Waltraud Mayer erzählt in diesem Buch von ihren Erfahrungen als erste Rettungssanitäterin in Lindau. Das Buch wird von ihrer (fachfremden) Tochter Doris Mayer-Frohn geschrieben.
Viele Situationen, die ...
Waltraud Mayer erzählt in diesem Buch von ihren Erfahrungen als erste Rettungssanitäterin in Lindau. Das Buch wird von ihrer (fachfremden) Tochter Doris Mayer-Frohn geschrieben.
Viele Situationen, die hier beschrieben werden, könnten sicherlich heutzutage auch noch so erlebt werden. Interessant ist allerdings, dass es doch einige Unterschiede gibt, vor allem die Ausstattung der Rettungswagen. Das fand ich sehr eindrücklich.
Es wird auch gut beschrieben, wie Frau Mayer zu diesem Beruf gekommen ist. Auch wenn jemand ehrenamtlich arbeiten möchte, wird er nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen. Abstriche muss ich leider für manchen fachlichen Fehler machen. Das sollte in einem Buch, in dem ein wichtiger Teil medizinisches Fachwissen darstellt, nicht vorkommen.
Insgesamt liest sich das Buch recht gut und gibt einen guten Einblick in die Rettungsmedizin ab den siebziger Jahren.
Manchmal beendet man ein Buch und fühlt danach noch lange einen Trennungsschmerz. So erging es mir hier. Nicht nur die Protagonisten Alex und Myles sind mir ans Herz gewachsen. Auch viele andere.
Alex ...
Manchmal beendet man ein Buch und fühlt danach noch lange einen Trennungsschmerz. So erging es mir hier. Nicht nur die Protagonisten Alex und Myles sind mir ans Herz gewachsen. Auch viele andere.
Alex ist Physiotherapeutin und leistet Sozialstunden im Team der L.A. Roadies, einer wenig erfolgreichen Football-Mannschaft, ab. Myles ist langjähriger Linebacker im Team und steht kurz vor seinem Karriereende. Beide fühlen sich voneinander angezogen, haben aber aufgrund schlechter und mangelnder Erfahrungen mit allerlei Hemmnissen zu kämpfen. Im Prinzip ist das ein Hauptthema des Buches. Der Weg, den beide versuchen gemeinsam zu gehen, aber immer wieder scheitern. Das ist zum Teil komisch, zum Teil aber auch traurig, weil sie sich immer wieder gegenseitig verletzten. Dabei kann man keinem der beiden böse sein. Sie machen eben ihre ersten ernsten Erfahrungen und entwickeln sich. Das ist hervorragend beschrieben. Ich konnte mich sehr gut auf die beiden einlassen, auf jeden einzeln und auf beide gemeinsam. Dabei war nicht die sexuelle Vereinigung der Höhepunkt, sondern das Zusammensein, das Fallenlassen und das Vertrauen.
„Sie küssten gegeneinander, nicht miteinander, vielleicht, weil sie zu lange stillgewesen waren.“
Das Buch gibt aber noch wahnsinnig mehr her. Allein die Beschreibung der Charaktere in Alex‘ Wohnblock in einer sozial schwachen Gegend von L.A., wunderbar! Ich sag nur: Ms. Kaminsky! Da passiert so viel im Hintergrund, daß ich versucht bin, das Buch noch einmal von vorne zu lesen, um ja nichts zu verpassen.
Und dann ist da noch der Football: Normalerweise kommt eine Sportart in Liebesromanen eher am Rande vor. Da sind typischerweise eher die Charaktere und nicht die professionellen Sportler im Vordergrund. Hier aber habe ich die Spieler und den persönlichen Charakter gesehen, weil beides nebeneinander ausgewogen dargestellt wird. Die (anatomischen) Körper der Spieler wurden aus Sicht einer Physiotherapeutin sehr authentisch beschrieben. Probleme beim Training, verletzungsbedingte Einschränkungen werden auch einem Laien klar. Und es wird aufs Spiel eingegangen, auf Taktik, auf die einzelnen Positionen und Spielzüge. Das war überhaupt nicht langweilig, im Gegenteil. Es hat mich so neugierig gemacht, daß ich immer wieder über Football nachgelesen habe. Und schließlich habe ich sogar das Superbowl-Endspiel angeschaut und mein neues Wissen getestet.
Für mich ist das ein ganz besonders Buch, das mich berührt und noch lange in Gedanken begleitet hat. Ich freue mich auf weitere Bände der Reihe.
Winter in den Highlands, tiefverschneite Berge, gemütliches Kaminfeuer, ausgelassene Fröhlichkeit bei Bier und Whisky im urigen Pub, dörflicher Zusammenhalt, all das bringt mir Martina Gercke in diesem ...
Winter in den Highlands, tiefverschneite Berge, gemütliches Kaminfeuer, ausgelassene Fröhlichkeit bei Bier und Whisky im urigen Pub, dörflicher Zusammenhalt, all das bringt mir Martina Gercke in diesem Buch ganz nah. Wie schön war es doch im Thistle Cottage bei Amber und Ewan.
Nachdem Amber auf dem Weg zum Flughafen im Schneesturm strandet, kämpft sie sich gerade noch zu Ewans Pension durch. Unfreiwillig muss sie ein paar Tage mit ihm und seiner Familie verbringen, denn der Schnee macht ihr die Heimfahrt unmöglich.
Zum Glück kümmert sich Ewan gut um sie. Dabei lerne ich das Cottage, seine Bewohner und die Dorfgemeinschaft kennen und lieben. Mir hat es dort ebenso gut gefallen wie Amber. Nur leider können wir nicht dort bleiben, oder vielleicht doch?
Ein neues herzerwärmendes Buch der Autorin, die mich noch nie enttäuscht hat.
Ein Ire will in den schottischen Highlands eine halb verfallene Whiskydestillerie wiedereröffnen. Eine Pensionswirtin kämpft im Winter um Gäste. Ein in der Nebensaison einsames Küstenstädtchen wartet auf ...
Ein Ire will in den schottischen Highlands eine halb verfallene Whiskydestillerie wiedereröffnen. Eine Pensionswirtin kämpft im Winter um Gäste. Ein in der Nebensaison einsames Küstenstädtchen wartet auf den Frühling.
Shane mietet sich in Marcies Bed&Breakfast ein, um in der Nähe seiner Baustelle zu sein. Der Gast ist eine willkommene Abwechslung nicht nur für Marcie. Auch ihre beste Freundin Bonnie hat ein Auge auf ihn geworfen. Es gibt allerdings einige Unklarheiten in seiner Vergangenheit.
Die Autorin schafft eine tolle Atmosphäre in diesem Buch. Welcher Tourist denkt schon daran, wie es an seinem Urlaubsort in der Nebensaison aussieht? Gerade in den schottischen Highlands kann es sehr einsam werden. Zwar ist ein prasselndes Kaminfeuer urgemütlich, aber wenn man dauerhaft alleine davor sitzt, kann man schon melancholisch werden.
Die Figuren finde ich durchweg sympathisch. Bonnie ist Marcie eine treue Freundin. Sie ist witzig und quirlig. Auch dem Griesgram von nebenan kann ich nicht böse sein, sind doch seine Beweggründe immer gut nachvollziehbar.
Überrascht hat mich die Autorin an einigen Stellen, wo die Geschichte nicht so verlief, wie ich es erwartet hatte. Ich mag es, wenn falsche Fährten gelegt werden. Da kommt keine Langeweile auf.
Die Liebesgeschichte ist toll. Erst knistert es unterschwellig, dann prickelt es deutlich und steigert sich dann weiter. Wie schön, daß die Autorin hier auf die gängigen Klischees verzichtet hat. Die Protagonisten reden miteinander, auch wenn es ungemütlich wird, welch Wohltat!
Das Buch hat mir rundherum sehr gut gefallen. Deswegen vergebe ich gerne die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Alina, einer Kassiererin des örtlichen Supermarkts und Cailan, dem Erben des Supermarkt-Imperiums, erzählt. Nach dem Tod des Vaters muss Cailan nun entscheiden, ...
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Alina, einer Kassiererin des örtlichen Supermarkts und Cailan, dem Erben des Supermarkt-Imperiums, erzählt. Nach dem Tod des Vaters muss Cailan nun entscheiden, was er mit der gerade so Gewinn abwerfenden Filiale im übersichtlichen Örtchen Cold Spring machen soll.
Man möchte meinen, dass schon die unterschiedliche Herkunft der beiden Protagonisten zu jeder Menge Spannungen führt. Tatsächlich ist das jedoch kein großes Thema im Buch, was ich sehr begrüßt habe. Vielmehr geht es um die Beziehung der beiden untereinander und der Interaktion mit der Familie und weiteren Personen in der Kleinstadt. Es war sehr spannend zu erfahren, wie die beiden Hauptprotagonisten sich in jeglicher Hinsicht gegenseitig beeinflusst haben.
Einen sehr großen Raum nimmt das Familienleben sowohl von Alina als auch von Cailan ein, so verschieden es auch ist. Allein die sieben Schwestern von Alina sind für sich genommen schon weitere 7 Bände wert. Wie im wirklichen Leben verläuft bei so vielen Familienmitgliedern nicht alles nur positiv. Ein schweres Schicksal trübt die schöne Atmosphäre leider sehr. Für mich sind solche Schicksalsschläge in Romanen immer schwere Kost, möchte ich es doch am liebsten leicht und unbeschwert. Das Thema wurde allerdings von der Autorin sehr einfühlsam und authentisch angegangen.
„Stille hinter den Wolken“ ist ein wundervolles tiefgründiges und emotionales Buch, das man nur schwer wieder aus der Hand legen kann.