Ein spannendes Jugendbuch, für mich jedoch kein Thriller
Und du wirst lächelnd sterben"Hass. Ein überwältigendes Gefühl. Ehrlich, kraftvoll und unverfälscht."
Hast du schon einmal eine Amnesie gehabt oder irgendeine wichtige Situation vergessen?
Ivy, die Protagonistin in diesem Thriller ...
"Hass. Ein überwältigendes Gefühl. Ehrlich, kraftvoll und unverfälscht."
Hast du schon einmal eine Amnesie gehabt oder irgendeine wichtige Situation vergessen?
Ivy, die Protagonistin in diesem Thriller jedenfalls, kann sich an nichts mehr erinnern. Nicht einmal mehr an ihren Namen.
Verwirrt und verängstigt ist sie auf der Flucht und weiß eigentlich nicht einmal mehr, weshalb sie wegläuft.
Sie weiß nur, dass etwas schlimmes geschehen wird, wenn man sie findet.
So beginnt der neuste Thriller von Monika Feth und der Leser weiß zu Beginn genauso wenig, wie die Protagonistin selbst.
Erst mit der Zeit gelangt Ivy ihr Gedächtnis Stück für Stück zurück und gibt preis, was ihr wiederfahren ist.
Klingt doch eigentlich recht spannend oder?
Ist es irgendwie auch.
Nur leider hat die Autorin sehr viel Spannung aus dem Plot genommen, indem sie auch aus Sicht von Marvin, Niklas und Alan erzählt hat.
Denn die drei haben dafür gesorgt, dass Ivy flüchten musste. Und das wird dem Leser auch recht schnell verdeutlicht.
Einerseits war es interessant zu lesen, was den drei Polizisten und Freunden so durch den Kopf geht und auch, wie sich die Charaktere im Storyverlauf entwickeln, andererseits hat diese Sichtweise für meinen Geschmack zu viel verraten, und so dem Thriller deutlich den Wind aus den Segeln genommen.
Letztendlich blieb nur sehr lange offen, weshalb jetzt Ivy auf der Flucht ist und was genau die drei Protagonisten eigentlich angestellt haben.
Insgesamt haben mir Ivy, Marvin und Niklas als Charaktere sehr gut gefallen.
Das Verhalten der drei und die Reaktionen empfand ich als authentisch und passend für die jeweilige Situation.
Ganz im Gegensatz zu den anderen Charakteren, die die Autorin in diesem Buch genutzt hat.
Seien es nun Ivys Freundinnen oder auch die Fremden, denen Ivy begegnet und die dieser scheinbar ein grenzenloses Vertrauen entgegenbringen. Für mich leider alles andere als realistisch.
Schade finde ich auch, dass der Titel des Buches scheinbar keinen Zusammenhang zum Plot zu haben scheint. Zumindest habe ich keine Hinweise darauf im Text entdeckt.
Insgesamt aber ein halbwegs spannender Roman, wenn auch für mich kein richtiger Thriller!
Da mir die Thematik und die Hauptprotagonisten dennoch gut gefallen haben, vergebe ich 3Polizisten für diesen Jugendbuch Thriller.