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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2026

Sehr flach gehalten

Bad Tourists
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Leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Obwohl es thematisch mal etwas anderes war als die üblichen Thriller und auch der Spannungsbogen sehr clever gehalten wurde, blieb die Geschichte ...

Leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Obwohl es thematisch mal etwas anderes war als die üblichen Thriller und auch der Spannungsbogen sehr clever gehalten wurde, blieb die Geschichte für mich flach. Dies lag besonders an den unterschiedlichen Figuren, die mich einfach nicht überzeugen konnten.

Veröffentlicht am 19.05.2026

Spannend bis zur letzten Seite

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
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Mit „Im Morgengrauen“ liefert Marc Raabe bereits den vierten Band seiner Reihe rund um das BKA-Duo Art Mayer und Nele Tschaikowski. Wie bereits gewohnt, hat auch dieser Teil mich von der ersten bis zur ...

Mit „Im Morgengrauen“ liefert Marc Raabe bereits den vierten Band seiner Reihe rund um das BKA-Duo Art Mayer und Nele Tschaikowski. Wie bereits gewohnt, hat auch dieser Teil mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett gefesselt.
Seit Wochen kursieren im Netz virale Videos einer jungen Frau namens Kessy X, die behauptet, eine Affäre mit dem Bundeskanzler Henrik Westphal gehabt zu haben. Während die Öffentlichkeit noch darüber rätselt, ob die Videos echt sind oder lediglich Teil einer Schmutzkampagne, verschwindet der Kanzler plötzlich spurlos. Zeitgleich entdecken Art und Nele in einem U-Bahntunnel unter dem Alexanderplatz eine grausam zugerichtete Leiche. Schnell stellt sich die Frage: Handelt es sich um die Frau aus den Videos? Und welche Rolle spielt Juli, die Ehefrau des Kanzlers und gleichzeitig Arts große Liebe?
Obwohl die Geschichte grundsätzlich eigenständig funktioniert, würde ich definitiv empfehlen, die vorherigen Bände zuerst zu lesen. Gerade die Beziehungen zwischen Art, Juli und Henrik Westphal entwickeln sich über die Reihe hinweg weiter und sorgen in diesem Band für besonders viele emotionale und spannende Momente.
Was mir wieder unglaublich gut gefallen hat, war die Mischung aus Thriller und Politik. Die knapp 600 Seiten vergehen dabei erstaunlich schnell, was vor allem an den unterschiedlichen Erzählsträngen liegt. Einerseits begleiten wir die junge Frau aus den Videos in der Zeit vor dem Verschwinden des Kanzlers und dem Fund der Leiche, andererseits verfolgen wir die Ermittlungen von Art und Nele danach. Dadurch entsteht ein permanenter Spannungsbogen, der es nahezu unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen.
Besonders gelungen finde ich außerdem die persönlichen Entwicklungen von Art und Nele. Ihre privaten Probleme lockern die Handlung auf, ohne jemals kitschig zu wirken. Stattdessen verleihen sie den Figuren mehr Tiefe und machen sie greifbar. Gerade wenn man die Reihe seit Band eins verfolgt, merkt man, wie stark sich die Charaktere weiterentwickelt haben.
Auch Marc Raabes Schreibstil konnte mich wieder überzeugen. Er schreibt sehr flüssig, erzeugt eine passende Atmosphäre und baut immer wieder überraschende Wendungen ein. Selbst als erfahrene Thriller-Leserin hatte ich bis zum Schluss keine Ahnung, wer wirklich hinter alldem steckt.
Im Morgengrauen ist spannend, atmosphärisch und voller unerwarteter Twists. Für mich definitiv eines der stärksten Bücher der Reihe und eine absolute Empfehlung für alle Thriller-Fans.

Veröffentlicht am 10.05.2026

Chancen im Leben

Fast ein Leben
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Dieses Buch hat mich tief berührt und wird mir sicherlich noch lange im Kopf bleiben. Die Liebesgeschichte von Laure und Erica ist intensiv, emotional und unglaublich authentisch erzählt. Besonders beeindruckend ...

Dieses Buch hat mich tief berührt und wird mir sicherlich noch lange im Kopf bleiben. Die Liebesgeschichte von Laure und Erica ist intensiv, emotional und unglaublich authentisch erzählt. Besonders beeindruckend fand ich, dass wir die beiden Frauen über mehrere Jahrzehnte hinweg begleiten dürfen. Dadurch erlebt man nicht nur ihre persönliche Entwicklung hautnah mit, sondern auch die Veränderungen der Gesellschaft im Umgang mit queeren Menschen.
Was zunächst 1978 als sommerliche Romanze in Paris beginnt, entwickelt sich zu einer Geschichte voller Sehnsucht, verpasster Chancen und der immer wiederkehrenden Frage, ob damals die richtige Entscheidung getroffen wurde. Gerade diese wiederholten Begegnungen der beiden Frauen machen die Handlung so spannend und emotional packend.
Ebenso eindrucksvoll ist die Darstellung der Anfeindungen und Schwierigkeiten, mit denen queere Menschen damals und teilweise auch heute noch, konfrontiert sind. Das Buch schafft es, diese Themen sensibel und realistisch in die Geschichte einzubinden, ohne dabei jemals belehrend zu wirken.
Zu Beginn haben mich die langen Kapitel etwas abgeschreckt, doch der ruhige, tiefgründige und zugleich fesselnde Schreibstil der Autorin hat dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Man verliert sich regelrecht in den Seiten und in den Gefühlen der Figuren.
Insgesamt ist es ein sehr bewegender, intensiver und wunderschön geschriebener Roman über Liebe, Zeit, Entscheidungen und das Leben selbst. Eine absolute Empfehlung für alle, die emotionale und tiefgehende Geschichten lieben.

Veröffentlicht am 03.05.2026

Leider kein Psychothriller

Home Before Dark
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Zehn Jahre ist es nun her, dass Marsibils Schwester Kristin spurlos verschwand. Auch nach all dieser Zeit hat Marsibil die Hoffnung, ihre Schwester wiederzufinden, nicht aufgegeben. Nicht zuletzt aus dem ...

Zehn Jahre ist es nun her, dass Marsibils Schwester Kristin spurlos verschwand. Auch nach all dieser Zeit hat Marsibil die Hoffnung, ihre Schwester wiederzufinden, nicht aufgegeben. Nicht zuletzt aus dem Grund, weil sie sich selbst die Schuld an dem Verschwinden gibt. Nachdem Marsi einen Brief bekommt, der ihre letzte Chance sein könnte, Kristin zu finden, macht sie sich auf die Suche. Dabei begibt sie sich selbst in die Fänge des Täters.
Die Geschichte spielt in den 1970er-Jahren, was zunächst eine interessante Ausgangslage schafft. Besonders spannend ist der Gedanke, dass moderne Technologien hier keine Rolle spielen und die Figuren ganz anders ermitteln müssen. Auch die Zeitsprünge zwischen dem damaligen Verschwinden sowie das Erzählen aus unterschiedlichen Perspektiven (Marsibil und Kristin) und der Gegenwart sorgen grundsätzlich für Abwechslung.
Leider konnte mich das Buch dennoch nicht wirklich überzeugen. Über weite Strecken empfand ich die Handlung als zäh und langatmig, wodurch die Spannung deutlich auf der Strecke blieb. Für einen Psychothriller fehlte mir schlicht die nötige Intensität und der Nervenkitzel sowie das Gefühl, das Buch nicht aus der Hand legen zu können. Auch zu den Protagonist*innen konnte ich keine wirkliche Verbindung aufbauen, da die Charaktere auf mich eher flach und wenig greifbar wirkten. Mir fehlte dort einfach die Dynamik.
Insgesamt ist die Idee der Geschichte durchaus interessant, die Umsetzung konnte mich jedoch nicht fesseln. Leider hat die Geschichte bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Veröffentlicht am 13.04.2026

Düstere Geheimnisse auf einer einsamen Insel

Bachelorette Party
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Tessas Freude auf den Junggesellinnenabschied ihrer Freundin Anneliese hält sich in Grenzen. Zu sehr beschäftigt sie noch ein Vorfall rund um ihren True-Crime-Podcast. Trotzdem reist sie mit auf eine abgelegene ...

Tessas Freude auf den Junggesellinnenabschied ihrer Freundin Anneliese hält sich in Grenzen. Zu sehr beschäftigt sie noch ein Vorfall rund um ihren True-Crime-Podcast. Trotzdem reist sie mit auf eine abgelegene Insel, wo eigentlich Yoga, Alkohol und eine gute Zeit mit den Freundinnen geplant sind. Doch die Insel hat eine düstere Vergangenheit: Vor zehn Jahren verschwanden dort vier Frauen spurlos. Tessa beginnt nachzuforschen und gerät immer tiefer in ein Netz aus Geheimnissen, bis schließlich eine der Teilnehmerinnen tot aufgefunden wird und die Situation eskaliert.
Die Idee hinter dem Thriller hat mir echt gut gefallen: Ein Junggesellinnenabschied auf einer einsamen Insel und dazu ein alter ungelöster Fall, das sorgt direkt für eine spannende Stimmung. Besonders dieses Gefühl, nicht wegzukönnen und irgendwie „festzustecken“, kommt richtig gut rüber.
Das Buch liest sich sehr schnell, vor allem wegen der kurzen Kapitel. Man kommt gut durch und bleibt irgendwie dran. Auch die zwei Erzählstränge fand ich gelungen: einmal Tessas Sicht in der Gegenwart und dann die Perspektive von Matilda zehn Jahre zuvor. Das macht neugierig und bringt Abwechslung rein.
Allerdings hat sich die erste Hälfte für mich ziemlich gezogen. Es passiert lange nicht wirklich viel und ich war zwischendurch etwas ungeduldig. Erst in der zweiten Hälfte wird es dann deutlich spannender und ereignisreicher. Da hat mich das Buch dann auch mehr gepackt.
Die Charaktere haben mir insgesamt gut gefallen, vor allem die Gruppendynamik war interessant und teilweise auch angespannt.
Insgesamt ein spannender Thriller mit richtig coolem Setting und einer guten Idee, der aber etwas Zeit braucht, um in Fahrt zu kommen. Wenn man dranbleibt, wird es hinten raus auf jeden Fall noch richtig spannend.