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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.10.2023

Eine ungewöhnliche Themenmischung

Die Kunst des Radfahrens
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Meine Meinung
Mich an neue Genremischungen zu wagen und auch literarisch mal etwas häufiger über meinen Tellerrand hinweg zu schauen war definitiv ein Vorsatz, dem ich in diesem Jahr schon das ein oder ...

Meine Meinung
Mich an neue Genremischungen zu wagen und auch literarisch mal etwas häufiger über meinen Tellerrand hinweg zu schauen war definitiv ein Vorsatz, dem ich in diesem Jahr schon das ein oder andere Mal nachgekommen bin.

Was mich an dem Mix aus Philosophie und Radfahren fasziniert hat, kann ich im Nachhinein betrachtet nicht mal ganz genau benennen, auch wenn ich durchaus regelmäßig die Tour den France verfolge und selbst gerne mit dem Rad unterwegs bin. Auf die Idee, dieses Thema mit philosophischen Betrachtungen zu verknüpfen wäre ich selbst allerdings nie gekommen, und in diesem Punkt hat mich der Autor auf jeden Fall neugierig gemacht.

Gut gefallen hat mir an diesem Buch insbesondere die persönliche Komponente, die neben den theoretischen Teilen ein wichtiger inhaltlicher Bestandteil war. Die Verknüpfung der beiden wichtigen Themen im Leben des Autors, Radsport und Philosophie war definitiv ungewöhnlich zu lesen, auch wenn Philosophie nicht unbedingt zu meinen primären Interessen zählt.

Wem beide Themen gut liegen, den wird das Buch vermutlich auch zu einhundert Prozent ansprechen können. Ich persönlich habe mich aber ein bisschen mehr für den Sport und den Werdegang des Autoren und eher weniger für die Philosophie interessiert, weshalb es durchaus Stellen gab, durch die ich mich aufgrund mangelnden Interesses ein wenig quälen musste.


Fazit
Auch wenn die Umsetzung in meinen Augen eher gewöhnungsbedürftig war, wird diese interessante Art der Biografie sicherlich auch ihre Fans finden. Die Themenmischung war dabei auf jeden Fall eine echte Abwechslung, die mich zwar nicht nachhaltig begeistert, dafür aber definitiv einen Augenblick lang beschäftigt hat.

Dafür gibt es knappe vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 30.10.2023

Eine kleine Weltreise

Ich wünsch mir die Welt – 16 Kinder erzählen, wie sie leben
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Meine Meinung
Die Welt zu bereisen ist sicherlich eine der schönsten Sachen, die ich mir vorstellen kann. Dass das aus vielerlei Gründen aber nicht immer die erste und einzige Möglichkeit sein kann, um ...

Meine Meinung
Die Welt zu bereisen ist sicherlich eine der schönsten Sachen, die ich mir vorstellen kann. Dass das aus vielerlei Gründen aber nicht immer die erste und einzige Möglichkeit sein kann, um mit anderen Kulturen in Kontakt zu kommen, ist mir aber genauso klar, weshalb Bücher meiner Meinung nach immer ein guter Startpunkt sind, um diesen Umstand ein wenig auszugleichen.

Was mir am Konzept dieses Buches besonders gut gefallen hat, war die Ausrichtung auf eine junge Zielgruppe, da man in meinen Augen gar nicht früh genug damit anfangen kann, Kindern Weltoffenheit beizubringen. Die kurzen Beiträge überfordern weder beim Selberlesen, noch beim Vorlesen und sind daher auch für Kinder unter acht Jahren ziemlich gut geeignet.

Inhaltlich kann dabei natürlich keine besonders große Bandbreite an Themen abgearbeitet werden, für einen ersten Blick über den eigenen Tellerrand hinaus finde ich das aber durchaus ausreichend, insbesondere weil die Lebensrealität und die Interessen von Kindern im Vordergrund stehen soll.


Fazit
Das Konzept hat mir auf jeden Fall richtig gut gefallen, vor allem, wenn man das Buch als Ansatz für Weltoffenheit und Entdeckerfreude nutzt. Beim gemeinsamen Lesen können sich sowohl große, als auch kleine Leser auf kurzweilige Weise fremden Kulturen annähern und Fragen stellen, was ich definitiv für einen wichtigen Ansatz halte.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 30.10.2023

Quantenphysik für Einsteiger

Warum wir nicht durch Wände gehen*
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Meine Meinung
Dass ich mich irgendwann mal freiwillig mit dem Thema Physik, geschweige denn mit dem Thema Quantenphysik beschäftigen würde, hätte bei meinen ehemaligen Physiklehrern sicherlich einen Schlaganfall ...

Meine Meinung
Dass ich mich irgendwann mal freiwillig mit dem Thema Physik, geschweige denn mit dem Thema Quantenphysik beschäftigen würde, hätte bei meinen ehemaligen Physiklehrern sicherlich einen Schlaganfall ausgelöst. Ich persönlich bin zwar überhaupt nicht naturwissenschaftlich begabt, wollte mich aber thematisch mal auf eine Herausforderung einlassen – und wurde bei diesem Buch definitiv nicht enttäuscht.

Die Idee an sich fand ich schon ziemlich interessant, da sich der durchschnittliche Mensch ja eigentlich eher weniger mit dem Thema Quantenphysik beschäftigt. Dieses Wissen trotzdem ansprechend zu gestalten und anschaulich vermitteln zu wollen finde ich daher klasse, vor allem weil ich selbst sonst nie auf die Idee gekommen wäre, mich freiwillig durch die Welt der Quanten zu bewegen.

An der Umsetzung hat mir ganz generell gut gefallen, dass sie Einsteiger definitiv nicht überfordert. Auch ohne jegliche Grundkenntnisse zur Materie kann man dem Autor und seinen Ausführungen folgen, was durch verständliche Erklärungen, Skizzen und einem Glossar am Ende noch unterstützt wird und es mir leicht gemacht hat, mich diesem Buch mit sieben Siegeln problemlos nähern zu können.


Fazit
Wer bereits Vorkenntnisse zum Thema hat, wird sich beim Lesen dieses Buches vielleicht nicht ganz so gut unterhalten fühlen, meinen Geschmack hat die Umsetzung aber definitiv getroffen. Komplexe Sachverhalte verständlich aufzubereiten ist definitiv eine Kunst, und in meinen Augen beherrscht der Autor sie ausgesprochen gut.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 30.10.2023

Frischer Wind in der Krimiwelt

Die Kriminalistinnen. Der Tod des Blumenmädchens
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Worum geht’s?
1969 ist nicht nur die Mondlandung ein Novum, auch in Düsseldorf steht die Welt auf einmal Kopf – denn in der männerdominierten Welt der Verbrechensbekämpfung werden auch erstmals Kriminalistinnen ...

Worum geht’s?
1969 ist nicht nur die Mondlandung ein Novum, auch in Düsseldorf steht die Welt auf einmal Kopf – denn in der männerdominierten Welt der Verbrechensbekämpfung werden auch erstmals Kriminalistinnen ausgebildet. Eine davon ist Lucia Specht, die alles dafür tut, um ihrem Wunschberuf auszuüben – und die sich nicht nur als Ermittlerin, sondern auch als Frau in einer Welt beweisen muss, die ihr nicht gerade wohlgesonnen ist.


Meine Meinung
Als großer Krimifan finde ich es auch nach Jahren noch immer interessant, mich auf neue Geschichten und neue Erzählweisen einzulassen. Den Autor verfolge ich zwar schon länger, eine neue Reihe eröffnet mitunter aber auch völlig neue Perspektiven, die den Eindruck erwecken können, ein Buch von einer ganz anderen Person zu lesen.

Die Idee dieser Geschichte hat mir auf jeden Fall richtig gut gefallen, nicht nur, weil Lucia als eine der ersten deutschen Ermittlerinnen eine feministische Vorbildfunktion inne hat, sondern auch, weil ich das Setting sehr interessant fand. Historische Krimis habe ich bisher vor allem mit deutlich weiter zurückliegenden Zeitachsen gelesen, weshalb mich dieses Buch in Hinblick auf die Konzeption und den Aufbau direkt doppelt positiv überraschen konnte.

Thematisch wird dann allerdings wirklich eine ganze Menge angerissen und abgehandelt, was selbst für einen Auftaktband ein kleines bisschen viel für meinen Geschmack war. Ich fand zwar sowohl den Fall, als auch Lucias Geschichte, die gesellschaftlichen Umbrüche und die Nebenfiguren interessant, auf ein Buch komprimiert, das keine Überlänge hat, hätte ich mir aber etwas weniger Baustellen gewünscht, die angerissen werden.


Fazit
Auch wenn ich dieses Buch thematisch ein kleines bisschen überladen fand, freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung. Das Potenzial für eine interessante Krimireihe ist auf jeden Fall da, und in den Folgebänden besteht sicherlich die Möglichkeit, die Balance zwischen Handlung und Nebenhandlungen ein bisschen ausgeglichener zu gestalten.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.10.2023

Ein vergleichsweise schwacher Teil

Pirlo - Gefährlicher Freispruch
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Worum geht’s?
Eigentlich hat Anton Pirlo schon genug damit zu tun, sein eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen. Als er dann aber auch noch Zeuge einer Brandstiftung wird und ausgerechnet den Hauptverdächtigen ...

Worum geht’s?
Eigentlich hat Anton Pirlo schon genug damit zu tun, sein eigenes Leben auf die Reihe zu bekommen. Als er dann aber auch noch Zeuge einer Brandstiftung wird und ausgerechnet den Hauptverdächtigen verteidigen soll, wird ihm eines klar – sein chaotisches Privatleben ist definitiv sein kleinstes Problem.


Meine Meinung
Auch wenn ich als Vielleserin im Jahr eine ganze Menge Geschichten verschlinge, steigt mein SuB stetig an, vor allem angesichts der zahlreichen Neuerscheinungen, die immer wieder auf meine Wunschliste wandern. Dass ich alle drei Bände dieser Reihe verhältnismäßig nah am Erscheinungstermin gelesen habe, spricht in meinen Augen daher so ziemlich für sich – insbesondere weil ich mir nicht ganz sicher war, ob ich so kurz nach Corona schon wieder etwas über Corona lesen wollte.

Was mir an der Reihe insgesamt besonders gut gefällt, ist der ziemlich eigenwillige Protagonist. Anton Pirlo liegt als Figur sicherlich nicht jedem, ich persönlich begleite ihn und Sophie Mahler aber immer wirklich gerne bei ihren mitunter etwas unkonventionellen Ermittlungen.

Dem dritten Fall des Duos war ich aufgrund der Thematik zwar zunächst ein wenig skeptisch gegenüber, im Nachhinein betrachtet hatte die Geschichte aber auf jeden Fall eine Menge Spannungspotenzial. Was mir an der Umsetzung diesmal aber leider vergleichsweise stark auf die Nerven gegangen ist, waren die vielen Nebensächlichkeiten, in denen sich die Handlung zwischenzeitlich verstrickt hat. Da dieses Buch auch fast 500 Seiten umfasst, sind mir die etwas schleppenden Stellen leider deutlich negativer aufgefallen, als das bei einem höheren Erzähltempo vielleicht der Fall gewesen wäre.

Im Vergleich zu den vorherigen beiden Bänden der Reihe fand ich diesen daher deutlich schwächer, auch wenn die Geschichte an sich Potenzial hatte und ich die Figuren trotz der teils etwas eskalierenden Monologe gerne begleitet habe.


Fazit
Die Reihe um Anton Pirlo gefällt mir definitiv noch immer gut, auch wenn der dritte Band für meinen Geschmack deutlich zu viel Potenzial durch schleppende Szenen verschenkt hat. Thematisch findet dieses Buch außerdem vermutlich nicht nur Freunde, was mich darauf hoffen lässt, dass weitere Teile der Reihe eine etwas andere Richtung einschlagen werden.

Von mir gibt es dafür drei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
  • Charaktere