Profilbild von buchgestapel

buchgestapel

Lesejury Star
offline

buchgestapel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit buchgestapel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2022

Fortsetzung mit kleineren Längen

Auf das mit uns
0

Worum geht’s?
Auch zwei Jahre nach ihrer Trennung sind Arthur und Ben noch immer nicht so wirklich über ihre gescheiterte Beziehung hinweg. Obwohl sie mittlerweile beide wieder neue Partner haben, spukt ...

Worum geht’s?
Auch zwei Jahre nach ihrer Trennung sind Arthur und Ben noch immer nicht so wirklich über ihre gescheiterte Beziehung hinweg. Obwohl sie mittlerweile beide wieder neue Partner haben, spukt die gemeinsame Vergangenheit noch immer in ihren Köpfen herum. Als sie sich zufällig in New York über den Weg laufen, scheint ihnen das Schicksal förmlich ins Gesicht zu lachen – denn die Funken zwischen ihnen sind noch immer nicht völlig verglüht, und ganz vergessen können sie sich trotz aller Bemühungen ebenfalls nicht.


Meine Meinung
Nach Teil eins der Geschichte um Arthur und Ben war ich schon ein wenig traurig, da mich das Ende nicht so wirklich zufrieden gestellt hatte. Als dann die Ankündigung zur Fortsetzung kam, war ich sehr gespannt und habe mich riesig auf das Wiedersehen mit den Charakteren gefreut.

Auch wenn ich Ben und Arthur schon in Teil eins als Figuren und auch als Paar wirklich gerne mochte, kamen sie mir auch in diesem Buch leider ein wenig schwer auseinanderzuhalten vor. Die Ähnlichkeiten kann man beim Lesen irgendwie nicht so richtig gut ignorieren, und insgesamt hätte ich mir hier dann doch ein bisschen mehr Individualität bei der Figurengestaltung gewünscht.

Der Schreibstil und die Perspektivwechsel haben mir wieder sehr gut gefallen, denn dadurch kam insgesamt ein wenig Dynamik in die Geschichte. Da es dann aber hin und wieder doch zu ähnlichen Gedanken und Gefühlen kam, ging es insgesamt doch nicht so wirklich flott mit dem Erzählstrang voran. Slowburn ist zwar eigentlich schon mein Ding, hier hatte ich aber trotz aller Liebe zu den Figuren ab und an einfach das Bedürfnis, sie zu packen und einmal ordentlich durchzuschütteln.

Irgendwie versöhnt hat mich dann immerhin das Happy End, das irgendwo zwar ein kleines bisschen vorhersehbar war, mir aber trotzdem gut gefallen hat.


Fazit
Auch wenn die Umsetzung noch ein wenig mehr Tempo hätte haben dürfen, hat mir die Geschichte an sich doch sehr gut gefallen. Arthur und Ben sind ein niedliches Paar, dem ich das Happy End wirklich gewünscht habe, weshalb die kleineren Längen im Handlungsbogen insgesamt doch gut zu ertragen waren.

Von mir gibt es dafür viereinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2022

Eher plotlose Unterhaltung

Ice Planet Barbarians – Georgie und Vektal
0

Worum geht’s?
Eigentlich glaubt Georgie gar nicht an außerirdisches Leben – immerhin ist sie mit Anfang zwanzig zu alt, um an solche Märchen zu glauben. Als sie dann jedoch plötzlich in einem Raumschiff ...

Worum geht’s?
Eigentlich glaubt Georgie gar nicht an außerirdisches Leben – immerhin ist sie mit Anfang zwanzig zu alt, um an solche Märchen zu glauben. Als sie dann jedoch plötzlich in einem Raumschiff voller seltsamer Wesen aufwacht, steckt sie mitten in ihrem ganz persönlichen Albtraum fest. Gemeinsam mit einigen anderen jungen Frauen wurde sie entführt, um irgendwo in der Galaxie als Sklaven verkauft zu werden. Nach einer Bruchlandung auf einem Eisplaneten bietet sich endlich die Möglichkeit zur Flucht, die für Georgie jedoch in der Falle eines riesigen blauen Außerirdischen endet – der aber überraschenderweise so ganz anders ist, als ihre Entführer sie über Außerirdische haben glauben lassen.


Meine Meinung
Auch wenn ich wirklich nicht mit einem besonders einfallsreich ausgearbeiteten Plot in diesem Buch gerechnet habe, hat mich die Geschichte doch ein kleines bisschen überrascht.

Der Schreibstil war insgesamt eher einfach und platt gehalten, weshalb ich in einem wirklich unglaublichen Tempo durch die Geschichte gekommen bin. Eigentlich wollte ich bloß einmal kurz rein blättern, aber innerhalb von kürzester Zeit war man schon einige Kapitel weit im Buch gelandet, ohne das überhaupt so richtig gemerkt zu haben.

Die Charaktere sowie der Plot und der Spannungsbogen waren vermutlich auch aufgrund des hohen Erzähltempos eigentlich kaum ausgearbeitet, was ich zwar grundsätzlich auch nicht unbedingt erwartet, mir aber trotzdem irgendwie gewünscht hätte. Dass die Protagonisten kaum nennenswerte Charaktereigenschaften hatten und primär auf ihr Paarungspotenzial reduziert wurden, hat in meinen Augen leider auch nicht gerade zur Qualität der Geschichte beigetragen.

Dem minimal ausgearbeiteten Spannungsbogen kamen dann leider auch eine Menge Zufälle zugunsten, was aufgrund der wenigen Handlung irgendwie doppelt so schwer auf mich gewirkt hat. Primär ging es vermutlich wirklich ausschließlich um die Liebesgeschichte zwischen der Protagonistin und dem Außerirdischen, authentische Entwicklungen kann man hierbei aber wirklich lange suchen.

Was mich an Georgie außer ihrem sehr blassen Charakter massiv gestört hat, war ihre Handlungslosigkeit. Als Anführerin der Gruppe hat sie in meinen Augen eigentlich keine besonderen Qualifikationen aufgewiesen, was es für mich irgendwie umso seltsamer zu lesen gemacht hat, dass sie innerhalb kürzester Zeit völlig verrückt nach einem Außerirdischen ist, nach knapp einer Woche von Liebe spricht und dann von der gesamten Gruppe mal eben einfach so als Gefährtin des Anführers und somit ebenfalls als Autoritätsperson akzeptiert wird.

Die einzige in der gesamten Geschichte, die wenigstens irgendwie unterhaltsam beim Lesen war, war Liz. Auch sie hat zwar keine nennenswerten Charaktereigenschaften oder gar eine Entwicklung durchgemacht, aber immerhin musste ich über ihre Art doch hin und wieder schmunzeln, auch wenn ihr Humor für mich so gar nicht in das Setting der Geschichte gepasst hat.


Fazit
Ein literarisches Meisterwerk kann man bei dieser Art von Geschichte vielleicht wirklich nicht gerade erwarten, flott weglesen lässt sich das Buch aber auf jeden Fall. Ich habe versucht, den Plot nicht allzu ernst zu nehmen und habe deshalb trotzdem irgendwie einen Unterhaltungswert in der Geschichte gefunden, mein neues Lieblingsgenre wird das aber definitiv nicht werden.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2022

Weniger Psychothriller als erwartet

Vier mal Angst
0

Worum geht’s?
Wer die Familie Kramer sieht, schaut auf eine perfekte Fassade. Beruf, Kinder, Eher – hier gibt es keine Probleme, die den Schein trügen könnten. Als die vier dann aber in ihrem ganz persönlichen ...

Worum geht’s?
Wer die Familie Kramer sieht, schaut auf eine perfekte Fassade. Beruf, Kinder, Eher – hier gibt es keine Probleme, die den Schein trügen könnten. Als die vier dann aber in ihrem ganz persönlichen Albtraum gefangen werden, hilft ihnen auch die perfekte Fassade nicht mehr, sich voreinander und den Geheimnissen zwischen ihnen zu verstecken.


Meine Meinung
Als großer Krimi- und Thrillerfan freue ich mich natürlich immer über neuen Lesestoff. Nach dem Lesen dieser Geschichte muss ich aber ganz ehrlich sagen, dass ich die Handlung zwar grundsätzlich gespannt verfolgt habe, mir unter einem Psychothriller dann aber doch eine etwas andere Art von Geschichte vorstelle.

Der Schreibstil hat sich definitiv sehr flott lesen lassen, was mich ziemlich zügig in einen hohen Lesefluss gebracht hat. Auch die eher kurz gehaltenen Kapitel haben dabei sehr geholfen, wobei ich persönlich mit den häufigen Perspektivwechseln nicht so ganz glücklich war. Beim Lesen habe ich mich so zwar definitiv nie gelangweilt, aber das ständige hin und her zwischen neuen Handlungsbröckchen hat mich doch irgendwann ein kleines bisschen angestrengt.

Was mir an dieser Erzählweise gleichzeitig aber doch wieder ganz gut gefallen hat, war die vergleichsweise überdurchschnittlich verwendete Inneneinsicht in die einzelnen Figuren. So hat man definitiv jede Menge Gedanken und Emotionen miterlebt, was ich grundsätzlich immer gut finde. Was vermutlich den Hauptteil der Spannung tragen sollte, hat auf mich an dieser Stelle aber leider weniger wie ein Psychothriller und teils einfach mehr wie eine Charakterstudie gewirkt, was aufgrund des dann aber doch recht solide gestalteten Spannungsbogens irgendwo auch schon wieder interessant zu lesen war.

Schlussendlich hat mir das Buch insgesamt schon sehr gut gefallen, so sehr wie andere Psychothriller in meinem Regal hat mich diese Geschichte dann aber doch nicht mitgerissen oder verstört, was zu Abwechslung aber auch mal ganz interessant zu lesen war und für mich persönlich keinen Weltuntergang dargestellt hat.


Fazit
Auch wenn ich mir für diese Geschichte doch noch ein Prise mehr Psychothriller gewünscht hätte, konnte mich die Handlung an sich doch gut unterhalten. Spannungstechnisch war dieses Buch auf jeden Fall sehr interessant gemacht, was jedoch gleichzeitig auch ein kleines bisschen Offenheit beim Lesen erfordert.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2022

Ein bisschen Urlaubsfeeling in Südfrankreich

Wo die wilden Kräuter blühen
0

Meine Meinung
Als großer Frankreich-Fan ist es für mich fast schon unausweichlich, mich auf so ziemlich alles zu stürzen, was auch nur irgendwie mit meiner liebsten Region zu tun hat, und sei es auch nur ...

Meine Meinung
Als großer Frankreich-Fan ist es für mich fast schon unausweichlich, mich auf so ziemlich alles zu stürzen, was auch nur irgendwie mit meiner liebsten Region zu tun hat, und sei es auch nur im literarischen Rahmen.

So richtig ersichtlich war für mich tatsächlich nur anhand des Klappentextes irgendwie nicht, worauf dieses Buch schlussendlich hinauslaufen würde. Die Stichwörter haben natürlich gewisse Assoziationen bei mir ausgelöst, die Mischung aus Selbstfindung, Reisebericht und Landschaftsstudie hat mich dann aber tatsächlich ein kleines bisschen überrascht.

Im Großen und Ganzen muss ich nach dem Lesen dieses Buches tatsächlich sagen, dass ich fast ein bisschen indifferent zum Inhalt bin. Grundsätzlich bin ich sehr schnell in einen angenehmen Lesefluss gekommen, weshalb ich das Buch dann auch recht schnell beendet habe. So richtig abgeholt hat mich der Inhalt dann aber leider nicht, denn auch wenn ich die Umsetzung wirklich nett fand, wurde ich beim Lesen nicht unbedingt vor Begeisterung umgerissen.

Insgesamt fand ich das Buch sehr ansprechend gemacht, man muss meiner Meinung nach aber wirklich etwas für das französische Lebensgefühl übrigen haben, um aus dieser Lektüre einen Mehrwert ziehen zu können und nicht vielleicht doch eher beim Lesen enttäuscht zu werden.


Fazit
Als Frankreich-Fan hat es mir auf jeden Fall Spaß gemacht, einen kleinen Ausflug in meine Lieblingsregion zu unternehmen. Landschaft, Menschen und Lebensgefühl kann man sich anhand der Beschreibungen wirklich gut vorstellen, ob das allerdings die passende Lektüre für jeden Leser ist, halte ich dann doch für eher unwahrscheinlich.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 25.10.2022

Interessantes Setting mit eher unsympathischen Charakteren

The School for Good and Evil, Band 1 - Es kann nur eine geben. Filmausgabe zur Netflix-Verfilmung
0

Worum geht’s?
Alle vier Jahre verschwinden in dem Dorf, in dem Sophie und Agatha leben zwei Kinder. Auch die beiden Freundinnen werden ausgewählt, um auf der Schule der Guten und der Schule der Bösen auf ...

Worum geht’s?
Alle vier Jahre verschwinden in dem Dorf, in dem Sophie und Agatha leben zwei Kinder. Auch die beiden Freundinnen werden ausgewählt, um auf der Schule der Guten und der Schule der Bösen auf ihre zukünftige Rolle in einem Märchen vorbereitet zu werden. Sophie träumt schon lange davon, endlich eine Prinzessin zu werden – und wird bitter enttäuscht, als ausgerechnet Agatha ihren Traum leben darf. Als sich Agatha dann jedoch sicher ist, dass die beiden gar nicht erst auf der Märchenschule hätten landen sollen, ist das Chaos perfekt – denn Sophie ist nicht bereit, ihren großen Traum so schnell aufzugeben.


Meine Meinung
Dass diese Reihe nun schon ein paar Jährchen älter ist, war mir beim Lesen tatsächlich gar nicht so richtig bewusst. Als ich dann aber ein kleines bisschen recherchiert habe, kamen mir die alten Cover doch bekannt vor – auch wenn ich die Geschichte selbst noch nicht gelesen hatte.

So richtig überzeugt hat mich diese Neuauflage leider ehrlich gesagt nicht, was meiner Meinung nach vor allem an den Protagonisten und ihrem Verhalten lag. Vor ein paar Jahren hätte ich mich vermutlich noch nicht ganz so sehr an Oberflächlichkeiten und eher stereotypischen Darstellungen gestört, mittlerweile fand ich es dann aber doch ein wenig anstrengend zu lesen, wie absurd teils Optik und Charakter gegeneinander abgewogen werden und wie wenig Neues damit in die Handlung einfloss.

Auch das Magiesystem habe ich mir ehrlich gesagt ein bisschen beeindruckender vorgestellt, denn der Klappentext klang definitiv sehr vielversprechend. Die Umsetzung hat dann in meinen Augen aber nach einer Menge Chaos und teils eher vergessen wirkenden Erzählsträngen recht schnell die Strukturen eines klassischen Märchens angenommen, was mich auf Dauer leider nur wenig überraschen oder gar fesseln konnte. Jüngere Leser mag das vielleicht eher überzeugen, ich persönlich hatte aber leider nur wenig Lust darauf, Sophie und Agatha weiterhin zu begleiten und die Reihe tatsächlich zu beenden.


Fazit
Meiner Meinung nach hatte diese Reihe auf jeden Fall ein gewisses Potenzial, das mit dieser Umsetzung aber leider wirklich nicht ausgeschöpft wurde. Wer sich an einfach, teils aber auch ganz schön chaotisch gestalteten Erzählsträngen und eher flachen, klischeehaft angelegten Charakteren nicht oder nur sehr wenig stört, dem könnte dieses Buch und möglicherweise auch die Folgebände der Reihe gut gefallen.

Von mir gibt es dafür aber lediglich knappe zwei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere