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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2025

bewegender Roman

Das Geschenk des Meeres
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Im Winter 1900 wird an einem schottischen Strand bei Skerry ein bewusstloses Kind angespült. Der Fischer Joseph bringt den Jungen ins Dorf, wo alle überrascht sind: Der Junge sieht dem verstorbenen ...

Im Winter 1900 wird an einem schottischen Strand bei Skerry ein bewusstloses Kind angespült. Der Fischer Joseph bringt den Jungen ins Dorf, wo alle überrascht sind: Der Junge sieht dem verstorbenen Sohn der Lehrerin Dorothy auffallend ähnlich. Dorothy entscheidet sich, den Jungen vorübergehend aufzunehmen. Alte Probleme kommen wieder hoch, Herzen öffnen sich, und das Dorf verändert sich.

Die Handlung schaltet zwischen damaligen Ereignissen und der Gegenwart. So lernt man Dorothy als junge Lehrerin kennen und erfährt, wie sie Joseph kennenlernte und ihr Kind Moses verlor. Die zwei Zeitebenen machen das Buch beim Lesen sehr spannend, das hat mir gut gefallen.

„Das Geschenk des Meeres“ ist ein bewegender historischer Roman über Liebe, Verlust und die Macht menschlicher Verbindungen.
Ein ruhiger und fühlsamer Roman, der lange nachklingt.

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Veröffentlicht am 12.07.2025

einfaches, aber hartes Leben

Die Frau des Farmers
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In diesem Buch erzählt Helen Rebanks von einem Tag in ihrem Leben auf dem Bauernhof in England. Sie ist die Frau von James Rebanks, einem bekannten Bauern und Autor. Doch in diesem Buch steht ...

In diesem Buch erzählt Helen Rebanks von einem Tag in ihrem Leben auf dem Bauernhof in England. Sie ist die Frau von James Rebanks, einem bekannten Bauern und Autor. Doch in diesem Buch steht sie selbst im Mittelpunkt.
Helen steht früh auf, kocht für die Familie, kümmert sich um die Tiere und macht viele Arbeiten auf dem Hof. Sie schreibt ehrlich über ihren Alltag – über schöne, aber auch anstrengende Momente. Man merkt: Das Leben auf dem Land ist hart, aber auch voller Liebe und Sinn.

„Die Frau des Farmers“ ist ein ruhiges und ehrliches Buch über das Leben auf dem Land. Es zeigt, wie wertvoll einfache Dinge sein können.

Manche Abschnitte wiederholen sich. Teilweise ist das Lesen etwas langwierig dadurch. Man darf in diesem Buch keine Spannung oder großen Geschichten erwarten.

Wer sich für das Leben auf dem Bauernhof interessiert oder gern persönliche Geschichten liest, wird dieses Buch mögen.

Veröffentlicht am 11.07.2025

psychologische Tiefe

Der Krabbenfischer
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Mit „Der Krabbenfischer“ hat Benjamin Wood einen ruhigen, atmosphärischen Roman geschrieben, der sich mit Erinnerung, Schuld und der Macht der Vergangenheit beschäftigt.

Im Mittelpunkt steht ...

Mit „Der Krabbenfischer“ hat Benjamin Wood einen ruhigen, atmosphärischen Roman geschrieben, der sich mit Erinnerung, Schuld und der Macht der Vergangenheit beschäftigt.

Im Mittelpunkt steht der Protagonist, der als Erwachsener auf die Spuren einer Kindheitserinnerung zurückkehrt – eine Begegnung mit einem Krabbenfischer, die sich als prägend für sein weiteres Leben herausstellt. In Rückblenden und gegenwärtigen Reflexionen wird die Geschichte nach und nach in zwei Zeitebenen voller Spannung geschrieben.

Das besondere an diesem Buch ist die tiefe Atmosphäre, die ab den ersten Seiten vorherrscht und das ganze Buch über zu finden ist. Der Autor legt viel Gefühl in sein Werk und beschreibt den Protagonisten sehr authentisch.

Für Personen, die literarische Tiefe, besondere Atmosphäre und psychologischen Tiefgang schätzen, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

Veröffentlicht am 11.07.2025

Familiäre Dynamik trifft digitales Gesellschaftsexperiment

Gesellschaftsspiel
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Im Buch "Gesellschaftsspiel" erzählt die Autorin über drei Wochen im Leben von Isabelle, Annika und Dagmar, die sich am Sterbebett von Isabelles und Annikas Mutter wiederfinden. Parallel wird ...

Im Buch "Gesellschaftsspiel" erzählt die Autorin über drei Wochen im Leben von Isabelle, Annika und Dagmar, die sich am Sterbebett von Isabelles und Annikas Mutter wiederfinden. Parallel wird in Weimar eine Demokratie-App namens „The Syndicate“ eingeführt – ein soziales Experiment eines Tech-Milliardärs, das die Gesellschaft digital „neu denken“ soll.

Ich finde die Idee für das Buch sehr intuitiv - Moderne Demokratie via App – ein konkretes Gedankenexperiment mit gesellschaftlicher Reichweite. Hohe Relevanz in der heutigen Zeit, und das macht das ganze Buch gleich nochmals interessanter.

Was nicht so gelungen ist, sind die Protagonistinnen - sie wirken sehr distanziert und Emotionen kommen bei mir einfach nicht auf. Die Skizzierung der Charaktere ist in meinen Augen leider nicht gelungen. Konflikte haben keinen wirklichen Höhepunkt.

Tolle Idee, jedoch einige Abstriche bei der Umsetzung.

Veröffentlicht am 06.07.2025

Sichtbarkeit von Frauen im Handwerk

Ich zeig' euch, wo der Hammer hängt!
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Das Cover gefällt mir leider nicht, ich mag keine Bücher, wo sich Autor:innen auf dem Cover selber darstellen, egal welcher Art.

Sandra Hunke ist nicht nur Model, sondern auch gelernte Anlagenmechanikerin ...

Das Cover gefällt mir leider nicht, ich mag keine Bücher, wo sich Autor:innen auf dem Cover selber darstellen, egal welcher Art.

Sandra Hunke ist nicht nur Model, sondern auch gelernte Anlagenmechanikerin – und in ihrem Buch „Ich zeig’ euch, wo der Hammer hängt!“ bringt sie beides authentisch und mutig zusammen. Ihre Geschichte ist ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Sichtbarkeit von Frauen im Handwerk – und eine klare Ansage an alle Klischees.
Die Autorin schreibt mit viel Herz, Ehrlichkeit und einer guten Portion Selbstironie über ihren Werdegang, ihre Herausforderungen im männerdominierten Handwerksalltag.

Der Schreibstil ist locker, oft frech.

Leider kommt bei mir die Botschaft des Buches nicht an, viel zu viel wirkt künstlich dargestellt, unauthentisch. Eine Spur zu viel Selbstbeweihräucherung der Autorin. Ein neuer Blick auf das Handwerk ist wichtig, ob dieses Buch etwas dazu beitragen wird, bezweifle ich allerdings.