Familienkonstellationen
Das Licht unserer Tage
Die Autorin Clarrise Sabard hatte ich bisher noch nicht gekannt. Sie wurde, laut Verlagsinfo, 1984 geboren. Nach einem Schlaganfall beschloss sie, endlich das zu tun, was schon immer ihr Traum war: Schreiben. ...
Die Autorin Clarrise Sabard hatte ich bisher noch nicht gekannt. Sie wurde, laut Verlagsinfo, 1984 geboren. Nach einem Schlaganfall beschloss sie, endlich das zu tun, was schon immer ihr Traum war: Schreiben. Ihr erster Roman, Les Lettres de Rose, gewann den Prix du Livre Romantique 2016 und wurde zum Bestseller. Das Licht unserer Tage ist ihr zweites Buch.
Julia hat ihren Job verloren und nun ist auch noch ihre Mutter gestorben. Der letzte Wunsch der Mutter war, dass sie in Touraine reist uns sich mit ihrem Vater versöhnt.
Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen. Sie pflegt einen unaufgeregten und ruhigen Stil, der dennoch Spannung erzeugt. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Der erste Strang spielt in der Gegenwart und erzählt von Julia. Im zweiten Strang erfahren wir von ihrer Vorfahrin Eugenie, die mit 18 Jahren, von ihrem Vater nach Paris verbannt wurde. Eugenie hatte nach den damaligen Moralvorstellungen einen unverzeihlichen Fehltritt begangen und ihre Familie in Schande gebracht. Bei der Familie ihrer Tante erwartete Eugenie bitterste Armut. Sie lebten in einem Elendsviertel von Paris, in der sogenannten ‚Zone‘.
Die Geschichte punktet mit ihren gut gezeichneten Protagonisten, selbst die Nebenfiguren kommen sehr authentisch rüber. Besonders Eugenie mochte ich sehr. In welchem Zusammenhang der Prolog zur Geschichte stellt sich erst später heraus.
Mich hat der Roman gut unterhalten.
Fazit: Empfohlen für alle, die spannende Familiengeschichten lieben.