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Veröffentlicht am 02.02.2020

Emotionale Altlasten abwerfen

Der emotionale Rucksack
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Warum können uns wildfremde Menschen, die uns anpöbeln, völlig aus der Bahn werfen? Wer erinnert sich nicht an einen solchen Moment. Die Frage ist: Was gibt diesen Menschen die Macht über unseren Gefühlshaushalt? ...

Warum können uns wildfremde Menschen, die uns anpöbeln, völlig aus der Bahn werfen? Wer erinnert sich nicht an einen solchen Moment. Die Frage ist: Was gibt diesen Menschen die Macht über unseren Gefühlshaushalt? – Längst Vergangene Erfahrungen spielen uns hier einen Streich. Wir alle haben einen emotionalen Rucksack.

Die meisten Eltern stellen irgendwann mit Schrecken fest, dass sie sich genau wie die eigene Mutter, der eigene Vater verhalten, trotz aller guten Vorsätze, genau das nie zu tun.

Wir brauchen Herausforderungen um uns weiter zu entwickeln, wir müssen dabei auch oft an Grenzen gehen und darüber hinaus, d. h. unsere Komfortzone verlassen. Allerdings, an jeder Herausforderung an der wir eher zerbrechen als zu wachsen, macht unseren Rucksack ein kleines bisschen schwerer.

Die Autorin unterscheidet zwischen Gefühlen und Emotionen. Gefühle kommen aus dem Moment heraus und sind frei von Altlasten, d. h. sie sind der Situation angemessen. Emotionen bezeichnet sie als „emotionale Altlasten“, sie sind gefühlte Gefühle aus der Vergangenheit, die wir zum damaligen Zeitpunkt nicht fühlen wollten oder konnten.

Die Autorin rät uns, Verantwortung für unser emotionales Gepäck zu übernehmen. Es geht darum nicht gefühlte Gefühle ins Bewusstsein zu heben, zu fühlen und dadurch eine Verarbeitung zu ermöglichen.

Die Aufmachung und das Layout sind absolut top. Mich hat der rote Rucksack auf dem Cover sofort angesprochen. Die Autorin Vivian Dittmar schreibt einfach und verständlich. Sie kommt ohne Fachkauderwelsch aus, die dem interessierten Laien das Lesen bei derartigen Themen oft verleidet. „Der emotionale Rucksack“ bietet einen guten Überblick zu dieser Thematik, vieles wird durch wissenschaftliche Forschungsergebnisse untermauert. Mit praktischen Übungen kann der Leser den eigenen emotionalen Altlasten auf die Spur kommen. Die Autorin gibt uns Strategien an die Hand, die eigenen Dramen aufzudecken und aufzuarbeiten. Ich habe mich tatsächlich in vielen Punkten wiedererkannt.

Fazit: Uneingeschränkte Leseempfehlung für diesen leicht lesbaren und verständlichen Ratgeber. Denn jeder von uns trägt einen emotionalen Rucksack mit sich, und tut gut daran Gepäck abzuwerfen.



Veröffentlicht am 02.02.2020

Der ketogene Stoffwechsel

Das Handbuch der ketogenen Ernährung
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Inhalt:

Die ketogene Ernährung ist populärer denn je - aus einem bestimmten Grund! Verwandelt diese Ernährungsform unseren Organismus doch in eine Fettverbrennungsmaschine und bekämpft dabei gleichzeitig ...

Inhalt:

Die ketogene Ernährung ist populärer denn je - aus einem bestimmten Grund! Verwandelt diese Ernährungsform unseren Organismus doch in eine Fettverbrennungsmaschine und bekämpft dabei gleichzeitig auf eindrucksvolle Weise die größten Volkskrankheiten wie Arteriosklerose, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Adipositas und anderes. Die Tatsache, dass unser Organismus zur Ketogenese fähig ist, hat unseren Vorfahren in der evolutionsgeschichtlichen Entwicklung das Überleben gesichert. Deshalb muss Ketose als ein absolut physiologischer Vorgang verstanden werden. Dieses Buch liefert dem Leser nicht nur ausführliche Hintergrundinformationen, sondern geht auch auf Besonderheiten und wissenschaftliche Aspekte der Ketose ein. Es schafft so ein komplexes Verständnis des Themas und erleichtert den Weg zu einer umfassenden, selbstständigen und erfolgreichen Ernährungsumstellung.



Meine Meinung:

Fabrizio P. Calderaro liefert dem Leser viel Hintergrundwissen über die chemischen Vorgänge im Körper. Der ketogene Stoffwechsel wird bis ins Detail erklärt. Die Vorteile einer ketogenen Ernährung und was sie bewirkt klingen recht logisch. Wir erfahren, dass sich ein hoher Blutzuckerspiegel toxisch auf unseren Körper auswirkt, ebenso stellt eine Unterzuckerung ein Problem für unseren Körper dar. Der Autor erklärt: Zucker macht uns fett und träge und führt unweigerlich zur Hypertonie. So löst ein dauerhaft hoher Insulinspiegel, verursacht durch einen ständigen und zügellosen Zuckerkonsum, unter Umständen einem sogenannten Hyperinsulinismus und damit zu einer Insulinresistenz mit all seinen negativen Folgen aus.

Ich habe mir einiges zu Herzen genommen. So versuche ich jetzt wenigsten, wenn ich auch bisher noch nicht den vollständigen Schritt in die ketogene Ernährung vollzogen habe, wenigstens meine täglichen KH’s unter 100 g zu halten. Und auch das ist schon ein Erfolg. Meine abendlichen Fressanfälle mit totalen Kontrollverlust habe ich sehr gut in den Griff bekommen.

Einziger Kritikpunkt: Der Ratgeber ist sehr komplex und für Laien teilweise schwer zu verstehen. Man muss manche Kapitel regelrecht durcharbeiten wie ein Lehrbuch. Beim flüchtigen überlesen erschließt sich der Inhalt nicht.

Fazit: Wer sich für Ernährung und Stoffwechselvorgänge interessiert, findet hier viele Antworten.

Veröffentlicht am 02.02.2020

Maschinengewehr Gottes

Ruth und Billy Graham
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Zum Inhalt:

Billy Graham geht den Fragen auf den Grund, die sich die gesamte Menschheit stellt: Was ist der Sinn des Lebens? Wie führt man ein erfülltes Leben? Und gibt es wahren Frieden? Kraftvoll und ...

Zum Inhalt:

Billy Graham geht den Fragen auf den Grund, die sich die gesamte Menschheit stellt: Was ist der Sinn des Lebens? Wie führt man ein erfülltes Leben? Und gibt es wahren Frieden? Kraftvoll und überzeugend schildert er die Probleme, die uns auf der Suche nach Frieden begegnen, und die Lösungen, die Gott für diese Probleme vorgesehen hat. Das Ergebnis steht fest: Friede mit Gott ist das, was wir wirklich brauchen und wonach wir uns sehnen.



Meine Meinung:

Das Buch ist ja schon älteren Datums. Anlässlich des Todestages von Billy Graham wurde es neu aufgelegt. Der Baptistenprediger wurde das „Maschinengewehr Gottes“ genannt und war wohl der bekannteste Prediger des 20.Jahrhunderts. Manche Aussagen in diesem Buch sind aus der Sicht der damaligen amerikanischen Lebensumstände zu sehen, Graham war ein Vertreter seiner Zeit. Trotzdem spürt man aus seinen Worten, die Begeisterung und die Leidenschaft für Gott. Ich kann ihm zwar nicht in allen Punkten zustimmen, denn manche Aussagen sind mir zu christlich fundamentalistisch. Aber ich habe viele Impulse und Denkanstöße erhalten, die mich nachhaltig beschäftigten.

So, sind viele auf der Suche, aber nur wenige auf der Suche nach Gott, heißt es bei Graham. Man sucht in allem Möglichen sein Heil, sei es im Konsum, in Reichtum anhäufen, im Internet, um nur einige zu nennen. Und genau daran krankt unsere heutige Zeit.

Graham spricht von der inneren Leere, und dass es Sache jedes Einzelnen von uns ist, zu entscheiden, womit wir unsere innere Leere füllen.

Ja, was kommt nach dem Tod. Himmel oder Hölle, oder gar nichts? Was passiert mit mir, wenn ich tot bin? Kann ich dann an einem anderen Ort in einer anderen Gestalt weiterleben oder bin ich einfach ausgelöscht und vergessen? Wir Christen glauben an die Auferstehung von den Toten und das ewige Leben. Für mich ist der Gedanke tröstlich, dass ich nach dem Tod nicht einfach in ein Nichts falle.

Fazit: Lesens- und überdenkenswert!

Veröffentlicht am 02.02.2020

Galaktisch gut

Miss Gladys und ihr Astronaut
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Um es gleich vorweg zu verraten: Ich bin begeistert. Ein wundervoller Roman.

Inhalt:
Die gute Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dieser Telefonanruf ist unvergesslich: Der Astronaut Thomas ...

Um es gleich vorweg zu verraten: Ich bin begeistert. Ein wundervoller Roman.

Inhalt:
Die gute Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dieser Telefonanruf ist unvergesslich: Der Astronaut Thomas Major ist am Apparat, gerade auf dem Weg zum Mars. Er hat sich natürlich verwählt und will am liebsten gleich wieder auflegen. Aber Miss Gladys und ihre Enkel brauchen seine Hilfe. Zögerlich und leise fluchend wird der Mann im All zum Helfer in der Not. Tausende von Kilometern entfernt, führt er die drei auf seine ganz eigene Art durch schwere Zeiten, denn Familie Ormerod droht ihr Zuhause zu verlieren. Miss Gladys und ihr Astronaut brauchen einen galaktisch guten Plan …

Meine Meinung:

Thomas Mayor will in seinem Job und überhaupt in seinem Leben nur noch seine Ruhe haben und sonst nix und beamt sich durch einen für ihn glücklichen Zufall ins Weltall und wird damit zu Major Tom. Nun ist er unterwegs zum Mars, auf einen Flug ohne Rückflugticket. Wie das der Autor das beschreibt, ist absolut köstlich!

Die 71-jährige leicht demente Gladys hat ihren Spaß mit allen möglichen Leuten am Telefon. Sie führt herrlich skurrile Gespräche. Und nun behauptet sie, ausgerechnet den Astronauten an der Strippe gehabt zu haben, den sie erst kürzlich im Fernsehen gesehen hatte, und der mit seinem Raumschiff unterwegs zum Mars ist. Natürlich glaubt ihr niemand. Ihre 15-jährige Enkelin Elli ist völlig genervt. Sie hat andere Probleme. Sie versucht die Familie zusammen zu halten. Der Vater ist im Gefängnis und hat seiner Mutter Gladys Elli und ihren Bruder James anvertraut. Aber Gladys hat immer mehr Aussetzer und kann eigentlich für niemand mehr sorgen. So lastet die ganze Verantwortung auf Elli. Die setzt alles daran, zu verhindern, dass die Außenwelt von ihrer Familiensituation erfährt und Behörden eingreifen und ihre Großmutter wohlmöglich in ein Pflegeheim stecken und sie und ihren Bruder in Pflegefamilien landen. Deshalb jobbt sie, neben ihrer Schule, fast rund um die Uhr. Elli ist so ein tapferes Mädchen. Als ihre Lehrerin sie anspricht, hätte sie sich ihr gerne anvertraut: „Meine Mutter ist Tod. Mein Vater im Gefängnis. Mein Bruder wird gemobbt. Meine Großmutter verliert den Verstand. Ich hab neben der Schule drei Arbeitsstellen, damit wir überhaupt das Geld zum Leben haben. Ich habe keine Freunde. Ich gehe nie aus. Ich versuche unsere Familie zusammenzuhalten, aber ich frage mich manchmal, ob es das überhaupt wert ist. Ich möchte einfach mal einen Tag schlafen. Oder eine Woche. Für immer.“ (Seite 113) Aber sie sagt es sich nur in Gedanken und schweigt.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und macht definitiv Lust darauf immer weiter zu lesen. Der Autor David M. Barnett beherrscht sein Handwerk. Die Charaktere sind zauberhaft ausgearbeitet. Ich möchte sie alle. Auch Tom Mayor mochte ich sehr, trotz seiner schroffen Art oder gerade deshalb. Sein sarkastischer Humor ist umwerfend. Gladys ist eine liebenswert tüttelige Oma. Auch sie brachte mich oft zum Schmunzeln. Ihre Aussetzer und Erinnerungslücken sind lustig und traurig zugleich. So brachte es Oma fertig, das wenige Geld, das für die Miete gedacht war, einem nigerianischen Prinzen zu überweisen. Meine Lieblingsfigur ist jedoch die taffe Elli.

Mich hat dieses wundervolle Buch bestens unterhalten. Für mich war es ein echtes Lesehighlight. Ich habe geschmunzelt, gelacht, gegrinst, Daumen gedrückt, mitgelitten… kurz ich war voll in der Geschichte drin. Das kommt selten vor. Und deshalb meine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 02.02.2020

Märchenhaftes Arbeitsbuch

Märchen schreiben
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Das Cover gefällt mir gut. Das Licht im Baum im schummrigen Wald ... oder ist es ein nächtlicher Zaubergarten?

Das Büchlein ist handlich und die Ausgestaltung ist gelungen.

Die Autorin Sabine Hartmann ...

Das Cover gefällt mir gut. Das Licht im Baum im schummrigen Wald ... oder ist es ein nächtlicher Zaubergarten?

Das Büchlein ist handlich und die Ausgestaltung ist gelungen.

Die Autorin Sabine Hartmann bringt in ihrem Werk alle Element eines Märchens knackig auf den Punkt. Worauf kommt es an? Wer Märchen liebt, weiß das zwar alles, aber durch die kompakte Form des Büchleins, wird dem Märchenschreiber ein praktisches und handliches Werkzeug an die Hand gegeben. Er findet Denkanstöße für eigene Ideen, z.B. wie entwickelt man einen Plot, die typischen Figuren, typische Orte, Symbole, Aufgaben, Gegenstände. Sie bringt Beispiele und Vorschläge.

Fazit: Klein aber oho!