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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.07.2021

Leichte unterhaltsame Geschichte

Das kleine Friesencafé
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Mit „Das kleine Friesencafé“ beginnt die neue Reihe von Janne Mommsen. Julia, aufgewachsen bei ihrer Oma Anita findet Zeichnungen ihrer Mutter, die diese einst auf Föhr anfertigte. Da sie ihre Mutter nie ...

Mit „Das kleine Friesencafé“ beginnt die neue Reihe von Janne Mommsen. Julia, aufgewachsen bei ihrer Oma Anita findet Zeichnungen ihrer Mutter, die diese einst auf Föhr anfertigte. Da sie ihre Mutter nie richtig kennenlernen durfte, bestärkt Oma Anita sie den Orten ihrer Mutter nachzuspüren. Fast gegen ihren Willen findet sie sich auf der Insel wieder, wo ihr Abenteuer/Leben beginnen soll.
Wer schon andere Bücher von Janne Mommsen kennt weiß, dass in seinen Geschichten viel Lokalkolorit zum tragen kommt. Das ist auch in diesem 1. Serienteil nicht anders. Ich war schnell in der Geschichte drin. Das ist allerdings auch nicht all zu schwer, ist es doch eine leichte unterhaltsame Story ohne großen Tiefgang. Die einzelnen Charaktere sind sympathisch, wobei mir eigentlich die beiden „Alten“ besser gefallen haben als die Hauptfigur.
Das Buch liest sich leicht und locker weg und ist somit was für entspannende Stunden für Zwischendurch. Mich hat es gut unterhalten und auch wenn es mich nicht durchgängig fesseln konnte empfehle ich es gern weiter und vergebe 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.07.2021

Humorvoll und herzerwärmend

Kann Spuren von Glück enthalten
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Das Buch verlangt zu Beginn vom Leser einiges Durchhaltevermögen, denn es ist in einigen Passagen für meinen Geschmack zu langatmig erzählt. Aber bleibt man am Buch liest man über eine Geschichte zweier ...

Das Buch verlangt zu Beginn vom Leser einiges Durchhaltevermögen, denn es ist in einigen Passagen für meinen Geschmack zu langatmig erzählt. Aber bleibt man am Buch liest man über eine Geschichte zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Kate, eine nette, fügsame, liebenswürdige 40jährige und Cecily eine 97jährige, die gern alle herumkommandiert und auch sonst kein Blatt vor den Mund nimmt. Beide entdecken, dass sie für die gleichen Leidenschaften brennen, nämlich Bücher und Kochen. Und so entwickelt sich eine Freundschaft, die vor allem Kate die Augen öffnen wird.
Vicky Zimmerman ist hier ein humorvoller und herzerwärmender Roman gelungen. Auch wenn ich bei mancher Szene Kate wachrütteln wollte sind doch beide Hauptfiguren absolut toll charakterisiert und geben der Geschichte den richtigen Schwung. Besonders die lebensbejahende Cecily hat es mir angetan – so herrisch sie sich auch gegenüber Kate benimmt, bezweckt sie damit aber auch etwas. Nicht nur die Rezepte für alle Lebenslagen auch die Dialoge zwischen den beiden haben mir gefallen. Ich empfehle das Buch gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.07.2021

Amüsanter Provinzkrimi

Prost, auf die Erben
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Dass Friedrich Kalpenstein nach seiner Herbert-Reihe auch „in Krimi kann“ beweist er nun schon zum zweiten Mal mit dem Ermittler-Duo Tischler & Fink. Diesmal müssen sich die beiden unter anderen die Fragen ...

Dass Friedrich Kalpenstein nach seiner Herbert-Reihe auch „in Krimi kann“ beweist er nun schon zum zweiten Mal mit dem Ermittler-Duo Tischler & Fink. Diesmal müssen sich die beiden unter anderen die Fragen stellen warum wurde der Bauunternehmer Holzinger umgebracht und warum interessiert es niemanden wirklich? Verdächtige gibt es ja zu Hauff, doch leider ist es für Tischler und seinen umständlich agierenden Polizeiobermeister Fink gar nicht so einfach den Über- und Durchblick zu bekommen.
Wie es sich für einen zünftigen Regionalkrimi gehört, punktet er weniger durch rasante Actionszenen oder nervenaufreibende Spannung als durch skurrile Figuren, Humor und eine gemütliche Ermittlungsarbeit. Wer sich das von Beginn an vor Augen hält, der bekommt hier einen unterhaltsamen und kurzweiligen Krimi präsentiert. Allerdings muss ich gestehen, gingen mir die vielen humorvolle Passagen zu Lasten der Krimihandlung. Dafür gibt es viel Lokalkolorit und ein Schreib- und Erzählstil, der wunderbar zur Story passt.
Fazit: Dank eines interessanten Plots, skurriler Figuren und vieler witziger Szenen ist auch der 2. Fall für Tischler & Fink amüsant und kurzweilig. Mich hat dieser Regionalkrimi gut unterhalten und ich empfehle ihn gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.07.2021

Sidonia von Sachsen – gelebte Geschichte – toll recherchiert

Sidonia - Eine teuflische Liebe
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Nachdem die ersten Seiten doch viel Aufmerksamkeit verlangen, und mir klar wurde, dass Sidonia wirklich gelebt hat, muss ich gestehen, habe ich tatsächlich erst einmal das Internet bemüht. Ich habe mir ...

Nachdem die ersten Seiten doch viel Aufmerksamkeit verlangen, und mir klar wurde, dass Sidonia wirklich gelebt hat, muss ich gestehen, habe ich tatsächlich erst einmal das Internet bemüht. Ich habe mir einen ungefähren Überblick verschafft, was zu Zeiten Sidonias so alles auf politischer und gesellschaftlicher Ebene los war. Dank des Namensregisters zu Beginn des Buches bekommt man ja einen guten Überblick über die Vielzahl der auftretender Personen.
Für meinen Geschmack hatte dieser historische Roman alles was es braucht um mich an einem Buch zu halten. Tolle Beschreibungen der handelnden Personen sowie der Lebensumstände und -bedingungen im Mittelalter, Intrigen, Morde, Hexenprozesse - was will ich mehr? Und wenn man sich dann noch vor Augen führt, dass es diese Personen wirklich mal gegeben hat und dass sie trotz ihrer gehobenen Stellung ihres Lebens eigentlich nie sicher sein konnten - was für eine Zeit muss das gewesen sein. Was als "schwerverdauliche Kost" begann entwickelte sich bis zum Ende zu einem überzeugenden und toll recherchierten HistoRoman.
Die Gestaltung des Buches finde ich passend zum Inhalt. Die "alten" Schriftarten und die kursiv geschriebenen Einlassungen an jedem Kapitelbeginn finde ich sehr gelungen und auch das Cover ist ein Hingucker. Ich kann das Buch jedem historisch interessierten Leser absolut empfehlen und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.07.2021

Kein typischer, sondern ein tragisch-schöner LiRo

Ein letzter erster Augenblick
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Was für ein fabelhafter Debütroman. „Ein letzter erster Augenblick“ ist eine zeitgenössische Liebesgeschichte, die alles andere als gewöhnlich ist. Callie und Joel haben beide verheerende Erfahrungen ...

Was für ein fabelhafter Debütroman. „Ein letzter erster Augenblick“ ist eine zeitgenössische Liebesgeschichte, die alles andere als gewöhnlich ist. Callie und Joel haben beide verheerende Erfahrungen in ihrem Leben gemacht, die dazu geführt haben, dass sie enge Kontakte und Beziehungen um jeden Preis vermeiden. Und als sie sich treffen, tun sie alles, um der gegenseitigen Anziehung zu widerstehen. So beginnt eine absolut emotionale Geschichte, bei der die Autorin durch ihren exzellenten Schreib- und Erzählstil die Gedanken, Handlungen, Dialoge und Zweifel sehr authentisch beschreibt. Als LeserIn erfährt man aus wechselnder Perspektive aus dem Leben der beiden Hauptfiguren. Auf diese Weise kommt keiner zu kurz und man ist praktisch mittendrin. Auch wenn ich immer noch so ein bisschen Hoffnung in Bezug auf das von Joel vorausgesehene Ende hatte, ist der erzählte Ausgang zwar schwer verdaulich für einen LiRo, geht aber für mich in Ordnung.
Fazit: Wie gesagt, es ist kein typischer, sondern ein tragisch-schöner LiRo. Es ist ein aufwühlender Roman voller Liebe, Trauer aber auch ein Plädoyer für das Leben. Mich hat der Roman zum Nachdenken gebracht aber auch gut unterhalten. Deshalb gibt es von mir eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sterne.