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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2019

wild-romantisch und berührend

Show me the Stars
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Ich hatte über facebook bereits vor Erscheinen schon einiges über das Buch gehört und mich hatten der Klappentext, die Leseprobe und das schöne Cover angesprochen.

Unter einem weiteren Namen der Autorin, ...

Ich hatte über facebook bereits vor Erscheinen schon einiges über das Buch gehört und mich hatten der Klappentext, die Leseprobe und das schöne Cover angesprochen.

Unter einem weiteren Namen der Autorin, Kira Minttu, hatte ich außerdem "Tanz, meine Seele" gelesen, das mich mit einem einfühlsamen Schreibstil und lebensechten Charakteren überzeugen konnte. Und auch mit dem Autorennamen Kira Mohn hat sie es geschafft, mich für sich einzunehmen, sodass ich es nun nach Beenden von "Show me the Stars" nicht erwarten kann, den nächsten Band der Serie zu lesen.

Nun aber zur Geschichte selbst: Wir lesen hier von Liv, bei der es beruflich nicht so gut läuft und der damit die Stellenanzeige, in der für sechs Monate ein Leuchtturmbewohner gesucht wird, sehr gelegen kommt. Sie bewirbt sich kurzerhand und findet sich kurze Zeit darauf auf einer einsamen Insel in Irland wieder, als einzige Bewohnerin eines Leuchtturms. Und sie lernt Kjer kennen ...

Die Autorin hat einen unheimlich tollen Schreibstil, und sie schafft es, ihre Protagonisten sehr lebensecht zu gestalten, sodass man auch nach dem Zuklappen des Buchs das Gefühl hat, neue Freunde gefunden zu haben.

Die Handlung wird aus Livs Sicht erzählt, und ich konnte mich in ihre Gefühle und Gedanken sehr gut hineinversetzen. Ich konnte ihre Unsicherheit spüren, als sie den neuen Weg einschlägt, aber auch, wie sie sich selbst findet, wie ihr Ich sich festigt, und wie sie sich langsam aber sicher zu einer jungen Frau entwickelt, die weiß, was sie will.

Die bildhaften Beschreibungen von Irland, des Meers und des gischtumwogten Leuchtturms machen Lust darauf, ihm einen Besuch abzustatten, und selbst dort ein paar Nächte zu verbringen. Ich habe seit jeher eine Schwäche für die Landschaft Irlands, und ich hatte hier das Gefühl, selbst dabei zu sein, den Wind zu spüren und den Regen und das Meer zu riechen.

Ich mochte Liv sehr gerne - weil sie so lebensecht ist, mit ihren Unsicherheiten, aber auch ihren liebenswerten Eigenschaften, und weil man sich somit perfekt in sie hineinversetzen kann.
Auch Kjer war mir sehr sympathisch - weil er seine Ecken und Kanten hat, weil auch er seine Fehler hat, die ihn aber genau deshalb auch liebenswert machen.

Ich mochte auch den Schreibstil sehr gerne, die Autorin verwendet eine bildhafte Sprache, einfühlsam, bewegend und manchmal fast poetisch.

Alles in allem war dies ein Buch, das mich fesseln konnte, und das ich innerhalb kürzester Zeit ausgelesen habe.

Fazit: "Show me the stars" ist ein Buch über Freundschaft und Liebe, über das Sich-finden und über Vergangenheitsbewältigung. Vor allem aber ist es eine Liebesgeschichte mit unheimlich sympathischen Protagonisten, die mich überzeugt hat. Ich habe den Abstecher nach Irland mit seiner wildromantischen Küste und dem Leuchtturm sehr genossen und freue ich schon auf meinen nächsten Ausflug dorthin. Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 10.07.2019

nein danke

Krieger des Lichts - Ungezähmt
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Ich liebe Geschichten mit Fantasy, Gestaltwandlern und Co. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich diese Buchserie entdeckte, bei der die ersten drei Bände in einem angeboten wurden. Ich hatte gehofft, ...

Ich liebe Geschichten mit Fantasy, Gestaltwandlern und Co. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich diese Buchserie entdeckte, bei der die ersten drei Bände in einem angeboten wurden. Ich hatte gehofft, dass dies eine Serie werden würde, die mich ähnlich fesseln und begeistern würde wie die Black Dagger-Reihe von J.R. Ward - je länger eine gute Serie, desto besser, denn das bringt langes Lesevergnügen.

Leider wurde ich mit diesen Büchern jedoch herb enttäuscht.

Die Autorin hat einen durchaus flüssigen Schreibstil, und in jedem Buch wird die Geschichte von einem der neun Krieger behandelt. Jeder Band wird aus zwei Perspektiven - der des Kriegers und einer zweiten Person - geschildert. Und obwohl der Handlungsplot durchaus toll und einfallsreich ist, wurde ich mit den Geschichten leider nicht warm.

Die Handlung schreitet unheimlich schnell voran, ich hatte oft das Gefühl, was versäumt zu haben - z.B. hatten sich plötzlich Gefühle von Protagonisten geändert, wo für mich nicht nachvollziehbar war, was der Auslöser war.

Und was ich am schlimmsten fand: auf gefühlt jeder zweiten Seite gab es erotische Szenen, die meiner Meinung nach nicht mal ansprechend geschrieben waren oder gar prickelten. Egal, wann die beiden sich berührten, hatten sie einen O... Mir war klar, dass es sich hier um einen Roman mit erotischen Szenen handelte, aber nur darüber zu lesen, und die dazugehörige Handlung eher nebenbei zu erfahren - das war mir einfach viel zu viel. Dadurch gerieten nämlich die Gedanken und Gefühle der Protagonisten total in den Hintergrund. Auch wenn es in Band 2 ein wenig besser wurde, war es immer noch zu viel der Erotik. Ich finde das total schade, weil der Plot wie gesagt viel hergegeben hätte, denn die Idee mit den neun Kriegern und deren Kämpfe gegen Hexen und Dämonen fand ich wirklich toll.

Fazit: "Krieger des Lichts" konnte mich leider absolut nicht überzeugen. Viel zu viel erotische Szenen haben die an sich tolle Handlung überlagert und mir leider kein Lesevergnügen bereitet. Hier hätte man viel mehr daraus machen können, auch in Anbetracht der Tatsache, dass es noch Folgebände zu diesen dreien gibt. Mich reizt es allerdings nicht, herauszufinden, ob die Serie besser wird.

Veröffentlicht am 08.07.2019

schade, daraus hätte man mehr machen können

My Perfect Ruin
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Mich hatte an diesem Buch die Leseprobe angezogen, die eine schöne Liebesgeschichte versprach. Leider konnte dieses Versprechen jedoch nur zum Teil gehalten werden.

Die Autorin erzählt uns die Geschichte ...

Mich hatte an diesem Buch die Leseprobe angezogen, die eine schöne Liebesgeschichte versprach. Leider konnte dieses Versprechen jedoch nur zum Teil gehalten werden.

Die Autorin erzählt uns die Geschichte von Elija, einem Rockstar, und Iris, dem Kindermädchen seiner beiden Söhne. Seine Ex-Frau lässt ihn die Kinder nur dann auf seine Tournee mitnehmen, wenn auch Iris mitfährt, um auf diese aufzupassen - klarerweise hält sich seine Begeisterung in Grenzen.

Die Handlung wird abwechselnd aus beider Sicht erzählt - dieser Erzählstil ist mir der liebste, weil man sich gut in die Charaktere hineinversetzen kann - das war auch hier so, und hat mir keine Probleme bereitet. Auch der Schreibstil ist angenehm flüssig und das Buch lässt sich gut lesen.

Leider konnte ich aber mit den Protagonisten nicht warm werden.

Iris ist eine junge Frau, die wahnsinnig naiv ist, und manchmal hätte ich sie wirklich gern mal angeschrien, dass sie ihren Kopf einschalten und nachdenken soll, bevor sie sinnlos alles nachplappert, was ihr vorgesagt wird. Ich konnte ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen - und es wurde im Laufe der Geschichte immer schlimmer, denn sie wurde mir immer unsympathischer. Sie ist unsicher und macht in meinen Augen keine wirkliche Entwicklung durch.

Elijah hingegen konnte mich zwar lange von sich überzeugen, aber vor allem gegen Ende war er mir einfach zu weichgespült und beweist angesichts bestimmter Ereignisse viel zu spät Rückgrat. Sehr gut gefallen hat mir allerdings sein Umgang mit den Kindern.

Die Nebencharaktere wurden eher nur kurz angerissen, obwohl sich hier durchaus ein paar Personen befunden haben, von denen ich gern noch mehr gelesen hätte.

Die Handlung plätschert teilweise vor sich hin, und die Gedankengänge der beiden wiederholen sich immer und immer wieder. Gegen Ende habe ich dann Absätze zum Teil auch mehr überflogen als gelesen.

Die Zeit, in der sich die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt, hat gepasst, aber die erotischen Szenen fand ich nicht wirklich ansprechend beschrieben. Elijah und Iris vermittelten durchaus das Prickeln zwischen ihnen - die große Liebe allerdings konnte ich nicht spüren.

Und auch wenn das Ende süß war, konnte es leider für mich die Geschichte nicht mehr retten.

Ich hatte von der Autorin bis jetzt nur Gutes gehört und auch die Raw-Serie von ihr seit längerem auf dem Reader - ich hoffe wirklich, dass diese Bücher besser sind, als dieses hier war (mir wurde allerdings bereits versichert, dass es so ist).

Fazit: "My perfect Ruin" konnte mich leider nicht überzeugen. Die Geschichte plätschert vor sich hin, und die Charaktere waren mir nicht sympathisch, vor allem aber konnte ich keine Liebe zwischen den beiden spüren. Aus dem an sich tollen Handlungsplot hätte man viel mehr machen können - so war ich leider enttäuscht.

  • Einzelne Kategorien
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  • Gefühl
Veröffentlicht am 08.07.2019

berührende Liebesgeschichte

Zwei in Solo
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Ich hatte von der Autorin ihr Debut "immer noch wir" gelesen, das mir sehr gut gefallen hatte. Nun war ich natürlich gespannt, ob "zwei in Solo" mich genauso überzeugen würde. Es konnte es.

Ich muss gestehen, ...

Ich hatte von der Autorin ihr Debut "immer noch wir" gelesen, das mir sehr gut gefallen hatte. Nun war ich natürlich gespannt, ob "zwei in Solo" mich genauso überzeugen würde. Es konnte es.

Ich muss gestehen, ich war ein wenig zweifelnd, ob mir eine Geschichte gefallen würde, in der die Frau älter ist und auch noch die Lehrerin. Ich weiß, das sind Klischees, denn umgekehrt hätte ich weniger ein Problem, aber es ist so Allerdings - nach den ersten Kapiteln war es vollkommen egal, dass Sophie älter ist als Milo, und dass sie seine Lehrerin war. Denn Milo bringt eine Reife mit, die weit mehr ist als seine Jahre. Er konnte mich überzeugen damit, dass er sich im Laufe der Geschichte gewaltig weiterentwickelt. Doch nicht nur er, auch Sophie wird gewissermaßen erwachsen, und die beiden passen - so verschieden sie auch sind - perfekt zusammen.

Die Geschichte ist keine einfache, sondern beinhaltet im Gegenteil eine schlimme Vergangenheit, die die Gegenwart überschattet. Zu beobachten, wie beide auf ihre Weise damit fertig werden, wie sehr sie dafür kämpfen, zusammensein zu können, wie sie gegen Vorurteile angehen, hat mich sehr berührt.

Die Autorin hat einen unheimlich berührenden Schreibstil, und die Handlung ging mir sehr unter die Haut - sie regt zum Nachdenken an, denn leider passiert das, was im Buch passiert, allzuoft auch in der Realität. Gerade dadurch, und dadurch, dass die Protagonisten sehr authentisch beschrieben werden, wird die gesamte Handlung sehr lebensecht und konnte mich tief berühren. Nicht nur einmal musste ich angesichts der Schilderungen von Gewalt schlucken und hätte Milo am liebsten zwischendurch einfach mal in den Arm genommen und ihn ein wenig gedrückt.

Ich bewundere Milo und Sophie für ihren Mut, die Hoffnung, die sie niemals verlieren, und für ihren gewaltigen Willen, SoLo wahr werden zu lassen. Die tiefe Liebe, die beide empfinden, spürt man mit jedem Satz, in jeder Berührung und in jedem Gedanken.

Fazit: "Zwei in SoLo" ist die Geschichte einer großen Liebe - aber es ist noch noch viel mehr: Es ist eine Geschichte über Hoffnung, Kämpfen, Freundschaft und tiefe Gefühle, eine Geschichte, die unter die Haut geht mit einfühlsamen Erzählstil und unheimlich lebensechten Protagonisten. Es ist keine 08/15-Liebesgeschichte, sondern eine, die mich tief berührt hat. Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 08.07.2019

ein wunderbarer Roman

Find mich da, wo Liebe ist
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Mich hatten an diesem Buch das schöne Cover und auch die Leseprobe angesprochen, die mir bereits sehr gut gefiel.

Ich muss gestehen, ich habe etwa 20 % des Buches gebraucht, um so richtig hineinzukommen ...

Mich hatten an diesem Buch das schöne Cover und auch die Leseprobe angesprochen, die mir bereits sehr gut gefiel.

Ich muss gestehen, ich habe etwa 20 % des Buches gebraucht, um so richtig hineinzukommen - aber dann hat es mich gepackt, berührt und ich konnte gar nicht mehr mit Lesen aufhören. Es lohnt sich also, weiterzulesen und nicht gleich abzubrechen, nur weil es (noch) ein wenig langatmig ist.

Die Autorin erzählt die Geschichte von Grace aus ihrer Sicht, womit es mir sehr leichtgefallen ist, mich in ihre Gedanken und Gefühle hineinzuversetzen. Ich mochte Grace unheimlich gern - weil sie sich weiterentwickelt, erkennt, was sie will, und vor allem, weil sie unbeirrt ihren Weg geht, nachdem sie erkannt hat, was im Leben wichtig ist, und dass alles, was sie tut.

Die Handlung spielt in der Gegenwart, und in kurzen Abschnitten dazwischen werden Szenen aus der Vergangenheit erzählt. So lernt der Leser Grace langsam kennen und schätzen. Grace ist als Protagonistin so lebensecht beschrieben, sodass man gar nicht anders kann, als das Gefühl zu bekommen, sie sei die Nachbarin nebenan. Sie hat ihre Ecken und Kanten, ihre Fehler, aber auch unheimlich liebenswerte Eigenschaften - die sie selbst erst an sich erkennen muss.

Die Autorin hat auf die Frage, welche Botschaft sie mit ihrem Roman vermitteln will, gesagt: Zusammen können wir stark sein. Wie die meisten Säugetiere brauchen wir Gesellschaft. Wir brauchen Liebe. Und jede Art von Liebe ist wertvoll, nicht nur die romantische Liebe. In meinem Buch geht es darum, sich selbst wertzuschätzen, Dinge ziehen zu lassen, die wir nicht ändern können. Und darum, zu lernen, Unterstützung von anderen anzunehmen. Genau diese Botschaft fasst das Buch perfekt zusammen. Es geht nicht vorrangig um die Liebe zwischen Mann und Frau - sie ist eher der Auslöser für noch viel mehr - die Erkenntnis, wieviel Familie und Freunde bedeuten, welchen Zusammenhalt Personen bieten können, die nicht Familie sind. Es ist eine Geschichte darüber, Vergangenes ruhen zu lassen, und sich auch mal auf neue Wege zu wagen.

Sehr gut haben mir auch die Abschnitte gefallen, in denen über Geigenbauerei erzählt wird. Ich war am Abend, bevor ich das Buch gelesen habe, in einer Aufführung des Musicals "Elisabeth". Und gerade während des Lesens spukte die Orchestermusik zum Musical in meinem Kopf herum und hat mir den perfekten Hintergrund für die Geschichte geliefert.

Erwähnen möchte ich auch die Nebencharaktere, die sich ganz wunderbar in die Gesamtgeschichte einfügen, und die mir ebenso ans Herz gewachsen sind wie Grace.

Vor allem aber fand ich das Ende ganz einfach genau richtig - es ist eins, dass ich so nicht erwartet hatte, das aber zur Gesamtheit des Romans passt.

Fazit: "Find mich da, wo Liebe ist" ist eine wunderbare Geschichte über die Liebe und das Leben. Eine Geschichte über Familie und Freundschaft, das, was im Leben wichtig ist, und über Vergebung. Ein wundervoller Roman, der mich vollkommen von sich überzeugen konnte. Ein Stern Abzug für den eher langatmigen Beginn, aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung.