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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2022

Mittelmäßiger Krimi

TEAM HELSINKI
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„Die Tote im Container“ ist der Auftaktband der neuen Serie rund um die Kommissarin Paula Pihjala. In ihrem ersten Fall bekommt sie es mit einem mysteriösen Mord an einer Afrikanerin aus Namibia zu tun, ...

„Die Tote im Container“ ist der Auftaktband der neuen Serie rund um die Kommissarin Paula Pihjala. In ihrem ersten Fall bekommt sie es mit einem mysteriösen Mord an einer Afrikanerin aus Namibia zu tun, die qualvoll in einem Container ertrunken ist. Die Spur führt Paula und das Team Helsinki zu einer bekannten Unternehmerfamilie.

Was laut Klappentext dem Leser als spannende länderübergreifende Krimihandlung verkauft wird, fehlt es aus meiner Sicht leider an Spannung und dem Wow-Effekt. Der Beginn des Buches ist arg nebulös und ich brauchte eine Weile um hier den Zusammenhang zum Fall/dem Team herzustellen. Nur langsam konnte ich mich im Verlauf mit den einzelnen Mitgliedern des Team Helsinki anfreunden, denn leider blieben alle, selbst Paula, zu wenig tiefgründig und mitreißend charakterisiert. Und die Auflösung des Mordfalls ist ebenfalls wenig spektakulär erzählt. Er bekommt zwar durch den Wechsel des Kontinents und der Geschehnisse dort ein bisschen Brisanz, aber für einen Krimi fehlte mir hier ganz eindeutig Tempo, Raffinesse, Spannung und interessante Hauptfiguren.

Fazit: Dieser Auftaktband, der ja mein Interesse schon hier für den nächsten Band wecken müsste, hat das leider nicht geschafft. Der vorliegende Serieneinsteiger ist zwar nett zu lesen, aber für einen Kriminalroman waren mir sowohl Handlung als auch die einzelnen Charaktere zu flach. Unter dem Strich vergebe dennoch eine Leseempfehlung, bewerte das Buch aber nur mit aufgerundeten 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 02.04.2022

Ein mordsvergnüglicher Provinzkrimi

Prost, auf die Nachbarn
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Lehmann ist tot!!! Jemand hat ihn vom Leben zum Tode befördert. Und das kann man durchaus wörtlich nehmen, denn die Tatwaffe war sein eigenes Fahrzeug.

Wiedereinmal erklingt ein Prost, diesmal auf die ...

Lehmann ist tot!!! Jemand hat ihn vom Leben zum Tode befördert. Und das kann man durchaus wörtlich nehmen, denn die Tatwaffe war sein eigenes Fahrzeug.

Wiedereinmal erklingt ein Prost, diesmal auf die Nachbarn, und Kommissar Tischler muss sich erneut mit diesem merkwürdigen Menschenschlag auseinandersetzen. Er beginnt sofort mit den Ermittlungen und gottlob hat er ja mittlerweile ein gut aufeinander eingespieltes Team im Rücken, so dass alsbald auf die wichtigsten Fragen nach dem Wer, Wie, Warum die Antworten gefunden sind...

Wer sich für diesen Krimi entscheidet, hält einen typischen Provinzkrimi in Händen. Kenner der Serie wissen worauf sie sich hier einlassen. Allen anderen sei gesagt, bekommen es mit skurrilen Typen, einer durchdachten Krimihandlung und einem humorvollen Erzählstil zu tun. Das zusammengenommen ergibt kurzweilige und mörderisch gute Unterhaltung, die meinen Lesenerv absolut getroffen hat. Deshalb meine Empfehlung: lesen – lachen – Fall lösen... PROST.

Veröffentlicht am 02.04.2022

Tolle Story, fesselnd und mitreißend erzählt

Die Rezeptur: Thriller
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„Die Rezeptur“ ist der nunmehr 12. Band der Zons-Reihe. Wie in den anderen Büchern auch, wird die Handlung dieses Thrillers wieder auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen kommt es im Zons des 16. Jh. im ...

„Die Rezeptur“ ist der nunmehr 12. Band der Zons-Reihe. Wie in den anderen Büchern auch, wird die Handlung dieses Thrillers wieder auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen kommt es im Zons des 16. Jh. im Franziskanerkloster zu mehreren Todesfällen, deren Aufklärung Bastian Mühlenberg von der Stadtwache ziemlich zu schaffen machen. Der Auslöser für die Morde hier scheint eine geheime Rezeptur zu sein. Zirka 500 Jahre später im Zons der Gegenwart, geschehen Morde, die den Ermittler Oliver Bergmann zu einer Schönheitsklinik führen.

Die Mordfälle sind in beiden Zeitebenen sehr komplex und nicht leicht zu durchschauen. Durch geschickt gesetzte Cliffhanger am Kapitelende und der damit verbundene Wechsel in die jeweils andere Zeit, wird die Spannung und das Tempo auf einem guten gleichbleibenden Level gehalten.

Aus Sicht eines Serienfans hat mich sehr gefreut, neben den beiden Ermittlern KK Oliver Bergmann (Gegenwart) und Bastian Mühlenberg (Vergangenheit), auch wieder Neues aus deren privatem Umfeld zu erfahren. Das Mitraten, wie die Fäden zusammenlaufen könnten oder wer der/die Täter ist/sind, hat die Autorin durch gut gesetzte falsche Fährten für uns Leser nicht eben leicht gemacht. Doch im Finale werden das Wer und Warum in allen Belangen überzeugend und logisch ge-/erklärt.

Fazit: Genau wie bei den anderen Zons-Thrillern bin ich auch mit diesem wieder sehr gut unterhalten worden. Der Schreib- und Erzählstil ist flüssig und so gut zu lesen, dass ich trotz der Perspektivwechsel nie den Durchblick verloren habe. Wer die Vorgängerbände kennt, wird wahrscheinlich automatisch zu diesem neuen Zons-Thriller greifen. Allen anderen Interessierten kann ich das Buch absolut empfehlen und vergebe deshalb auch volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 02.04.2022

Vom Lebens- und Überlebenskampf Anno 1816

Der dunkle Himmel
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In „Der dunkle Himmel“ dient der Vulkanausbruch im Jahr 1816 auf der weit entlegenen indonesischen Insel Sumbawa als Aufhänger für diesen historischen Roman. Das Ereignis sollte später als das Jahr ohne ...

In „Der dunkle Himmel“ dient der Vulkanausbruch im Jahr 1816 auf der weit entlegenen indonesischen Insel Sumbawa als Aufhänger für diesen historischen Roman. Das Ereignis sollte später als das Jahr ohne Sommer in die Geschichte eingehen. Welche Auswirkungen das auf die Bewohner eines fiktiven schwäbischen Leinenweberdorfes hat, erzählt Astrid Fritz hier.

Anhand dreier Hauptcharaktere, Gemeindefahrer Carl Unterseher, Wirtstochter Paulina Gutjahr und Schulmeister Friedhelm Lindenthaler sowie deren Familien entspinnt sich jetzt der leidvolle Überlebenskampf, denn wegen des verrückt spielenden Wetters, kommt es im gesamten Land zu Missernten. Die damit verbundenen Krankheiten und Todesfälle lassen viele den Mut verlieren, geraten aus Verzweiflung auf die schiefe Bahn oder kehren ihrer Heimat gar ganz den Rücken...

Atmosphärisch dicht erzählt die Autorin anhand der drei Hauptcharaktere vom Lebens- und Überlebenskampf zu jener Zeit, die ja historisch belegt ist. Während die kirchlichen Ansichten zu den Wetterkapriolen Erwähnung finden, hätte ich mir hier noch eine Figur gewünscht, die sich der weltlichen Fragen zu diesem Thema annimmt, und so einen direkteren Bezug zum Vulkanausbruch schafft.

Nichts desto trotz hat mich der umfangreich erzählte historische (Liebes-)Roman gut unterhalten. So hat die Autorin neben der fesselnden Geschichte zusätzlich viele interessante Informationen zur politischen und gesellschaftlichen Situation der damaligen Zeit eingebunden, so dass es ein ausgewogener Mix aus Fiktivem und Geschichtlichem geworden ist. Gern empfehle ich diesen Roman weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 02.04.2022

Lichterhaven 6.0

Nur eine Fellnase vom Glück entfernt
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In der sechsten Geschichte aus Lichterhaven, einem fiktiven Ort am Meer, stehen neben Rottweiler Duke Caroline und Henning im Mittelpunkt. Wer die Reihe kennt weiß, dass hier Hunde die Führung übernehmen. ...

In der sechsten Geschichte aus Lichterhaven, einem fiktiven Ort am Meer, stehen neben Rottweiler Duke Caroline und Henning im Mittelpunkt. Wer die Reihe kennt weiß, dass hier Hunde die Führung übernehmen. Auch wenn Duke nicht gerade für sein Draufgängertum bekannt ist, weiß er was er will. Und das wäre in seinem Fall ein Leben zu dritt. Denn auch wenn die beiden Menschen irgendwie „komisch“ miteinander umgehen, so sind sie ihm gegenüber aber wirklich lieb. Und so steht für Duke fest, hier muss gehandelt werden...

Auch dieser neueste Band hat für mich noch nichts von seiner romantischen und unterhaltsamen Faszination verloren. Die Aktionen, die durch Duke ausgelöst werden geben der Geschichte die humorvolle Würze, und die Haupt- und Nebencharaktere sorgen für die entsprechenden Dramen und Liebeleien.

Die Autorin versteht es eben exzellent die Gefühlswelt ihrer Protagonisten, ob Mensch oder Tier, dem Leser so zu vermitteln, dass er meint mitten drin zu sein. Wie die Geschichte letztlich endet, liegt ja wohl auf der Hand. Denn wer sich für das Buch entscheidet, will auch gar nichts anderes lesen. Ich habe es jedenfalls nicht bereut und empfehle diesen locker leichten Roman gern weiter und vergebe volle 5 Sterne.