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Veröffentlicht am 10.09.2021

Potential verschenkt

Systemfehler
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Das Cover erscheint passend zum Inhalt und wirkt in seiner Gestaltung ansprechend.

Bereits in seinem Erstling "42 Grad" hat mir der Schreibstil des Autors Wolf Harlander sehr gefallen. Seine sachliche, ...

Das Cover erscheint passend zum Inhalt und wirkt in seiner Gestaltung ansprechend.

Bereits in seinem Erstling "42 Grad" hat mir der Schreibstil des Autors Wolf Harlander sehr gefallen. Seine sachliche, dennoch extrem spannende Art zu Schreiben überzeugt- zumindestens zu Beginn.

Auch in seinem 2. Thriller ist man schnell im Geschehen, die Figuren sind jedoch leider nicht immer nachvollziehbar dargestellt.
Einige agieren unlogisch, andere naiv und somit wirkt das gesamte Werk zum Teil unfertig bzw. zu schnell runtergeschrieben.
Auch wird man an vielen Stellen von zuvielen technischen Details zu sehr von der Story abgelenkt.

Harlander verwebt den Zusammenbruch des Netzes (Internet, Stromnetz) mit dem Leben der Figuren und deckt dabei die Auswirkung einer Störung auf unsere tägliche Versorgung von Strom und Wasser, Konsumgüter als auch die der medizinischen Versorgung auf.

Eine erschreckende Dystopie, die zu nah und realistisch scheint, als daß man sie als Fiktion abtun könnte.
Leider blieb der Thriller deutlich hinter meinen Erwartungen zurück. 3.5*

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Veröffentlicht am 10.09.2021

Lebensmitte

Der Brand
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Ein so wichtiges Thema, dessen sich die Autorin Daniela Krien hier angenommen hat- Liebe im Lebensmittelalter- so wechselnd wie zuvor vielleicht nur in der Pubertät erlebbar.

Große Belastungen kommen ...

Ein so wichtiges Thema, dessen sich die Autorin Daniela Krien hier angenommen hat- Liebe im Lebensmittelalter- so wechselnd wie zuvor vielleicht nur in der Pubertät erlebbar.

Große Belastungen kommen auf die Protagonisten Rahel und Peter zu. 
Um ihrem Alltag als langjährig Verheiratete zu entfliehen, wollen sie Urlaub in den Bergen machen. Als das nicht möglich ist, übernehmen sie kurzfristig den Hof von Freunden in der Uckermark. Diese benötigen dringend ihre Unterstützung.

Dort müssen sie- erst jeder für sich- gemeinsam herausfinden, ob und wie ihr Leben miteinander aussieht/ weitergeht.

Während Rahel mit ihrem Verhältnis zur Mutter und ihrem (unbekannten) Vater hadert, ist Peter tief verletzt und kann sich sexuell nicht mehr öffnen. Jede Form von Nähe verhindert er, sodaß Rahel sich fortwährend zurückgestoßen fühlt.

Das Cover ist nicht sehr ansprechend, unterstreicht aber Peters Leidenschaft für das Reiten. Seine Form der Flucht.

Während die Geschichte nur so dahinplätschert und nichts dramatisches passiert, ohne viel Spannung, fast träge, tauchen wir in den Alltag von Rahel und Peter ein.

Durch den ansprechenden Schreibstil der Autorin, ihre Ehrlichkeit und den unverkrampften Blick auf familiäre Beziehungen, wurde das Buch dennoch nie langweilig.
Für mich jedenfalls ein Denkanstoß, meine eigenen Beziehung wieder mehr in den Fokus zu rücken!

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Veröffentlicht am 10.09.2021

Fake-News

Die Morgenröte – Sie nehmen dir dein Leben
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Das Cover mit der farbigen Iris wirkt ansprechend und paßt gut zum Genre Thriller/ Spannungsroman.

Wie bereits bei "2,5 Grad" versteht Autor Noah Richter es, sofort zu fesselnd. 

Mit einer klaren, deutlichen ...

Das Cover mit der farbigen Iris wirkt ansprechend und paßt gut zum Genre Thriller/ Spannungsroman.

Wie bereits bei "2,5 Grad" versteht Autor Noah Richter es, sofort zu fesselnd. 

Mit einer klaren, deutlichen Sprache, die ich jedoch zum Teil als zu vulgär empfand. 

Die Spannung konnte der Plot jedoch über die gesamte Länge halten. Die Protagonisten waren gut ausgearbeitet und nachvollziehbar dargestellt.


Im Fokus steht Youtuber Georg, der plötzlich trotz seines Ruhmes auch finanziell vor dem Aus steht- die schwangere Freundin erhöht den Druck zusätzlich. Sein Vater begeht einen Suizidversuch und so mental angeschlagen ist er leichte Beute für Götz Wolf. Dieser will mit seiner Bewegung "Morgenröte" alles in Deutschland verändern... um jeden Preis!

Dabei schreckt er auch vor Einschüchterung, Manipulation, bewußten Falschmeldungen und Mord nicht zurück... oder ist das alles nicht wahr und auch er nur ein Opfer seiner Neider?


Das Buch ist äußerst aktuell in Zeiten von Fake-News und Cyber-Mobbing, die ganze Leben mit einer einzigen Story/ Bild zerstören können. Ich fühlte mich gut unterhalten und kann das Buch weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 10.09.2021

schonunglose Trauer(ver)arbeit(ung)

Betreff: Falls ich sterbe
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In diesem „autofiktionalen“ Roman- zum Teil autobiographisch, zum Teil Fiktion-  beschreibt Autorin Carolina Setterwall fast minutiös ihre Gefühle und Gedanken nach dem überraschenden Todes ihres Mannes.

Carolina ...

In diesem „autofiktionalen“ Roman- zum Teil autobiographisch, zum Teil Fiktion-  beschreibt Autorin Carolina Setterwall fast minutiös ihre Gefühle und Gedanken nach dem überraschenden Todes ihres Mannes.

Carolina und Aksel sind um die 30, beruflich erfolgreich und angekommen, sie leben mit ihrem Baby Ivan in einer Eigentumswohnung. Bis dahin alles perfekt, so scheint es, bis Aksel Carolina eine Mail schickt:

" Betreff: Falls ich sterbe". In ihr alle wichtigen Passwörter und Orte wichtiger Dokumente, die von Bedeutung sind.

Nun wundert man sich, wie kommt er dazu? Carolina ist leicht irritiert, doch kennt sie ihren eher sachlichen Mann und schlussendlich versöhnt sie die Idee, daß das eigentlich doch wichtige Informationen sind. Die Mail ist vergessen, im Alltag mit Baby ganz in den Hintergrund gerückt.

Bis Carolina Aksel eines Morgens tot im Bett auffindet. 

Und während Carolina versucht, eine Form von Normalität zu finden, umkreisen sie Familie, Freunde... immer ist jemand zur Stelle. Um ihr mit Ivan zu helfen, einzukaufen, zu putzen, zu kochen.

Diese wunderbaren Menschen sind es auch, die das Zimmer, in dem Aksel starb, komplett verändern, sodaß Carolina diesen Raum überhaupt wieder betreten kann.

Trotz all dieser Unterstützung hadert Carolina. Schonungslos beichtet sie hier ihre Ängste, Aksel ständig überfordert und bedrängt zu haben. Ist sie Schuld an Aksels plötzlichem Herztod?

War ich nach der Leseprobe total gefesselt vom Schreibstil, von der Nähe zu Carolina, schwand dies' mitunter im Laufe der Geschichte. Da beide Hauptprotagonisten recht rational und wenig emotional agieren, fehlte mir oft das Verständnis für ihr distanziertes Verhalten.

Mir persönlich fehlte auch der Dank für all die Freunde und Familienmitglieder, die Carolina in dieser Zeit auffingen. Auch ihr Helikoptermuttertum gegenüber Ivan war mir zum Teil zuviel.

Dennoch ist Carolinas Beschreibung so schonungslos ehrlich, daß die Thematik Trauerbewältigung nachvollziehbar dargestellt wird.

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Veröffentlicht am 04.06.2021

Das Alte Land

Der Himmel ist hier weiter als anderswo
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Das wunderschöne Cover vermittelt ein Gefühl von Freiheit- mit seinem Blau, den Kirschen und den Schwalben, die zugleich den Sommer verheißen.

Autorin Valerie Pauling hat mit ihrem Roman “Der Himmel ist ...

Das wunderschöne Cover vermittelt ein Gefühl von Freiheit- mit seinem Blau, den Kirschen und den Schwalben, die zugleich den Sommer verheißen.

Autorin Valerie Pauling hat mit ihrem Roman “Der Himmel ist hier weiter als anderswo” eine sehr berührende, doch nie ins Kitschige abdriftende Geschichte geschrieben. Im Gegenteil- sehr realitätsnah beschreibt die Autorin Situationen und Gedankengänge, die immer nachvollziehbar waren.

Hauptprotagonistin Fee (Felicitas) war mir sofort sympathisch. Nach dem Tod ihres Mannes kann sie nicht mehr Geige spielen- dabei ist das ihr Beruf. Sie trauert. Um ihren Mann, ihr Leben, ihre Musik, die sie verloren zu haben glaubt.

Ihre vier Kinder sind alle sehr unterschiedlich in ihren Ansprüchen und im Wesen- was ihr Leben nicht einfacher macht. Als ihnen ihre Mitwohnung gekündigt wird, muß ein neuer Wohnort gefunden werden. Aber mit 4 Kindern und ohne Arbeit? 

So kommt die Familie ins Alte Land auf einen wunderschönen, wenn auch sehr betagten Gasthof. Der ihr neues Heim werden soll.
Doch ohne finanzielles Polster, ohne Einkünfte und mit immer neuen Problemen ist das alles andere als einfach.

Aber wozu sind Freunde da? 
Alte wie neue stehen Fee und ihren Kindern bei. In all dem Trubel übersieht Fee manchmal das Wichtigste. Doch auch sie kann noch (dazu-)lernen. Zu vertrauen, neu zu beginnen und vielleicht sogar, wieder zu lieben.

Eine sehr warmherzige Geschichte, die mich träumen ließ und die ich sehr gern weiterempfehle.

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