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Veröffentlicht am 15.02.2020

Ein Ausflug ins alte Griechenland

Der lange Krieg: Sohn des Achill
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Worum geht’s?
Um 500 v.Chr. Herrscht Krieg zwischen Platäa und Theben. Der dreizehnjährige Arimnestos erlebt seine erste Schlacht, den ersten Sieg, wird dann jedoch im Kampf niedergeschlagen und erwacht ...

Worum geht’s?
Um 500 v.Chr. Herrscht Krieg zwischen Platäa und Theben. Der dreizehnjährige Arimnestos erlebt seine erste Schlacht, den ersten Sieg, wird dann jedoch im Kampf niedergeschlagen und erwacht in der Sklaverei. Nach einigen Jahren im Haus seines neuen Herren erlangt Arimnestos die Freiheit zurück und erkämpft sich in zahlreichen Schlachten einen Namen als Menschenschlächter.


Meine Meinung
Die Stimme des Sprechers fand ich zunächst einmal sehr angenehm, was besonders im Hinblick auf die Länge des Hörbuchs ein wichtiger Pluspunkt für mich war.

Die Geschichte wird aus der Sicht des mittlerweile gealterten Arimnestos erzählt, der die Erzählung immer wieder unterbricht, um sich an seine Zuhörer zu wenden. Das hat mich zu Anfang ein wenig irritiert, mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und bekommt so noch einmal einen genaueren Blick auf die Gedankengänge des Erzählers.

Die Handlung an sich war generell spannend, denn immerhin dreht sich ein Großteil dieser um Krieg und Kampfhandlungen. Für meinen Geschmack kam die Geschichte aber etwas zu langsam in die Gänge, und als man dann endlich im Krieg gelandet war, zogen sich die Kampfszenen etwas zu sehr in die Länge, sodass ich zeitweise nicht mehr aufmerksam zuhören konnte. Dass ich immer wieder zurückspulen musste, hat auch nicht wirklich dazu beigetragen, das Hörbuch wirklich zu genießen.

Verwirrend fand ich außerdem die vielen griechischen Namen und Begriffe. Einen Großteil der einzelnen Personen habe ich bis zum Schluss immer wieder verwechselt, was bei der Länge des Hörbuchs irgendwann zu ein wenig Resignation bei mir geführt hat. Besonders bei der Frage, wer Freund und wer Feind ist, wurde ich immer wieder überrascht, weil ich mir die Namen nicht merken konnte.

Wirklich gut gelungen fand ich aber auf jeden Fall die ausführliche Recherche zu den historischen Ereignissen und die Karte im Innenteil der CD – Hülle, die mir bei der räumlichen Orientierung ein großes Stück weiter geholfen hat.


Fazit
Mit Der lange Krieg: Sohn des Achill hat Christian Cameron eine wirklich imposante Geschichte verfasst, die auf mich leider ein wenig zu überwältigend gewirkt hat.

Der Sprecher macht seine Sache wirklich gut, ich fand seine Stimme sehr angenehm und auch die Vertonung der verschiedenen Charaktere durch ihn wirkte nicht seltsam.

Leider konnte ich der Handlung nicht immer aufmerksam folgen, was zum einen an der Länge des Hörbuchs, zum anderen aber auch an der Masse an Namen und Ereignissen auf griechisch lag. Die Kampfhandlungen hätten stellenweise ruhig ein wenig kürzer oder zumindest etwas spannender gestaltet werden können, da ich einfach nicht immer vom Geschehen gefesselt werden konnte.

Die Geschichte ist an sich aber gut recherchiert und bekommt deshalb noch drei Bücherstapel von mir

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.02.2020

Ein Porträt der dunkelsten menschlichen Abgründe

Die Fesseln des Bösen
1

Worum geht’s?
Um Gewalt. Hauptsächlich um Gewalt.

In Paris werden die Leichen zweier Stripperinnen gefunden, beide sind grausam entstellt und mit ihrer eigenen Unterwäsche gefesselt. Commandant Stéphane ...

Worum geht’s?
Um Gewalt. Hauptsächlich um Gewalt.

In Paris werden die Leichen zweier Stripperinnen gefunden, beide sind grausam entstellt und mit ihrer eigenen Unterwäsche gefesselt. Commandant Stéphane Corso und sein Team nehmen die Ermittlungen auf und stoßen schon bald auf einen vielversprechenden Hauptverdächtigen – Den Maler Sobiesky, der mit beiden Opfern ein Verhältnis hatte. Der kann jedoch wasserfeste Alibis für die beiden Tatzeitpunkte vorweisen und scheint somit als Tatverdächtiger auszuscheiden. Corso sieht sich mit einem äußerst verzwickten Fall konfrontiert, dessen Abgründe nach ihm selbst zu greifen scheinen.


Meine Meinung
Was ich zunächst einmal positiv fand, war die angenehme Stimme des Sprechers. Seine Betonungen waren passend gewählt und wirkten nicht seltsam oder künstlich, was beim Zuhören sehr gestört hätte.

Überhaupt nicht gefallen hat mir dann leider die Geschichte. Die Einstiegsszene ruft noch immer Verwirrung bei mir hervor, und auch die darauf folgende Handlung lässt mich zeitweise einfach nur mit dem Kopf schütteln.

Der Hauptteil des Plots lebt von der überdimensionalen Grausamkeit, mit der nicht nur die Morde, sondern auch so ziemlich alle anderen Gewalttaten – und davon gibt es einige in dieser Geschichte – begangen werden. Auf so viel Blut und so viele Verletzungen bin ich noch nie in einem Thriller gestoßen, und davon sind ja nicht nur die Opfer, sondern teilweise auch die Ermittler und die Tatverdächtigen betroffen. Dass zumindest Corso grundsätzliche alle Angriffe auf sein Leben mehr oder weniger unbeschadet übersteht oder zumindest danach grundsätzlich noch einsatzbereit ist, erschien mir jedenfalls nur wenig glaubhaft.

Gerade in Bezug auf die Ermittler muss ich ebenfalls sagen, dass die Mehrheit von ihnen sehr überzogen dargestellt wurde. Corso ist ein äußerst brutaler Mensch, der auch im Dienst kaum ein Maß kennt und Verdächtige nicht gerade mit Samthandschuhen anfasst. Er schießt und prügelt sich so durchs Leben, wird aber nie dafür zur Rechenschaft gezogen. Im Endeffekt wird dieses Verhalten mit seiner Abstammung erklärt, was zur Zusammenführung der Handlungsstränge zwar irgendwo nicht ganz unkreativ gemacht wurde, mir aber kaum plausibel erscheint.

Mit einer Länge von etwas über zehn Stunden kamen für mich besonders im Bereich der Gerichtsverhandlung ein paar Längen auf, die im Kontrast zu der überzogenen Brutalität in den Kapiteln zuvor standen. Ich hätte auf viele Details gut und gerne verzichten können und werde in nächster Zeit erst mal auf etwas freundlichere Genres zurückgreifen.


Fazit
Für schwache Nerven ist diese Geschichte auf jeden Fall nichts.

Die äußerst detaillierten Beschreibungen der abartigsten Grausamkeiten formen Bilder im Kopf, die die wenigsten Menschen tatsächlich haben möchten. Fesselnd ist diese Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes – Wenn auch eher vor Abscheu und Erschaudern, aber trotzdem wollte ich wissen, wie sich der Fall am Ende auflösen würde.

Wer es blutig mag, dem wird dieses Hörbuch sicherlich gefallen. Mein Fall war das aber leider überhaupt nicht.

Von mir gibt es noch einen Bücherstapel für die gute Arbeit des Sprechers


  • Einzelne Kategorien
  • Sprecher
  • Spannung
  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2020

Ermittlungen auf den Austernbänken

Winteraustern
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Worum geht’s?
Commissaire Luc Verlain stolpert auf einer gemeinsamen Bootsfahrt mit seinem Vater über die Leichen von zwei jungen Männern, die im Bassin d'Arcachon an Holzpfähle gefesselt im Wasser stehen. ...

Worum geht’s?
Commissaire Luc Verlain stolpert auf einer gemeinsamen Bootsfahrt mit seinem Vater über die Leichen von zwei jungen Männern, die im Bassin d'Arcachon an Holzpfähle gefesselt im Wasser stehen. Gemeinsam mit seiner Partnerin und Lebensgefährtin Anouk stürzt sich Luc in die Ermittlungen und versucht herauszufinden, was die beiden zu dieser Zeit überhaupt auf dem Bassin zu suchen hatten. Sein neuester Fall führt den Kommissar immer tiefer in die ehemalige Berufswelt seines inzwischen kranken Vaters, die immer stärker mit Profitgier, Konkurrenzkämpfen und Existenzproblemen zu kämpfen hat.

Winteraustern ist nach Retour und Château Mort der dritte Fall, in dem wir Commissaire Luc Verlain in die Aquitaine begleiten. Die Geschichte ist auch ohne Vorkenntnisse aus den beiden vorherigen Bänden verständlich, einige Details erscheinen aber etwas logischer, wenn man auch diese Geschichten bereits kennt. Ich würde daher durchaus empfehlen, die richtige Reihenfolge der Bücher einzuhalten.


Meine Meinung
Die Geschichte startet zunächst vermeintlich gemütlich, nimmt dann aber schnell an Fahrt auf. Die beiden Toten werden gefunden, die ersten Verdächtigungen werden ausgesprochen und der Hörer begleitet Luc und sein Team bei den Ermittlungen. Obwohl der neue Fall relativ schnell auftritt, wirkt das Erzähltempo nicht übertrieben hoch, sodass die Geschichte noch immer angenehm zu verfolgen ist.

Einen Großteil der ruhigeren Passagen machen vor allem die kleinen Lektionen in Landes- und Austernkunde aus. Zur Zubereitung von Austern hätte man sicherlich auch ein paar Sätze weniger sagen können, aber immerhin habe ich jetzt das Gefühl, eine perfekte Auster von allen anderen unterscheiden zu können, ohne jemals eine gegessen zu haben.

Besonders gut gelungen fand ich die Balance zwischen dem eigentlichen Fall und den Teilen der Geschichte, in denen das Privatleben der Ermittler im Vordergrund stand. Mir gefallen diese privaten Einblicke in den meisten Geschichten sehr gut, und auch hier hat es mir Spaß gemacht, mehr über die Protagonisten und ihre alltäglichen Sorgen zu erfahren.

Die Ermittlungsarbeiten werden mit dem richtigen Maß zwischen Detailtreue und Zeitraffung erzählt und haben auf mich realistischer gewirkt, als die in so manchem Fernsehkrimi. Mir wurde dabei nie langweilig und ich habe bis zum Schluss weder mit dem tatsächlichen Täter, noch mit seinem Motiv für die beiden Morde gerechnet.

Das Ende verspricht einen entscheidenden Wandel im Leben von Luc und seiner Partnerin Anouk und weist darauf hin, dass es durchaus noch einen vierten Teil geben kann. Als einen richtigen Cliffhanger würde ich das nicht bezeichnen, aber neugierig auf den weiteren Verlauf dieser neuen Geschichte hat mich das auf jeden Fall trotzdem gemacht.


Fazit
Wer gerne Frankreichkrimis mit authentischen Protagonisten und überraschenden Tatmotiven liest, der wird sicherlich auch von Winteraustern begeistert sein. Das Setting ist toll beschrieben, der Fall spannend und ich persönlich fand die Stimme des Sprechers sehr angenehm und absolut passend gewählt für diese Geschichte.

Dafür gibt es volle fünf Bücherstapel von mir

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2020

Auf der Suche nach dem Glück im Leben

Eine fast perfekte Welt
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Worum geht’s?
In Eine fast perfekte Welt wird die Familiengeschichte von Ester erzählt, deren Sehnsucht nach einem erfüllten Leben niemals so wirklich befriedigt wird. Ihre Tochter scheint in der Inselhauptstadt ...

Worum geht’s?
In Eine fast perfekte Welt wird die Familiengeschichte von Ester erzählt, deren Sehnsucht nach einem erfüllten Leben niemals so wirklich befriedigt wird. Ihre Tochter scheint in der Inselhauptstadt Sardiniens ihr Glück gefunden zu haben, doch deren Sohn Gregorio erträgt dieses Leben auf Dauer nicht und macht sich auf, um herauszufinden, wo er sein Leben verbringen möchte. Wie das Glück an sich schon eine sehr persönliche Definition ist, so müssen auch alle drei Generationen dieser Familie für sich selbst herausfinden, wie und wo sie glücklich werden können.


Meine Meinung
Ich weiß gar nicht so wirklich, wie ich meine Eindrücke zu dieser Geschichte ausdrücken soll. Das Buch hat mich irgendwie sehr berührt und gleichzeitig auch sehr nachdenklich gemacht, insbesondere in Bezug auf die Frage, was Glück und Glücklichsein für mich persönlich bedeutet.

Schon das Cover strahlt eine gewisse Nachdenklichkeit aus und drückt für mich den Grundton des gesamten Buches aus. Die einzelnen Kapitel sind relativ kurz, schaffen es aber trotzdem, die Gedanken und Gefühle der Protagonisten auch ohne große Worte sehr eindrucksvoll zum Ausdruck zu bringen.

Mich hat besonders das Schicksal von Ester berührt, bei der ich immer das Gefühl hatte, dass sie sich selbst und ihrem Glück am meisten im Weg stand. Mit ihr hatte ich aber ehrlich gesagt zu Anfang auch die meisten Probleme, da ich ihre Art zunächst nicht wirklich nachvollziehen konnte. Im Laufe der Geschichte wurde das aber immer nebensächlicher für mich, zumal dann ja auch eher Felicita und Gregorio im Mittelpunkt der Erzählung standen und man sich zunehmend mit anderen Problemen und Realitäten auseinandersetzen musste.

Der Schreibstil der Autorin war insgesamt sehr angenehm zu lesen, auch wenn er stellenweise sehr poetisch wird und ich das Gefühl hatte, so ein wenig auf einer anderen Ebene zurückgelassen worden zu sein. Zum Ende hin werden noch einmal vermehrt gesellschaftskritische Töne angeschlagen, wobei ich die Umsetzung hier sogar ganz gelungen fand, da sie in die Umstände von Felicitas und Gregorios Leben passen und schon vor der eigentlichen Erwähnung der Probleme durch die Handlung der Geschichte unterstützt werden.


Fazit
Mit Eine fast perfekte Welt hat Milena Agus eine Geschichte geschrieben, die mich vor allem zum Nachdenken gebracht hat. Dass das eigene Glücksempfinden nicht immer mit dem anderer Menschen übereinstimmen muss, haben die drei Protagonisten sehr eindrucksvoll bewiesen, ohne dabei unglaubwürdig zu wirken oder die Handlung in völlig abgedrehte Bahnen zu lenken.

Obwohl die Geschichte eher leise erzählt wird, hat sie einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen und mich dazu gebracht, über die Frage nachzudenken, was mich ganz persönlich glücklich macht.

Dafür gibt es fünf Bücherstapel von mir

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2020

In New Jersey regiert der Löwe

Lovers, Sharks And Lions
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Worum geht’s?
Als Lauren erfährt, dass sich ihr jüngerer Halbbruder Joey mit der italienischen Mafia eingelassen hat, ist sie fassungslos. Während sie sich abrackert, um den Lebensunterhalt für ihre kleine ...

Worum geht’s?
Als Lauren erfährt, dass sich ihr jüngerer Halbbruder Joey mit der italienischen Mafia eingelassen hat, ist sie fassungslos. Während sie sich abrackert, um den Lebensunterhalt für ihre kleine Familie zu verdienen und sich gleichzeitig um ihren dementen Vater kümmert, manövriert sich ihr Bruder von einer Misere in die andere. Als er einen Job der Familie Valente in den Sand setzt, soll Lauren für ihren Bruder einspringen und an seiner Stelle kleinere Aufträge ausführen. Überrascht ist sie nicht nur davon, wie leicht sich Geld bei den Valentes verdienen lässt, sonder auch von Dominic, dem erstaunlich charmanten Neffen des Capo. Denn hinter der Fassade des berechnenden Mobsters verbirgt sich ein Geheimnis, welches die Unterwelt New Jerseys ganz schön aufwirbeln könnte.


Meine Meinung
Bad-Boys und die italienische Mafia, das klingt eigentlich nach den zwei wichtigsten Zutaten einer vor Klischees nur so übersprudelnden Geschichte. Deshalb war ich durchaus positiv überrascht, als diese hier dann mit ein paar nicht ganz so klischeehaften Wendungen um die Ecke kam.

Kriminelle Organisationen wie die Mafia bieten ja schon per se unendlich viele spannende Möglichkeiten, wie sich die Handlung entwickeln kann. Dass die Geschichte eine Triggerwarnung enthält, hat mich mit relativ heftigen Szenen rechnen lassen, tatsächlich habe ich die Handlung dann aber als relativ harmlos empfunden. Vielleicht bin ich da aber auch einfach ein wenig abgestumpft, wer weiß.

Spannend fand ich die Handlung aber trotzdem, und besonders die alltäglichen Geschäfte der Mafia haben mich interessiert. Was das auch immer über mich aussagen mag, aber für mich hätte es gerne auch noch ein wenig mehr um die Machenschaften der Familie Valente und Laurens Aufträgen gehen dürfen. Insbesondere der Drogentransport direkt unter den Augen der DEA war so klasse beschrieben, dass ich diesmal tatsächlich mit den Bösen mitgefiebert habe und unbedingt wollte, dass Laurens Ablenkungsmanöver ausreicht, um die Drogen unbemerkt an ihren Bestimmungsort zu transportieren.

Mehr solcher Aktionen hätte ich da natürlich super gefunden, zumal die gesamte Geschichte dann eventuell auch von der Länge her nicht ganz so komprimiert gewirkt hätte. Längen gab es so natürlich keine, aber besonders zum Ende hin hatte ich einfach das Gefühl, dass es etwas arg flott ging und hätte mir da noch etwas mehr Hintergrund und Handlung gewünscht.

An Lauren hat mir besonders gefallen, dass sie keine typische Prinzessin ist, die unbedingt von einem starken Mann gerettet werden muss. Sie arbeitet in einer für Frauen absolut untypischen Branche und konzentriert sich vor allem darauf, für ihren dementen Vater und ihren Bruder da zu sein. Da sie sich trotz ihrer ziemlich von Kriminalität geprägten Umgebung aus illegalen Aktivitäten heraus halten konnte, macht sie ihr Wechsel auf die dunkle Seite zu einer eher untypischen Heldin, die dadurch aber nicht an Authentizität einbüßt.

Dominic, dessen Tätigkeit als Undercoveragent dem Leser schon im Klappentext verraten wird, gibt sich vor allem arrogant und rechthaberisch, muss das für seine Rolle als Neffe des Capo aber auch sein. Für noch mehr Spannung in der Geschichte wäre es sicherlich hilfreich gewesen, auch den Leser über diese Tatsache im Dunkeln zu lassen, damit man gemeinsam mit Lauren dahinter kommt. Andererseits hätte ich Dominic sicherlich niemals sympathisch gefunden, wenn ich nicht gewusst hätte, dass er lediglich verdeckt bei den Valentes arbeitet.


Fazit
Lovers, Sharks and Lions ist keine typische Mafiageschichte, die auf klischeehafte Protagonisten verzichtet und den Leser mit einer interessanten Storyline fesselt. Die Szenen kommen ohne übermäßige Gewaltdarstellungen aus, sind aber trotzdem spannend und geben den alltäglichen Geschäften der Mafia einen leicht romantischen Anstrich.

Wer gerne eine gelungene Mischung aus Krimi, Mafiaromantik und Liebesgeschichte liest, der wird hiermit sicherlich glücklich gemacht.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere