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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2023

Nettes Mitmachbuch

Mein Mitmach-Uhrenbuch
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Meine Meinung
Das Konzept, spielerisch an die ersten Uhrzeiten heranzugehen gefällt mir auf jeden Fall sehr gut, insbesondere weil ich mich in meiner Kindheit selbst eher schwer mit dem Thema getan habe.

Die ...

Meine Meinung
Das Konzept, spielerisch an die ersten Uhrzeiten heranzugehen gefällt mir auf jeden Fall sehr gut, insbesondere weil ich mich in meiner Kindheit selbst eher schwer mit dem Thema getan habe.

Die bunte Gestaltung finde ich grundsätzlich sehr gelungen und ansprechend genug, um auch bei Kindern das Interesse am Buch zu wecken. Die Illustrationen sind ganz niedlich gemacht, und auch abseits der Uhr gibt es in der kleinen Geschichte einiges zu entdecken.

Die Handhabung der Uhr macht es möglich, auch über volle Stunden hinaus das Ablesen der Uhrzeit zu üben, was das Buch grundsätzlich längerfristig nutzbar macht. Nicht ganz so gut gefällt mir dabei aber, dass der Teil, an dem die Uhr befestigt ist die Seiten ein wenig einklemmt. Das Lesen erfordert so ein bisschen Friemelei, was ich nicht wirklich ideal finde.

Auch die Reime haben etwas arg bemüht auf mich gewirkt, was beim Lesen grundsätzlich sicherlich kein Weltuntergang ist, in meinen Augen aber ein bisschen anders hätte umgesetzt werden können.


Fazit
Das interaktive Konzept dieses Buches hat mir auf jeden Fall gut gefallen, auch wenn die Handhabung sicherlich ein kleines bisschen hätte vereinfacht werden können. Für eine spielerische Heranführung an die Uhrzeit lohnt sich dieses Buch aber definitiv, was ich im Großen und Ganzen sehr gelungen finde.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 31.12.2022

Thematik mit Potenzial und langweiliger Umsetzung

My Policeman
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Worum geht’s?
Für Marion ist der große Bruder ihrer besten Freundin der Mann ihrer Träume. Für Tom ist Marion jedoch einfach nur die beste Freundin seiner Schwester. Dass er ihr trotzdem einen Heiratsantrag ...

Worum geht’s?
Für Marion ist der große Bruder ihrer besten Freundin der Mann ihrer Träume. Für Tom ist Marion jedoch einfach nur die beste Freundin seiner Schwester. Dass er ihr trotzdem einen Heiratsantrag macht, erfüllt Marion einen Herzenswunsch und bietet Tom ein Sicherheitsnetz, denn seine Liebe zu Kurator Patrick hat im Großbritannien der 60er-Jahre keine Chance.


Meine Meinung
Obwohl dieses Buch schon ein kleines bisschen älter ist, bin ich erst durch die Veröffentlichung der Filmadaption überhaupt auf die Geschichte aufmerksam geworden. Da ich vor einer Buchverfilmung immer gerne erst das Buch selbst lese, wollte ich das hier natürlich auch so machen – und bin ganz ehrlich nicht vollkommen von der Umsetzung überzeugt worden.

Der Schreibstil war an sich ganz angenehm zu lesen, auch wenn die Handlung zeitweise wirklich zäh erzählt wurde. Aufgrund der Thematik wollte ich da zwar gerne drüber hinwegsehen, stellenweise musste ich mich aber doch so ein wenig durch die Geschichte durch kämpfen.

Die Figuren hatten in der Theorie eine Menge Potenzial, und irgendwie hatte ich vor dem Lesen mit wirklicher emotionaler Tiefe gerechnet. Die Umsetzung kam mir dann allerdings eher platt vor, insbesondere weil mir Tom lediglich wie eine Randfigur in dieser Erzählung vorkam. So ganz habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden, was sowohl Marion als auch Patrick an ihm gefunden haben, denn so richtig greifbar kam er mir leider nicht vor.

Auch die Stimmung in diesem Buch war irgendwie gedrückt, allerdings nicht unbedingt auf eine Art, wie ich sie angesichts der Lage von Homosexuellen in den 60er-Jahren in Großbritannien irgendwie erwartet hätte. Insbesondere bei Marion hatte ich ehrlich gesagt das Gefühl, dass ein Großteil ihrer Probleme durch ein wenig mehr klares Denken hätten umgangen oder gelöst werden können – und das war beim Lesen leider weniger berührend, als ich mir das für dieses Buch gewünscht hätte.


Fazit
Die Geschichte an sich hatte definitiv Potenzial, die Umsetzung hat mich aber leider nicht so wirklich fesseln können. Wären die Figuren ein wenig authentischer gewesen, hätte ich mich vermutlich etwas eher in sie hineinversetzen können, so hat mich das Lesen aber leider eher angestrengt.

Von mir gibt es dafür drei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2022

Unaufgeregte Selbstfindung in Alaska

Die unsinkbare Greta James
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Worum geht’s?
Greta befindet sich als Sängerin endlich auf dem aufsteigenden Ast. Als dann aber ihre Mutter stirbt, reißt ihr das förmlich den Boden unter den Füßen weg. Eine gemeinsame Kreuzfahrt mit ...

Worum geht’s?
Greta befindet sich als Sängerin endlich auf dem aufsteigenden Ast. Als dann aber ihre Mutter stirbt, reißt ihr das förmlich den Boden unter den Füßen weg. Eine gemeinsame Kreuzfahrt mit ihrem Vater soll ihr nicht nur die dringend benötigte Auszeit verschaffen, sondern die beiden auch wieder näher zusammenrücken lassen – wenn Gretas Vater bloß seine Abneigung gegen ihre Musik nicht so offen zeigen würde.


Meine Meinung
Eigentlich bin ich ja kein besonders großer Fan von Selbstfindungsromanen, die über keinen nennenswerten Spannungsbogen verfügen. Was mich an diesem Buch dann aber doch recht gut unterhalten hat, war die durchgehende Unaufgeregtheit der Handlung, die mich zwar nicht unbedingt gefesselt, meinen Lesefluss aber bis zum Schluss aufrecht erhalten hat.

Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, was insbesondere nach einer kleineren Leseflaute ein richtiger Pluspunkt für mich war. Zu Beginn des Buches habe ich zwar irgendwie mit einem großen Knall oder einem etwas kurvigerem Spannungsbogen gerechnet, je weiter die Handlung aber schlussendlich fortgeschritten ist, desto mehr konnte ich mich auf die Figuren und ihre Geschichte einlassen.

An Protagonistin Greta mochte ich wirklich, wie viel Stärke sie als Figur insgesamt bewiesen hat. Auf ihr lastet eine Menge Druck, und dass sie das überhaupt so lange durchgehalten hat, hat mich schon wirklich beeindruckt. Im Laufe der Geschichte habe ich aber leider weder bei ihr, noch bei den übrigen Charakteren das Gefühl gehabt, dass ihre jeweiligen Entwicklungen wirklich authentisch verlaufen sind. Bei dem hier an den Tag gelegten Erzähltempo ist mir das während des Lesens zwar nicht so wirklich negativ aufgefallen, rückblickend hat mich dieser Umstand aber schon ein kleines bisschen enttäuscht.

Das Ende des Buches hat meiner Meinung nach nicht so richtig zum Ton der restlichen Geschichte gepasst, auch wenn ich persönlich immer ein Fan von Enden fürs Herz bin. Als Abschluss hat mir die Umsetzung zwar ganz gut gefallen, ein richtiges Highlight war das Gesamtbild für mich aus diesem Grund aber leider nicht.


Fazit
Auch wenn diese Geschichte unaufgeregter erzählt wurde, als mir normalerweise gefallen würde, hat mir dieses Buch insgesamt doch ganz gut gefallen. Wer eine ruhige Lektüre mit einigen schönen Momenten und einem etwas kitschigen Ende sucht, der wird diese Geschichte sicherlich mögen.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2022

Friends-to-Lovers mit etwas wenig Pep

Bridgerton – Ein hinreißend verruchter Gentleman
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Worum geht’s?
Dass Michael unglücklich in seine beste Freundin Francesca Bridgerton verliebt ist, will er um jeden Preis geheim halten, denn sie ist ausgerechnet mit seinem Cousin verheiratet. Als der ...

Worum geht’s?
Dass Michael unglücklich in seine beste Freundin Francesca Bridgerton verliebt ist, will er um jeden Preis geheim halten, denn sie ist ausgerechnet mit seinem Cousin verheiratet. Als der jedoch unerwartet stirbt, bringen Michael Trauer und Hoffnung in eine missliche Lage. So misslich, dass er für mehrere Jahre nach Indien flieht und der Kontakt zu Francesca abbricht – bis sie daran denkt, noch einmal zu heiraten und Michael zum ersten Mal wieder an eine Chance auf sein Glück zu glauben beginnt.


Meine Meinung
Ich bin definitiv großer Fan der Bridgerton-Reihe, auch wenn ich nach den ersten drei Bänden durchaus das Gefühl hatte, dass mich die Geschichten stetig ein kleines Stückchen weniger begeistert haben.

Was mir durchaus gut gefallen hat, waren der Schreibstil und der Humor, der auch in dieser Geschichte wirklich gut zum Tragen gekommen ist. Das Lesen war grundsätzlich sehr unterhaltsam, auch wenn ich zu Beginn des Buches irgendwie das Gefühl hatte, dass die Handlung durch einen überlangen Prolog aufgehalten wurde.

Die Ausgangslage war zwar in Hinblick auf den Informationsgehalt definitiv wichtig für die Geschichte, bis die Handlung allerdings so wirklich an Fahrt aufgenommen hat, hat es mir ehrlich gesagt etwas zu lange gedauert.

Auch die Figuren sind meiner Meinung nach nicht so wirklich in die Gänge gekommen, was ihre Beziehung in meinen Augen überwiegend seltsam gestaltet hat. Die Freundschaft habe ich ihnen zwar durchaus abgenommen, für mich kam aber vor allem bei Francesca die Anziehung etwas zu plötzlich, was die Liebesgeschichte für mich leider nicht besonders authentisch gemacht hat.

Was mir thematisch allerdings sehr gut gefallen hat, war der Umgang mit schwierigen Themen wie Trauer und Verlust. Als emotionale Komponente hat mir das definitiv gut gefallen, auch wenn es einiges an unnötigem Hin und Her zwischen den Figuren gab, das man mit etwas weniger Trauma sicherlich ein wenig anders hätte gestalten können.


Fazit
Die Grundidee dieser Geschichte hat mir eigentlich ganz gut gefallen, vor allem weil emotional hier wirklich eine ganze Menge geboten wird. Die Umsetzung ist für meinen Geschmack dann aber leider deutlich zu langsam in die Gänge gekommen, was es mir einfach erschwert hat, mich so wirklich für die Charaktere und ihre Geschichte zu begeistern.

Von mir gibt es dafür dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.12.2022

Young Adult fürs Herz

Flutlichtherzen
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Worum geht’s?
Sofies ganzes Leben dreht sich um Eishockey. Als sie endlich kurz davor steht, in ihre Traummannschaft aufgenommen zu werden, trifft sie auf Dawn. Der ist nicht nur ein absolutes Ausnahmetalent ...

Worum geht’s?
Sofies ganzes Leben dreht sich um Eishockey. Als sie endlich kurz davor steht, in ihre Traummannschaft aufgenommen zu werden, trifft sie auf Dawn. Der ist nicht nur ein absolutes Ausnahmetalent im Eishockey, sondern scheint auch ein Geheimnis mit sicher herum zu schleppen – und nicht nur das zieht Sofie unglaublich an ihm an.


Meine Meinung
Ich bin definitiv kein Eishockeyexperte, interessant fand ich diesen Sport aber durchaus auch schon vor dem Lesen dieser Geschichte. Was daher grundsätzlich sehr spannend fand, waren die Einblicke in Trainingsalltag und Lebensrealität der jungen Menschen, die diesen Sport ausüben und enorm viel Zeit und Energie in ihre Träume investieren.

Allein was hier inhaltlich zu Themen wie Mut, Durchhaltevermögen und Zusammenhalt zu finden war, hat mir gut gefallen. Der Schreibstil hat sich dabei wirklich angenehm lesen lassen, was die Geschichte trotz ihrer Länge recht flott gestaltet hat.

An Sofie als Protagonistin mochte ich, dass sie sehr authentisch dargestellt wurde. Für eine Sechzehnjährige fand ich sie sehr diszipliniert, wobei ihre beste Freundin als Kontrast dazu vielleicht auch so ein bisschen dafür gesorgt hat, dass sie mir noch etwas untypischer vorkam.

Die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden Protagonisten war in Bezug auf das Tempo in meinen Augen genau richtig angelegt und gleichermaßen altersgerecht gestaltet. Ein paar Aktionen und Entscheidungen der Figuren konnte ich zwar nicht zu einhundert Prozent nachvollziehen, mein Gesamteindruck wurde dadurch insgesamt aber nicht verschlechtert.


Fazit
Um dieses Buch zu mögen, muss man definitiv kein Eishockeyfan sein, auch wenn die Thematik hier wirklich sehr interessant aufbereitet wurde. Mir hat die Entwicklung der Geschichte und der Figuren auf jeden Fall gut gefallen, was dieses Buch lesetechnisch noch mal zu einem Highlight am Jahresende macht.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere