Leider eher anstrengend zu lesen
Spinne und Glühwürmchen: Romantische und zerreißende DystopieWorum geht’s?
Eigentlich lebt Juriana schon lange nicht mehr. In ihrer Traumwelt gefangen existiert sie jedoch weiter, um bei der Rettung der immer stärker bedrohten Erde zu helfen. Als dann jedoch ihre ...
Worum geht’s?
Eigentlich lebt Juriana schon lange nicht mehr. In ihrer Traumwelt gefangen existiert sie jedoch weiter, um bei der Rettung der immer stärker bedrohten Erde zu helfen. Als dann jedoch ihre Simulation zusammenbricht und sie sich auf der bereits zerstörten Erde wiederfindet, steht sie plötzlich vor ganz neuen Herausforderungen – denn alles, woran sie bisher geglaubt hat, muss sie plötzlich in Frage stellen.
Meine Meinung
Eigentlich hatte ich mich sehr auf diese Geschichte gefreut, da ich insgesamt sehr gespannt darauf war, wie diese Parallelwelt aufgebaut sein würde. Die Idee klang zu Beginn auch noch wirklich interessant, mit der Zeit konnte mich die Umsetzung dann allerdings leider nicht mehr überzeugen.
So leid wie es mir auch tut, aber durch dieses Buch musste ich mich leider mehr schlecht als recht durchquälen. Der Schreibstil war durch die vielen Gedankenfetzen, durchgestrichenen Sätze und obskur formatierten Ausdrücke sehr sperrig zu lesen und hat es mir schwer gemacht, überhaupt in einen Lesefluss zu kommen.
Mit Protagonistin Juriana konnte ich ehrlich gesagt auch nur sehr wenig anfangen, da sie als Erzählerin bei mir eher für Verwirrung als Aufklärung gesorgt hat. Ihre Gedankengänge waren durch die Gestaltung in Fetzen nur schwer nachzuvollziehen, und darüber hinaus war es mir auch nicht wirklich möglich, ein Gefühl für ihre Emotionen oder ihre Entwicklung zu bekommen. Als mehr oder weniger unzuverlässige Erzählerin war sie mitten im Geschehen allerdings durchaus interessant, was mich definitiv davon abhalten konnte, die Geschichte abzubrechen.
Was den Spannungsbogen angeht, bin ich leider auch ein wenig hin und her gerissen. Grundsätzlich gab es einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte, was mich beim Lesen sehr positiv überrascht hat. Gleichzeitig habe ich mich manchmal aber auch etwas orientierungslos in der Handlung gefühlt, was zwar grundsätzlich keine Langeweile hat aufkommen lassen, mich aber trotzdem nicht so packen konnte, dass ich die Reihe weiter verfolgen wollen würde.
Fazit
Auch wenn ich die Idee zu dieser Geschichte grundsätzlich spannend fand, konnte mich die Umsetzung nicht besonders begeistern. Durch die teils verwirrende Gestaltung hat man zwar visuell zusätzlich eine Menge zu verarbeiten, wesentlich packender zu lesen fand ich das Buch dadurch aber leider eher nicht.
Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.