Profilbild von buchgestapel

buchgestapel

Lesejury Star
offline

buchgestapel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit buchgestapel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2025

Ein etwas unbefriedigendes Ende

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
0

Worum geht’s?
Auch anderthalb Jahre nach ihrem plötzlichen Verschwinden gibt es keine Spur von Arts Nachbarin Dana. Als deren Tochter Mila plötzlich in das Visier eines Unbekannten gerät, muss Art alles ...

Worum geht’s?
Auch anderthalb Jahre nach ihrem plötzlichen Verschwinden gibt es keine Spur von Arts Nachbarin Dana. Als deren Tochter Mila plötzlich in das Visier eines Unbekannten gerät, muss Art alles daran setzen, Danas Verschwinden auf den Grund zu gehen – auch wenn er dazu tief in der Vergangenheit graben und eine Menge Staub aufwirbeln muss.


Meine Meinung
Obwohl ich bei Hörbüchern normalerweise immer recht zügig durch eine Geschichte komme, hatte ich bei diesem Buch durchaus meine Schwierigkeiten und musste immer wieder für einige Zeit pausieren, bevor ich mich zum Weiterhören motivieren konnte.

Was mir zunächst noch recht gut gefallen hat, war der Aufbau des Spannungsbogens und die Erklärungen zu den Figuren und Ereignissen, die es auch bei einem so späten Neueinstieg in die Reihe möglich gemacht haben, nicht vollkommen den Faden zu verlieren und sich immer noch in der Handlung orientieren zu können. Mit zunehmendem Fortschritt der Handlung haben sich die Kapitel dann in meiner Wahrnehmung allerdings zusehends in die Länge gezogen, was es mir schwer gemacht hat, konzentriert bei der Sache zu bleiben und mich nicht ablenken zu lassen.

Die Protagonisten Art und Nele als Ermittlungsteam mochte ich trotz der kleineren Längen eigentlich ziemlich gerne, zumindest in Hinblick auf ihren Umgang miteinander. Ihre konstanten Alleingänge und die Abschottung gegen jegliche Einflüsse und Meinungen „von außen“ fand ich mit der Zeit dann allerdings ein kleines bisschen überzogen, insbesondere weil dieses „von außen“ nicht nur direkte Vorgesetzte, sondern auch Neles Partner und den gemeinsamen Sohn einschloss. Dass die beiden scheinbar konsequenzlos schalten und walten konnten, wie es ihnen gerade einfällt fand ich daher etwas unglaubwürdig, auch wenn Eigensinn und Willensstärke sicherlich durchaus Charaktereigenschaften sind, die ich an den Figuren bis zu einem gewissen Grad interessant fand.

Der wirkliche Knackpunkt dieser Geschichte lag für mich daher auch eher in der Entwicklung des Handlungsbogens als in den Figuren, was sich in meinen Augen vor allem zum Schluss des Buches hin bemerkbar gemacht hat. Die Auflösung war zwar definitiv sehr spannend gemacht und konnte mich mit ihren Wendungen überraschen, im Vergleich zu den Längen in den vorhergehenden Kapiteln habe ich das Ende aber leider als etwas hektisch wahrgenommen. Da zumindest bei mir außerdem noch einige Fragen unbeantwortet geblieben sind, kann ich nur auf den nächsten Teil warten und hoffen, dass dieser noch einige Unklarheiten auflösen kann.


Fazit
Auch wenn ich Art und Nele als Ermittlungsduo ziemlich sympathisch fand, konnte mich die Geschichte schlussendlich nicht zu einhundert Prozent überzeugen. Vor allem das Ende war für mich nicht ganz so rund, wie es hätte sein können, was meine Neugierde auf den nächsten Teil der Reihe allerdings trotzdem nicht geschmälert hat.

Dafür gibt es knappe vier Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2025

Ein Jugendbuch, das etwas über das Ziel hinausschießt

Was hast du nur getan?
0

Worum geht’s?
Nach dem plötzlichen Tod eines Mitschülers sollen Cassidy und ihre Freundinnen eigentlich nur die Ohren offen halten, um ein Gespür für die Stimmung in der Schülerschaft zu bekommen. Als ...

Worum geht’s?
Nach dem plötzlichen Tod eines Mitschülers sollen Cassidy und ihre Freundinnen eigentlich nur die Ohren offen halten, um ein Gespür für die Stimmung in der Schülerschaft zu bekommen. Als sich dann jedoch die Hinweise häufen, dass es sich bei diesem Todesfall nicht wie zunächst angenommen um einen Suizid handelt, wird Cassidy hellhörig – und stürzt sich Hals über Kopf in eigene Ermittlungen, um der Sache auf den Grund zu gehen.


Meine Meinung
Auch wenn ich hin und wieder gerne Jugendbücher lese, vor allem solche, bei denen die Zielgruppe nicht das einzige mögliche Publikum darstellt, war diese Geschichte für mich leider eher ein Fehlgriff. Die Grundidee klang dabei zwar noch ganz spannend, die Umsetzung war dann für meinen Geschmack aber deutlich zu sehr drüber, als das ich die Figuren und ihr Handeln wirklich hätte ernst nehmen können.

Die Ausgangslage der Geschichte fand ich zunächst noch recht spannend, da der ungeklärte Tod eines Teenagers auf jeden Fall eine Menge Fragen aufwirft, die man wunderbar auch in einem Jugendbuch bearbeiten kann. Schwierig wurde es für mich dann jedoch bereits mit der Protagonistin und ihrer etwas seltsamen Clique, mit denen ich bis zum Schluss leider absolut nicht warm geworden bin.

Bereits die Ausdrucksweise der Figuren war in meinen Augen definitiv etwas zu sehr darum bemüht, möglichst jugendlich zu klingen, was sich einfach nicht mit meinen Erfahrungen aus dem Umgang mit Jugendlichen deckt. Anderorts mag das vielleicht schon ganz anders aussehen, ich hatte hier aber einfach den Eindruck, dass man sich einfach etwas zu vieler Klischees bedient hat und diese nicht nur bei der Zusammensetzung der Clique der Protagonistin, sondern eben auch bei deren Ausdrucksweise und dem Verhalten sämtlicher Figuren als Maßstab angelegt hat.

Genervt habt mich auch das pseudogangstermäßige Auftreten vieler Figuren, was ich einfach nicht als authentisch wahrnehmen konnte. Brennpunkte haben sicherlich eine ganze Menge Probleme, gar keine Frage, die geläuterte Mädchengang, die durch die Rektorin zur Ermittlungen erpresst wird, eine vollkommen inkompetent erscheinende Polizei und die Menge an Drogen und Konflikten die in diesem Buch eine Rolle spielen waren für mich in der Mischung aber einfach zu bemüht dargestellt, um beim Lesen wirklich spannend auf mich zu wirken.


Fazit
Für mich war dieses Buch leider kein Lesehighlight, da ich weder mit der Handlung, noch mit den Figuren und ihrer Ausarbeitung besonders viel anfangen konnte. Für jüngere Leser mag der Spannungsbogen vielleicht etwas besser funktionieren, im Genre Jugendkrimi und -thriller werde ich mich allerdings eher anderweitig orientieren.

Dafür gibt es knappe zwei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2025

Thematisch ansprechend, grafisch dafür leider nicht

Flimmern
0

Worum geht’s?
Sidney, Nico und Katha haben eigentlich nicht viel gemeinsam – bis auf die Tatsache, dass sie alle auf die ein oder andere Weise noch nicht ihren Platz in der Welt gefunden haben. Als die ...

Worum geht’s?
Sidney, Nico und Katha haben eigentlich nicht viel gemeinsam – bis auf die Tatsache, dass sie alle auf die ein oder andere Weise noch nicht ihren Platz in der Welt gefunden haben. Als die drei bei einer Wanderung den Anschluss an ihre Klasse verlieren, müssen sie zwangsläufig eine Nacht in der Wildnis verbringen – und sind danach unzertrennlich.


Meine Meinung
Comics und Graphic Novels lese ich neben „normalen“ Büchern hin und wieder tatsächlich sehr gerne, was allerdings leider nicht immer ein Glücksgriff für mich ist. Auch in diesem Fall konnte mich die Umsetzung leider nicht ganz so sehr vom Hocker reißen, was ich aufgrund des Potenzials der Geschichte tatsächlich ein bisschen schade finde.

Die Idee an sich hat mir wirklich gut gefallen, da gerade eine etwas jüngere Zielgruppe in meinen Augen definitiv von Figuren profitieren kann, die ihren Platz im Leben noch suchen, älter werden und dabei keine Superhelden mit plötzlich entdeckten, magischen Fähigkeiten sind. Auch Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Erwachsen werden und der Umgang mit wirklich belastenden Problemen finde ich in einem Jugendbuch absolut richtig platziert und daher auch als Vorbildfunktion wichtig für jüngere Leserinnen und Leser.

Was mir dann aber leider überhaupt nicht zugesagt hat, war die Umsetzung der Graphic Novel Abschnitte, die immer wieder zwischen den einzelnen Textanteilen eingestreut wurden. Als Auflockerung der Texte fand ich die Idee eigentlich ziemlich gut, da mir die eher grob gekritzelt wirkende Gestaltung aber leider überhaupt nicht gefallen hat, hatte ich beim Lesen irgendwann einfach deutlich weniger Spaß. Wem der Stil gefällt, wird die Geschichte daher sicherlich mit deutlich mehr Begeisterung lesen, als das bei mir leider der Fall war.


Fazit
Thematisch und inhaltlich mochte ich die Geschichte eigentlich ganz gerne, die Graphic Novel Anteile haben mich in ihrer Umsetzung dann aber leider überhaupt nicht angesprochen. Als rein schriftliches Buch wäre ich daher vermutlich deutlich begeisterter von dem Gesamtpaket gewesen, so funktioniert das Buch für mich aber leider nicht wirklich überzeugend.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2025

Durchschnittliche Geschichte mit holprigem Spannungsbogen

The Darkest Gold – Die Gefangene
0

Worum geht’s?
Als Favoritin von König Midas lebt Auren in einem goldenen Käfig – im wahrsten Sinne des Wortes, denn seit Jahren hat sie weder den Palast, noch dessen für sie zu einem Käfig umgebauten Räumlichkeiten ...

Worum geht’s?
Als Favoritin von König Midas lebt Auren in einem goldenen Käfig – im wahrsten Sinne des Wortes, denn seit Jahren hat sie weder den Palast, noch dessen für sie zu einem Käfig umgebauten Räumlichkeiten verlassen. Erst als politische Spannungen Midas zu einem Besuch im benachbarten Königreich drängen, darf ihm Auren hinterher reisen – und stolpert dabei mitten hinein in ein Netz aus Intrigen, Verrat und Gewalt.


Meine Meinung
Eigentlich bin ich ja ein totaler Fan von Adaptionen und Retellings, egal, ob es dabei um Märchen, Sagen oder Mythen geht. Bei diesem Buch kam dann bereits vor dem Lesen noch dazu, dass ich unglaublich viele begeisterte Stimmen zur Entwicklung der Reihe gehört hatte und daher umso gespannter auf die Umsetzung und den Spannungsbogen war.

Der Schreibstil hat mir zunächst auch noch recht gut gefallen, selbst wenn mir die Sprache für ein durchaus historisch wirkendes Fantasysetting teils recht modern vorkam. Was mich dann aber leider recht schnell hat skeptisch werden lassen, war die eher schleppende Entwicklung des Spannungsbogens, welche mich schlussendlich auch eher enttäuscht als begeistert hat.

Zu Beginn der Geschichte fand ich die Einführung in das Setting noch recht interessant, auch wenn Handlung und Sprache ziemlich derbe waren. Darauf wird zu Beginn des Buches direkt hingewiesen, was ich durchaus legitim finde, wirklich ansprechend fand ich diesen Aspekt der Umsetzung deswegen aber trotzdem nicht.

Je weiter die Handlung dann allerdings voran geschritten ist, desto weniger wusste ich, worum es eigentlich gehen sollte. Ich konnte beim Lesen leider keinen wirklichen roten Faden oder einen großen Konflikt ausmachen, der die Geschichte auf ein klar erkennbares Ziel zuführen sollte. Ernsthaftes Interesse kam bei mir daher leider erst ab der zweiten Hälfte des Buches auf, was mich zwar durchaus neugierig auf den zweiten Teil der Reihe gemacht, gleichzeitig aber leider auch streckenweise immer wieder eher gelangweilt hat.

Meine Schwierigkeiten hatte ich leider auch mit Protagonistin Auren, die ich ehrlich gesagt bis zum Schluss nicht wirklich greifen konnte. Ihre Geschichte und ihre Fähigkeiten interessieren mich zwar grundsätzlich schon, auf emotionaler Ebene schwanke ich aber auch nach dem Lesen noch immer stark zwischen Mitleid und Kopfschütteln, was es mir sehr schwer macht, sie als Figur zu mögen.


Fazit
Auch wenn ich den Einstieg in die Geschichte als eher zäh empfunden habe, bin ich schlussendlich trotzdem gespannt darauf, wie es mit Auren und den vielen möglichen Handlungssträngen weitergeht. Ein deutlicher und erkennbarer roter Faden hätte es mir dabei allerdings wesentlich leichter gemacht, den Spannungsbogen interessierter zu verfolgen, weshalb in meinen Augen noch deutliches Entwicklungspotenzial für die restlichen Bücher der Reihe besteht.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.08.2025

Spannendes Setting mit schwieriger Protagonistin

The Games Gods Play – Schattenverführt
0

Worum geht’s?
Lyra lebt schon seit frühester Kindheit in der Gilde der Diebe, ohne Kontakt zu ihrer Familie, ohne Perspektive und ohne Menschen, die sie lieben – denn seit ihrer Geburt im Tempel des Zeus ...

Worum geht’s?
Lyra lebt schon seit frühester Kindheit in der Gilde der Diebe, ohne Kontakt zu ihrer Familie, ohne Perspektive und ohne Menschen, die sie lieben – denn seit ihrer Geburt im Tempel des Zeus liegt ein Fluch auf ihr, der es unmöglich macht, sie zu lieben. Als sie dann jedoch plötzlich Hades, dem Gott der Unterwelt über den Weg läuft, bietet sich ihr eine einzigartige Chance. Nach Jahrtausenden will der nämlich am Crucible teilnehmen, einem Wettkampf, bei dem die Götter die Herrschaft über den Olymp ausfechten lassen – und im Gegenzug für ihren Sieg, bietet ihr Hades die Chance auf ein Leben, das sie sonst nie kennenlernen würde.


Meine Meinung
Dieses Buch dürfte mit ziemlicher Sicherheit ganz weit oben auf der Leseliste sämtlicher Fans der griechischen Mythologie stehen. Auch ich bin selbstverständlich nicht an dieser Geschichte vorbei gekommen, auch wenn ich eigentlich keine neuen Reihen mehr beginnen wollte.

Zu Beginn der Geschichte fand ich den Erzählfluss noch etwas schleppend, da es einige Zeit gedauert hat, bis die interessanteren Dinge überhaupt passiert sind. Mit Beginn der Spiele hatte ich dann schon deutlich mehr Interesse am Fortgang der Handlung, auch wenn es immer wieder Phasen gab, in denen ich das Buch eigentlich wieder aus der Hand legen wollte.

Grund dafür war vor allen Dingen Protagonistin Lyra, die mir bis zum Schluss der Geschichte leider nicht wirklich sympathisch geworden ist. Das lag in meinen Augen vor allem daran, dass sie die Konsequenzen ihres Fluches deutlich schlimmer eingeschätzt hat, als das überhaupt in der Realität der Fall war und sich aufgrund dieser Fehleinschätzung in eine Opferrolle begeben hat, die überhaupt nicht notwendig gewesen wäre. Darüber hinaus weigert sie sich allerdings auch, an diesem Zustand irgendetwas zu ändern, was ich in Kombination mit ihrer Rolle als plötzliche Heldin auf Dauer leider eher anstrengend als sympathieweckend fand.

Auch die einzelnen Prüfungen des Crucibles fand ich leider nicht ganz so berauschend, da mir der Zusammenhang zu den jeweiligen Göttern gefehlt hat und es im Laufe der Geschichte irgendwie primär um das vorzeitige Ableben der teils kaum auseinander zu haltenden Figuren ging. An diesen Stellen hätte ich mir einen deutlicheren Einfluss der Mythologie gewünscht, um zumindest etwas mehr Spannung in die Handlung zu bringen.

Am interessantesten fand ich daher tatsächlich den Erzählstrang um Hades und Persephone, auch wenn dieser nur angerissen und erst zum Ende der Geschichte überhaupt richtig angesprochen wird. Auch in Bezug auf die Motive für sein Handeln fand ich Hades bisher noch am spannendsten, da die übrigen Götter teils sehr blass und klischeebehaftet dargestellt wurden. Für den nächsten Teil der Reihe hoffe ich daher auf eine deutlichere Charakterentwicklung, damit ich nicht erst zum Schluss der Geschichte echtes Interesse für die Handlung entwickeln kann.


Fazit
Die Idee und das Setting der Geschichte waren auf jeden Fall spannend, bei der Umsetzung war in meinen Augen aber noch deutlich Luft nach oben. Auf den nächsten Band der Reihe bin ich trotzdem schon gespannt, auch wenn das eher an dem Geheimnis um Persephone und weniger an den Figuren und dem Spannungsbogen dieses Buches lag.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere