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Veröffentlicht am 16.04.2023

Liest sich eher wie ein Lückenfüller

Rachejagd - Verraten
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Worum geht’s?
Eigentlich könnten sich Anna und Nick vorerst in Sicherheit wähnen, gäbe es da nicht einen fast schon unmöglich erscheinenden Mordfall in ihrem Bekanntenkreis. Als sich die beiden mit dem ...

Worum geht’s?
Eigentlich könnten sich Anna und Nick vorerst in Sicherheit wähnen, gäbe es da nicht einen fast schon unmöglich erscheinenden Mordfall in ihrem Bekanntenkreis. Als sich die beiden mit dem Fall befassen, stoßen sie auf eine beunruhigende Parallele – denn der Unbekannte hat noch längst nicht vor, sie in Frieden leben zu lassen.


Meine Meinung
Ich bin ganz ehrlich, bei vielen Trilogien beobachte ich das leicht unangenehme Phänomen, nach einem wirklich gelungenen Auftaktband mit einem eher durchschnittlichen zweiten Teil auf ein spannendes Finale hinzuarbeiten. Was mir an diesem Buch leider ebenfalls aufgefallen ist, war ein ziemlich schleppender Einstieg in die Handlung, die man meiner Meinung nach gar nicht so sehr hätte in die Länge ziehen müssen.

Der Schreibstil des Autorenduos gefällt mir immer noch sehr gut, was für mich auch einer der Hauptgründe war, aus denen ich das Buch trotz des eher schleppenden Einstiegs weitergelesen habe.

Hinsichtlich des Spannungsbogens hatte ich dann aber leider das Gefühl, dass dieses Buch als eine Art Lückenfüller zwischen Band eins und drei dienen sollte, denn wirklich geschickt konstruiert fand ich die Handlung leider nicht. Der Schlussteil war zwar noch einmal wirklich spannend und hat definitiv neugierig auf die Fortsetzung gemacht, gepackt hat mich diese Geschichte aber insbesondere im direkten Vergleich zu Band eins eher nicht.

Auch Anna und Nick haben mich als Protagonisten nicht so richtig überzeugen können, was vor allem an ihrem irgendwie unauthentischen Verhalten im Umgang miteinander gelegen hat. Dem Plan des großen Unbekannten kam das zwar durchaus zugute, ich persönlich hätte mir aber insgesamt ein schlüssigeres Konzept gewünscht, das nicht so sehr auf Zufall und stattdessen mehr auf clevere Ideen und authentische Charaktere gestützt worden wäre.


Fazit
Auch wenn der spannende Cliffhanger am Ende dieser Geschichte definitiv neugierig auf Band drei der Reihe macht, hatte ich bei diesem Buch eher das Gefühl, einen Lückenfüller anstelle einer gut durchdachten Hinführung zur großen Auflösung zu lesen. Man kommt zwar nichtsdestotrotz flüssig durch die Geschichte, begeistern konnte mich Band zwei aber leider deutlich weniger als der Einstiegsband dieser Reihe.

Von mir gibt es dafür drei Bücherstapel.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2023

Etwas schwächer als Teil eins

Die andere Schwester
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Worum geht’s?
Eigentlich hat sich John Adderly fast schon an sein neues Leben im Zeugenschutzprogramm gewöhnt, als der Mord an einer erfolgreichen Geschäftsfrau seine Ruhe stört. Als ihn dann auch noch ...

Worum geht’s?
Eigentlich hat sich John Adderly fast schon an sein neues Leben im Zeugenschutzprogramm gewöhnt, als der Mord an einer erfolgreichen Geschäftsfrau seine Ruhe stört. Als ihn dann auch noch sein altes Leben einzuholen droht, muss er alle Hebel in Bewegung setzen, um nicht nur den Mord aufzuklären, sondern auch sein eigenes Leben zu schützen.


Meine Meinung
Im Vergleich zu Band eins, den ich zwar schon vor einiger Zeit gelesen habe, hatte ich hier leider nicht so wirklich das Gefühl, dass das gesamte Potenzial der Geschichte ausgeschöpft wurde.

Der Schreibstil hat mir auch hier wieder gut gefallen, man konnte flüssig in die Geschichte einsteigen und war tatsächlich gar nicht wirklich darauf angewiesen, die Details aus dem Vorgängerband vollends präsent zu haben.

Wo ich dann allerdings meine Schwierigkeiten mit diesem Buch hatte, war die Konstruktion des Spannungsbogens. Dass John nicht gerade eine alltägliche Ermittlerfigur darstellt, war mir natürlich bewusst. In dieser Geschichte kam er mir aber ehrlich gesagt ein wenig orientierungslos und stellenweise sehr willkürlich vor, was spannungstechnisch nur funktioniert hat, weil alle übrigen Figuren zumindest ähnlich defizitär dargestellt waren. Gelangweilt habe ich mich zwar nicht beim Lesen, etwas origineller hätten die Wendungen für meinen Geschmack aber durchaus sein dürfen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Reihe noch fortgesetzt werden soll.

Auch die Verknüpfung des eigentlichen Falls mit der Geschichte um Johns Zeugenschutzprogramm fand ich hier nicht ganz so gut gelöst. Mit einem gewissen Maß an Fiktion muss man bei einem Buch natürlich rechnen, aber selbst dafür haben manche Erzählstränge einfach viel zu sehr an den Haaren herbeigezogen gewirkt, was in meinen Augen einfach kein besonders elegantes Mittel zum Spannungsaufbau darstellt.


Fazit
Im direkten Vergleich mit dem ersten Band fand ich diese Geschichte etwas schwächer, was mich beim Lesen zwar nicht gelangweilt, aber ebenso wenig begeistert hat. Einen dritten Teil werde ich daher wenn überhaupt nur mit ein wenig Abstand zu Band zwei lesen und hoffe dabei auf realistischere Erzählbögen.

Von mir gibt es dafür knappe drei Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 14.04.2023

Krimi mit Potenzial und schwächelnder Umsetzung

Das letzte Grab
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Worum geht’s?
Obwohl ihre Scheidung schon sieben Jahre zurück liegt, trifft Strafverteidigerin Carla Winter der plötzliche Unfalltod ihres Exmannes sehr. Als kurz darauf ihr Haus verwüstet wird und ihr ...

Worum geht’s?
Obwohl ihre Scheidung schon sieben Jahre zurück liegt, trifft Strafverteidigerin Carla Winter der plötzliche Unfalltod ihres Exmannes sehr. Als kurz darauf ihr Haus verwüstet wird und ihr Liebhaber tot in ihrem Kleiderschrank aufgefunden wird, landet Carla mitten in einem Intrigenspiel aus Raubkunst und Schmuggel – und muss ihr Leben riskieren, um der Verschwörung auf die Spur zu kommen, der nicht nur ihr Exmann zum Opfer gefallen ist.


Meine Meinung
Raubkunst und Schmuggel klangen für mich nach genau den Zutaten, die eine hochspannende Geschichte mit jeder Menge Tempo braucht. Von der Umsetzung bin ich jetzt im Nachhinein nicht ganz so überzeugt, wie mich der Klappentext hat vermuten lassen, auch wenn die Geschichte an sich durchaus eine Menge Potenzial hatte.

Das Erzähltempo der Geschichte hat mir im Grunde genommen gut gefallen, durch das Hörbuch hatte ich allerdings den Eindruck, dass alles ein wenig länger gedauert hat, als das der Fall gewesen wäre, wenn ich das Buch selbst gelesen hätte. Die Stimme der Sprecherin fand ich dabei allerdings tatsächlich sehr angenehm, lediglich durch das Tempo ihrer Erzählung hat sich die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge gezogen.

Auch thematisch hat mir die Geschichte an sich zugesagt, wobei ich im Nachhinein nicht mit Sicherheit sagen kann, ob das Buch eigentlich einen Krimi oder einen Thriller oder eine Mischung aus beiden Genres darstellen sollte.

Ähnlich unstimmig fand ich Protagonistin Carla, die in meinen Augen zwischen Risikobereitschaft und dem Beharren auf Regeln zu sehr geschwankt hat, um einen stimmigen Charakter zu ergeben. Auch ihre Übersprungshandlungen sind mir stellenweise ein wenig auf die Nerven gegangen, was insbesondere in Hinblick auf den Schlussteil der Geschichte ein leicht wirres und vor allem hektisches Bild ergeben hat, das für mich leider nicht vollständig durch die interessante Thematik aufgewertet werden konnte.


Fazit
Ich habe auf jeden Fall eine Menge Potenzial in dieser Geschichte gesehen, so ganz überzeugt bin ich von der Umsetzung aber leider nicht. Das Hörbuch an sich war aber nichtsdestotrotz gut gemacht, was mich zwar immer noch nicht begeistern konnte, das Hörerlebnis insgesamt aber immerhin durchschnittlich gestaltet hat.

Dafür vergebe ich drei Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 14.04.2023

Nicht ganz so stark wie die Bridgerton-Reihe

Rokesby - Der Earl mit den eisblauen Augen
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Worum geht’s?
Zwischen Billie Bridgerton und George Rokesby sprühen seit Jahr und Tag die Funken – beste Voraussetzungen für eine lange und glückliche Ehe, so möchte man zumindest meinen. Obwohl sich die ...

Worum geht’s?
Zwischen Billie Bridgerton und George Rokesby sprühen seit Jahr und Tag die Funken – beste Voraussetzungen für eine lange und glückliche Ehe, so möchte man zumindest meinen. Obwohl sich die zwei seit Kindertagen kennen, kommen sie jedoch einfach nicht miteinander aus und reizen sich regelmäßig bis aufs Blut. Als dann aber einer der Rokesby-Brüder verschwindet, rücken die Familien natürlich eng zusammen – und Billie und George müssen sich fragen, ob die angestaute Energie zwischen ihnen wirklich nur durch einen handfesten Streit beruhigt werden kann.


Meine Meinung
Als großer Fan der Bridgerton-Reihe war ich natürlich auch auf die Vorgeschichte der Familie gespannt. Was mir daher an dieser Geschichte wirklich gut gefallen hat, waren die kleinen Szenen und Fakten, die eine Verbindung zur Folgereihe dargestellt haben oder sogar in einigen der Bücher noch einmal aufgegriffen werden.

Der Schreibstil war in typischer Julia Quinn Manier sehr angenehm und flüssig zu lesen, weshalb ich wirklich schnell in die Handlung hineingefunden habe und mich stellenweise sogar daran erinnern musste, dass das ja eigentlich kein wirkliches Bridgerton-Buch dargestellt hat.

Billie und George waren in meinen Augen aber ein wirklich tolles Paar, das mich beim Lesen ausgesprochen gut unterhalten hat. Die Feindschaft zwischen den beiden habe ich ihnen zwar nicht so wirklich abgekauft, was vor allem daran gelegen hat, dass man als Leser nur die aufgeladene Stimmung und nicht die Kindheit der beiden präsentiert bekommt. Nichtsdestotrotz hatte ich aber wirklich Spaß an dem Gezanke und den Sticheleien, die praktisch bis zum Schluss nicht wirklich nachlassen.

Was ich dann allerdings ein wenig schade fand, war das etwas verzerrt wirkende Ende. Für meinen Geschmack wurde die Geschichte vor dem zweiten Epilog ein wenig hektisch, was die ansonsten sehr unterhaltsame Handlung für mich ein wenig getrübt hat. Gut gefallen hat mir das Buch an sich natürlich trotzdem, im Vergleich zu meinen favorisierten Büchern aus der Bridgerton-Reihe hat mich diese Geschichte aber ein kleines bisschen weniger begeistert, als das bei anderen Büchern der Fall war.


Fazit
Wer die Bridgerton-Reihe mag, der wird auch mit diesem Buch eine Menge Freude haben. Die beiden Protagonisten liefern sich sehr unterhaltsame Wortgefechte und konnten mich so wirklich gut unterhalten, im direkten Vergleich mit der Bridgerton-Reihe hat mich die aber doch ein kleines bisschen mehr begeistern können als das bei diesem Auftaktband der Fall war.

Von mir gibt es dafür knappe vier Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 14.04.2023

Familiendrama mit schwachem Spannungsbogen

Happy New Year – Zwei Familien, ein Albtraum
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Worum geht’s?
Seit Jahr und Tag feiern die Familien von Lollo und Nina gemeinsam Silvester, auch wenn sie durch Zeit und Alltag bedingt kaum noch Gemeinsamkeiten haben. Am nächsten Morgen folgt der Schock ...

Worum geht’s?
Seit Jahr und Tag feiern die Familien von Lollo und Nina gemeinsam Silvester, auch wenn sie durch Zeit und Alltag bedingt kaum noch Gemeinsamkeiten haben. Am nächsten Morgen folgt der Schock – denn Lollos siebzehnjährige Tochter Jennifer ist wie vom Erdboden verschwunden. Eine fieberhafte Suche beginnt, und nicht nur Nina muss sich die Frage stellen, wie gut sie ihre eigene Familie eigentlich kennt.


Meine Meinung
So schrecklich wie die Vorstellung auch ist, das eigene Kind zu verlieren, der Klappentext klang für mich nach einer wirklich spannenden Geschichte. So ganz überzeugt bin ich schlussendlich von der Umsetzung allerdings nicht, was ich auf jeden Fall sehr schade finde.

Durch den angenehm zu lesenden Schreibstil, die wirklich kurzen Kapitel und die häufigen Perspektivwechsel hätte mein Lesefluss eigentlich ziemlich hoch sein können. Zeitweise war das auch definitiv der Fall, es gab aber leider eben auch immer wieder Phasen, in denen ich mich irgendwie kaum für die Handlung begeistern konnte.

Der Verdacht hinsichtlich des Verschwindens von Jennifer wird von Anfang an in eine bestimmte Richtung gelenkt, die für meinen Geschmack allerdings viel zu offensichtlich war. Dass sich dieser Anfangsverdacht schlussendlich nicht bewahrheitet, hat mich zum einen erleichtert, zum anderen aber auch ein wenig geärgert, denn der Großteil der Geschichte wird eben von genau diesem Verdachtsmoment eingenommen und diese Dauerpräsenz kam mir schlussendlich einfach wie ein billiger Trick vor.

Was mich ebenfalls mit gemischten Gefühlen zurücklässt, sind die scheinbar allesamt völlig ahnungslosen Figuren. In keiner der beiden Familien hatte ich das Gefühl, authentischen Figuren mit einem Mindestmaß an sozialen Kompetenzen oder einem Gespür für ihre Mitmenschen zu begegnen, was mich insbesondere nach der Auflösung einfach nur mit dem Kopf hat schütteln lassen. Darüber hinaus kamen mir einige Handlungsstränge ein wenig an den Haaren herbeigezogen vor, was die Geschichte eigentlich nicht nötig gehabt hätte.

Auch die Auflösung des Falls konnte mich ehrlich gesagt nicht so wirklich überzeugen, denn auch wenn sich die Richtung der Ermittlungen in einem überraschenden Moment komplett ändert, habe ich mich beim Lesen ein wenig veralbert gefühlt. Insgesamt wurde für meinen Geschmack so viel zu viel des Grundpotenzials der Geschichte verschenkt, was mich persönlich ziemlich enttäuscht hat.


Fazit
Ich persönlich habe mit einer besser durchdachten Geschichte und spannenderen Wendungen gerechnet, was dieses Buch für mich leider zu einem eher enttäuschenden Leseerlebnis gemacht hat. Das Potenzial war auf jeden Fall da, nur in der Umsetzung kann man als Leser zeitweise einfach nur noch mit dem Kopf schütteln und sich fragen, ob die Autorin ihrer Leserschaft überhaupt ein wenig Verstand zuspricht.

Von mir gibt es dafür zwei Bücherstapel.

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