Platzhalter für Profilbild

be_your_bookself26

Lesejury Star
offline

be_your_bookself26 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit be_your_bookself26 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2026

Helden und Legenden

Die schlimmste Klasse der Welt (Band 6) – Helden und Legenden
0

In dem Kinderroman „Die schlimmste Klasse der Welt – Helden und Legenden“ lernen die Leserinnen alle Schülerinnen der schlimmste Klasse der Welt noch einmal neu kennen. Jedes Kind bekommt ein eigenes Kapitel, ...

In dem Kinderroman „Die schlimmste Klasse der Welt – Helden und Legenden“ lernen die Leserinnen alle Schülerinnen der schlimmste Klasse der Welt noch einmal neu kennen. Jedes Kind bekommt ein eigenes Kapitel, indem eine besonders lustige oder aufregende Geschichte erzählt wird. Zum Beispiel erfahren wir etwas über den ersten Schultag von Kathrin, über Rolf und scharfe Super-Chilis und Toms spektakulärsten Fahrradunfall aller Zeiten.
Obwohl es sich um Band 6 der Reihe handelt, eignet sich das Buch meiner Meinung nach sehr gut als Einstieg. Ich kenne die anderen fünf Bände nicht, hatte aber trotzdem keine Schwierigkeiten, die Figuren und ihre Besonderheiten zu verstehen. Durch die einzelnen Kapitel, die jeweils inhaltlich abgeschlossen sind, kann man das Buch gut zwischendurch lesen. Gleichzeitig bleibt es spannend, weil man immer neugierig ist, welche Geschichte als Nächstes erzählt wird.
Besonders gelungen finde ich die humorvollen Kommentare von Schulkater Bürste. Sie lockern die Geschichten zusätzlich auf und sorgen immer wieder für kleine, witzige Momente. Außerdem sind die Charaktere sehr unterschiedlich und divers gestaltet, was ich besonders positiv finde. Dadurch können sich viele Leser*innen in den Figuren wiederfinden.
Insgesamt macht das Buch viel Spaß beim Lesen und weckt definitiv Lust auf die anderen Bände der Reihe. Ich kann mir gut vorstellen, es gemeinsam mit meiner Klasse zu lesen, da die kurzen Kapitel und die lustigen Geschichten sich gut für den Unterricht eignen.

Veröffentlicht am 20.02.2026

Zwischen Situationship und Selbstfindung

Open Hearts
0

Nach der überraschenden Trennung ihres Verlobten befindet sich Misty plötzlich wieder in ihrem alten Kinderzimmer in Brighton wieder. Über eine Datingapp lernt sie den sympathischen Christopher kennen. ...

Nach der überraschenden Trennung ihres Verlobten befindet sich Misty plötzlich wieder in ihrem alten Kinderzimmer in Brighton wieder. Über eine Datingapp lernt sie den sympathischen Christopher kennen. Misty ist zunächst hin und weg, bis sie herausfindet, dass er sich in einer offenen Beziehung befindet. Für Misty eigentlich ein No-Go, doch da sie ihn so charmant findet, machen sie und Christopher einen Kompromiss: Sechs Wochen treffen sie sich unverbindlich und ohne Drama. Einfach nur, damit Misty nach ihrer langjährigen Beziehung wieder zum Daten kommt. Doch sehr schnell verschwimmen die Grenzen und Misty muss herausfinden, was sie wirklich möchte.
Der Roman „Open Hearts“ von Roxy Dunn überzeugt durch seinen flüssigen und angenehm leichten Schreibstil. Die Sprache wirkt ungekünstelt und lebendig, sodass man mühelos in die Geschichte eintauchen kann.
Misty ist dabei eine durchweg sympathische Protagonistin. Ihre Alltagsprobleme, Zweifel und Gedanken sind so realistisch geschildert, dass man sich als Leserin schnell mit ihr identifizieren kann. Gerade ihre Unsicherheiten und ihr Ringen um Klarheit machen sie menschlich und greifbar.
Besonders gelungen ist die thematische Auseinandersetzung mit der Frage, was man selbst vom Leben erwartet und welche Formen von Freundschaft oder Partnerschaft möglich sind. Der Roman zeigt, dass es unterschiedliche Lebensmodelle gibt und dass persönliche Zufriedenheit nicht an ein festes Muster gebunden ist.
Misty durchläuft im Laufe der Geschichte eine glaubwürdige und feinfühlig dargestellte persönliche Weiterentwicklung. Ihre Veränderungen wirken nachvollziehbar und machen den Roman zu einer warmherzigen, inspirierenden Geschichte, die zum Nachdenken über das eigene Leben anregt.

Veröffentlicht am 15.02.2026

Ein ruhiges, aber starkes Bilderbuch

Obacht!
0

In dem Bilderbuch Obacht von Kerstin Hau leben in einem Dorf viele unterschiedliche Kreaturen zusammen, darunter auch das Mienchen. Eines Morgens verändert sich jedoch alles: Ein riesengroßes Tier liegt ...

In dem Bilderbuch Obacht von Kerstin Hau leben in einem Dorf viele unterschiedliche Kreaturen zusammen, darunter auch das Mienchen. Eines Morgens verändert sich jedoch alles: Ein riesengroßes Tier liegt plötzlich mitten im Dorf und versperrt den Weg in die Stadt. Die Dorfbewohner*innen versuchen tatkräftig das Problem zu lösen. Sie bauen eine Brücke und sogar eine Straße. Doch trotz aller Bemühungen bleibt der Weg blockiert. Währenddessen hat das Mienchen eine rettende Idee, doch niemand scheint ihr zuzuhören.
Besonders gelungen ist das Zusammenspiel von Bild und Text. Der sparsame Text pro Seite lässt den Illustrationen von Stella Dreis viel Raum, sodass die Geschichte nicht allein durch das Lesen erschlossen werden kann. Die Bilder erzählen entscheidend mit und eröffnen zahlreiche Gesprächsanlässe. Dadurch eignet sich das Buch hervorragend für den Einsatz im Unterricht oder für gemeinsame Betrachtungen im Gesprächskreis. Kinder werden eingeladen, genau hinzusehen, zu interpretieren und eigene Gedanken zu entwickeln.
Auch die Gestaltung fällt sofort ins Auge. Schwarz-weiße Illustrationen werden lediglich durch kleine orangene Farbakzente ergänzt. Diese reduzierte Farbgebung lenkt die Aufmerksamkeit gezielt auf wichtige Details und unterstützt die ruhige, beinahe unaufgeregte Atmosphäre des Buches. Gerade diese Zurückhaltung macht die Wirkung stark und nachhaltig.
Die Botschaft wird dabei sehr klar vermittelt: Der Umgang mit dem Unbekannten gelingt durch Zuhören, Aufeinanderzugehen und miteinander reden. Obacht zeigt einfühlsam, wie wichtig es ist, auch leisen Stimmen Aufmerksamkeit zu schenken. Insgesamt ist es ein ruhiges, aber inhaltlich sehr starkes Bilderbuch, das sich hervorragend im Unterricht einsetzen lässt, um mit Kindern über Offenheit, Kommunikation und gegenseitiges Verständnis ins Gespräch zu kommen.

Veröffentlicht am 01.02.2026

Wie weit gehst du für dein Zuhause?

Tödliches Angebot
0

Margo ist verzweifelt – gemeinsam mit ihrem Ehemann Ian hockt sie in einer Zweizimmerwohnung und ist dort mehr als unglücklich. Denn sie möchte unbedingt eine eigene Familie gründen und dafür benötigt ...

Margo ist verzweifelt – gemeinsam mit ihrem Ehemann Ian hockt sie in einer Zweizimmerwohnung und ist dort mehr als unglücklich. Denn sie möchte unbedingt eine eigene Familie gründen und dafür benötigt sie ein größeres Zuhause, koste es, was es wolle. Doch nach jedem Angebot erhält sie eine Absage. Doch dann erhält sie einen Hinweis auf ein Haus, welches noch nicht inseriert wurde. Margo fährt kurzerhand hin und sieht ihren Traum in Erfüllung gehen. Margo setzt alles daran, dieses Haus zu bekommen und nimmt dafür auch viele grenzüberschreitende Handlungen in Kauf. Zunehmend skrupellos dringt sie in das Leben der Hausbesitzer ein. Wie weit geht sie, um ihr Traumhaus zu bekommen?
Das Buch „Tödliches Angebot“ von Marisa Kashino liest sich schnell und flüssig und ist insgesamt sehr kurzweilig. Spannung kommt definitiv auf, auch wenn das Buch weniger ein Psychothriller ist, als es zunächst vermuten lässt. Da ich aber mit dieser Erwartungshaltung an die Geschichte herangegangen bin, war ich etwas enttäuscht, denn vielmehr handelt es sich um einen spannenden, geradlinig erzählten Roman. Besonders die Protagonistin Margo sorgt für ambivalente Gefühle: Als Antiheldin ist sie oft schwer nachzuvollziehen und als Leserin möchte man sie nicht selten am liebsten schütteln. Gleichzeitig empfand ich dies als eine gewisse Faszination. Ihre skrupellosen und manipulativen Handlungen stoßen ab und ziehen dennoch in den Bann, sodass man trotz aller Kritik weiterliest und wissen will, wie weit sie noch gehen wird.

Veröffentlicht am 17.01.2026

Waldwissen für Leseanfänger*innen

Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 17 - Im Wald
0

Das Erstlesebuch „Im Wald“ aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ ist der 17. Band der Serie. Das Buch behandelt das Thema des Waldes, welches mit Blick auf den Klimawandel ein besonders wichtiges Themenfeld ...

Das Erstlesebuch „Im Wald“ aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum?“ ist der 17. Band der Serie. Das Buch behandelt das Thema des Waldes, welches mit Blick auf den Klimawandel ein besonders wichtiges Themenfeld ist.

Das Buch besteht aus vier Themenblöcke, in denen die jungen Leserinnen unterschiedliche Informationen bezüglich des Waldes bekommen. Zum Beispiel wird erklärt, was ein Wald überhaupt ist und wie Bäume funktionieren. Besonders wichtig finde ich das Kapitel, in dem erläutert wird, warum der Wald in Gefahr ist. Trotz des geringen Umfangs des Buches bekommen die Kinder einen vielfältigen Einblick in das Thema und eine große Bandbreite an Informationen.

Anschließend an jedes Kapitel gibt es passende Leserätsel, die sich auf das zuvor Gelesene beziehen. Die Leser
innen können somit ihr erlerntes Wissen wiederholen und vertiefen. Am Ende des Buches befindet sich ein Lesequiz, dass das Gelernte in Form eines Quiz abfragt. Außerdem ist ein Leselotto angehangen, das die Kinder ausschneiden und spielen können. So wird auf vielfältige Art und Weise das Gelesene immer wieder vertieft.

Syntax und Semantik entsprechen der empfohlenen zweiten Lesestufe, was zusätzlich durch die kurzen Kapitel und der Fibelschrift deutlich wird. Auch die Gestaltung der Illustrationen empfinde ich als sehr passend, da die Seiten nicht überladen sind, die gelesenen Informationen jedoch trotzdem zusätzlich visuell dargestellt werden.

Insgesamt kann das vorliegende Erstlesebuch dazu beitragen, die Kinder aufzuklären und ihnen den Wald und seine Besonderheiten näher zu bringen. Zusätzlich wird die Lesefähigkeit mittels passender Rätsel vertieft.