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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2020

Sexy Ordnungsliebe triff auf bewaffnetes Chaos

Mörderische Sühne
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Dieses Buch wurde zuvor unter dem Titel „Mörderische Sühne“ und „DC Affairs: Fatales Geheimnis“ veröffentlicht. Nun lautet der Titel „Fatal Affair-Nur mit Dir“. Dieser Titel ist sogar noch treffender, ...

Dieses Buch wurde zuvor unter dem Titel „Mörderische Sühne“ und „DC Affairs: Fatales Geheimnis“ veröffentlicht. Nun lautet der Titel „Fatal Affair-Nur mit Dir“. Dieser Titel ist sogar noch treffender, deutet er doch gleich zwei Hauptstränge im Buch an.
Als Senator John O‘Connor tot in seiner Wohnung aufgefunden wird, erregt sein Stabschef Nick Cappuano zunächst die Aufmerksamkeit von Detective Sam Holland. Sie traut ihren Augen kaum, als sie erkennt, daß es sich ausgerechnet um denjenigen Mann handelt, der sie nach einer heißen Nacht vor 6 Jahren nie zurückgerufen hat. Eine Weile schleichen sie umeinander herum, aber dann...wird‘s richtig heiß!
Die Mischung aus Kriminalgeschichte, Ermittlungsarbeit, Intrigen und Erotik hat mir richtig gut gefallen. Die knisternde Spannung zwischen Nick und Sam ist mit Händen greifbar und stellenweise kaum auszuhalten. Die beiden Hauptfiguren sind sehr schön ausgearbeitet. Beide haben ihre Macken und starke Seiten. Am witzigsten finde ich den Kontrast zwischen Nicks Ordnungsliebe und Sams Chaos und Nicks attraktiver Selbstbeherrschung versus Sams hitzigem Temperament.
Ich mag es, daß es viele verschiedene Spuren und mögliche Täter gibt. Lange hatte ich keinen harten Verdacht, weil sich das Blatt immer wieder wendet.
Am Ende des Buches kommt noch eine Bonusgeschichte: „One night with you“ erzählt von der heißen Nacht, die Nick und Sam vor 6 Jahren verbracht haben. Man kann sie genauso gut vorneweg lesen.
Was mir auch sehr gut gefällt ist, daß das Buch ohne konstruierte Dramen oder künstlich herbeigeführte Missverständnisse auskommt. Sehr erfrischend.
Diese Kriminalgeschichte mit einer guten Prise Erotik hat absolut meinen Geschmack getroffen, so daß ich eine Leseempfehlung ausspreche und selbstverständlich sie volle Punktzahl vergebe.

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Veröffentlicht am 03.11.2020

Der Decker-Hof

Solange deine Schatten flüstern
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Ben und Livi sind die Hauptprotagonisten des vorliegenden Romans. Ben kommt durch eine Bewährungsstrafe auf den Schafs-und Pferdehof von Livis Eltern. Dort lernt der junge Mann, der es bisher nicht leicht ...

Ben und Livi sind die Hauptprotagonisten des vorliegenden Romans. Ben kommt durch eine Bewährungsstrafe auf den Schafs-und Pferdehof von Livis Eltern. Dort lernt der junge Mann, der es bisher nicht leicht im Leben hatte, Verantwortung bei harter täglicher Arbeit. Ganz im Gegensatz zu seinen anfänglichen Bedenken, bekommt ihm die schwere Arbeit gut. Die kluge und warmherzige Livi trägt einen beträchtlichen Anteil bei, ihn auf dem Hof zu integrieren, auch wenn er sich lange dagegen sträubt.
Ich sehe nicht so sehr die Liebesgeschichte im Vordergrund, sondern vielmehr die Interaktion der Protagonisten und Bens schweren und langen Weg zu sich selbst. Dabei handelt es sich keinesfalls um eine psychologische Abhandlung, sondern vielmehr um einen wunderbar warmherzig erzählten Roman mit Tiefgang. Die Lektüre öffnete mir an vielen Stellen das Herz und rührte mich tief, aber ohne künstlich auf die Tränendrüse zu drücken. Das liegt am natürlichen Schreibstil der Autorin.
Neben den beiden Protagonisten Ben und Livi gibt es noch jede Menge anderer Personen, die ebenso gut ausgearbeitet sind. Livis Eltern, allen voran ihre Mutter hat mir mit ihrer unvoreingenommenen Art sehr imponiert. Livis liebevoller Vater hat mich durch seine Tochterliebe sehr an meinen eigenen erinnert. Ihre beste Freundin ist ebenfalls toll gezeichnet: lustig, ein bißchen wild, und wirkt wie das fotografische Negativ von Livi. Kurz und gut, sie alle haben mich auf dem Decker-Hof ebenso willkommen geheißen wie Ben auch.
Mir hat die Lektüre richtig Spaß gemacht. Die Geschichte ist so gut ausgearbeitet, so nachvollziehbar, so zärtlich erzählt, daß einem das Herz aufgeht. Die Autorin hat mich mit ihrem Erzähltalent in ihren Bann gezogen. Die gut platzierten witzigen Episoden lockern das ernste Thema stilvoll auf, die leise Poesie passt zu der langsamen Annäherung von Ben und Livi.
„Wie fühlte man sich, wenn man am Ende der Hoffnung angekommen war? Genau so sah er aus.“
„Ihr Herz hatte längst einen Weg zu ihm gefunden, aber er wehrte sich dagegen. Ihre Seele würde einen Weg zu seiner finden.“ Wunderbar!
Ein traurig-schöner, romantischer und befriedigender Roman mit starken Persönlichkeiten, wie er meinen Geschmack trifft. Deshalb spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus und vergebe die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 02.11.2020

Verbrechen im beschaulichen Odenwald

Lügenpfad
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Dieser Krimi hat mir einiges abverlangt. Nicht weil er brutal oder blutig ist, sondern weil ich weit über die Hälfte hinaus nicht verstanden habe, um was es eigentlich geht. Ich habe mich ziemlich quälen ...

Dieser Krimi hat mir einiges abverlangt. Nicht weil er brutal oder blutig ist, sondern weil ich weit über die Hälfte hinaus nicht verstanden habe, um was es eigentlich geht. Ich habe mich ziemlich quälen müssen bis es endlich besser wurde. Zum einen lag das am skandierenden Schreibstil der Autorin. Ich konnte ihrer Denkweise oft einfach nicht folgen. Zum anderen kommen sehr viele Personen- und Szenenwechsel vor, die mich verwirrt haben.
Auch habe ich keinen Zugang zum Protagonisten gefunden. Die Gemütsbewegungen und Aktionen von Frank Liebknecht waren mir ziemlich suspekt. Es wird auch vieles nur vage angedeutet. So konnte ich mich überhaupt nicht in ihn hineinversetzen und war oft deswegen frustriert. Ob mir das wohl besser gelungen wäre, wenn ich die vorherigen Bände gelesen hätte? Erst am Ende wurde er mir sympathischer, und ich bekam eine Ahnung, warum er sich zuvor so verhalten hat. Sein privates Glück hat mich schließlich gerührt. Da hätte ich gerne ein paar tiefere Einblicke gehabt.
Der Fall, in dem ermittelt wird, ist gut ausgedacht und spannend mit dem Bezug auf einen dunklen Fleck der deutschen Geschichte, der mal nicht mit der Farbe Braun zu tun hat. Nur die Umsetzung hat mir nicht gefallen.
Gut fand ich auch, daß der Krimi nicht nach Schema F aufgebaut ist: Mord, Ermittlung, Aufklärung. Schon wie Frank Liebknecht zum Fall kommt, ist außergewöhnlich, die Ermittlung sowieso, und die Aufklärung verläuft mehrgipfelig. Alle Fragen wurden am Ende geklärt.
Ein Buch, dem ich erst gegen Ende wirklich folgen konnte und das ich weggelegt hätte, wenn ich es nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen hätte, kann ich nicht weiterempfehlen.
Aufgrund der o.g. Kritik bleiben hier leider nicht mehr als 2,5 Punkte.

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Veröffentlicht am 30.10.2020

Snowbell ermittelt...

Pfote fürs Leben.
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Dieses herzallerliebste Buch ist aus der Sicht des ebenso süßen wie treuen und gewieften Katers Snowbell geschrieben. Sein Frauchen Nelly schenkt ihm ein schönes Zuhause mit gepflegtem Garten, reichlich ...

Dieses herzallerliebste Buch ist aus der Sicht des ebenso süßen wie treuen und gewieften Katers Snowbell geschrieben. Sein Frauchen Nelly schenkt ihm ein schönes Zuhause mit gepflegtem Garten, reichlich Futter und jeder Menge Streicheleinheiten. Als eines Tages der geheimnisvolle Biker Ben in das Nachbarhaus einzieht, gerät nicht nur Snowbells Alltag durcheinander.
Zusammen mit Ben und Nelly, aber auch einer hochnäsigen Katze aus der Nachbarschaft wird es nie langweilig.
Snowbell muss man einfach lieben. Er ist ein so kluger und sympathischer Kater! Seine Gedankengänge sind so herrlich erfrischend, daß ich das ganze Buch mit einem Schmunzeln gelesen habe. Man merkt richtiggehend, daß hier die Katzenerfahrung der Autorin hineinspielt.
Der Schreibstil hat mir teils gefallen, weil er witzig war, teils haben mich aber holprige Konversationen und alberne Aktionen gestört. Hier könnte man noch an einigen Sätzen feilen.
Auch das Ende kam mir zu plötzlich und war entschieden zu kurz.
Dafür ziehe ich einen Punkt ab.
Abgesehen davon hat mich das Buch prächtig unterhalten. Ich werde Snowbell und seine Freunde in angenehmer Erinnerung behalten.

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Veröffentlicht am 29.10.2020

Reise zu den Sehnsuchtszielen der Deutschen

Zwölf Monate Freiheit
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„Zwölf Monate Freiheit“ ist ein Reise-und Erfahrungsbericht zweier sehr sympathischer Männer, die sich ein Sabbatjahr zum Reisen und Erleben erarbeitet haben.

Nun denkt man, eine komplette Weltreise müsste ...

„Zwölf Monate Freiheit“ ist ein Reise-und Erfahrungsbericht zweier sehr sympathischer Männer, die sich ein Sabbatjahr zum Reisen und Erleben erarbeitet haben.

Nun denkt man, eine komplette Weltreise müsste in einem ganzen Jahr schon drin sein. Aber wenn man nicht von Land zu Land hetzen möchte, muss man Prioritäten setzen. Diese liegen im vorliegenden Buch bei den Sehnsuchtszielen der Deutschen: Südafrika/Namibia, Australien, Neuseeland, Thailand und Südspanien.

Der Leser bekommt nicht nur Einblicke in ferne Länder, sondern auch in die Charaktereigenschaften des Autors und seines Ehemannes. Das macht den Reisebericht angenehm persönlich. Die beiden sind richtiggehend rührend zusammen, und man gönnt ihnen ihre intakte Ehe tausendfach.

Die Reiseroute wurde teils spontan, teils geplant gewählt, was spannend war. Lob und Kritikpunkte hielten sich die Waage. Der Autor reflektierte immer wieder das eigene und fremde Handeln und setzte sich, wenn er genügend Input bekam, intensiv mit den Gastländern auseinander. Nicht immer fiel es allerdings leicht, Kontakt zur einheimischen Bevölkerung aufzubauen.

Der Schreibstil des gelernten Opernsängers ist sehr angenehm, teils poetisch.

„wie eine süße Schalmei im Getöse hämmernder Maschinen“. Eine schöne Metapher.

„Wer noch nie schottische Highlands, irische Wiesen, karibische Strände, die Alpen oder die Fjorde Norwegens gesehen hat, wird all dies in Neuseeland auf der Fläche so groß wie Großbritannien finden.“ Was für ein wunderbarer Satz, der das Neuseeland-Kapitel treffend wiedergibt.

Der Mix aus Landschaftseindrücken, Menschen, Politik, Geschichte und Fakten über die bereisten Länder hat die Lektüre kurzweilig und angenehm gemacht.

Das Buch ist mit qualitativ hochwertigen Fotografien des Autors gespickt. Davon hätten es gerne mehr sein können.

Sollte der Autor einen Folgeband über ein weiteres Sabbatjahr schreiben, würde ich es sehr gerne lesen.

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