elos und den beiden Geschwistern wiederholt sich als System für meinen Geschmack etwas zu häufig und läuft sich einfach tot mit der Zeit. Es klang für mich auch immer etwas sehr gekünstelt.
Dafür lässt sich die Geschichte unheimlich gut und leicht lesen. Man findet schnell einen Einstieg in diese eher übersichtliche Fantasywelt, die doch immerhin so ausgearbeitet ist, dass man ihr einen gewissen Charme nicht absprechen kann und man sich Orte, Figuren und Lebewesen gut vorstellen kann. Die wirklich schönen Illustrationen unterstreichen das noch. Gelegentlich habe ich mich an Walter Moers erinnert gefühlt, wenn auch diese Stellen bei Kling nicht so ausgefeilt sind.
Toll finde ich, dass es nicht nur ein Buch für Erwachsene ist. Ich sehe hier durchaus auch Kinder (vielleicht ab 10 Jahren?) ihren Spaß haben.
Auch wenn ich in diesem Leben nicht mehr der größte Fan des Autors werde, hat mich der „Spurenleser“ doch positiv überrascht und ich mochte das Buch ganz gerne.

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Veröffentlicht am 16.11.2023

Habe mir mehr erwartet

Starling Nights 1
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Mir hat das Setting gefallen. Eine alte Universität bietet sich für einen Geheimbund wirklich gut an. Und die Autorin hat auch eine ansprechende Stimmung aufgebaut. Ich hatte mir jedoch von der Geschichte ...

Mir hat das Setting gefallen. Eine alte Universität bietet sich für einen Geheimbund wirklich gut an. Und die Autorin hat auch eine ansprechende Stimmung aufgebaut. Ich hatte mir jedoch von der Geschichte mehr erwartet.
Wenn es um einen Geheimbund geht, hätte ich mir mehr Spannung erhofft. Leider hatte ich immer das Gefühl, dass es doch jetzt mal endlich "losgehen" müsste mit der Geschichte. Stattdessen blieb der Geheimbund so geheim, dass der Leser nur am Ende recht kurz erfährt, was es mit dem "Bund der Stare" auf sich hat. Davor gibt es leider immer nur sehr nebulöse Andeutungen. Da kam bei mir leider so gar keine Spannung auf.

Mein größtes Problem mit den Figuren bestand im Grunde darin, dass ich keine von ihnen wirklich mochte. Mabel war schon in Ordnung, aber - man möge mich schlagen - ich fand Cliff total doof. Auch aus dieser Vereinigung war für mich niemand mit Profil dabei. Alle sind gleich glatt, keiner hat besondere Merkmale oder Besonderheiten.

Insgesamt hat es mich so gar nicht gepackt. Ich fand es ziemlich langatmig und ehrlicherweise auch langweilig.

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Veröffentlicht am 12.11.2023

Hat mir gut gefallen

When The King Falls
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Ich habe ein kleines Faibles für Romantasy und auch wenn ich absolut nicht zur Hauptzielgruppe für dieses Buch gehöre, hatte ich damit ziemlich viel Spaß. Mir hat die Idee gefallen, dass die Dynastie der ...

Ich habe ein kleines Faibles für Romantasy und auch wenn ich absolut nicht zur Hauptzielgruppe für dieses Buch gehöre, hatte ich damit ziemlich viel Spaß. Mir hat die Idee gefallen, dass die Dynastie der Tudors eigentlich Vampire sind, die seit Jahrhunderten in Großbritannien auf dem Thron sitzen, das Land regieren und alte Rituale am Leben erhalten. Wobei da auch schon mein erster Kritikpunkt ins Spiel kommt. Über die menschlich-vampirische Gesellschaft erfährt man als Leser sehr wenig. Hier hätte ich mir den einen oder anderen Exkurs ins historische gewünscht. Es muss absolut keine ausgeklügelte Welt wie bei Tolkien sein, aber ein bisschen mehr über das Drumherum hätte ich mir schon gewünscht.

Florence ist mir als Hauptfigur durchaus sympathisch. Sie ist klug, schlagfertig und mitfühlend. Sie wurde von ihrer Familie ihr ganzes Leben lang auf diesen Racheplan eingeschworen. Jetzt stellt sie alles in Frage, was sie bislang über Vampire zu wissen glaubte. Wobei man auch sagen muss, der Plan ist aufgrund vieler fehlender Informationen nicht der ausgeklügelste. Kritikpunkt Nummer zwei: man erfährt als Leser auch nur sehr wenig über Florence Familie. Einzig ihr Bruder Valerian taucht in der Geschichte auf. Über ihre Eltern und ihr eigentliches Leben wird wenig erzählt. Auch warum die Rache grade jetzt so wichtig ist, wird nicht so richtig deutlich. Ja, es gibt einen Grund aus der Familiengeschichte heraus. Allerdings erscheint mir dieser für den betriebenen Aufwand und das schon fast fanatische Handeln von Valerian schon beinahe überzogen zu sein.
Auch Benedict ist mir durchaus sympathisch. Man tendiert ja als Leser vorab schon ein kleines bisschen dazu auch "Nieder mit den Vampiren!" zu brüllen. Und muss dann feststellen, dass da nicht zwangsläufig das erwartete Monster auf dem Thron sitzt, sondern ein Mann, der mit seinem Job als König auch nicht immer wahnsinnig glücklich zu sein scheint. Der durchaus mitfühlend, verantwortungsbewusst und auch verletzlich ist, es aber niemals zeigen darf.

Ein bisschen zäh gestaltet sich die Annährung von beiden dann gelegentlich dann doch und man möchte seufzen, dass man Florence' Gefühlschaos zwar verstehen kann, ihre Aufopferung für die größere Sache auch verstanden hat und man es nicht in (fast) jedem Kapitel wiederholt lesen muss. Wobei - ein wenig leid tut sie mir letztlich doch. Denn für ihre Familie scheint sie nur ein beliebiger Spielstein in ihrem Plan zu sein. Da meldet sich dann mein Gerechtigkeitsempfinden und Florence Familie sammelt an der Stelle jede Menge Minuspunkte bei mir.

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Veröffentlicht am 09.11.2023

Langatmig und viel Drama

Selbst in dunkelster Nacht
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Optisch ist das Buch ein Highlight, dass muss ich zugeben. Dieses schöne dunkle Blau gefällt mir unheimlich gut. Und wenn schon ein Farbschnitt, dann doch bitte auch einer der zum Gesamtbild des Buches ...

Optisch ist das Buch ein Highlight, dass muss ich zugeben. Dieses schöne dunkle Blau gefällt mir unheimlich gut. Und wenn schon ein Farbschnitt, dann doch bitte auch einer der zum Gesamtbild des Buches passt. Der Punkt ist also wirklich gelungen. Und trotzdem bin ich froh das Buch nur geliehen und nicht gekauft zu haben. Aus dem einfachen Grund, weil es sich für mich als überwiegend langweilig entpuppt hat. Viel Drama um (fast) nichts. Und für meinen Geschmack ein paar zu viele Klischees. Dabei hätte es sich bei beiden Figuren sehr angeboten, mal andere Ideen zu verfolgen. Liora wurde in ihrer Schulzeit gemobbt, weil sie – fast schon vorhersehbar – übergewichtig war. Das die betroffenen Personen damit häufig ein Leben lang zu kämpfen haben ist durchaus realistisch erzählt. Liora wird aber in meinen Augen als so perfekt und gutherzig dargestellt, dass sie dadurch schon wieder langweilig wirkt. Immer verständnisvoll, immer die passenden Worte zur Hand, immer die Emotionen im Griff.
Kieran ist auch eher schwammig gezeichnet. Ich weiß nicht einmal so wirklich, was er darstellen soll. Der gepeinigte Badguy mit dem goldenen Herzen? Es wird ewig lange um Kierans Geheimnis herumgeschlichen. Natürlich kann man sich recht bald denken, worum es geht. Aber bis zu diesem Punkt ist es einfach viel Drama. Kierans Geheimnis ist wirklich eine starke Belastung, daran gibt es für mich keinen Zweifel. Aber sein Umgang damit... Bei jeder Gelegenheit abzuhauen ist letztlich auch nicht sonderlich erwachsen oder zielorientiert. Kurzum: sehr viel Drama, für mich zu viel.

Es ist aber nicht alles doof. Mir hat zB sehr gefallen wie der Umgang mit dem Verlust von nahestehenden Person thematisiert wurde. Das war sehr behutsam dargestellt. Auch die Umgebung des Blumenladens fand ich schön.

Für mich hat sich die Geschichte ewig hingezogen und trat auf der Stelle. Trotz des Cliffhangers, möchte ich einen zweiten Teil ehrlicherweise nicht lesen. Ich hätte mir mal Abwechslung zu den vorherrschenden Klischees gewünscht. So bleibt es leider weit hinter den Möglichkeiten zurück und ist für mich bestenfalls Durchschnitt.
Und was ich nicht so ganz verstehe: wenn es schon eine Triggerwarnung gibt, warum wird sie ans Ende des Buches gestellt?

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