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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2021

Spannende Grundidee

Der Tod kommt auf Bestellung
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Worum geht’s?
In seinem fünften Fall muss Hauptkommissar Gordon Rabe nicht nur einen Fall von illegalem Organhandel aufklären, sondern gleichzeitig auch noch seine Familie vor den Fängen der russischen ...

Worum geht’s?
In seinem fünften Fall muss Hauptkommissar Gordon Rabe nicht nur einen Fall von illegalem Organhandel aufklären, sondern gleichzeitig auch noch seine Familie vor den Fängen der russischen Mafia bewahren. Als wäre das nicht genug, muss es auch noch ein undichtes Loch in den eigenen Reihen geben – ein Umstand, der nicht nur für Gordon tödliche Folgen haben könnte.


Meine Meinung
Illegaler Organhandel und die russische Mafia – das sind zwei Zutaten, die einen Krimi ganz nach meinem Geschmack versprechen. Insgesamt konnte mich die Geschichte auch – bis auf einen kleinen Kritikpunkt – wirklich begeistern.

Das Team um Gordon Rabe ist ein wirklich interessanter Haufen, dem man auch ohne großartige Vorkenntnisse mit Interesse bei der Ermittlungsarbeit zusehen kann. Die unterschiedlichen Charaktere verpassen der Truppe einen bunten Anstrich, der schon menschlich keine Langeweile aufkommen lässt.

Der Spannungsaufbau an sich hat mir wirklich gut gefallen, da die unterschiedlichen Ermittlungsebenen parallel verlaufen und man trotzdem nie das Gefühl hat, an einer Stelle bewusst mit zu wenigen Informationen zurückgelassen zu werden, um die die Handlung zu verstehen.

Mein einziger Kritikpunkt bezieht sich eigentlich auf die Dialoge, die ich persönlich des Öfteren als nicht ganz natürlich klingend empfunden habe, was auf Dauer ein kleines bisschen unschön zu lesen war.


Fazit
Diese Geschichte beinhaltet jede Menge Spannung, gut recherchierte Themen und ein interessantes Ermittlungsteam, dem man als Leser wirklich gerne bei der Arbeit zusieht.

Dafür gibt es von mir viereinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2021

Spannend mit leichten Schwächen

Die Akte Adenauer
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Worum geht’s?
Kurz vor der zweiten Bundestagswahl in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands wird ein hochrangiger Beamter des BKA ermordet. Philipp Gerber, der dessen Nachfolge antreten soll, wird mit der ...

Worum geht’s?
Kurz vor der zweiten Bundestagswahl in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands wird ein hochrangiger Beamter des BKA ermordet. Philipp Gerber, der dessen Nachfolge antreten soll, wird mit der Aufklärung des Falls beauftragt – und gerät prompt in ein Wirrwarr aus politischen Interessen, Konflikten und Gefühlen, das die junge Bundesrepublik fest im Griff hat.


Meine Meinung
Vor Krimis in historisch bedeutenden Settings habe ich normalerweise immer ein kleines bisschen mehr Respekt, da es nicht jedem Autor immer gelingt, die passende Balance zwischen Kriminalfall und historischen Betrachtungen zu finden. Der Schreibstil liest sich hier aber überwiegend flüssig und hat mich recht schnell in einen angenehmen Flow versetzt. Das Setting wird dabei wirklich anschaulich beschrieben, ohne zu leiernd zu werden oder zu viel Augenmerk auf für die Handlung eigentlich irrelevante Fakten zu legen.

Was der Geschichte jedoch eventuell ganz gut getan hätte, wären mehrdimensionalere Charaktere gewesen. Zu Beginn habe ich das noch auf das frühe Stadium der Handlung geschoben, mit der Zeit hat mir aber doch so ein wenig die Tiefe bei den Figuren gefehlt, was insbesondere bei Protagonist Philipp schade war. Ein wenig seltsam fand ich auch ehrlich gesagt, dass so krampfhaft versucht wurde, eine Liebesgeschichte in der Handlung unterzubringen. Meiner Meinung nach wirkte das irgendwie ein wenig seltsam, und notwendig war es eigentlich auch nicht.

Gut gefallen hat mir dann wiederum die Aussicht auf weitere Bände der Reihe. Hier sehe ich definitiv Potenzial für eine genauere Charakterentwicklung des Protagonisten, die in diesem Buch vielleicht noch nicht ganz so viel Platz gefunden hat, weitere Geschichten aber definitiv spannend machen würde.


Fazit
Wer Krimis, historische Romane oder beides zusammen mag, dem wird dieses Buch auf jeden Fall gefallen. An einigen Stellen hat die Geschichte meiner Meinung nach zwar ein wenig geschwächelt, im Großen und Ganzen konnte sie mich aber wirklich gut unterhalten.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2021

Ein Wechselbad der Gefühle

Like Gravity
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Worum geht’s?
Seit der gewaltsamen Ermordung ihrer Mutter hält Brooklyn andere Menschen lieber auf Abstand. Tiefer gehende Freundschaften oder gar Beziehungen sind ihr fremd, und wenn es nach ihr ginge, ...

Worum geht’s?
Seit der gewaltsamen Ermordung ihrer Mutter hält Brooklyn andere Menschen lieber auf Abstand. Tiefer gehende Freundschaften oder gar Beziehungen sind ihr fremd, und wenn es nach ihr ginge, würde sich daran auch niemals etwas ändern. Als sie dann jedoch wortwörtlich in die Arme von Campusschwarm Finn Chambers stolpert, scheint der es sich zum erklärten Ziel gemacht zu haben, ihre Nähe zu suchen – und seine Hartnäckigkeit geht auch an Brooklyns emotionalen Mauern nicht spurlos vorbei.


Meine Meinung
Bei diesem Buch bin ich tatsächlich ein ganz kleines bisschen unentschlossen bezüglich meiner Bewertung. So im Nachhinein betrachtet fand ich die Geschichte eigentlich nicht schlecht, beim Lesen selbst gab es aber so einige Punkte, über die ich mich doch hin und wieder auch mal aufgeregt habe.

Was mir als einer der ersten störenden Aspekte ins Auge gesprungen ist, war die unglaublich häufige Verwendung des Präteritums in der wörtlichen Rede. Ich persönlich kenne niemanden, der tatsächlich so spricht, und dementsprechend schnell habe ich mich da beim Lesen irgendwie dran gestoßen.

Auch mit der Charakterisierung von Brooklyn konnte ich über lange Zeit hinweg recht wenig anfangen. Nicht jeden ihrer Wutausbrüche konnte ich mir erklären – und das selbst vor dem Hintergrund ihres erlittenen Traumas nicht. Darüber hinaus ist mir mit zunehmendem Fortschritt der Handlung vermehrt aufgefallen, dass die Rückblenden sprachlich immer weniger versucht haben, den Ton der Gedanken- und Gefühlswelt eines sechsjährigen Mädchens zu treffen.

Insgesamt habe ich Brooklyn und Finn als ein sehr intensives Paar wahrgenommen. So starke Gefühle wie bei den beiden, kombiniert mit ihrer jeweiligen traumatischen Vergangenheit kommen mir persönlich aber auch so ein bisschen wie eine Gratwanderung zwischen großer Liebe und toxischer Beziehung vor – und wirklich ideal fand ich das einfach nicht. Im Großen und Ganzen hatte ich nach dem Lesen der Geschichte aber trotzdem irgendwie nicht das Gefühl, einem literarischen Totalausfall begegnet zu sein, was mich angesichts meiner Kritikpunkte selbst vermutlich am meisten verwirrt.


Fazit
Trotz den nicht immer gut gelungenen Aspekte dieser Geschichte konnten mich Brooklyn und Finn sowohl gut unterhalten, als auch Blut und Wasser schwitzen lassen. Ich habe definitiv schon Bücher gelesen, die schlechter waren, das gilt allerdings auch für deutlich gelungenere Geschichten. Insgesamt würde ich Like Gravity als kleines Wechselbad der Gefühle bezeichnen, das sicherlich nicht jedem Leser gefallen wird.

Dafür verteile ich dreieinhalb Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 17.08.2021

Leicht überzogen, aber doch ganz unterhaltsam

Nachrichten von Männern
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Meine Meinung
Die Idee hinter diesem Buch fand ich wirklich witzig, egal wie polarisierend sie auf so manch einen Menschen auch wirken mag.

Den einzelnen Kapiteln konnte man sowohl im Buch, als auch im ...

Meine Meinung
Die Idee hinter diesem Buch fand ich wirklich witzig, egal wie polarisierend sie auf so manch einen Menschen auch wirken mag.

Den einzelnen Kapiteln konnte man sowohl im Buch, als auch im Hörbuch wirklich gut folgen, was gemeinsam mit der eher geringen Seitenzahl für ein wirklich hohes Lesetempo gesorgt hat. Einen netten Nachmittag kann man mit diesem Buch also auch dann verbringen, wenn man eigentlich nur wenig Zeit hat.

Die hier beispielhaft angeführten Konversationen waren meistens wirklich unterhaltsam, auch wenn mir klar ist, dass nicht alle davon auch wirklich witzig gemeint waren. Nach einiger Zeit haben sich manche Witze aber doch ein wenig abgenutzt und ich hatte mitunter das Gefühl, dass irgendwie die Luft aus dem Ganzen raus war, weshalb mich die eher geringe Länge des gesamten Buches an dieser Stelle gar nicht so sehr gestört hat.


Fazit
Nachrichten von Männern ist ein überwiegend unterhaltsames Buch, das man gleichzeitig aber auch nicht zu ernst nehmen sollte. Natürlich ist es überspitzt, und natürlich wird hier viel verallgemeinert – Unterhaltungswert hat das aber trotzdem. Für mich war zwar irgendwann so ein wenig die Luft raus, bei nicht einmal 200 Seiten war das dann aber tatsächlich gar nicht so schlimm.

Von mir gibt es dafür dreieinhalb Bücherstapel.

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  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 16.08.2021

Viel gewollt, nicht ganz so viel geliefert

Bucket List – Nur wer fällt, kann fliegen lernen
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Worum geht’s?
Als Lacey mit Mitte zwanzig erfährt, dass sie sehr wahrscheinlich an Brustkrebs erkranken wird, ist sie schockiert. Sie hatte noch so viel vor – und jetzt steht sie auf einmal vor der schwierigsten ...

Worum geht’s?
Als Lacey mit Mitte zwanzig erfährt, dass sie sehr wahrscheinlich an Brustkrebs erkranken wird, ist sie schockiert. Sie hatte noch so viel vor – und jetzt steht sie auf einmal vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin erstellt sie eine Liste mit Dingen, die sie vor einer möglichen OP noch erleben möchte, und lernt dabei nicht nur sich selbst noch einmal ganz neu kennen.


Meine Meinung
Diese Geschichte hatte wirklich eine Menge vor – was grundsätzlich ja erst einmal nicht schlecht ist. Für meinen Geschmack wurde das Ganze aber irgendwann einfach ein wenig zu viel, um noch überzeugend und nicht zu überladen wirken zu können.

Die Thematik ist ohne Frage wirklich wichtig und hat als zentraler Handlungsbestandteil wirkliches Potenzial. Was mich dann allerdings irgendwann schon arg gestört hat, war die unglaubliche Menge an Begegnungen und Ereignissen, die versucht wurden in diese Geschichte zu pressen.

Ein humorvoller Umgang mit schwierigen Entscheidungen oder Lebensphasen kann unglaublich charmant zu lesen sein, hier konnte ich aber irgendwie weder Zugang zur Handlung, noch zur Protagonistin finden und habe mich auch eher schwer damit getan, all ihren Entscheidungen gedanklich folgen zu können. Darüber hinaus wurde mir irgendwann einfach alles ein bisschen zu viel, zumal der Aspekt der drohenden Entscheidung irgendwie so ein wenig zwischen der Menge an Sex verschwand – hier hätte es für mich ruhig etwas weniger sein dürfen, da ich irgendwann einfach nur noch gedanklich über die Szenen hinweg geflogen bin und nicht das Gefühl hatte, dort wirklichem Inhalt oder relevanten Gedankengängen der Protagonistin zu begegnen.

Was mich außerdem so ein wenig gestört hat, war der etwas langatmige Schreibstil. Zwischenzeitlich dachte ich mir wirklich, dass man einige inhaltslose Abschnitte auch einfach hätte streichen können – künstlich aufgebläht zu werden hat nämlich meiner Meinung nach noch keiner Geschichte gutgetan.


Fazit
In der Theorie hätte das ein wirklich tolles Buch für mich werden können, die Umsetzung hat meiner Meinung nach aber nicht das Potenzial ausgeschöpft, das es eigentlich gehabt hätte. Darüber hinaus waren die witzig gemeinten Szenen in meinen Augen einfach nicht ganz so amüsant, wie sie vermutlich intendiert waren.

Von mir gibt es dafür knapp zweieinhalb Bücherstapel.

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