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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2026

Bekanntes Schema mit nettem Schreibstil

Bachelorette Party
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Worum geht’s?
Eigentlich wollten Anneliese und ihre Freundinnen lediglich ihren Junggesellinnenabschied auf einer kleinen Schäreninsel feiern. Ihre Freundin Tessa ist jedoch nicht nur Journalistin, sondern ...

Worum geht’s?
Eigentlich wollten Anneliese und ihre Freundinnen lediglich ihren Junggesellinnenabschied auf einer kleinen Schäreninsel feiern. Ihre Freundin Tessa ist jedoch nicht nur Journalistin, sondern auch fest entschlossen, einen mysteriösen Vermisstenfall, der sich vor zehn Jahren auf der Insel ereignet hat, aufzuklären. Zwischen Yoga und Sektfrühstück tun sich plötzlich Abgründe auf – und die Freundinnen können sich nicht mehr sicher sein, wer nicht vielleicht doch ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt.


Meine Meinung
Das Szenario dieser Geschichte war für mich zwar ehrlicherweise nichts Neues mehr, bei spannenden Plottwists muss das Rad für mich aber tatsächlich auch gar nicht unbedingt neu erfunden werden, um beim Lesen richtig Spaß zu machen. Dieses Buch hat mich trotz der eigentlich sehr vielversprechenden Ansätze dann aber leider eher ein bisschen enttäuscht, auch wenn ich durchaus Potenzial für diese Autorin sehe.

Gut gefallen hat mir nämlich bis zum Schluss vor allem der Schreibstil, der die Defizite bei Handlungs- und Spannungsbogen für mich zumindest etwas ausgeglichen hat. Nichtsdestotrotz hat mich vor allem gestört, wie lange es insgesamt gedauert hat, bevor überhaupt wirklich etwas passiert.

Das Setting der Schäreninseln hat mir zwar gut gefallen, den insbesondere durch die sehr detaillierten Beschreibungen findet man sich sehr gut zurecht und kann sich sehr bildlich vorstellen, wo sich die Handlung eigentlich abspielen soll. Mit der Zeit wurden mir die Beschreibungen und relativ belanglosen Ereignisse aber leider etwas zu viel des Guten, denn wirkliche Beklemmung oder ein Gefühl von Bedrohung wollte sich bei mir dadurch überwiegend nicht einstellen.

Auch die Figuren waren meiner Meinung nach etwas zu viele, um mich wirklich emotional auf die unterschiedlichen Charaktere einlassen zu können. Besonders viel Raum konnten die einzelnen Figuren dabei ohnehin nicht einnehmen, mir persönlich fiel es so dann allerdings auch eher schwer, mich überhaupt näher mit ihnen beschäftigen zu wollen.

Somit stand ich schlussendlich vor dem Dilemma, dass ich zwar bis zur Auflösung durchhalten wollte und das Buch nicht in irgendeine Ecke gepfeffert habe, gleichzeitig aber nicht ganz so viel Freude beim Lesen hatte, wie ich es bei einer etwas anderen Umsetzung vielleicht hätte haben können. Für mich persönlich muss definitiv nicht das Rad neu erfunden werden, um eine unterhaltsame Zeit beim Lesen zu verbringen, diese Geschichte wurde mir aber ehrlicherweise zu vorhersehbar und mit zu wenig Spannung erzählt, um mein Interesse wirklich langfristig binden zu können.


Fazit
Auch unabhängig von der Verwandtschaft der Autorin halte ich sie durchaus für talentiert, dieses Buch war für mich aber leider nicht ganz so überzeugend, wie ich es mir gewünscht hätte. Das volle Potenzial der Geschichte sehe ich daher ehrlicherweise nicht ausgeschöpft, anderen Büchern der Autorin würde ich aber trotzdem noch eine Chance geben wollen.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 14.07.2026

Cozy Crime vor gemütlicher Kulisse

Mord in der Pension Möwennest
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Worum geht’s?
Nachdem Nora nach dreißig Jahren ihren Orden verlassen hat und zurück in die normale Welt gekehrt ist, untersucht sie das rätselhafte Verschwinden ihrer ehemaligen Novizin Frieda. Deren letzter ...

Worum geht’s?
Nachdem Nora nach dreißig Jahren ihren Orden verlassen hat und zurück in die normale Welt gekehrt ist, untersucht sie das rätselhafte Verschwinden ihrer ehemaligen Novizin Frieda. Deren letzter Brief führt Nora in die Pension Möwennest – und dort nicht nur auf die Spur eines mysteriösen Vermisstenfalls, sondern auch auf die eines Mordes, der Noras vollstes Ermittlungsgeschick fordert.


Meine Meinung
Jess Kidd ist definitiv eine Autorin, die ich in so ziemlich jedem Genre lesen würde. Auch hier habe ich mich schon sehr auf das Buch gefreut, und das sogar, obwohl ich bei Cozy Crime mittlerweile eigentlich kein allzu großer Fan mehr bin.

Das gemütliche Setting hat hier aber definitiv nicht für Langeweile gesorgt, was mich persönlich sehr positiv überrascht hat. Auch wenn ich zu Beginn ehrlicherweise nicht direkt einen Zugang zu Geschichte und Figuren gefunden habe, mochte ich diesen typisch britischen Flair sehr gerne, was mich dann auch recht schnell dazu motiviert hat, weiterzulesen.

Die Figuren und ihre Konstellationen waren definitiv ein bisschen schräg, dabei aber immer noch charmant genug, um beim Lesen durchaus Spaß zu machen. Wahnsinnig viel Spannung im klassischen Sinne kommt dabei zwar nicht unbedingt auf, was ja allerdings auch gar nicht der Anspruch der Geschichte ist. Darüber hinaus hat es wirklich viel Spaß gemacht, die unterschiedlichen Geheimnisse der Figuren aufzudecken und mit zu rätseln, wie denn nun welche Zusammenhänge überhaupt zustande gekommen sind.

Fans von gemütlichen Kriminalgeschichten mit Küstensetting werden hier daher sicherlich voll auf ihre Kosten kommen, insbesondere weil dieser Reihenauftakt noch weitere Geschichten verspricht. Für mich hat dieses Buch wieder einmal bestätigt, warum Jess Kidd definitiv zu meinen Lieblingsautorinnen zählt, weshalb ich schon sehr gespannt auf ihr nächstes Buch bin.


Fazit
Jess Kidd habe ich auch hier wirklich gerne gelesen, was in meinen Augen definitiv für die Autorin und ihre Vielseitigkeit spricht. Selbst wenn man eigentlich kein Cozy-Crime-Fan ist, kann dieses Buch definitiv unterhalten, weshalb es sich meiner Meinung nach lohnt, auch hier einmal ein wenig über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 13.07.2026

Untreue ist keine Second-Chance-Romance

Kiss the Right Bride
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Worum geht’s?
Als Konditorin kann June ihre Leidenschaft für Romantik und Torten perfekt in die Hochzeitsagentur, die sie gemeinsam mit ihren Freundinnen betreibt, investieren. Die Hochzeit der Tochter ...

Worum geht’s?
Als Konditorin kann June ihre Leidenschaft für Romantik und Torten perfekt in die Hochzeitsagentur, die sie gemeinsam mit ihren Freundinnen betreibt, investieren. Die Hochzeit der Tochter des zukünftigen Bürgermeisters verspricht, ihrer Karriere den entscheidenden Schub zu verpassen – wäre da nicht der Bräutigam, der June vor Jahren das Herz gebrochen hat und es trotzdem noch immer zum Stolpern bringen kann.


Meine Meinung
Second-Chance-Romance hat in meinen Augen definitiv das Potenzial, berührende Liebesgeschichten hervorzubringen. In den Fällen, in denen das Ende der ersten Beziehung nicht auf Gewalt, Untreue oder ähnlichen Gründen basiert, lese ich diesen Trope daher auch wirklich gerne, hier wurde ich jedoch ehrlicherweise schon recht früh einfach nur unglaublich enttäuscht beim Lesen.

Schreibstil und Figuren waren ehrlicherweise bereits zu Beginn des Buches nicht mein Fall, da die Geschichte aber nicht allzu lang war, wollte ich trotzdem wenigstens bis zum Ende durchhalten. Gelohnt hat sich das für mich rückblickend leider nicht, dafür waren meine Kritikpunkte einfach zu zahlreich.

Am offensichtlichsten gestört hat mich definitiv der Aspekt der Untreue, der mich persönlich einfach überhaupt nicht anspricht. Die Umsetzung war darüber hinaus allerdings auch nur wenig durchdacht und kam mir eher hingeschmiert vor, was insbesondere in der fast schon lieblosen Figurengestaltung zum Ausdruck kam. Schon die Beziehung zwischen Ryder und seiner Verlobten kam mir nur wenig authentisch vor, weshalb ich eher den Eindruck hatte, dass nach einem fadenscheinigen Grund gesucht wurde, um die Beziehung zwischen ihm und June wiederaufleben lassen zu können.

Das Knistern zwischen den beiden fand ich beim Lesen jedoch auch nur wenig authentisch, da sich abgesehen von zahlreichen Lügengeschichten und knisternden Szenen eigentlich kaum etwas entwickelt hat, von dem ich behaupten würde, das es eine realistische Chance auf eine Beziehung gehabt hätte. Weder Ryder, noch June reflektieren wirklich, was da eigentlich gerade passiert und kommen so leider nicht an einen Punkt, an dem ich noch irgendein Fünkchen Sympathie für einen der beiden hätte hegen können.

Insgesamt hat mir dieser Auftaktband daher nicht nur das Leseerlebnis ziemlich vermiest, sondern die gesamte Reihe gleich mit. Untreue mit dem Anspruch auf Second-Chance-Romance in Verbindung zu bringen, finde ich persönlich unangebracht und in diesem speziellen Fall darüber hinaus auch einfach nicht angenehm zu lesen.


Fazit
Für mich war dieses Buch definitiv ein absoluter Fehlgriff, was nicht nur an dem mir absolut verhassten Cheating-Trope, sondern auch an den platten Figuren und dem für mich einfach nicht angenehm zu lesenden Schreibstil lag. Die weiteren Bände der Reihe werde ich mir daher definitiv nicht mehr antun, denn hier haben ich leider eindeutig meine Lebens- und Lesezeit verschwendet.

Dafür gibt es (aus Ermangelung an Alternativen) einen Bücherstapel.

Veröffentlicht am 10.07.2026

Spannendes Konzept mit wankelmütiger Umsetzung

Die Schwester des Serienkillers
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Worum geht’s?
Als die Polizei vor Annas Tür steht und ihr berichtet, dass ihr Bruder Henry ein gesuchter Serienmörder sein soll, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Seit ihrer gemeinsamen Kindheit im ...

Worum geht’s?
Als die Polizei vor Annas Tür steht und ihr berichtet, dass ihr Bruder Henry ein gesuchter Serienmörder sein soll, gerät ihre Welt völlig aus den Fugen. Seit ihrer gemeinsamen Kindheit im Heim hatten die beiden keinen Kontakt mehr, doch jetzt lässt seine Mordserie vermuten, dass Anna sein nächstes Opfer sein könnte – und die setzt alles daran, um ihm nicht in die Fänge zu geraten.


Meine Meinung
Das Konzept dieser Reihe finde ich wirklich spannend, auch wenn das Szenario der Familienmitglieder eines Serienkillers eigentlich unglaublich beängstigend ist. Ehrlicherweise muss ich bei diesem Band allerdings leider sagen, dass mir die Umsetzung nicht ganz so gut gefallen hat, wie das bei Band eins oder zwei der Fall war.

Der Schreibstil an sich kam mir hier fast ein wenig schleppend vor, was insbesondere in der ersten Hälfte des Buches dazu geführt hat, dass ich nur unglaublich langsam voran gekommen bin. Wirklich passiert ist relativ lange nichts, was ich auf Dauer einfach etwas zu anstrengend für meinen Geschmack fand.

Kurz nach der ersten Hälfte des Buches konnte ich mich dann zwar schon etwas mehr für die Geschehnisse begeistern, wirklich vom Hocker gerissen war ich da aber schon nicht mehr. Mir persönlich kam das interessantere Tempo leider deutlich zu spät im Buch, weshalb dann ehrlicherweise auch froh war, als ich die Geschichte beenden konnte.

Auch die Auflösung war für mich nicht so sehr der Knaller, wie sie es eigentlich hätte sein sollen. Der Plottwist kam zwar zugegebenermaßen überraschend, wirklich gut gemacht fand ich die Hinführung aber ehrlicherweise nicht. Hätte es zuvor wenigstens ein oder zwei kleine Hinweise gegeben, wäre mir das Ende vermutlich nicht ganz so an den Haaren herbeigezogen vorgekommen, so hatte ich aber leider den Eindruck, dass diese Lösung relativ spontan entstand und der Handlungsbogen aus diesem Grund nicht ganz rund war. Insgesamt mochte ich die Reihe daher zwar gerne, die ersten beiden Bände haben mich aber deutlich mehr angesprochen, als das bei dieser eher schleppenden Umsetzung der Fall war.


Fazit
Für einen Thriller war mir dieses Buch ehrlicherweise nicht spannend und vor allem nicht packend genug geschrieben. Die Idee war zwar durchaus interessant und hatte das Potenzial zu einem absoluten Pageturner, mir persönlich war die Umsetzung dafür aber etwas zu wankelmütig.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel.

Veröffentlicht am 10.07.2026

Mitreißende Idee mit schleppendem Handlungsbogen

Das Dreizehnte Kind
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Worum geht’s?
Als Patentochter des Todes hat Hazel nicht nur die Macht über Leben und Tod, sondern trägt auch die Bürde, eines langen aber einsamen Lebens. Ihre Heilgabe füllt ihren Alltag aus – und bringt ...

Worum geht’s?
Als Patentochter des Todes hat Hazel nicht nur die Macht über Leben und Tod, sondern trägt auch die Bürde, eines langen aber einsamen Lebens. Ihre Heilgabe füllt ihren Alltag aus – und bringt sie in größte Gefahr, als der schwer erkrankte König auf sie aufmerksam wird und sie mitten hinein in einen Strudel aus höfischen Intrigen und Kriegswirren zieht, der ihr Leben vollkommen auf den Kopf stellt.


Meine Meinung
Dieses mehr oder weniger märcheninspirierte Setting war auf jeden Fall ein spannendes Abenteuer, das mich vor allem von der Idee her mitgerissen hat, auch wenn der Handlungsbogen ehrlicherweise nicht ganz so stringent und zielgerichtet war, wie ich mir das eigentlich gewünscht hätte.

Zu Beginn der Geschichte wusste ich ehrlicherweise noch nicht, worauf das Ganze überhaupt hinauslaufen sollte, da Klappentext und tatsächliche Ereignisse nicht so ganz übereingestimmt haben. Die Hinführung zur angekündigten Handlung war dabei zwar grundsätzlich nicht langweilig und auch ziemlich angenehm zu verfolgen, für meinen Geschmack hat dieser Prozess aber leider deutlich zu viel Zeit in Anspruch genommen. Beim Hören habe ich mich so recht lange eher orientierungslos gefühlt, was schlussendlich den Eindruck eines etwas übermäßigen Vorgeplänkels bei mir hinterlassen hat.

Auch die Einführung unwichtiger Figuren hat für mich ehrlicherweise nicht besonders viel Sinn ergeben, da zahlreiche Erwähnungen und Kurzauftritte eigentlich irrelevant für die Geschichte waren und lediglich Masse produziert haben. Darüber hinaus hätte der Handlungsbogen um die mysteriöse Zitterpest eigentlich genug Material geboten, um ein Buch zu füllen, zu diesem Thema wurden die Überlegungen und Behandlungsversuche in meinen Augen dann aber eher knapp gehalten.

Auch hinsichtlich des Worldbuildings hätte ich mir ehrlicherweise noch etwas mehr Details gewünscht, da die Hintergrundgeschichte von Hazel zwar durchaus einiges an Raum eingenommen hat, die Welt in der sie lebt dabei aber leider nicht ganz so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, wie ich es mir gewünscht hätte. Somit bliebt mir schlussendlich nicht besonders viel Klarheit darüber, wie genau diese Welt eigentlich aussieht, auch wenn irgendwo klar war, dass ein gewisser Grad an Inspiration aus einer märchen-ähnlichen Welt stammen könnte.

Insgesamt hat mich das Feeling beim Lesen dieses Buches daher total überzeugen können, die Umsetzung und der Aufbau des Handlungsbogens waren in meinen Augen aber leider nicht ganz so geschickt gewählt, da mich persönlich ein anderer Fokus deutlich mehr interessiert hätte und meinem Spannungsempfinden deutlich zuträglicher gewesen wäre.


Fazit
Die Geschichte an sich hat mir beim Hören wirklich Spaß gemacht, auch wenn ich den Aufbau des Buches ehrlicherweise nicht zu einhundert Prozent gelungen finde. Für die Idee an sich konnte ich mich aber definitiv begeistern, was die Schwächen bei Plot und Logik für mich durchaus etwas ausgeglichen hat.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.