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Veröffentlicht am 05.02.2020

sehr guter Krimi

Blutige Gnade
5

Ein Journalist wird zu Tode gefoltert. Er war einer brandheißen Story auf der Spur. Aber keiner weiß, welcher. Eine Ehefrau wird ermordet. Und kein Grund ist in Sicht. Mara, genannt die Krähe, ermittelt ...

Ein Journalist wird zu Tode gefoltert. Er war einer brandheißen Story auf der Spur. Aber keiner weiß, welcher. Eine Ehefrau wird ermordet. Und kein Grund ist in Sicht. Mara, genannt die Krähe, ermittelt in ihrem 4.ten Fall. Sie ist eine schillernde Persönlichkeit; erinnert optisch mit ihren schwarzen Klamotten und ihrer burschikosen Art an Lisbeth Salander. Aber ganz so schräg ist sie dann doch nicht. Immerhin kann sie ganz gut mit ihrem Kollegen Jan Rosen, der ein eher sanftes Wesen hat und sowohl als ruhiger Gegenpol als auch als Stütze im Hintergrund fungiert.

Währenddessen hat Mara`s Schützling Rafael ganz andere Sorgen. Er jobbt in einer Wurst- und Fleischfabrik und da geht nicht Alles mit rechten Dingen zu und der junge Mann ist viel zu neugierig und gerät ins Visier einiger zwielichtiger Geschäftsleute.

Es war mein erster Roman von Leo Born. Ich kann vermelden, dass ich keine Probleme mit der Handlung hatte. Alle wichtigen Infos zum Vorgeschehen wurden bei Bedarf nachgereicht oder ergaben sich schlüssig und naheliegend aus der Geschichte. Man konnte die Entwicklung der Hauptdarsteller gut nachvollziehen und erkennen, dass sie bereits eine gute Wegstrecke gemeinsam erlebt hatten.

Der Kriminalfall an sich war interessant, hielt die ein oder andere Überraschung bereit und beruht zumindest in weiten Teilen auf realen Hintergründen, was umso erschreckender ist. Die stetig ansteigende Spannung macht den Krimi zu einer sehr unterhaltsamen Lektüre. Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.12.2019

empfehlenswert

Der Fund
0

Auch wenn mich Bernhard Aichner nicht mit all seinen Krimis überzeugt hat, so habe ich doch immer den Wunsch, ein neues Buch von ihm zu lesen, denn er hat einen so prägnanten und eigenen Schreibstil. Und ...

Auch wenn mich Bernhard Aichner nicht mit all seinen Krimis überzeugt hat, so habe ich doch immer den Wunsch, ein neues Buch von ihm zu lesen, denn er hat einen so prägnanten und eigenen Schreibstil. Und den mag ich sehr gerne. Auch diesmal wagt er es wieder und erzählt in eigenen Tempo, teilweise nur in Dialogen, kurz und knackig und so gut, dass man daraus ohne große Korrekturen ein Drehbuch machen könnte.

Die zwei Erzählebenen fügen sich harmonisch zusammen. Aus der Sicht des Opfers und aus der Sicht des Kommissars werden die Geschehnisse zeitversetzt so aufgerollt, dass der Leser ziemlich genau ins Bild gesetzt wird. Dabei gibt es einige Überraschungen, mit denen ich so gar nicht rechnete, denn dass die Hauptperson das Zeitliche segnen wird, ist von Anfang an Fakt. Um so schöner, dass Aichner noch das ein oder andere Ass im Ärmel hat.

Für Leser empfehlenswert, die gerne mal vom Mainstream abweichen und gut komponierte Kriminalliteratur lesen wollen.

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Veröffentlicht am 10.12.2019

mäßig spannend

Draussen
0

Ich bin kein ausgewachsener Kluftinger-Fan, aber ich kenne einige Romane von Kobr und Klüpfel und ich mag es, dass die Romane in Bayern spielen und durchaus ein gutes Lokalkolorit haben. Meist ist es mir ...

Ich bin kein ausgewachsener Kluftinger-Fan, aber ich kenne einige Romane von Kobr und Klüpfel und ich mag es, dass die Romane in Bayern spielen und durchaus ein gutes Lokalkolorit haben. Meist ist es mir aber zu humorig, deshalb war ich sehr gespannt auf den ersten Thriller des Autorenduos.

Wie der Titel "Draußen" schon verspricht, spielt die Geschichte zu Teilen im Wald. Und es geht um Rollenspiele Jugendlicher und darum, dass sie etwas sehen, was sie nicht sehen sollten.

Ich bin nicht ganz glücklich mit der Geschichte. Es mangelt an allen Ecken. Die Charaktere sind entweder sehr eindimensional oder etwas überzogen, so dass keine der Figuren mich wirklich berühren konnte.

Der Plot ist nachvollziehbar aber meiner Meinung nach ziemlich unspannend. Actionszenen werden in einer ganz eigenen Tonart geschildert. Das knappe und stakkatoartige des Schreibstils soll hier wohl die Spannung erhöhen. Aber für mich liest es sich eher hölzern und unausgereift.

Der Humor der Kluftinger-Krimis wurde hier durch Ironie und seltsam-tollpatschige Bösewichte ersetzt und so ganz ernst konnte ich die einfach nicht nehmen.

Meiner Meinung nach sollten die Autoren bei ihren Leisten bleiben. Mir gefallen die humorvollen Krimis um einiges besser.

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Veröffentlicht am 14.10.2019

märchenhaftes Fantasyspektakel

Die Chroniken von Azuhr – Der träumende Krieger
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Dieses Buch ist nur etwas für Azuhr-Fans. Für solche, die bereits die ersten beiden Bände gefressen haben und die sich auskennen in dieser magischen Welt voller Mären.

Milan, sein Vater, Nok und Valerio ...

Dieses Buch ist nur etwas für Azuhr-Fans. Für solche, die bereits die ersten beiden Bände gefressen haben und die sich auskennen in dieser magischen Welt voller Mären.

Milan, sein Vater, Nok und Valerio sind auf dem Weg ins Tal der Äpfel. Und dort finden sie nicht nur den Roten Turm sondern die meisten Antworten auf ihre Fragen. Derweilen dräut der Dunkle Feind im Land, tötet mit seinen Schattenwesen und bedrängt die Kaiserin Sasmira und ihre geflügelten Kriegerinnen.

Ein dritter Teil, prall gefüllt mit Märchenwesen und Fantasy. süffig und mit einem intelligenten trickreichen Plot.

Ich liebe diese Welt und ich bin sehr sehr traurig, dass die Reise mit Milan und Nok nun zu Ende gegangen ist. Über das Finale will ich nicht zu viel verraten. Lest es! Genießt es! Hennen hat sich mal wieder übertroffen. Der deutsche Fantasymeister kann es einfach.

Veröffentlicht am 14.10.2019

Da fehlt noch eine Schippe

Kingdoms of Smoke – Die Verschwörung von Brigant
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Das prächtige Cover und die interessante Leseprobe haben mich hingezogen zu diesem Buch. Der erste Band einer vielversprechenden Geschichte schien es mir. Am Ende muss ich sagen, dass ich nicht ganz überzeugt ...

Das prächtige Cover und die interessante Leseprobe haben mich hingezogen zu diesem Buch. Der erste Band einer vielversprechenden Geschichte schien es mir. Am Ende muss ich sagen, dass ich nicht ganz überzeugt bin von dieser "Verschwörung der Briganten".

Fünf jugendliche bis junge Hauptdarsteller führen durch eine Story, die durchaus Potential hätte. Allerdings merkt mal bald, dass es tatsächlich mehr ein Jugendbuch denn ein All-Age-Roman ist und dass die Autorin sich ein wenig fürchtet, der Handlung die nötige Komplexität und Dichte zu geben. Die Geschichte plätschert vor sich hin, ist durchweg vorhersehbar ohne jede überraschende Wendung. Die Charaktere bleiben statisch in ihrer Entwicklung, sind nicht reifer geworden und agieren nur im Rahmen ihrer eingleisigen Möglichkeiten.

Sally Green schafft es auch selten, überhaupt einen Spannungsbogen aufzubauen und schon gar nicht, ihn etwas auszureizen. Schnell und hastig werden Enden zusammen geführt, Geheimnisse erklärt, Schlachten gewonnen.

Die Idee des Dämonenrauchs und was dahinter steckt, ist erfrischend und das Cover passt sehr schön dazu. Aber der Spirit reicht nicht aus für eine so lange Geschichte, die auch noch in weitere Runden gehen soll.

Ein erster Band, der mich nicht überzeugen konnte. Da fehlt noch eine ganze Schippe zu einem guten Fantasybuch.