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Veröffentlicht am 09.03.2026

Spannende Dystopie mit interessanten Charakteren

To Cage a Wild Bird
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Worum geht’s?
Für Raven zählt nur das Überleben ihres kleinen Bruders, der nach dem Tod ihrer Eltern nur noch sie hat. Als er dann jedoch verhaftet und ins staatliche Gefängnis von Dividium, Endlock, gebracht ...

Worum geht’s?
Für Raven zählt nur das Überleben ihres kleinen Bruders, der nach dem Tod ihrer Eltern nur noch sie hat. Als er dann jedoch verhaftet und ins staatliche Gefängnis von Dividium, Endlock, gebracht wird, muss auch sie sich inhaftieren lassen – denn dort werden die Insassen bis zum Tode gejagt, und die einzige Überlebenschance der beiden besteht aus einem halsbrecherischen Fluchtplan und der Unterstützung eines Wärters, der Ravens Herz verdächtig schneller schlagen lässt.


Meine Meinung
Diese Geschichte hat mich tatsächlich sehr positiv überrascht, da mich das Versprechen einer Mischung aus Tribute von Panem und Powerless ehrlich gesagt ein bisschen skeptisch gemacht hat. Die Umsetzung war dann jedoch überraschend packend, weshalb ich ziemlich schnell mitten im Geschehen war und das Buch beim Lesen kaum aus der Hand legen wollte.

Der Spannungsbogen hat in meinen Augen dabei den Großteil meiner Begeisterung getragen, da ich mich beim Lesen nie gelangweilt und mich außerdem weder an Längen, noch an unlogischen oder verwirrenden Stellen gestört habe. Darüber hinaus hat mir der Schreibstil wirklich gut gefallen, was insbesondere bei einem Debütroman immer ein besonders gutes Zeichen ist.

Mit Protagonistin Raven wusste ich zu Beginn der Geschichte noch nicht wirklich viel anzufangen, was in meinen Augen vor allem daran gelegen hat, dass sie niemanden so wirklich an sich heran lassen wollte, was man beim Lesen gemerkt hat. Im Verlauf der Handlung habe ich sie dann aber durchaus gerne begleitet, zumal ich sehr positiv davon überrascht wurde, dass sie als Heldin nicht auf magische Weise sämtlichen Gefahren entkommen konnte, sondern dabei durchaus auf Hilfe angewiesen war.

Auch die übrigen Charaktere ihrer kleinen Gruppe in Endlock habe ich mit der Zeit ins Herz geschlossen, weshalb ich nicht von allen Plotttwists begeistert war. Die Schockmomente haben zwar die Spannung hoch gehalten, ich hätte es aber tatsächlich eher begrüßt, wenn die Gruppendynamik noch ein wenig vertiefter behandelt worden wäre und so auch andere Figuren die Chance bekommen hätten, sich weiter zu entwickeln.

Mein einziger wirklicher Kritikpunkt bezieht sich allerdings weniger auf die Nebenfiguren als auf die Liebesgeschichte zwischen Raven und Aufseher Vale. Seine Figur fand ich zwar grundsätzlich unglaublich spannend und innerhalb der Geschichte auch sehr gut platziert, seine Gefühle für Raven waren aber meiner Meinung nach zu heftig und zu schnell da, als das ich sie hätte ernst nehmen können. Ravens Skepsis war in dieser Hinsicht meiner Meinung nach wesentlich glaubhafter und deutlich authentischer als Vale, was es mir leider schwer gemacht hat, diesen Handlungsstrang wirklich zu mögen.


Fazit
Auch wenn ich nicht ganz nachvollziehen kann, warum Vale so instant verliebt war, fand ich die Geschichte insgesamt unglaublich gut gemacht. Ich hatte beim Lesen wirklich Spaß und bin schon jetzt wahnsinnig gespannt darauf, wie es in Band zwei der Reihe weitergeht.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2026

Cozy-Fantasy mit jeder Menge Katzen

Werecat Café
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Worum geht’s?
Als Drilling hat es Dorothy noch nie besonders leicht gehabt, als eigenständige Person wahrgenommen zu werden. Gemeinsam mit ihren Schwestern führt sie eine magische Tierarztpraxis und verbringt ...

Worum geht’s?
Als Drilling hat es Dorothy noch nie besonders leicht gehabt, als eigenständige Person wahrgenommen zu werden. Gemeinsam mit ihren Schwestern führt sie eine magische Tierarztpraxis und verbringt den Großteil ihrer Freizeit mit den Hexen ihres örtliches Hexenzirkels. Als sie dann jedoch spontan beschließt, dass ein paar Veränderungen in ihrem Leben her müssen, stolpert sie im wahrsten Sinne des Wortes über eine Katze – und die stellt nicht nur ihr Leben auf den Kopf, sondern unfreiwillig auch das von Katzencafé-Besitzer Elliott, der plötzlich zur Werkatze mutiert.


Meine Meinung
Werwolfgeschichten waren zwar eigentlich noch nie mein Fall, das Konzept auf Katzen zu übertragen hat mich beim Lesen des Klappentextes allerdings tatsächlich so neugierig gemacht, dass ich der Geschichte auf jeden Fall eine Chance geben wollte.

Gut gefallen hat mir tatsächlich das Setting in Katzencafé, auch wenn die Handlung da eigentlich bloß aus Versehen landet. Gerechnet hätte ich zwar mit einem deutlich stärkeren Fokus auf dem Fluch, aber auch der Alltag im Katzencafé hatte durchaus etwas für sich und hat mir beim Lesen grundsätzlich Spaß gemacht.

Die beiden Protagonisten waren in meinen Augen ein tolles Match, auch wenn insbesondere Elliott sich nicht besonders leicht mit dem Thema Gefühle getan hat. Auch wenn die Geschichte über einen sehr langen Zeitraum kaum Fortschritte in Bezug auf die Lösung des Fluches gemacht hat, habe ich Elliott und Dorothy durchaus gerne begleitet, denn obwohl ich insgesamt mit mehr Magie gerechnet hätte, war diese Mischung insbesondere in Hinblick auf die beiden doch sehr interessant zu lesen.

Was in meinen Augen tatsächlich dann allerdings nicht ganz notwendig gewesen wäre, war die Kerkerszene. Spice auf Zwang einzubauen, wenn es eigentlich gar nicht zur restlichen Handlung passt, wirkt auf mich leider immer extrem seltsam, was auch hier leider der Fall war. Darüber hinaus hat die Begründung im Kontext der Handlung überhaupt keinen Sinn ergeben, weshalb ich vermutlich darüber hätte hinwegsehen können, wenn es einfach keinen Begründungsversuch gegeben hätte.

Insgesamt fand ich das Buch wirklich kuschelig und sehr angenehm zu lesen, was es perfekt für einen regnerischen Herbsttag macht und daher auch unglaublich gut zum Setting Halloween passt. Der Werkatzenfluch hätte allerdings durchaus eine etwas größere Rolle für die Geschichte spielen dürfen, da mich die sich entwickelnde Beziehung zwischen Dorothy und Elliott zwar grundsätzlich interessiert hat, die Magie aber eben auch ein Punkt war, der noch ein wenig mehr Potenzial gehabt hätte.


Fazit
Auch wenn die Magie in dieser Geschichte meiner Meinung nach nicht ganz so sehr im Vordergrund stand, wie man es eigentlich hätte vermuten können, hat das Lesen wirklich Spaß gemacht. Ohne die anderen Geschichten aus diesem Universum zu kennen, fehlt natürlich hier und da ein wenig Vorwissen, was mich aber nicht großartig gestört und das Buch trotzdem zu einem wirklich netten Leseerlebnis gemacht hat.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2026

Starke Grundidee mit schwacher Auflösung

Fünf Fremde
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Worum geht’s?
Eigentlich hatte Annika Lundt gar nicht vor, länger als nötig bei ihrer erkrankten Mutter auf ihrer Heimatinsel Neuwerk zu bleiben. Als ein aufziehender Orkan die Abreise dann jedoch unmöglich ...

Worum geht’s?
Eigentlich hatte Annika Lundt gar nicht vor, länger als nötig bei ihrer erkrankten Mutter auf ihrer Heimatinsel Neuwerk zu bleiben. Als ein aufziehender Orkan die Abreise dann jedoch unmöglich macht, muss sie bleiben – und mit ihr auch alle anderen Gäste, von denen nicht bloß einer ein Geheimnis mit sich herumträgt, das auch Annika in große Gefahr bringt.


Meine Meinung
Auf dieses Buch hatte ich mich vor allem wegen des Settings gefreut, da ich selber viel Zeit auf Neuwerk verbringe und daher unglaublich gespannt darauf war, wie sich hier die Geschichte im Setting machen würde. Da es sich bei diesem Buch für mich außerdem gleichzeitig auch um das erste Buch der Autorin gehandelt hat, war ich natürlich gleich doppelt so neugierig.

Gut gefallen hat mir bereits der Einstieg in die Geschichte, da der Spannungsbogen direkt unglaublich hoch angesetzt wurde und ich sofort wissen wollte, wie es weitergeht. Durch die kurzen Kapitel und den angenehm zu lesenden Schreibstil war mein Lesefluss außerdem sehr hoch, was es leicht gemacht, schnell vorwärts zu kommen.

Auch die ständig wechselnden Perspektiven sowie die Zeitsprünge haben das Tempo hoch gehalten, wobei es für mich persönlich tatsächlich sogar etwas weniger hätten sein dürfen. Die Figuren waren in meinen Augen so nämlich leider nicht ganz so in der Tiefe ausgearbeitet, wie es vielleicht wünschenswert gewesen wäre, auch wenn das sicherlich dem Erzählstil geschuldet war.

Was mich dann leider wirklich gestört hat, war das meiner Meinung nach nicht wirklich durchdachte Ende. Die Auflösung hat auf mich ein wenig hektisch zusammengezimmert gewirkt, was es mir schwer gemacht hat, das Motiv und vor allem die Umsetzung des Racheplans authentisch zu finden. Darüber hinaus ging mir der Schluss etwas zu glatt über die Bühne, was mir persönlich die zuvor aufgebaute Spannung ziemlich kaputt gemacht hat.

Da mir das Buch abgesehen davon wirklich gut gefallen hat, war meine Enttäuschung über das Ende gleich etwas größer, was ich auch jetzt noch extrem schade finde. Mein vorheriger Lesespaß wurde mir dadurch allerdings nicht genommen, weshalb ich zumindest mit gemischten Gefühlen auf meine Lesestunden zurückblicken kann.


Fazit
Auch wenn mich die Auflösung leider eher mit dem Kopf hat schütteln lassen, konnte mich die Geschichte insgesamt gut unterhalten. Die Autorin werde ich daher definitiv im Auge behalten, denn wer über die Ungereimtheiten hinwegsehen kann, der wird hier definitiv Spaß beim Lesen haben.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 28.02.2026

Hat leider Potenzial liegengelassen

Die Yacht
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Worum geht’s?
Obwohl sich Hannah und Libby schon ewig kennen, könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Die Einladung, Silvester gemeinsam mit einigen Bekannten auf Libbys Luxusyacht zu verbringen, nimmt ...

Worum geht’s?
Obwohl sich Hannah und Libby schon ewig kennen, könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Die Einladung, Silvester gemeinsam mit einigen Bekannten auf Libbys Luxusyacht zu verbringen, nimmt Hannah daher nur sehr widerwillig und mit dem festen Vorsatz an, so schnell wie möglich wieder nach Hause zu fahren. Als sie am Neujahrsmorgen aufbrechen will, liegt die Yacht jedoch nicht mehr im Hafen – und auf dem Boot ist plötzlich niemand mehr sicher.


Meine Meinung
Die Bücher von Sarah Goodwin habe ich bisher immer wirklich gerne gelesen, daher muss ich bei diesem wirklich mit Bedauern feststellen, dass es definitiv nicht ihr stärkstes Werk ist.

Verfestigt hat sich dieser Eindruck bei mir leider direkt mit dem Setting, welches in meinen Augen das am stärksten räumlich begrenzte aller ihrer bisherigen Settings war. Ein richtiges Gefühl der Beklemmung ist trotz der vielen Beschreibungen der Yacht und der Umgebung leider nicht bei mir aufgekommen, was ich wirklich schade fand.

Auch mit den Figuren konnte ich nicht besonders viel anfangen, da mir abgesehen von Hannah und Harry eigentlich jeder Charakter wie ein Pappaufsteller vorkam. In gewisser Weise kann man das zwar vielleicht noch als Symbol für das Sprichwort „Geld verdirbt den Charakter“ verstehen, wirklich überzeugt hat mich das allerdings nicht.

Davon abgesehen fand ich leider auch den Spannungsbogen nicht ganz so überzeugend, da sich viele Szenen an Belanglosigkeiten aufhängen und so in meinen Augen praktisch kein Tempo aufgebaut werden konnte. Immer wieder die selben Szenen in unterschiedlichen Abwandlungen zu lesen hat leider auch nicht dazu beigetragen, dass ich dem Ende mit Begeisterung entgegengefiebert habe.

Insgesamt habe ich leider schon deutlich stärkere Bücher von Sarah Goodwin gelesen, was ich wirklich schade finde. Wer bisher noch nie einen Locked-Room-Thriller gelesen hat, der könnte hier allerdings trotzdem ganz gut unterhalten werden, vorausgesetzt, man kann über die Längen des Handlungsbogens hinwegsehen.


Fazit
Auch wenn das Setting und der Handlungsbogen einiges an Potenzial hatten, fand ich die Umsetzung nicht ganz so stark, wie ich es eigentlich von der Autorin erwartet hätte. Einige Passagen haben mich zwar recht gut unterhalten, das Gesamtbild war für mich aber leider deutlich weniger mittreißend, als ich eigentlich erwartet hätte.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 28.02.2026

Konnte mich leider nicht überzeugen

Road of Bones – Straße des Todes
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Worum geht’s?
Dokumentarfilmer Felix Teigland kommt eher schlecht als recht über die Runden und schuldet selbst seinem besten Kumpel eine ganze Menge Geld. Ein Film über die Kolyma-Straße soll das Blatt ...

Worum geht’s?
Dokumentarfilmer Felix Teigland kommt eher schlecht als recht über die Runden und schuldet selbst seinem besten Kumpel eine ganze Menge Geld. Ein Film über die Kolyma-Straße soll das Blatt für ihn wenden – doch in Sibirien angekommen, treffen die beiden nicht nur auf eine absolut lebensfeindliche Umgebung, sondern auch auf eine verlassene Stadt und Kreaturen, die sie schon bald an ihrem Verstand zweifeln lassen.


Meine Meinung
Bei diesem Buch habe ich mich leider unglaublich schwer damit getan, überhaupt bis zum Ende durchzuhalten, obwohl der Klappentext eigentlich sehr vielversprechend klang. Als Fan außergewöhnlicher Settings hatte diese Geschichte in meinen Augen ein unglaublich großes Potenzial, was sich in meiner Vorstellung vor allem in der lebensfeindlichen Gegend Sibiriens hätte niederschlagen sollen, mich beim Lesen dann aber leider kaum überzeugen konnte.

Besonders genervt hat mich dabei, dass eigentlich kaum etwas wirklich spannendes passiert und sich der Handlungsbogen insbesondere für die Kürze der Geschichte relativ viel Zeit lässt. In der Theorie hätte diese Zeit genutzt werden können, um ein beklemmendes Setting zu erschaffen, was vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es sich bei diesem Buch um eine Horrorgeschichte handeln soll wichtig und meinem Lesespaß deutlich zuträglicher gewesen wäre.

Auch die Figuren waren für mich nicht wirklich greifbar beim Lesen, zumal ich recht lange Schwierigkeiten dabei hatte, Felix und Prentiss auseinander zu halten. Abgesehen davon kamen dann deutlich später noch Charaktere dazu, die zwar schlussendlich wichtig für den Plot waren, zuvor aber noch gar keine Rolle gespielt und mich daher fast ein wenig überrumpelt haben. In Kombination mit der eher unglaubwürdigen Entwicklung des Handlungsbogens war ich leider so gar nicht überzeugt, weshalb ich dann eher erleichtert darüber war, dass das Buch nicht länger war. Da Horror ohnehin nicht mein Lieblingsgenre ist, werde ich mich in Zukunft vermutlich lieber auf die Autoren verlassen, deren Bücher mich in der Vergangenheit auch in diesem Genre eher überzeugen konnten.


Fazit
Für mich war diese Geschichte leider weder hinsichtlich der Atmosphäre, noch hinsichtlich der Figuren oder des Handlungsbogens besonders mittreißend erzählt. Das Potenzial für ein überzeugendes Buch war dabei zwar irgendwo gegeben, ausgeschöpft wurde das in meinen Augen aber leider gar nicht.

Dafür gibt es noch knappe zwei Bücherstapel von mir.