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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2020

Unstimmig ohne Ende

Perfect Mistake
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Dieses Buch ist so unstimmig, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
Zuerst die Beziehung von Pete und Adele: Er ist 15 Jahre älter, was irgendwie eklig ist. Der Altersunterschied wird als Grund ...

Dieses Buch ist so unstimmig, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
Zuerst die Beziehung von Pete und Adele: Er ist 15 Jahre älter, was irgendwie eklig ist. Der Altersunterschied wird als Grund vorgeschoben, warum sie nicht zusammen sein können und daher ständig erwähnt. Pete wirkt manchmal wirklich wie ein 40-jähriger, dann wieder wie ein halb so alter Bad Boy. Dadurch bin ich einfach nicht mit ihm warm geworden.
Zur Handlung: Ich liebe Kylies Scott Stage Dive-Reihe und hatte hier leider ein unschönes Déjà-vu. Viele Handlungselemente des 4. Bandes wurden für dieses Buch einfach kopiert. Um Spoiler zu vermeiden, werde ich sie jetzt nicht aufzählen, es sind aber leider so viele, dass es nicht zu übersehen war.
Am Ende hab ich einfach nur noch frustriert die Arme in die Luft werfen können, weil nichts einen Sinn ergibt. Adeles Vater behandelt sie wie ein Kind, Pete hat merkwürdige Stimmungsschwankungen und wird regelmäßig zu einer anderen Person, Adele tut irgendwie nichts außer sich alles gefallen zu lassen und dumm zu warten, dass Pete das sagt, was sie hören will. Der Schreibstil hat mir leider nicht so gut gefallen, die Umgebungsbeschreibung hat sich ab und zu einfach nicht in den Erzählfluss eingepasst und fiel negativ auf. Außerdem gibt es zwar so einige Nebenfiguren, allerdings kommen diese kaum vor, weswegen keine davon rund ist.
Allem in allem absolut nicht zu empfehlen, auch nicht nebenbei.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2020

Süße Geschichte für zwischendurch

Hope Again
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Zuerst: Natürlich war Mona Kastens Schreibstil wieder wunderschön, man fühlt sich einfach direkt wohl.
Ich mochte Nolan total gerne und konnte Everly und ihn und ihr jeweiliges Verhalten gut nachvollziehen. ...

Zuerst: Natürlich war Mona Kastens Schreibstil wieder wunderschön, man fühlt sich einfach direkt wohl.
Ich mochte Nolan total gerne und konnte Everly und ihn und ihr jeweiliges Verhalten gut nachvollziehen. Ich mochte auch die Nebencharaktere, was gut ist – immerhin gibt es echt einen ganzen Haufen davon. Daran hat man gemerkt, dass es eben doch eine Reihe ist, für Fans garantiert ein nettes Easter Egg, ich war allerdings teils verwirrt und hätte gerne eine kurze Erklärung bekommen, wer jetzt eigentlich wer ist, woher sie kommen und so weiter.
Gepackt hat es mich nicht wirklich, was per se nicht falsch ist. New Adult leidet unter einem Hang zur Überdramatisierung und nun ja – alles was z. B. die After-Reihe falsch macht, wird hier richtig gemacht. Everly und Nolan gehen respektvoll miteinander um und führen eine gesunde Beziehung. Das hat mir gut gefallen, da man das leider viel zu selten in dem Genre sieht.
Es ist nicht überdramatisiert oder unnötig aufgebauscht und tröpfelt teils mehr so vor sich hin, auch wenn es ein paar Stellen gibt, an denen es etwas heftiger wird. Hier hätte ich mir mehr gewünscht, z. B. eine größere Auswirkung auf die Story. Mir fehlte der letzten Endes der Reiz an der Geschichte, obwohl wirklich genügend Potential da war.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2020

Sympathische Supersoldaten kämpfen gegen tödliche künstliche Intelligenz

Neon Birds
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Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, ...

Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, werden sie von Supersoldaten bekämpft, die man weltweit als Stars feiert. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln. Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Und während der Kampf zwischen Menschheit und Technologie hin und her wogt, versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern ...

«Ach»,säuselte er. »Das Wetter ist viel zu gut, um über solche düsteren Themen zu sprechen.»

«Das Wetter ist furchtbar», erwiderte Andra amüsiert.

Doch nach wenigen Sekunden verstummte ihr heiteres Glucksen. Vielleicht, weil sie verstand, was er meinte.


Es fällt mir unglaublich schwer, meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen. Die Welt ist gut beschrieben und man sieht das Grün und Braun von Ulan Bator fast vor sich. Die Geschichte klopft nicht mal an, sondern fällt direkt mit der Tür ins Haus und reißt den Leser mit sich. Ehe man sich versieht, sind die ersten 100 Seiten gelesen und die Charaktere soweit vorgestellt, dass man sie bereits ins Herz geschlossen hat.

Genau hier liegt für mich jedoch der Schwachpunkt von Neon Birds. Die einzelnen Charaktere sind durchaus rund, ihr Leben und die Beweggründe für ihr Handeln werden so aufbereitet, dass man sie gut verstehen kann. Aber jedes Mal, wenn ich das Gefühl hatte, dass eine Unterhaltung endlich tiefer gehen, dass nicht nur an der Oberfläche gekratzt werden würde, geht die Handlung schon weiter. Besonders Okijen und Flover sind mir direkt ans Herz gewachsen und ich hätte so gerne mehr von ihnen gesehen, als diese kurzen Gespräche und war deswegen zeitweise etwas frustriert.

Doch so ist dieses Buch: Der Schreibstil ist klar und verzichtet auf unnötige Füllsätze oder Wiederholungen. Was erwähnt wird, ist für die weitere Geschichte stets wichtig oder dient dem Worldbuilding. Dazu passen auch die Charaktere, die nur so viel von sich preisgeben, dass sie rund sind, dadurch jedoch etwas an Tiefe vermissen. Dieser simple Stil, dass nichts einfach so vorkommt, entpuppt sich gegen Ende als kleine Falle, die sich das Buch selbst gestellt hat. Ich verzichte hier natürlich auf Spoiler, sage nur, dass es dennoch ein gutes und spannendes Ende war, man bestimmte Teile jedoch absehen konnte.

Mein Fazit:
Ein mitreißendes Buch, dessen Charaktere ruhig etwas mehr Tiefe hätten bekommen können, mit einer gut umschrieben Welt und einer interessanten Idee dahinter. Ich freue mich trotz der Kritikpunkte auf die Fortsetzung und vor allem auf ein Wiedersehen mit den Charakteren!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2020

Anfangs packend und emotional, später eher fade

Flying High
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Das erste Drittel dieses Buches war emotional eine wahre Tortur. Man fühlte mit der Protagonistin Hailee mit, litt mit ihr und wünschte sich, dass es ihr bald besser geht. Dementsprechend schnell flogen ...

Das erste Drittel dieses Buches war emotional eine wahre Tortur. Man fühlte mit der Protagonistin Hailee mit, litt mit ihr und wünschte sich, dass es ihr bald besser geht. Dementsprechend schnell flogen die Seiten auch dahin. Chase ist unglaublich süß und fürsorglich, doch das spielt eher eine nebensächliche Rolle. Hailee steht voll im Fokus und alles, was im ersten Band ausgelassen wurde, wird endlich zur Sprache gebracht. Lose Enden werden verknüpft und die Geschichte abgerundet.
Dann fängt es allerdings an sich zu ziehen. Die Spannung, die am Anfang fast bis zum Zerreißen gegeben war, lässt spürbar nach. Das mag zum einen an den Figurenkonstellationen liegen, zum anderen vielleicht daran, dass Hailee immer noch nicht frei von jeglichen negativen Gefühlen oder Trauma ist. Obwohl das so wichtig ist, immerhin war sie kurz davor einen dramatischen Fehler zu begehen und stand buchstäblich am Abgrund, wird dieser Teil des Buches immer langatmiger und blasser. Es gibt eine wirklich wunderschöne Szene an einem Feldweg, das ist jedoch das Einzige, dass mich zu diesem Zeitpunkt noch begeistern konnte.
Gegen Ende nimmt der Spannungsabfall immer weiter zu, man hat das gefühlt, dass hier nur noch Seiten gefüllt wurden, statt ihnen Leben einzuhauchen und am Ende habe ich mich persönlich mehrfach gefragt, was aus dem Buch vom Anfang geworden ist und war ziemlich genervt.

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