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Veröffentlicht am 12.05.2026

Durchaus interessante Urban Fantasy mit verschenktem Potenzial

These Ancient Flames 1: Awake
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Worum geht’s?
Im Leben von Meiling dreht sich alles um den Schutz von Fürstensohn Tao, der ihr wie ein Bruder ist. Als dann jedoch die Magie aus ihrem Reich zu verschwinden droht und sich ein Krieg anbahnt, ...

Worum geht’s?
Im Leben von Meiling dreht sich alles um den Schutz von Fürstensohn Tao, der ihr wie ein Bruder ist. Als dann jedoch die Magie aus ihrem Reich zu verschwinden droht und sich ein Krieg anbahnt, bleibt ihr ausgerechnet der Sohne eines verfeindeten Fürsten und dessen Hilfe, um ihr Zuhause und die Menschen, die zu ihrer Familie geworden sind zu retten – nichtsahnend, wie gefährlich Raven für ihr eigenes Herz werden kann.


Meine Meinung
Fantasy und Drachen mag ich vor allem in Büchern unglaublich gerne, von daher war es für mich keine große Überraschung, dass auch diese Geschichte auf meine Wunschliste wandern musste.

Gut gefallen hat mir vor allem das Urban Fantasy Setting, auch wenn mir persönlich zu Beginn nicht so ganz klar war, wo und wann diese Geschichte eigentlich spielen sollte. Auch das Worldbuilding habe ich insgesamt als etwas zu dünn empfunden, da ich gerne mehr über das Magiesystem erfahren hätte und daher hoffe, dass die Leerstellen im ersten Teil lediglich das Potenzial für mehr Antworten in Band zwei offen lassen sollen.

Mit den Figuren bin ich dann leider nicht so ganz warm geworden, zum einen, weil ich mit Fast Burn absolut nichts anfangen kann und zum anderen, weil ich keinen der Charaktere wirklich schlüssig angelegt fand. Insbesondere Mei hatte dabei eigentlich großes Potenzial in meinen Augen, wurde aber in Kombination mit Raven so schnell blass und willenlos, dass ich bloß noch mit dem Kopf schütteln konnte. Von der starken Frauenfigur war bis zum Schluss kaum noch etwas übrig, was ich wirklich schade fand.

Auch ihre Beziehung zu Raven konnte ich leider nicht nachvollziehen, denn weder habe ich ein realistisches Knistern zwischen den beiden gespürt, noch konnte ich ihr Verhalten in Hinblick auf den Cliffhanger zu Band zwei nachvollziehen. Der Enemies-to-Lovers Part kam mir daher leider auch nicht so ganz authentisch vor, auch wenn das ehrlicherweise in meinen Augen ein Trope ist, der häufig nicht ganz überzeugend umgesetzt wird.

Hinsichtlich des Spannungsbogens bin ich jetzt im Nachhinein leider auch eher etwas zwiegespalten, da ich die Suche nach den Drachen zwar einerseits ganz interessant, den Aufbau der Geschichte aber ehrlicherweise eher inkonsequent fand. Dass die Existenz von Drachen so plötzlich aus dem Hut gezaubert wurde, fand ich persönlich etwas seltsam gemacht, und da die Geschichte in meinen Augen etwas zu sehr gestreckt wurde und stellenweise deutlich mehr Dynamik vertragen hätte, konnte mich dieses eigentlich spannende Element dann leider auch nicht mehr so abholen, wie das bei einem etwas anderen Aufbau und einem erkennbaren roten Faden vielleicht der Fall gewesen wäre.


Fazit
Als Auftaktband hat diese Geschichte in meinen Augen leider etwas an Potenzial verschenkt, auch wenn ich grundsätzlich gespannt darauf bin, wie es mit Meiling, Raven und den Drachen weitergeht. Für den zweiten Band werde ich mich jedoch sicherlich erst einmal motivieren müssen, da ich aktuell keine Lust hätte, direkt wieder mit diesem Figuren unterwegs zu sein.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 07.05.2026

Vielversprechende Idee mit nervtötender Umsetzung

Vengeance (Academy of Dream Analysis 1)
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Worum geht’s?
Nemesis von Winther hat nur ein Ziel im Leben: Den Tod ihres älteren Bruders rächen. An der Academy of Dream Analysis wähnt sie sich ihrem Ziel zum Greifen nahe, wäre da nicht Mercy, der ...

Worum geht’s?
Nemesis von Winther hat nur ein Ziel im Leben: Den Tod ihres älteren Bruders rächen. An der Academy of Dream Analysis wähnt sie sich ihrem Ziel zum Greifen nahe, wäre da nicht Mercy, der Neffe der Mörderin von Nairo – und ausgerechnet der Mann, der Nemesis den Kopf verdreht und sie fast vergessen lässt, warum sie überhaupt dort ist.


Meine Meinung
Mit dieser Geschichte habe ich mich unglaublich schwer getan, was ich angesichts der eigentlich tollen Aufmachung und der wirklich vielversprechend klingenden Idee ausgesprochen schade finde. Bereits der Beginn des Buches hat sich für mich dann aber so gezogen, dass ich kaum noch Motivation für die letzten beiden Drittel aufbringen konnte und mich zwingen musste, die Geschichte überhaupt zu beenden.

Auch inhaltlich bin ich schlussendlich nicht überzeugt worden, auch wenn es wirklich vielversprechende Ansätze gab. Das Setting in Lappland war dabei definitiv ein Pluspunkt, der mir grundsätzlich sehr gut gefallen hat, und auch das Thema luzides Träumen ist meiner Meinung nach noch nicht so übermäßig in Geschichten vorhanden, dass ich eigentlich wirklich Lust auf die Geschichte hatte.

Der Spannungsbogen hat dann für meinen Geschmack aber leider erst deutlich zu spät an Fahrt aufgenommen, was meiner Motivation überhaupt nicht zuträglich war. Ganz spannend fand ich dabei zwar immer noch die Ausführungen und theoretischen Aspekte des Träumens und des Unterrichts an der Akademie, da das in meinen Augen aber leider nicht ausreicht, um die Geschichte wirklich als Dark Academia zu kategorisieren und ich darüber hinaus auch schon deutlich bessere Umsetzungen dieses Tropes gelesen habe, war ich auch von diesem Punkt nur teilweise überzeugt.

Mit den Figuren bin ich dann leider auch nicht warm geworden, was dem Sarg meiner Meinung nach den Nagel eingeschlagen hat. Weder Nemesis noch Mercy kamen mir wie nennenswert mehrdimensionale Charaktere vor, da sie abgesehen von Wut, Trauer und Lust relativ wenig Emotionen zeigen. Die Anziehung zwischen den beiden kam mir ehrlich gesagt etwas arg an den Haaren herbeigezogen vor, da ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen für mich einfach nicht zusammenpassen wollten. Auch nennenswerte Weiterentwicklungen konnte ich bei keinem der beiden beobachten, was es mir sehr schwer gemacht hat, mit ihnen mitzufiebern.

Leidgetan haben mir beide zwar schon, das hat schlussendlich aber leider nicht gereicht, um über den eher plump entwickelten Handlungsbogen und die flachen Charaktere hinwegzusehen und mich für die Geschichte begeistern zu können.


Fazit
So schön wie die Aufmachung dieser Reihe auch ist, die Umsetzung hat mich leider nicht begeistern können. Die fehlende Entwicklung der Charaktere und die meiner Meinung nach nicht wirklich gut durchdachte Handlung haben mir beim Lesen leider keine Freude bereitet, weshalb ich trotz aller vielversprechenden Ansätze aktuell keine Lust habe, auch Band zwei zu lesen.

Dafür gibt es knappe zwei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 07.05.2026

Rezeptvielfalt für jeden Tag

„Hier und heute“ ist ein guter Tag zum Kochen
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Meine Meinung
Auch wenn ich persönlich gar nicht so ein großer Kochshow-Fan bin, fand ich die Idee dieses Buches eigentlich ziemlich interessant. Die Porträts waren für mich daher nicht unbedingt das Highlight ...

Meine Meinung
Auch wenn ich persönlich gar nicht so ein großer Kochshow-Fan bin, fand ich die Idee dieses Buches eigentlich ziemlich interessant. Die Porträts waren für mich daher nicht unbedingt das Highlight dieses Buches, grundsätzlich aber doch eine nette Ergänzung und für wirkliche Fans sicherlich eine Bereicherung.

Die Mischung aus klassischen und etwas internationaleren Rezepten fand ich insgesamt sehr ansprechend, da man so selbst bei dem auf den ersten Blick recht einschränkend wirkenden Fokus auf Saisonalität für reichlich Abwechslung auf dem Teller sorgen kann.

Auch die Kombination aus Rezepten für Veganer, Vegetarier und Omnivore fand ich sehr gelungen, da dabei nirgendwo der Zeigefinger erhoben wird, sondern immer die Möglichkeit besteht, Rezepte nach den eigenen Vorlieben anzupassen und somit deutlich mehr Menschen und Geschmäcker anzusprechen.

Die Aufmachung an sich fand ich durchaus gelungen, ein bisschen mehr Kontrast beim Schriftsatz wären aber insbesondere bei den Rezepten nett gewesen. Abgesehen davon haben mir aber die kleinen Exkurse zu Zutaten und Gewürzen sehr gut gefallen, was in meinen Augen ein insgesamt wirklich rundes Bild ergeben hat.


Fazit
Auch wenn ich für meinen Teil nicht unbedingt alle Elemente dieses Kochbuchs gebraucht hätte, ist das Konzept für Fans der Show sicherlich ein unglaublicher Pluspunkt. Die Mischung der Rezepte und Zutaten mit Fokus auf Saisonalität hat aber auch mir wirklich gut gefallen, weshalb das Buch auf jeden Fall in meiner Küche bleiben wird.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 03.05.2026

Ein unglaublich zäher Einstieg

Ein ungezähmtes Tier
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Worum geht’s?
Als im Jahr 2022 ein Juwelier in der Genfer Innenstadt überfallen und ausgeraubt wird, ahnt noch niemand, wer hinter diesem Verbrechen steckt. Gleichzeitig versuchen sich zwei Familien in ...

Worum geht’s?
Als im Jahr 2022 ein Juwelier in der Genfer Innenstadt überfallen und ausgeraubt wird, ahnt noch niemand, wer hinter diesem Verbrechen steckt. Gleichzeitig versuchen sich zwei Familien in einem Genfer Vorort davon zu überzeugen, dass ihre festgefahrenen Routinen keine Gefahr für ein glückliches Familienleben sind – bis alles zu explodieren und zu zerfallen droht.


Meine Meinung
Bei diesem Buch bin ich wirklich von mir selbst überrascht, dass ich es überhaupt über den Einstieg hinweg geschafft habe, da ich mich zu Beginn der Geschichte wirklich gequält habe und selbst beim Hörbuch ewig lange gebraucht habe, um überhaupt über die ersten fünfzig Seiten hinaus zu kommen.

Die Bücher von Joël Dicker mag ich eigentlich immer sehr gerne, von daher war das tatsächlich eine Überraschung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hätte. Mit der Zeit wurde das zwar glücklicherweise etwas besser, wirklich motiviert war ich allerdings nicht, das Buch auch tatsächlich zu beenden.

Ganz spannend gemacht fand ich die Hinführung zu dem Überfall, der als Inspiration zu dieser Geschichte gedient hat und mich an der Handlung tatsächlich auch am meisten interessiert hat. Mit den Figuren konnte ich dagegen leider nur recht wenig anfangen, insbesondere weil mir häufig Mehrdimensionalität und Tiefe gefehlt haben. Darüber hinaus wurde hier teils ordentlich in die Klischeeschublade gegriffen, was in der Theorie ein interessantes Stilmittel hätte sein können, mich in der Praxis aber leider kaum angesprochen und eher gelangweilt hat.

Wirklich umgehauen hat mich diese Geschichte insgesamt leider nicht, auch wenn ich normalerweise ein großer Fan des Autors bin. In gewisser Weise lohnt es sich zwar trotzdem, bis zum Ende durchzuhalten, wäre dies allerdings mein erstes Buch des Autors gewesen, würde ich jetzt vermutlich kein weiteres von ihm lesen wollen.


Fazit
Von diesem Autor habe ich leider schon deutlich bessere Bücher gelesen, weshalb ich es sehr schade fand, dass ich mich mit diesem von Beginn an nicht wirklich anfreunden konnte. Die realen Bezüge waren dabei zwar grundsätzlich spannend, die Umsetzung konnte das in meinen Augen aber leider nicht auf die Seiten transportieren und mein Interesse somit kaum fesseln.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel.

Veröffentlicht am 01.05.2026

Interessantes Setting mit etwas blassen Figuren

Verrat der Schwäne
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Worum geht’s?
Seit sie klein ist, wünscht sich Odile nichts mehr, als es ihrem Ziehvater gleichzutun und Magie wirken zu können. Da diese im Königreich Auréal jedoch verboten ist, bleibt ihr nur ein gefährlicher ...

Worum geht’s?
Seit sie klein ist, wünscht sich Odile nichts mehr, als es ihrem Ziehvater gleichzutun und Magie wirken zu können. Da diese im Königreich Auréal jedoch verboten ist, bleibt ihr nur ein gefährlicher Plan – sich als falsche Kronprinzessin auszugeben, die magische Krone des Königs zu stehlen und sie ihrem Ziehvater zu übergeben. Blöd nur, dass sie dabei die Rechnung ohne die echte Kronprinzessin und ihr Herz gemacht hat, das bei jeder ihrer Begegnungen verräterisch schneller schlägt.


Meine Meinung
Da ich ein unglaublich großer Frankreich-Fan bin, hat mich das Setting in diesem Buch direkt davon überzeugt, die Geschichte lesen zu wollen. Auch die Inspiration durch Schwanensee hat mir sehr gut gefallen, denn auch wenn es leichte Abwandlungen gibt, sind das Setting und auch die Grundstützen der Geschichte noch gut zu erkennen und daher immer wieder charmante kleine Erinnerungen.

Odile war definitiv eine Protagonistin, die in meinen Augen ein unglaubliches Potenzial hatte, ihre Umsetzung fand ich insgesamt aber leider nicht mehrdimensional und ausgearbeitet genug, um wirklich von ihr begeistert zu sein. Bis zu einem gewissen Grad wollte ich wirklich mit ihr mitfühlen, zu einhundert Prozent überzeugt hat sie mich jedoch schlussendlich leider nicht.

Auch der Handlungsbogen hat meiner Meinung nach nicht sein volles Potenzial ausschöpfen können, wobei ich an dieser Stelle anmerken muss, dass man das von einem Jugendbuch vielleicht auch nicht in dem Umfang erwarten kann, wie es vielleicht bei einer Geschichte für Erwachsene der Fall gewesen wäre. Die Grundidee der Geschichte fand ich dabei wirklich ansprechend, die Umsetzung ging mir dann an mancher Stelle aber leider etwas zu oberflächlich vonstatten, was es mir schwer gemacht hat, mit Begeisterung weiter zuzuhören. Positiv hervorheben möchte ich aber doch, dass die zahlreichen Bezüge zur Geschichte der Oper Schwanensee gut zu erkennen waren und für Kenner des Stückes sicherlich sehr charmant eingebettet waren.

Hinsichtlich der Figuren und ihren Beziehungen zueinander bin ich ehrlich gesagt auch ein wenig unsicher, was ich von ihnen halten soll. Einerseits finde ich den queeren Aspekt toll, andererseits wirkte er auf mich auch ein wenig erzwungen und performativ, was es mir im Nachhinein ein wenig schwierig macht, an dieser Stelle zu einer schlüssigen Meinung zu kommen.

Etwas enttäuscht hat mich auch das Ende, welches ein wenig plötzlich um die Ecke kam. Für mich persönlich hätte die Geschichte ohne den Prolog enden können, um etwas von der Spannung aufrecht zu erhalten, da die Auflösung so einfach unglaublich komprimiert und in wenige Minuten gequetscht wurde, was mir die Atmosphäre ehrlich gesagt ein wenig kaputt gemacht hat.


Fazit
Auch wenn mir persönlich die Figuren etwas zu blass waren und das Ende mich ein wenig überrumpelt hat, mochte ich die Geschichte insgesamt sehr gerne. Wer französisch und historisch inspirierte Settings und magische Geschichten mag, dem kann ich dieses Buch daher nur sehr ans Herz legen.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.