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Veröffentlicht am 03.05.2020

Ein Verwirrspiel

Marta schläft
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Nadja wurde vor Jahren für ein Verbrechen verurteilt. Nach ihrer Haftentlassung findet sie eine Anstellung bei einem Anwalt. Psychisch ist sie immer noch angeschlagen. Lebt ihr Leben so gut es geht. Dann ...

Nadja wurde vor Jahren für ein Verbrechen verurteilt. Nach ihrer Haftentlassung findet sie eine Anstellung bei einem Anwalt. Psychisch ist sie immer noch angeschlagen. Lebt ihr Leben so gut es geht. Dann geschieht ein Mord, in den Nadja verwickelt wird. Und damit beginnt ein grausames Spiel.....

"Marta schläft" ist ein Verwirrspiel. In kurzen Kapiteln geht es um Nadja, aber auch um Nelly. Nelly beginnt ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann. Das hat Folgen. Aber was haben diese beiden Erzahlstränge miteinander zu tun? Dann gibt es noch Briefe einer unbekannten Person. Lange ist unklar wer das ist. Zudem springt die Geschichte in der Zeit hin und her. Man muss sich schon konzentrieren um den Anschluss nicht zu verpassen. Genau das hat meinen Ehrgeiz geweckt. Die Story konnte mich gleich in ihren Bann ziehen. Nach und nach werden winzige Puzzleteile präsentiert. Das große Ganze wurde mir aber erst am Schluss bewusst und hatte ich so nicht erwartet. Die Autorin hat es geschafft mit dem Leser*in ein Spiel zu spielen. Genau wie die Protagonisten es im Buch machen. Lediglich das Ende hat sich etwas gezogen. Für mich waren es ein paar Wendungen zu viel. Jedoch wurde alles logisch aufgelöst.

Fazit: Ein Thriller, den man nicht einfach mal nebenher lesen kann. Man braucht die volle Aufmerksamkeit um den Faden nicht zu verlieren. Mich konnte die Geschichte zum Miträtseln animieren. Den Schluss hätte ich so nicht erwartet. Empfehle ich gerne weiter.

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Veröffentlicht am 01.05.2020

Unterhaltsamer und kurzweiliger Fantasyroman

Die magischen Bücher
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Die 11-jährige Leandra hat es geschafft und erfolgreich ihre Prüfung bestanden, um zu einer Kämpferin ausgebildet zu werden. Viel Zeit um sich von ihrer Familie und Freunden zu verabschieden hat sie nicht. ...

Die 11-jährige Leandra hat es geschafft und erfolgreich ihre Prüfung bestanden, um zu einer Kämpferin ausgebildet zu werden. Viel Zeit um sich von ihrer Familie und Freunden zu verabschieden hat sie nicht. Denn schon bald kommen die Schiffe der Meister, die ihre zukünftigen Schüler abholen. Leandra kommt zu Xander. Die Ausbildung ist hart. Als einziges Mädchen muss sie sich erst gegen ihre männlichen Kameraden beweisen. Durch ihren starken Willen wird sie schon bald akzeptiert. Doch dann verschwindet Tim, einer ihrer Mitschüler und Leandra steht vor der Entscheidung, sich an der gefährlichen Suche nach ihm zu beteiligen oder ihre Ausbildung zu beenden.....

"Die magischen Bücher - Elfenwald" ist der erste Band einer fünfteiligen Jugendbuch Fantasy Reihe. Der Roman spielt in einer Welt, in der neun Inseln existieren und die Begebenheiten an das Mittelalter angelehnt sind. Jedoch verzichtet die Autorin bewusst auf lange Beschreibungen dieser Welt. Vielmehr lässt sie ihre Figuren unterhaltend agieren. Mit deren ganzen Stärken und Schwächen. Sehr gut gefällt mir dabei, dass manche zwar wie im Mittelalter denken - was mich einige Male zum Schmunzeln gebracht hat - gleichzeitig die Sprache aber modern ist. So hat sich für mich das Buch gut und flüssig lesen lassen. Einige große Zeitsprünge im Geschehen gibt es. Was mir persönlich nur recht war. Sind so doch langweilige Beschreibungen der Ausbildung weggefallen. Leandra macht im Laufe der Geschichte eine Entwicklung mit, die mich als Leserin fasziniert hat. So ist es nicht verwunderlich, dass auch eine zarte Liebesgeschichte mit integriert ist. Natürlich bleiben am Ende ein paar Fragen offen, wie es bei einem Mehrteiler aber auch nicht anders zu erwarten ist. Ich bin schon sehr gespannt wie es weitergeht.

Fazit: Ein Fantasyroman, der das Mittelalterliche mit dem Modernen verbindet. Sich so flüssig und unterhaltend lesen lässt. Mir Leandras Entwicklung zu einer starken jungen Frau sehr gut gefallen hat. Empfehle ich gerne weiter und freue mich schon auf die weiteren Bände.

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Veröffentlicht am 01.05.2020

Ein Stück Geschichte, die man nicht vergessen sollte

Die Unwerten
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Dezember 1939. Die 14-jährige Hannah Bloch ist Halbjüdin. Nur diesem Umstand hat sie es zu verdanken, dass sie überhaupt noch in die Schule gehen darf. Ihr linientreuer Lehrer Reinhold Pilz macht ihr das ...

Dezember 1939. Die 14-jährige Hannah Bloch ist Halbjüdin. Nur diesem Umstand hat sie es zu verdanken, dass sie überhaupt noch in die Schule gehen darf. Ihr linientreuer Lehrer Reinhold Pilz macht ihr das Leben schwer. Aber auch vor ihren Schulkameraden muss sie sich in Acht nehmen. Erfolgreich konnte sie bisher ihre Epilepsie verbergen. Doch am letzten Schultag passiert es. Hannah erleidet einen Anfall und bricht vor der Klasse zusammen. Damit gerät sie in das Visier der Aktion T4, denn die Nationalsozialisten haben es sich zur Aufgabe gemacht, alles unwerte Leben zu vernichten.......

"Die Unwerten" ist der Auftakt einer dreiteiligen Reihe um die Halbjüdin Hannah Bloch. Der Roman ist sehr aufwühlend geschrieben. Zeigt er doch auf, wie grausam das damalige Regime mit Menschen umgegangen ist, die des Lebens ihrer Ansicht nach nicht wert sind. Dabei hat der Autor die Schilderung wie es tatsächlich war dem Leser noch erträglich gemacht. Diese Gratwanderung ist sehr gut gelungen. Der Schreibstil ist flüssig. Von Anfang an bin ich tief in das Geschehen eingetaucht. Vieles habe ich hautnah miterlebt. Ich habe gebangt und gehofft. Musste mich aber oft der grausamen Realität stellen. Auch in die Charaktere konnte ich mich gut hineinversetzen. Die Entwicklung der Einzelnen gut nachvollziehen. Am Ende ergibt sich zwar viel durch Zufall, hat mich persönlich jedoch nicht gestört.

Fazit: Ein fiktiver Roman, der auf historische Fakten beruht. Dessen Charaktere Züge von real existierenden Personen haben. Ein Thema aufwirft, welches man nie vergessen sollte. Ich danke dem Autor für diese Geschichte, deren Tragweite mir so nicht bewusst war. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und bin gespannt wie es mit Hannah weiter geht.

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Veröffentlicht am 25.04.2020

Ein doch nicht ganz so idyllischer Spreewald

Vermisst
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Kriminalhauptmeisterin Klaudia Wagner hat für eine Woche die Pflege ihres demenzkranken Vaters übernommen. Auf der Rückfahrt nach Lübben fährt ein unbeleuchtetes Fahrzeug aus einer Seitenstraße und Klaudia ...

Kriminalhauptmeisterin Klaudia Wagner hat für eine Woche die Pflege ihres demenzkranken Vaters übernommen. Auf der Rückfahrt nach Lübben fährt ein unbeleuchtetes Fahrzeug aus einer Seitenstraße und Klaudia ist gezwungen auszuweichen. Das bleibt nicht ohne Folgen. Sie landet im Acker. Beim Aussteigen bemerkt sie eine Tote unter ihrem Auto. Klaudia ist mit den Nerven fertig. Doch dann stellt sich heraus, dass die Frau schon vor Jahren ermordet wurde, der Mörder im Gefängnis ist. Allerdings wurde die Leiche nie gefunden. Klaudia beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und stößt dabei auf die Kräuterhexe Manuela, die ihren Mieter vermisst.......

"Vermisst" ist der fünfte Spreewald Krimi der Autorin Christiane Dieckerhoff. Jedoch der erste, der im Aufbauverlag erschienen ist. Man nimmt sowohl an den spannenden Ermittlungen als auch am Leben von Kriminalhauptmeisterin Klaudia Wagner teil. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch die Bücher. Im aktuellen Band wird immer wieder Bezug auf die Vorgänger genommen. Jedoch nicht alles im Detail erklärt. So hatte ich als Neueinsteigerin ein paar Probleme damit. Hat mich das doch sehr unbefriedigend zurück gelassen. Den Fall selbst habe ich als spannend empfunden. Zwar kam mir durch eingestreute Fährten schnell ein Verdacht, der sich auch bestätigt hat, wie das aber alles zusammenhing, wurde mir erst am Ende bewusst. Die Figuren haben alle ihren eigenen besonderen Charme und Charakter. Spiegeln die Mentalität der Gegend gut wider.

Fazit: Ein spannender Regionalkrimi, bei dem auch das Leben der Ermittlerin eine große Rolle spielt. Ich raten würde, die Krimis in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Wer gerne Bücher mit eigenen aber charmanten Figuren liest, der ist hier gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 22.04.2020

Viel Privates über die Ermittler

Nebelmeer
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Birger Andresen, unterdessen Leiter der X-Einheit für alte ungeklärte Fälle, wird zu einem Leichenfund an den Priwallstrand gerufen. Die Leiche ist bereits skelettiert und weißt ähnliche Verletzungen wie ...

Birger Andresen, unterdessen Leiter der X-Einheit für alte ungeklärte Fälle, wird zu einem Leichenfund an den Priwallstrand gerufen. Die Leiche ist bereits skelettiert und weißt ähnliche Verletzungen wie bei einem 6 Jahre alten Fall auf. Aber auch hier finden die Ermittler keinerlei Spuren, die auf den Täter schließen könnten. Erst durch die Aussage einer Frau kommen die Ermittlungen ins Rollen. Doch ist es jetzt vielleicht schon zu spät um ein weiteres Opfer zu verhindern?

"Nebelmeer" ist der achte Fall um Kommissar Birger Andresen. Bisher habe ich zwei weitere Bände gelesen, jedoch nicht in der richtigen Reihenfolge. Wozu ich aber dringend raten würde. Der Fall an sich ist zwar abgeschlossen, doch steht das Privatleben von Birger größtenteils im Vordergrund und zieht sich wie ein roter Faden durch die Krimis. Das trägt oft zur Verwirrung bei. Der Spannungsbogen wird dadurch immer wieder unterbrochen. Der Plot orientiert sich an einer wahren Begebenheit. So war schon ziemlich schnell klar, in welche Richtung das Ganze laufen wird. Der Showdown selbst war noch einmal dramatisch und spannend, kam mir aber viel zu abrupt vor und ich habe ein bisschen den Überraschungseffekt vermisst. Mit den Ermittlungen und wie die Kommissare dabei agiert haben, hatte ich so manches Mal meine Schwierigkeiten. Einiges empfand ich nicht unbedingt als logisch.

Fazit: Insgesamt gesehen ein solider Regionalkrimi, bei dem ich die Handlungen der Figuren jedoch nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Der zwar spannend ist, doch durch die vielen Unterbrechungen die das Privatleben der Ermittler betreffen, die Spannungskurve nicht konstant bleibt. Durch den flüssigen Schreibstil jedoch gut zu lesen ist.

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