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Veröffentlicht am 20.10.2022

Spannende Grundidee mit kleineren Längen

The Atlas Six
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Worum geht’s?
Was wäre, wenn die Bibliothek von Alexandria nie wirklich abgebrannt wäre? Seit sich das Wissen der Welt lediglich im Verborgenen verbreitet, werden alle zehn Jahre die sechs talentiertesten ...

Worum geht’s?
Was wäre, wenn die Bibliothek von Alexandria nie wirklich abgebrannt wäre? Seit sich das Wissen der Welt lediglich im Verborgenen verbreitet, werden alle zehn Jahre die sechs talentiertesten Magier dieser Generation ausgewählt, um genau dieses Wissen zu erwerben. Einer der Anwärter wird das Auswahlverfahren jedoch nicht überleben – und zwischen Macht, Magie und Intrigen ist es gar nicht so einfach, dem Tod zu entgehen.


Meine Meinung
Der Hype um dieses Buch ist natürlich auch an mir nicht vorbeigegangen, weshalb ich wirklich gespannt darauf war, ob mich die Umsetzung dieser Geschichte überzeugen würde.

Wirklich gut gefallen hat mir beim Lesen der Weltenbau, auch wenn insbesondere zu Beginn der Handlung eine dermaßen große Menge an Informationen auf den Leser einprasselt, dass ich stellenweise aufpassen musste, den Faden nicht zu verlieren. Ein paar Längen gingen leider ebenfalls mit diesen kleineren Infodumps einher, was in meinen Augen insgesamt aber noch zu ertragen war.

Der Aufbau des magischen Systems hat mich tatsächlich ein wenig überrascht, was vermutlich aber vor allem daran gelegen hat, dass ich von Physik so gar keine Ahnung habe und trotzdem gespannt darauf war zu erfahren, wie und warum diese Welt eigentlich funktioniert. Die Umsetzung dieser Einführung hätte für meinen Geschmack gerne noch ein wenig mehr Tempo haben dürfen, denn grundsätzlich spannend war der Handlungsbogen auf jeden Fall.

Ausgleichen konnten das für mich aber zum Glück die durchaus sehr interessant gestalteten Figuren, die ich mit kleineren Ausnahmen wirklich gerne begleitet habe. Lediglich die beiden Protagonisten Libby und Nico sind mir ehrlich gesagt eher auf die Nerven gegangen, was die anderen Figuren und ihre Geschichten für mich daher umso ansprechender gemacht und meine Vorfreude auf Band zwei der Reihe tatsächlich hoch gehalten hat.


Fazit
Ein kleines bisschen überrascht hat mich dieses Buch tatsächlich, wobei ich durchaus verstehen kann, weshalb die Sogwirkung beim Lesen einen Hype um die Geschichte ausgelöst hat. Zu einhundert Prozent begeistern konnte mich die Umsetzung zwar nicht, denn dafür gab es dann doch ein paar Kleinigkeiten zu viel, die mich ein wenig gestört haben. Nichtsdestotrotz bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und freue mich schon jetzt darauf, erneut in diese Welt eintauchen zu können.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.10.2022

Grundsätzlich spannend, aber insgesamt zu schleppend erzählt

Die Cellistin
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Worum geht’s?
Der plötzliche Tod des ehemals reichsten Mannes Russlands in seinem Londoner Exil lässt Gabriel Allon misstrauisch werden. Obwohl das britische MI6 keinen Anlass zu weiteren Ermittlungen ...

Worum geht’s?
Der plötzliche Tod des ehemals reichsten Mannes Russlands in seinem Londoner Exil lässt Gabriel Allon misstrauisch werden. Obwohl das britische MI6 keinen Anlass zu weiteren Ermittlungen sieht, lässt die Sache Gabriel keine Ruhe – und während er weiter ermittelt, begibt er sich selbst immer tiefer in einen Strudel aus organisierter Kriminalität und Intrigen, die bis weit nach Russland zurück reichen.


Meine Meinung
Nach mehr als zwanzig Bänden in eine Reihe einzusteigen, mag auf den ersten Blick relativ unmöglich klingen – ist hier aber überraschenderweise tatsächlich machbar. Beim Lesen hatte ich nicht das Gefühl, großartig etwas verpasst zu haben oder zunächst alle zwanzig Vorgängerbände lesen zu müssen.

Die Geschichte selbst hatte in meinen Augen durchaus eine Menge Potenzial, die Umsetzung hat mich aber leider nicht so wirklich überzeugt. Obwohl die Ausgangslage wirklich spannend war und zumindest meiner Meinung nach einen durchaus temporeichen Thriller versprochen hat, war ich beim Lesen leider eher weniger begeistert.

Die Menge an Figuren und Namen hat es mir persönlich nicht ganz leicht gemacht, mich in der Handlung zu orientieren. Warum die Bezeichnungen der einzelnen Charaktere so häufig wechseln mussten, hat sich mir bis zum Ende der Geschichte nicht ganz erschlossen, weshalb zumindest ich beim Lesen auch kaum wirklich abschalten konnte.

Ebenfalls nicht ganz gelungen fand ich die Umsetzung der aktuellen Bezüge, die in die Handlung des Buches eingewoben wurden. Im Grunde hätte man hier ganz spannende Parallelen finden können, in meinen Augen wurde hier jedoch zu viel auf Klischees und Stereotype zurückgegriffen, was mich beim Lesen das ein oder andere Mal mit dem Kopf hat schütteln lassen und die Geschichte einfach nicht wirklich bereichert hat.


Fazit
Ich persönlich hätte mir von diesem Buch einfach etwas mehr erhofft, als schlussendlich geliefert wurde. Das Potenzial war zwar da, ausgeschöpft wurde es aber definitiv nicht, was ich einfach sehr schade fand. Fans der Reihe werden bei diesem Buch sicherlich auf ihre Kosten kommen, mich persönlich hat die Umsetzung der Geschichte aber leider weniger begeistert, als ich gehofft hatte.

Von mir gibt es dafür knappe drei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.10.2022

Etwas schwächer als die Vorgängerbände

Feindesopfer
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Worum geht’s?
Der Tod eines erfolgreichen finnischen Geschäftsmannes scheint die Mordkommission um Jusuf zunächst vor kein allzu großes Rätsel zu stellen, denn seine unternehmerischen Entscheidungen haben ...

Worum geht’s?
Der Tod eines erfolgreichen finnischen Geschäftsmannes scheint die Mordkommission um Jusuf zunächst vor kein allzu großes Rätsel zu stellen, denn seine unternehmerischen Entscheidungen haben ihm nicht nur Freunde beschert. Als dann jedoch private Fotos die Ermittlungen in eine ganz neue Richtung lenken, rufen diese ausgerechnet auch Jessica Niemi auf den Plan – und die hat noch immer mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen.


Meine Meinung
Als großer Fan der Reihe um Jessica Niemi habe ich mich natürlich sehr auf das Erscheinen des dritten Bandes gefreut – und wurde beim Lesen tatsächlich ein kleines bisschen von der Umsetzung überrascht.

Schreibstil, Gestaltung und Erzählstil passen zwar zur bisherigen Aufmachung der Reihe, Ermittlerin Jessica steht hier aber etwas weniger im Fokus, als das in den Vorgängerbänden der Fall war. Grundsätzlich interessant fand ich beim Lesen, dass mich diese Perspektivverschiebung nicht mal wirklich gestört hat.

Einer der Gründe dafür dürfte sicherlich auch gewesen sein, dass die eigentlich als Trilogie angelegte Reihe doch noch eine Aussicht auf Fortsetzung hat, was sich für mich beim Lesen weniger nach Abschied angefühlt und neue Töne weniger abschreckend auf mich hat wirken lassen.

Gut gemacht fand ich grundsätzlich den Spannungsbogen und die Verknüpfung der Erzählstränge, die mir im ersten Moment ein wenig Sorge bereitet haben. Jusuf als Ermittler in den Vordergrund zu stellen, war für mich interessant zu verfolgen, Jessicas eigene Ermittlungen daneben haben mich aber glücklicherweise ebenso interessiert, weshalb ich nicht das Gefühl hatte, mich auf einmal mit einer völlig neuen Figur beschäftigen zu müssen.

Der einzige Punkt, der mich bei dieser Geschichte dann aber so ein wenig gestört hat, war tatsächlich der Fokus, der dieses Mal auf die Beziehungen der Figuren gelegt wurde. Ein wenig Privates haben zwar auch die beiden vorherigen Fälle in die Handlung eingesponnen, was allerdings auch schon alleine durch Jessica als Protagonistin nicht wirklich zu vermeiden gewesen wäre. Hier hatte ich allerdings so ein wenig das Gefühl, dass man unbedingt einige Punkte abarbeiten wollte, die in einem Thriller meiner Meinung nach nicht unbedingt zum Vorwärtskommen des Plotts von Nöten gewesen wären.


Fazit
Auch wenn ich die beiden Vorgänger dieses Buches ein kleines bisschen stärker gemacht fand, freut mich die Aussicht auf weitere Bände mit den Figuren jetzt schon. Als Fan von Max Seeck lohnt sich dieses Buch einfach grundsätzlich, was die Kombination aus finnischem Thriller und intelligent gesponnenen Intrigen seht spannend zu lesen macht.

Von mir gibt es dafür viereinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 11.09.2022

Eher enttäuschende Umsetzung

72 Stunden - Fürchte die Stille
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Worum geht’s?
Als ihr Sohn kurz vor Weihnachten spurlos verschwindet, ist Moderatorin Bea am Boden zerstört. Auf einem dreitägigen Schweigeseminar will sie wieder zu sich selbst finden und das Erlebte ...

Worum geht’s?
Als ihr Sohn kurz vor Weihnachten spurlos verschwindet, ist Moderatorin Bea am Boden zerstört. Auf einem dreitägigen Schweigeseminar will sie wieder zu sich selbst finden und das Erlebte verarbeiten – doch auf dem abgelegenen Schloss ereignen sich schon bald seltsame Dinge, die Bea nicht nur ihren eigenen Verstand, sondern auch ihr Sicherheitsgefühl in Frage stellen lassen.


Meine Meinung
Bei diesem Buch bin ich in meiner Meinung wirklich sehr zwiegespalten, denn so oft wie ich mich über Spannung und interessante Wendungen gefreut habe, mindestens genauso häufig gab es Momente, in denen ich einfach nur noch mit dem Kopf schütteln konnte und das Buch zur Seite legen wollte.

Der Schreibstil war zunächst einmal recht angenehm zu lesen, stellenweise vielleicht etwas kurz gehalten aber dabei immer noch kein Hindernis für meinen Lesefluss. Auch der Einstieg in die Geschichte ist mir an sich recht leicht gefallen, da ich nach den ersten Kapiteln wirklich gerne wissen wollte, wie es mit Protagonistin Bea und den Geheimnissen um das Verschwinden ihres Sohnes weitergeht.

Meine ersten Schwierigkeiten hatte ich dann leider recht schnell mit Bea, die mir leider irgendwie bis zum Schluss der Geschichte nicht so richtig greifbar vorkam. Ihr Handeln war stellenweise sehr naiv und irgendwie zu offensichtlich zugunsten des Spannungsbogens konstruiert, was mir persönlich beim Lesen die Spannung so ein wenig kaputt gemacht hat.

Auch die Menge der im Verlauf der Handlung auftauchenden Toten hat mich irgendwann ein wenig zwiegespalten zurückgelassen, da es durchaus Stellen gab, die mich wirklich in Atem gehalten haben, ich gleichzeitig aber auch hin und wieder das Gefühl hatte, dass einige Wendungen, Verdächtige und Todesfälle ein wenig zu viel des Guten und der Authentizität des Spannungsbogens nicht wirklich zuträglich waren.

Die Auflösung hat dann leider auch eher nicht dazu beigetragen, mich so wirklich von der Geschichte zu überzeugen. Irgendwo kann ich durchaus verstehen, was der Autor an dieser Stelle bewirken wollte, richtig erfolgreich konstruiert und überzeugend ausgearbeitet fand ich diese Umsetzung aber leider nicht, was das Buch insgesamt leider hinter meinen Erwartungen zurückbleiben lässt.


Fazit
Auch wenn ich mir eindeutig mehr von dieser Geschichte erhofft hatte, hatte das Buch doch auch seine starken Momente. Weitere Werke des Autors haben sicherlich noch Entwicklungspotenzial, weshalb ich die hier eher enttäuschende Umsetzung mit Blick in die Zukunft hoffentlich ein wenig besser verschmerzen kann.

Von mir gibt es dafür knappe drei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 30.08.2022

Nette Liebesgeschichte vor tollem Setting

Die Liebe fliegt, wohin sie will
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Worum geht’s?
Cleo ist mit ihrem Job und ihrem Leben in Berlin absolut zufrieden und hat nicht vor, daran in Zukunft irgendetwas zu ändern. Als sie jedoch dazu gezwungen ist, auf einem Biobauernhof in ...

Worum geht’s?
Cleo ist mit ihrem Job und ihrem Leben in Berlin absolut zufrieden und hat nicht vor, daran in Zukunft irgendetwas zu ändern. Als sie jedoch dazu gezwungen ist, auf einem Biobauernhof in der französischen Bretagne auszuhelfen, steht nicht nur ihr Alltag plötzlich auf dem Kopf, sondern auch all ihre Prinzipien – denn so sehr sie das Stadtleben auch liebt, bei Biobauer Finn schlägt ihr Herz so schnell, dass sie gar nicht mehr so sicher ist, was sie eigentlich vom Leben will.


Meine Meinung
Als großer Frankreich-Fan habe ich praktisch keine Chance, wenn eine Geschichte vor meinem liebsten Setting spielt – und auch bei diesem Buch konnte mich die Tatsache nicht abhalten, dass mir bisherige Bücher der Autorin leider nicht so wirklich gefallen haben.

Wirklich positiv überrascht hat mich hier, dass mir Setting und Protagonisten auf Anhieb sympathisch waren. Beim Lesen bin ich diesmal auf keine meiner üblichen Kritikpunkte gestoßen, was mir wirklich viel Spaß gemacht hat.

Cleo konnte ich als Figur sehr gut verstehen, ihre Beweggründe, ihre Kindheit und ihre innere Zerrissenheit wurden in meinen Augen sehr authentisch dargestellt und haben es mir leicht gemacht, mit ihr mitzufühlen. Bei Finn hat mir leider so ein wenig die Tiefe in seinem Charakter gefehlt, da man für meinen Geschmack einfach ein bisschen zu wenig über ihn erfährt, um ihn wirklich gut einschätzen zu können. Die Beziehung der beiden hat sich dementsprechend auch nicht ganz ideal für mich entwickelt, da mir einfach ein Gefühl der Authentizität gefehlt hat. Nach einem Sommer von der großen Liebe zu sprechen, ist für mich ehrlich gesagt eine etwas überstürzte Entwicklung, die für mich einfach nicht so richtig gepasst hat.

Die Entwicklung der Beziehung zwischen den Protagonisten war leider auch der Punkt, der mich schlussendlich doch ein wenig an dieser Geschichte gestört hat. Sowohl beim Lesen, als auch beim Hören des Hörbuchs hatte ich irgendwie das Gefühl, die beiden mehr zu beobachten als wirklich mitzufühlen, wie sie sich langsam näher kommen. Wirklich mitgerissen hat mich das leider einfach nicht, und bei einem eher leicht gehaltenen Sommerroman finde ich das dann doch eher enttäuschend.


Fazit
Auch von einem netten Roman für zwischendurch hätte ich mir eine etwas berührendere Entwicklung der Beziehung zwischen den Protagonisten gewünscht, was insgesamt zwar kein völliger Reinfall für mich war, aber insgesamt doch besser hätte umgesetzt werden können.

Insgesamt gibt es dafür drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere