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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2026

Spannendes Jugendbuch mit etwas schwächelndem Ende

Missing Page - Tödliche Worte
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Worum geht’s?
Nachwuchsautorin Antonia Roth kann ihr Glück kaum fassen, als sie einen der heiß begehrten Plätze in einem exklusiven Schreibseminar des berühmten Autors Richard Erwin Giffard ergattern kann. ...

Worum geht’s?
Nachwuchsautorin Antonia Roth kann ihr Glück kaum fassen, als sie einen der heiß begehrten Plätze in einem exklusiven Schreibseminar des berühmten Autors Richard Erwin Giffard ergattern kann. Auf Giffard Manor angekommen schlägt ihre Begeisterung dann jedoch schnell um – denn aus einem simplen Schreibkurs wird ein erbitterter Kampf um das Erbe ihres Gastgebers, den nicht alle der Anwesenden unbeschadet überstehen werden.


Meine Meinung
YA-Krimis standen bisher ehrlicherweise eher weniger auf meiner Leseliste, auch wenn ich durchaus schon einige begeisterte Stimmen über das Genre und auch über dieses Buch im Speziellen gehört habe.

Einstieg und Schreibstil haben mir auch ehrlicherweise überraschend gut gefallen, denn beim Lesen war man wirklich direkt drin in der Geschichte und wollte definitiv wissen, was überhaupt passieren würde. Das erste Drittel der Handlung war dabei für meinen Geschmack fast schon etwas zu harmlos, da man zwar durchaus die ein oder andere mysteriöse Situation erlebt, real aber eigentlich noch überhaupt nichts passiert ist. Langeweile kam dabei zwar nicht direkt auf, ein bisschen mehr Spannung hätte es für mich persönlich aber trotzdem geben dürfen.

Mit dem Fund der Leiche nahm die Geschichte dann definitiv an Tempo auf, auch wenn man als Leser ehrlicherweise ziemlich im Dunkeln darüber gelassen wurde, was tatsächlich passiert sein könnte. Das Geschehen durch die Brille der jugendlichen Protagonisten zu sehen, hat diesen Eindruck bei mir noch verstärkt, auch wenn ich diese Darstellung ehrlicherweise authentischer fand, als das bei einer professionellen, aber unglaubwürdigen Ermittlung der Fall gewesen wäre.

Die Ermittlungen an sich wurden für mich dann ganz ehrlich etwas wirr, da die meisten bahnbrechenden Erkenntnisse recht plötzlich und vor allem in Antonias Kopf zustande kamen. Die Schlussfolgerungen waren dabei teilweise einfach ein wenig an den Haaren herbeigezogen, was für die Auflösung und den großen Plottwist aber vermutlich auch nicht ganz vermeidbar war.

Auch mit den Charakteren habe ich mich nur teilweise anfreunden können, da ich die Auflösung und vor allem die Zusammenhänge zwar wirklich spannend verknüpft fand, die Darstellung der Figuren aber insgesamt leider ein wenig oberflächlich geblieben ist. Gerade zu Beginn konnte ich auch noch nicht unbedingt alle auftretenden Charaktere klar auseinanderhalten, was zwar mit der Zeit besser wurde, mir aber insgesamt nicht ganz so gut gefallen hat, wie ich es mir gewünscht hätte.

Insgesamt hatte ich beim Lesen trotzdem viel Spaß und habe mich nicht gelangweilt, weshalb ich durchaus geneigt wäre, das Genre etwas genauer im Auge zu behalten. Wirkliche Tiefe darf man dabei aber nicht unbedingt erwarten, dafür war die Menge der Figuren und Ereignisse dann doch etwas zu groß.


Fazit
Auch wenn mir persönlich das Ende etwas zu hektisch und die Auflösung dann leicht an den Haaren herbeigezogen war, fand ich das Buch insgesamt wirklich angenehm zu lesen. Der Spannungsbogen war für mich nicht ganz umwerfend, für das Genre aber total angemessen, von daher bin ich schon wirklich gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 15.06.2026

Nicht so stark wie erwartet

Twisted Dreams
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Worum geht’s?
Als der beste Freund ihres Bruders in das Haus direkt neben ihr zieht, ist Ava Cheng fuchsteufelswild. Ein Aufpasser ist das Letzte, was sie gebrauchen kann – auch wenn Alex ihr Herz zum ...

Worum geht’s?
Als der beste Freund ihres Bruders in das Haus direkt neben ihr zieht, ist Ava Cheng fuchsteufelswild. Ein Aufpasser ist das Letzte, was sie gebrauchen kann – auch wenn Alex ihr Herz zum Rasen und ihre Nerven zum Flattern bringt.


Meine Meinung
In gewisser Weise kann ich sehr gut nachvollziehen, warum diese Reihe und insbesondere dieser Auftaktband so sehr im Hype sind. Ich habe mich beim Lesen auf erstaunlich gute Art an die NA-Bücher aus der Zeit ab 2017 erinnert gefühlt, was eine überraschend nostalgische Zeitreise für mich war.

Nichtsdestotrotz fand ich die Geschichte an sich leider nicht ganz so stark, wie ich es durch die vielen positiven Stimmen eigentlich erwartet hätte. Hauptgrund dafür waren leider tatsächlich die Figuren, bei denen ich mir ehrlicherweise doch etwas mehr Authentizität erhofft hätte, als für mich beim Lesen transportiert wurde. Ganz besonders galt das für Ava und Alex, die zwar unglaublich traumatische Hintergrundgeschichten haben, mir aber trotzdem als Charaktere nicht greifbar genug erschienen und deren Mehrdimensionalität ich beim Lesen ehrlicherweise nicht so richtig gefühlt habe. Auch die Nebenfiguren haben für meinen Geschmack noch keine wirklich große Rolle gespielt, was ich angesichts der fortlaufenden Reihe ein bisschen schade fand. Dass das in den nächsten Bänden für die einzelnen Figuren anders sein wird, ist dabei zwar irgendwo ersichtlich, völlig leblos hätte man die Charaktere in diesem Band deswegen meiner Meinung nach aber nicht gestalten müssen.

Auch die Beziehung von Ava und Alex hat mich ehrlicherweise nicht wirklich mitgerissen, da die Anziehung zwischen ihnen nicht wirklich über die reine Optik hinaus ging, dann aber viel zu plötzlich in eine sehr besitzergreifende und fast schon an Besessenheit erinnernde Dynamik umschlug. Diesen plötzlichen Wechsel fand ich leider überhaupt nicht authentisch oder begeisternd, zumal die starke Raffung der Handlung und die vielen, aber unauffälligen Zeitsprünge jeglichen Raum für greifbare Entwicklungen zwischen den beiden kaputt gemacht haben.

Mein Lesespaß wäre daher vor ein paar Jahren sicherlich noch ein bisschen größer gewesen, mittlerweile erwarte ich dann aber leider doch ein wenig mehr Tiefe und eine etwas überzeugendere Entwicklung der Figuren, um von einer Geschichte tatsächlich mitgerissen zu werden. Die Reihe fortsetzen möchte ich trotzdem, auch wenn ich mich zumindest zum jetzigen Zeitpunkt definitiv noch nicht dem Hype um die Geschichte anschließen kann.


Fazit
Auch wenn sich diese Geschichte wirklich flott weg liest und grundsätzlichen Unterhaltungswert hat, fand ich persönlich die Figuren und ihre Beziehung zueinander nur wenig authentisch. Woher der Hype um die Reihe kommt, kann ich daher zwar logisch nachvollziehen, ich selbst bin aber leider nicht ganz so begeistert, wie ich eigentlich gehofft hätte.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 15.06.2026

Keine Vollkatastrophe, aber definitiv auch kein Highlight für mich

Woman Down
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Worum geht’s?
Seit dem katastrophalen Flop ihrer Buchverfilmung hat sich Autorin Petra vollkommen aus der Online-Welt zurückgezogen. Ein Schreiburlaub abseits der Zivilisation soll ihr die nötige Ablenkung ...

Worum geht’s?
Seit dem katastrophalen Flop ihrer Buchverfilmung hat sich Autorin Petra vollkommen aus der Online-Welt zurückgezogen. Ein Schreiburlaub abseits der Zivilisation soll ihr die nötige Ablenkung bringen, um endlich ein neues Manuskript abzugeben – stände da nicht plötzlich Polizist Saint vor ihrer Tür, der geradewegs ihrer Geschichte entsprungen zu sein scheint und nicht nur ihre Kreativität in neuen Schwung versetzt.


Meine Meinung
Dass die Werke von Colleen Hoover nicht nur Fans haben, ist mittlerweile nun wirklich hinlänglich bekannt. Da ich bisher jedoch lediglich eines ihrer Bücher gelesen habe und mir aufgrund dieser Tatsache noch kein abschließendes Urteil bilden wollte, musste ich diesem Buch dann doch eine Chance geben – und bin ehrlicherweise nach dem Lesen auch nicht viel schlauer als vorher.

Grundsätzlich bin ich recht schnell durch das Buch gekommen, auch wenn der Schreibstil kein wirkliches Highlight für mich war. So richtig gestört hat mich das nicht nicht, die Tatsache, dass ich dann jedoch relativ lange keinen wirklich roten Faden oder ein Ziel der Geschichte ausmachen konnte hat es mir dann jedoch schon schwerer gemacht, mein Interesse an der Handlung aufrechtzuerhalten.

Die Handlung selbst fand ich auch leicht befremdlich, da ich ehrlicherweise keinen wirklich romantischen Thriller in den Ereignissen erkennen konnte. Beim Lesen habe ich zwar die ganze Zeit über geahnt, dass da nicht alles mit rechten Dingen zugehen kann, eine tatsächlich bedrohliche Stimmung wollte sich darüber aber eher nicht einstellen. Auch die Wendungen fand ich persönlich ehrlich gesagt nicht besonders geschickt in die Handlung eingebaut, da ein reines Verschweigen und plötzliches Offenbaren von Fakten bei mir einfach kein atemloses Plottwist-Überraschungsmoment auslöst.

Über den reinen Inhalt hinaus fand ich außerdem den Bezug zum Leben der Autorin ein wenig seltsam. Eine Art „Self-Fiction“ zu schreiben, löst bei mir leider eher Fremdscham als Begeisterung aus, weshalb ich zugeben muss, dass ich die kritischen Stimmen zu diesem Buch in gewisser Weise nachvollziehen kann.


Fazit
Auch nach diesem Buch werde ich sicherlich kein allzu großer Fan dieser Autorin, auch wenn ich die Geschichte nicht ganz so schlimm fand, wie zu Anfang befürchtet. Die Grundidee hatte sicherlich irgendwo einen gewissen Charme, meiner Meinung nach wäre es allerdings auch keine Verschwendung gewesen, es bei der Kurzgeschichte, auf der dieses Buch basiert, zu belassen.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel.

Veröffentlicht am 15.06.2026

Düstere Verschwörung mit etwas überzogenem Ende

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Worum geht’s?
Dass der plötzliche Tod einer Energiemanagerin ein Schlaganfall gewesen sein soll, bezweifelt Fabian Risk doch stark, als er ihre schlimm zugerichtete Leiche in einem Waldstück findet. Ein ...

Worum geht’s?
Dass der plötzliche Tod einer Energiemanagerin ein Schlaganfall gewesen sein soll, bezweifelt Fabian Risk doch stark, als er ihre schlimm zugerichtete Leiche in einem Waldstück findet. Ein Zusammenhang mit einem kürzlich erfolgten und weitreichenden Stromausfall erscheint ihm da schon logischer – zumal auch der Stromausfall weitreichendere Folgen hat, als sich Fabian und sein Team vorstellen können.


Meine Meinung
Auch wenn ich die Reihe um Fabian Risk bisher noch nicht kannte, hat mich David Nathan als Sprecher des Hörbuchs definitiv davon überzeugen können, die Geschichte unbedingt hören zu wollen. Meiner Meinung nach sind Vorkenntnisse aus den übrigen Bänden der Reihe auch gar nicht notwendig, um der Handlung folgen zu können, und auch wenn es immer wieder kleine Rückbezüge gab, hatte ich beim Hören nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben oder fehlendes Vorwissen ausgleichen zu müssen.

Die Geschichte an sich fand ich wirklich spannend, da ich generell ein Fan von Verschwörungen und politischen Intrigen in Thrillern bin, vorausgesetzt, sie sind auch wirklich gut umgesetzt. Dieses Buch hätte durchaus ein paar Seiten weniger vertragen können, denn mit über 600 Seiten ist es doch ein ganz schöner Wälzer, grundsätzlich hatte ich jedoch keine Phase, in der mich die Handlung wirklich gelangweilt hätte. Über die Notwendigkeit der Darstellung von Gewalt kann man sicherlich streiten, denn locker und leicht war dieses Buch auf jeden Fall nicht. Die Spannungsmomente insgesamt fand ich jedoch recht gelungen platziert, von daher haben mich die Momente, die mir eigentlich zu viel des Guten waren insgesamt gar nicht mal so sehr gestört.

Mit den Figuren bin ich zu Beginn zugegebenermaßen ein wenig durcheinander gekommen, da die häufigen Perspektiv- und Ortswechsel meiner Orientierung in der Geschichte nicht ganz so zuträglich waren. Mit der Zeit wurde das durchaus besser, weshalb ich die damit einhergehende Dynamik innerhalb der Handlung dann auch deutlich mehr wertschätzen konnte.

Nichtsdestotrotz war der Umfang der Geschichte dann insgesamt doch recht sportlich, auch wenn man die Menge an Verkettungen und Zusammenhänge anders vermutlich gar nicht richtig hätte unterbringen können. Insbesondere die Hinführung zur großen Auflösung war für meinen Geschmack dann aber doch ein wenig zu sehr konstruiert, zumal mich die fast schon beiläufigen Erwähnungen der glücklichen Fügungen in den letzten Kapiteln angesichts der zuvor doch sehr detaillierten Schilderungen eher irritiert haben.


Fazit
Dieses Buch kann man definitiv auch unabhängig von den übrigen Bänden der Reihe lesen oder hören und dabei grundsätzlich gut unterhalten werden. Auf das Maß an Gewalt sollte man dabei aber definitiv vorbereitet sein, denn einen reinen Politthriller findet man hier auf jeden Fall nicht.

Von mir gibt es dafür (und für meinen Lieblingssprecher) knappe vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 11.06.2026

Nichts Halbes und nichts Ganzes

Gemüsepower
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Meine Meinung
Der Titel dieses Buches klang für mich unglaublich vielversprechend, da mich die Idee eines Market Gardens zwar in Kombination mit dem Adjektiv „klein“ eher überrascht, gleichzeitig aber ...

Meine Meinung
Der Titel dieses Buches klang für mich unglaublich vielversprechend, da mich die Idee eines Market Gardens zwar in Kombination mit dem Adjektiv „klein“ eher überrascht, gleichzeitig aber in Hinblick auf alltägliche Praktikabilität auch wirklich angesprochen hat. Die Umsetzung hat dann leider nicht so wirklich meinen Geschmack getroffen, auch wenn die Tipps in diesem Buch nicht grundsätzlich schlecht oder aus der Luft gegriffen sind und sicherlich einen gewissen Mehrwert haben.

Gut gefallen hat mir zunächst die Aufteilung in Jahreszeiten, da man so eine recht klare Struktur verfolgen und das Buch mehr oder weniger ganzjährig einsetzen kann. Auch die Gestaltung an sich war grundsätzlich ansprechend gemacht, was gleichzeitig aber auch ein sehr deutlicher Hinweis auf den Influencer-Hintergrund der Autorin war.

Inhaltlich war ich dann leider nicht ganz so überzeugt, da ich leider eindeutig sagen muss, dass ich schon deutlich bessere Ratgeber zum Thema kleine Gärten und Gartenarbeit in der Hand hatte. Grundsätzlich sind die Tipps und Hinweise zwar weder falsch, noch völlig an den Haaren herbeigezogen, gerade für Gartenanfänger bleiben mir die Ausführungen aber zu oberflächlich, während man mit einem kleinen bisschen an Vorwissen hier eher nichts Neues mehr erfährt.

Die Grundidee dieses Buches war zwar sicherlich nett, der Handlungsspielraum in einem 4500 Quadratmeter großen Marketgarden geht meiner Meinung nach aber leider viel zu sehr an der Lebensrealität des durchschnittlichen Gartenfans vorbei, weshalb ich persönlich eher nicht der Meinung bin, dass das Buch seinen Zweck tatsächlich erfüllt. Meine erste Wahl zum Thema Gärtnern wäre es daher eher nicht, denn reine Optik hilft mir in meinem Alltag und meinem Garten leider nicht praktisch weiter.


Fazit
Die Umsetzung dieses Buches halte ich leider für eher weniger praktikabel, da man als Anfänger sicherlich eher überrollt wird, mit Vorkenntnissen aber gleichzeitig nicht wirklich etwas Neues lernen kann und dabei auch noch in Dimensionen gearbeitet wird, die der Normalverbraucher in seinem Garten gar nicht umsetzen kann. Wirklich gelungen umgesetzt finde ich das Konzept daher leider eher nicht, auch wenn die Gestaltung ganz nett wirkt.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel.